<Desc/Clms Page number 1>
Grubenlokomotive für Batteriebetrieb
In Bergwerksbetrieben unter Tage kommt es vor, dass Bergleute gelegentlich die Gleisanlagen der Grubenbahn betreten oder aberqueren müssen. Damit sie durch die Grubenlokomotive nicht gefährdet werden, ist vorgeschrieben, dass der Lokomotivführer die Geleise in 15 m Abstand von der Lokomotive übersehen muss, ohne sich von seinem Sitz zu erheben. Dies gilt auch im Hinblick auf etwaige auf den Geleisen liegende Hindernisse. Diese Vorschrift ist für die Bauweise der Lokomotiven besonders dann von Bedeutung, wenn es sich um Batteriefahrzeuge handelt und die Batteriekästen zu beiden Seiten des Führerstandes angeordnet sind.
Damit der Lokomotivführer von seinem Platz aus die Strecke in 15 m Abstand übersehen kann, müssen die Batteriekästen niedrig sein bzw. die Batterien selbst entsprechend klein gehalten werden. Dadurch wird aber der Fahrbereich der Lokomotive eingeschränkt bzw. die Zeitabstände zwischen aufeinanderfolgenden Batterieladungen bzw.-auswechslungen werden verkleinert.
Zwar ist schon eine Grubenlokomotive für Batteriebetrieb bekannt, die, wie üblich, zweiachsig mit sehr kleinem Radstand ausgeführt ist. In dem mittleren Teil der Lokomotive ist ein Teil der Batteriezellen auf einer ebenen Plattform aufgestellt, die etwas über den Achsen der Triebräder angeordnet sind. An beiden Enden der Lokomotive befinden sich gleichfalls ebene, überhängende Plattformen, die niedriger angeordnet sind. Dabei ist die eine Plattform vollständig mit Batteriezellen besetzt ; auf der andern Plattform befindet sich der Führerstand und gegebenenfalls sind dort auch noch einige Batteriezellen aufgestellt.
Fährt die Lokomotive so, dass sich der Führerstand am hinteren Ende befindet, so wird aber auch bei dieser Bauform eine nennenswerte Verbesserung der Sicht für den sitzenden Lokomotivführer nicht erreicht.
Die Erfindung betrifft eine Grubenlokomotive für Batteriebetrieb, die erfindungsgemäss dadurch gekennzeichnet ist, dass der Batteriebehälter in Längsrichtung rhombusartig gebaut ist und in ihm die Batteriezellen stufenartig angeordnet sind. Auf diese Weise wird es ermöglicht, Batterien voh erheblicher Kapazität unterzubringen, wobei aber dennoch dem Fahrer eine gute Sichtmöglichkeit entsprechend den angegebenen Vorschriften gewährleistet bleibt.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung schematisch dargestellt. Die Grubenlokomotive besitzt einen in der Mitte liegenden Führerstand 1 und zu beiden Seiten sind Batteriekästen 2 vorgesehen. DieseBatteriekästen sind nicht, wie bisher üblich, rechteckig ausgeführt, sondernrhombusartig, d. h., Bodenblech und Deckel des Batteriekastens erhalten eine Neigung nach der Stirnseite der Lokomotive. Damit die Zellen der Batterie in dem Kasten senkrecht stehen, erhält das Bodenblech keilförmige
EMI1.1
Sichtlänge auf die Schienen bzw. sie gestattet die Unterbringung einer Batterie grösserer Kapazität als dies bisher der Fall war.
Gelegentlich wird die Auswechslung der Batterien in der Weise vorgenommen, dass der ganze Batteriekasten gegen einen andern ausgetauscht wird. Damit der Batteriekasten nach der Erfindung aucn nach dem Ausbau aus der Lokomotive auf ebenem Boden richtig steht, ist er mit Stützen 4 versehen. Die Stützen 4 können mit dem Lokomotivrahmen in geeigneter Weise verbunden sein, z. B. in den Lokomotivrahmen hineinragen, so dass sie gleichzeitig zur Arretierung des Batteriekastens auf der Lokomotive dienen.
Von dem Führerstand aus ergibt sich daher längs der geneigten Oberfläche des Batteriekastens eine verhältnismässig kurze Sichtlänge. Bei der bisher üblichen Anordnung würde die Oberkante des Batterie-
<Desc/Clms Page number 2>
kastens an der Stelle der gestrichelten Linie 5 liegen und es ist ohne weiters klar, dass sich dadurch eine wesentlichgrôssere Sichtlänge ergibt. Sie konnte bisher nur dadurch verringert werden, dass der ganze Batteriekasten als solcher niedriger gehalten wird, was die schon erwähnten Nachteile hinsichtlich der Bat- teriekapazität ergibt. Dabei ist zu berücksichtigen, dass der Batteriekasten schon der Auswechslung wegen etwas über den Triebrädern liegen muss.
Durch die Schrägstellung nach der Erfindung wird aber der von den Triebrädern beanspruchte Raum freigelassenund dennoch eine gute Sicht erzielt.
Gegebenenfalls kann die Anordnung auch so getroffen sein, dass der Lokomotivrahmen selbst die gleiche Neigung erhält wie der Batteriekasten.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Grubenlokomotive für Batteriebetrieb, dadurch gekennzeichnet, dass der Batteriebehälter in Längsrichtungrhombusartig gebaut ist und in ihm die Batteriezellen stufenartig angeordnet sind.