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Verfahren und Vorrichtung zum Innenschälen von Rohren
Als Vorbereitung für die Weiterverarbeitung von Rohren oder Rohrluppen durch spanlose Verformung ist es oft erforderlich, die mehr oder weniger fehlerhafte Walzhaut an der Rohrinnenseite abzuschälen.
Die hiefür gebräuchliche spanabhebende Bearbeitung der Rohrinnenseite ist sehr umständlich und zeitraubend. Sie hat ausserdem den Nachteil, dass Bearbeitungsriefen an der Rohrinnenseite nicht zu vermeiden sind.
Es ist bekannt, bei Walzblöcken die fehlerhafte Walzhaut durch Brennschälen mittels gegen die Oberfläche des Werkstückes gerichteter Sauerstoff- und Brenngasstrahlen zu entfernen.
Der Grundgedanke der Erfindung besteht darin, das Brennschälverfahren zum Innenschälen von Rohren anzuwenden. Es wurde gefunden, dass dadurch eine bessere Oberflächenbeschaffenheit an der Rohrinnenseite mit wesentlich geringerem Zeit- und Arbeitsaufwand erzielt wird als durch die gebräuchliche spanabhebende Bearbeitung.
Zur Ausführung des Verfahrens dient erfindungsgemäss ein in das Rohr einführbarer zylindrischer Schäl- kopf mit mehreren gegen die Rohrwand mündenden Düsenkränzen für Brenngas und Sauerstoff. Zweckmässig ist hiebei ein Düsenkranz für den Sauerstoff zwischen zwei Düsenkränzen für das Brenngas angeordnet. Der Düsenkranz für den Sauerstoff kann als Ringschlitzdüse ausgebildet sein, um eine gleichmä- ssige Verteilung des Sauerstoffstromes über den ganzen Umfang zu gewährleisten.
Als Träger für den Schälkopf dient erfindungsgemäss eine gleichachsig zum Rohr verschiebbar geführte Stange, durch welche die Zuführungsleitungen für den Sauerstoff und das Brenngas hindurchgeführt sind.
Es empfiehlt sich, das Rohr während des Schälvorganges in einer drehenden Bewegung zu halten. Zu diesem Zweck ist erfindungsgemäss eine das Rohr aufnehmende Drehvorrichtung vorgesehen.
Dem Rohrende für den Eintritt des Schälkopfes kann eine Heizvorrichtung, vorzugsweise eine elektroinduktive Heizvorrichtung, zugeordnet sein, um die Erwärmung der Rohrinnenkante für den Beginn des SchälvorgÅanges zu beschleunigen. Sobald die Innenkante die zum Einsetzen des Flämmvorganges notwendige Zündtemperatur erreicht hat, wird mit Zugabe des Flämmsauerstoffes der Schälkopf axial durch das Rohr hindurchbewegt.
Um Verstopfungen und andere Störungen zu vermeiden, ist erfindungsgemäss im Anschluss an das dem Eintritt des Schälkopfes abgewendete Rohrende eine Saugleitung zum Abführen der Verbrsnnungsrück- stände, Schlacken u. dgl., vorgesehen.
Ein Ausführungsbeispiel ist in der Zeichnung teilweise in Ansicht, teilweise im axialen Schnitt dargestellt.
In einem Gestell 1 sind mittels Wälzlager 5 und 6 zwei Spannfutter 3 und 4 für das zu bearbeitende Rohr 2 drehbar gelagert. Mittels eines mit dem einen Spannfutter 4 zusammenwirkenden Riementriebes 7 od. dgl. wird das Rohr in Drehung versetzt. Ein zylindrischer Schälkopf 8 mit zwei Düsenkränzen 9 für ein Brenngas und einer dazwischen angeordneten Ringschlitzdüse 10 für Sauerstoff wird von einer gleichachsig zu dem Rohr verschiebbaren Stange 11 getragen. Diese ist mittels Rollen 12 und 13 im oberen Teil des Gestelles 1 geführt und mit einer Zahnung 15 versehen, mit der ein Antriebritzel 14 zusammenwirkt. Durch die Stange 11 münden die Zuführungsleitungen 16 für das Brenngas und den Sauerstoff in die Düsen 9 bzw. 10.
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Method and device for inner peeling of pipes
In preparation for the further processing of pipes or pipe blanks by non-cutting deformation, it is often necessary to peel off the more or less defective rolled skin on the inside of the pipe.
The machining of the inside of the pipe, which is customary for this, is very laborious and time-consuming. It also has the disadvantage that machining marks on the inside of the pipe cannot be avoided.
It is known to remove the defective roll skin in the case of rolling blocks by burnishing using oxygen and fuel gas jets directed against the surface of the workpiece.
The basic idea of the invention is to use the flame peeling process for the inner peeling of pipes. It has been found that this results in a better surface quality on the inside of the pipe with significantly less expenditure of time and effort than with conventional machining.
According to the invention, a cylindrical peeling head which can be introduced into the pipe and has several nozzle rings for fuel gas and oxygen opening against the pipe wall is used to carry out the method. It is practical if a ring of nozzles for the oxygen is arranged between two rings of nozzles for the fuel gas. The nozzle ring for the oxygen can be designed as an annular slot nozzle in order to ensure an even distribution of the oxygen flow over the entire circumference.
According to the invention, a rod which is guided displaceably on the same axis as the pipe and through which the supply lines for the oxygen and the fuel gas are passed serves as a carrier for the peeling head.
It is advisable to keep the pipe in a rotating motion during the peeling process. For this purpose, according to the invention, a rotating device receiving the tube is provided.
A heating device, preferably an electroinductive heating device, can be assigned to the pipe end for the entry of the peeling head in order to accelerate the heating of the inner pipe edge for the start of the peeling process. As soon as the inner edge has reached the ignition temperature required for the scarfing process to begin, the peeling head is moved axially through the pipe with the addition of scarfing oxygen.
In order to avoid clogging and other disturbances, according to the invention, following the pipe end facing away from the entry of the peeling head, a suction line is provided for removing combustion residues, slag and the like. Like., provided.
An embodiment is shown in the drawing partly in view, partly in axial section.
In a frame 1, two chucks 3 and 4 for the pipe 2 to be machined are rotatably mounted by means of roller bearings 5 and 6. The tube is set in rotation by means of a belt drive 7 or the like which interacts with one chuck 4. A cylindrical peeling head 8 with two nozzle rings 9 for a fuel gas and an annular slot nozzle 10 for oxygen arranged between them is carried by a rod 11 which can be displaced in the same axis as the pipe. This is guided by means of rollers 12 and 13 in the upper part of the frame 1 and is provided with teeth 15 with which a drive pinion 14 cooperates. The feed lines 16 for the fuel gas and the oxygen open into the nozzles 9 and 10 through the rod 11.
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