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Aus einer Schallplattenfolie und einem Trägerkörper durch eine lösbare Verbindung zusammengesetzte Schallplatte
Es ist bereits bekannt, Folienschallplatten, das sind Folien aus thermoplastischem Kunststoff, welche mit einer eingeprägten Tonschrift versehen sind, auf einem steifen Trägerkörper lösbar zu befestigen,
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Ferner sind Folien durch eine Adhäsionsschicht auf einer steifen Unterlage befestigt worden.
Mit der vorliegenden Erfindung wird es ermöglicht, Folienschallplatten entweder allein oder zusammen mit andern bekannten normalen Schallplatten auf einem Mehrfachplattenwechsler abzuspielen.
Gegenstand der Erfindung ist eine aus einer Schallplattenfolie und einem Trägerkörper durch eine lösbare Verbindung zusammengesetzte Schallplatte. welche dadurch gekennzeichnet ist, dass die Folie im Zentrum durch Einklemmen zwischen Abdeckscheiben und ihre übrige Fläche durch elektrostatische Anziehung an die Trägerplatte angepresst wird.
Die Erfindung ist dabei ohne weiteres anwendbar auf Folienschallplatten und Trägerkörper - auch in Gestalt der bisher üblichen gepressten Platten -aller gebräuchlichen, handelsüblichen Grössen, wie 17 cm-, 25 cm-und 30 cm-Platten, sowie bei Platten mit 7 mm-und 38 mm-Mittelloch. Besonders zweckmässig erweist sich die Verwendung eines Trägers aus einem, eine gute elektrostatische Aufladefähigkeit besitzendem Material. was für zahlreiche Kunststoffe, die zugleich gute elektrische Isolierstoffe sind, zutrifft, insbesondere auch für die modernen Schallplatten aus Polyäthylen, PVC u. dgl., so dass diese sich gut als Trägerkörper eignen.
Auf derartige scheibenförmige Trägerkörper-werden die Folien einseitig oder beidseitig leicht lösbar mittels einer höchstens einen geringen Teil ihrer Fläche erfassenden, mechanischen Klemmverbindung befestigt, während die Haftung an dem Trägerkörper über die übrige bzw. gesamte Folienfläche hinweg lediglich durch elektrostatische Kräfte bewirkt wird.
Als Trägermaterial können aber auch beliebige verbiegungssteife Stoffe Verwendung finden, z. B.
Pappe, Pressspan, Schichtpresskörper beliebiger Art sowie Kunststoffe oder Metall, die gegebenenfalls mit einem Überzug versehen werden, der eine genügende elektrostatische Aufladung ermöglicht.
Im folgenden sollen verschiedene Ausführungsmöglichkeiten, für die auswechselbare Verbindung von Folienschallplatten mit einem Trägerkörper gemäss der Erfindung an Hand der beigefügten Skizzen beschrieben werden, auf welche die Erfindung jedoch nicht beschränkt ist.
In Fig. 1 ist eine Schallplatte gezeigt, die aus einem Trägerkörper 1 aus einem geeigneten verbiegungssteifen Kunststoff in Form einer Scheibe mit einem dem Durchmesser handelsüblicher Schallplatten entsprechenden Durchmesser und zwei beiderseits auf diesen Träger aufgelegten, einseitig bespielten Folien 2 besteht. Die so zusammengefügte Schallplatte wird dann beiderseits mit einer Abdeckscheibe 3 versehen, die lediglich den inneren, nicht bespielten Bereich der Folie abdeckt und mit dem Trägerkörper bzw. durch das gemeinsame Mittelloch aller Teile hindurch mit der auf der Gegenseite aufgelegten Abdeckscheibe durch eine Klemmverbindung verbunden ist und damit in der Mitte die verschiedenen Teile zusammenhält. Die äusseren Flächen der Folien und des Trägerkörpers haften durch die Wirkung der elektrostatischen Kräfte aneinander.
Die Klemmittel selbst können verschieden ausgebildet
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sein. In der Fig. 1 wird das Festklemmen der Folie auf dem Trägerkörper dadurch bewirkt, dass auf einem zum Mittelloch konzentrischen Kreis Stifte 4 auf dem Trägerkörper angeordnet sind, die durch in der Abdeckscheibe angebrachte tangentiale Langlöcher 5 hindurchtreten, wobei die Breite dieser Langlöcher gleich dem Stiftdurchmesser ist. Durch geringes gegenseitiges Verdrehen von Abdeckplatte und Trägerkörper gegeneinander verklemmen sich die Stifte in den Langlöchern und halten die Abdeckplatte mit dem Trägerkörper zusammen, wobei die Folie zwischen beiden eingeklemmt ist. Die Enden der Stifte können dabei leicht angestaucht sein, so dass sie in die Langlöcher der Abdeckscheiben unter leichtem Druck eingeführt werden müssen und in ihnen einschnappen.
Die Zentrierung wird hier durch das Mittelloch selbst bewirkt, das in Trägerkörper und Folie gleich gross ist und sowohl dem üblichen 7 mm-Loch als auch dem 38 mm-Loch entsprechen kann. Die Mittelbohrung der Abdeckscheiben ist zweckmässig etwas grösser. Als Mitnehmer können die Stifte 4 selbst dienen, die zu diesem Zweck etwas länger gemacht werden, so dass sie aus der Oberfläche der Abdeckleisten herausragen, wie die Zeichnung deutlich erkennen lässt. Man kann auch einen Trägerkörper mit kleinem Mittelloch mit Folien mit grossem Mittelloch belegen, wenn man, wie ebenfalls bei dem in Fig. 1 gewählten Beispiel angedeutet, die Stifte auf einem Kreisbogen anordnet, auf dem sie den Rand des grossen Mittelloches in der Folie tangieren. Dann bewirken sie gleichzeitig die Zentrierung dieser Folie.
Besitzt die Folie ein kleines Mittelloch, so werden in der Folie zweckmässig, ähnlich wie bei üblichen Schallplatten, Brechkanten und Ausschnitte vorgesehen, die das Mittelstück herausbrechbar machen, so dass ein grosses Mittelloch jederzeit hergestellt werden kann. Durch diese Ausschnitte treten dann zweckmässig die Halte- und Mitnehmerstifte hindurch.
Eine andere Lösungsmöglichkeit besteht darin, dass Trägerkörper und Folien durch Abdeckscheiben zusammengehalten werden, die miteinander oder mit der Trägerplatte druckknopfartig verbunden sind.
Fig. 2 zeigt eine Ausführung dieser Art, bei der die Abdeckscheiben 4 in ihrer Mitte buchsenartige, gegeneinandergerichtete Durchdrückungen 6 aufweisen, die beim Aufsetzen der Scheiben durch die im Trägerkörper und in den Folien angeordneten Mittellöcher hindurch-und ineinandergreifen, und die weiterhin so ausgebildet sind, dass sie beim Zusammendrücken der Abdeckscheiben druckknopfartig ineinanderschnappen und die Folien und den Trägerkörper zwischen sich einklemmen. Der kleinste Innendurchmesser der beim Zusammendrücken innenliegenden Durchdrückung entspricht dabei dem Aussendurchmesser der Plattenspielerachse mit den vorgeschriebenen Toleranzen. Zweckmässig sind bei dieser Ausführungsform die Abdeckplatten aus einem federnden Metallblech, das leicht gewölbt ist, so dass nach dem Zusammendrücken ihre Ränder federnd auf den Folien aufliegen.
Bei dem vorher und nachfolgend beschriebenen Beispiel sind die Abdeckplatten vorteilhaft aus einem biegesteifen elastischen Kunststoff.
Auch hiebei können sie leicht gewölbt sein. Die Fig. 2 zeigt lediglich einen vergrösserten Ausschnitt einer in der beschriebenen Art zusammengesetzten Schallplatte. Im allgemeinen genügt beidenDurch- drückungen die Eigenfederung und der Stanzgrat, um die Druckknopfwirkung zu erzielen. Man kann je-
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die nach beiden Seiten durch die Folien hindurchtritt, und in die Abdeckplatten mit ihren entsprechend gewählten Bohrungen druckknopfartig eingedrückt werden.
Schliesslich kann man an Stelle der Stifte in dem zuerst beschriebenen Beispiel mehrere kleinere Durchdrückungen oder Buchsen vorsehen, die in gleicher Weise druckknopfartig mit Abdeckscheiben verbunden werden und zugleich als Zentrierung und Mitnehmer ausgenutzt werden können.
- Fig. 3 zeigt eine besonders einfache Lösung einer leicht lösbaren Eindrückverbindung. Hiebei ist die Trägerplatte, die ein kleines Mittelloch besitzt, in der Mitte in einer Ringzone verdickt. Diese Verdickung kann in der Platte selbst enthalten sein, wie in Fig. 3 auf der Oberseite der Trägerplatte 1 gezeigt ist. Sie kann aber auch als besonderer Ringkörper 8 auf dem Träger aufgeklebt oder aufgeschweisst oder sonstwie befestigt sein. Diese Ausführung ist auf der Unterseite des Trägers in Fig. 3 dargestellt.
Selbstverständlich können die Verstärkungen in der Platte auf beiden Seiten vorgesehen werden bzw. können auf beiden Seiten einer ebenen Trägerplatte Verstärkungsringe aufgebracht sein. Der Aussendurchmesser dieser Verstärkungen entspricht dem normalen grossen Mittelloch mit einer gewissen Minustoleranz. Dementsprechend besitzen auch die Trägerfolien 2 ein grosses Mittelloch und werden auf dem Träger durch den Rand der Verstärkung zentriert. Der Durchmesser des Mittelloches in den Abdeckscheiben 3 ist nun dem Aussendurchmesser der Verstärkungen genau angepasst, so dass die Abdeckplatten auf diese Verstärkungen aufgedrückt werden müssen und dann stramm auf diesen sitzen. Auch hier übt der an sich vorhandene Stanzgrat eine Druckknopfwirkung aus.
Man kann gegebenenfalls auch auf die Abdeckscheiben ganz verzichten, wenn man den Durchmesser der Verstärkung in dem Trägerkörper genau dem
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grossen Mittelloch in der Folie anpasst, so dass die Folie selbst auf diese Verstärkung aufgedrückt werden kann und dann stramm auf der Verstärkung sitzt. Diese einfache Lösung dürfte sich insbesondere für etwas stärkere Folien eignen.
Die Abdeckscheiben können zur Erzielung einer einwandfreien Mitnahme durch unter ihr liegende Schallplatten bzw. der darüber zu liegen kommenden Schallplatte beim Abspielen auf einem Mehrfachplattenspieler auf ihrer Oberseite mit Nocken od. dgl. bekannten Mitnehmereinrichtungen versehen sein. Man kann aber auch den äusseren Rand der Abdeckscheiben an mehreren auf ihren Umfang verteilten Stellen mit radialen Einschnitten versehen, wobei eine Kante der Einschnitte leicht hochgebogen ist und dadurch einen Anschlag für Mitnehmermittel an darüber- bzw. darunterliegenden Schallplatten der gleichen oder andern Art bildet. Eine weitere Möglichkeit, eine gute Mitnahmewirkung zu erhalten, besteht darin, dass man die Abdeckscheiben auf ihrer Oberfläche aufrauht bzw. mit einem rauhen Überzug versieht.
Dies kann beispielsweise darin bestehen, dass man die Oberfläche in bekannter Weise elektrostatisch beflockt, so dass sie einen samtartigen Überzug erhält, oder indem man sie mit einer dünnen Schicht eines Schaumkunststoffes bzw. Schwammgummis od. dgl. überzieht.
In allen beschriebenen Beispielen wird die Stärke des Trägerkörpers und der Abdeckplatten zweckmässig so gewählt, dass die Gesamtdicke der zusammengesetzten Schallplatte etwa gleich der normalen Schallplatten ist.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Aus einer Schallplattenfolie und einem Trägerkörper durch eine lösbare Verbindung zusammengesetzte Schallplatte, dadurch gekennzeichnet, dass die Folie im Zentrum durch Einklemmen zwischen Abdeckscheiben und ihre übrige Fläche durch elektrostatische Anziehung an die Trägerplatte angepresst wird.