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Auftragegerät für flüssige bzw. cremige Schminken, vorzugsweise für Lippen
Die Erfindung bezieht sich auf ein Auftragegerät, mit dem auch bei Verwendung von flüssigen bzw. cremigen Schminken scharfe Konturen erreicht werden.
Bekannt sind Lippenstift deren Auftrageflächen zum Ziehen scharf abgegrenzter Lippenränder schneidenartig ausgebildet sind, wobei die Flächen, welche die schneidenartige Kante bilden, eben oder gewölbt sein können. Beim Gebrauch verliert die Auftragefläche diese Form sehr bald und wird halbku- gelförmig, wodurch das Ziehen eines scharf abgegrenzten Lippenrandes sehr erschwert wird. Dies gilt für alle stiftartigen Schminken. Da stiftartige Schminken eine gewisse festere Konsistenz haben müssen, können sie nur in geringem Masse gewisse für die Haut vorteilhafte Stoffe, wie Rizinusöl, Lanolin usw., enthalten. Auch können Schminkstifte nicht der Wärme, z. B. Sonne, ausgesetzt werden, da sie sonst zerfliessen.
Aus diesen Gründen wurden bereits flüssige bzw. cremige Schminken auf den Markt gebracht, welche mit einem kleinen Pinsel aufgetragen werden. Dieses Auftragen mit einem Pinsel erfordert grosse Geschicklichkeit und viel Zeit.
Es wurde schliesslich ein Auftragegerät für flüssige bzw. cremige Schminken bekannt, welches eine Auftragewalze und eine dieser zugeordnete Speiseeinrichtung aufweist. Als Speiseeinrichtung dient ein feststehender Docht. Der Nachteil dieses Auftragegerätes besteht darin, dass das Auftragen eines gleichmässigen Schminkfilmes auf die Auftragewalze mittels einer derartigen Speiseeinrichtung nicht möglich ist.
Den Gegenstand der Erfindung bildet ein Auftragegerät, das die vorerwähnten Nachteile dadurch behebt, dass die Speiseeinrichtung ein mit dem Mantel der Auftragewalze zusammenwirkendes rotierendes Speiseorgan aus saugfähigem bzw. porösem Material aufweist, an welches ein zum Auspressen der Schminke eingerichteter Vorratsbehälter, z. B. lösbar, angeschlossen ist Hiebei kann das Speiseorgan als saugfähige Speisewalze ausgebildet sein, welche z. B. durch einen axialen Kanal gespeist wird und sich am Mantel der Auftragewalze abrollt. Bei einem andern Ausführungsbeispiel werden die Funktionen der Auftrage-und Speisewalze von einer einzigen Walze übernommen, wobei die Auftragewalze durchgehend aus. saugfähigem bzw. porösem Material gefertigt ist, ihr Kern unmittelbar als Speiseorgan dient und z. B. durch einen axialen Kanal gespeist wird.
In der Zeichnung sind zwei beispielsweise AusfUhrungsformen der Erfindung dargestellt, u. zw. zeigt Fig. 1 eine Ansicht der einen, Fig. 2 eine Ansicht der zweiten Ausführungsform, beide teilweise geschnitten, Fig. 3 einen Teil der dazugehörigen Seitenansicht, Fig. 4, Fig. 5 und Fig. 6 verschiedene Auftragewalzenprofile.
Aus einem rundum geschlossenen Gehäuse 1 ragt oben ein Teil einer drehbar gelagerten Auftragwalze 2 und aus dem Boden das spitze Ende eines Speiserohres 3 hervor. Die Auftragewalze weist eine das Ziehen scharf abgegrenzter Ränder gestattende Kante auf, die bei Fig. 1 an den Rand der Walze verlegt ist. Die an diese Kante angrenzenden Drehflächen können durch gerade oder leicht gekrümmte Er- zegende gebildet sein, wodurch das Walzenprofil z. B. an das Lippenprofil angepasst werden kann. Am Boden ist ein Gewinderohr 4 vorgesehen, auf das eine Hülse 5 aufgeschraubt wird. Die Hülse 5 nimmt den Vorratsbehälter 6 für die Schminke auf, dessen obere Fläche 7 aus einem elastischen Material gefertigt ist, durch welche sich beim Zusammenschrauben der Hülse 5 mit dem Gehäuse 1 das spitze untere Ende des Speiserohres 3 bohrt.
Der Boden 8 des Vorratsbehälters 6 ist vorzugsweise verschiebbar. Der untere Teil der Hülse 5 ist verdrehbar und weist eine Rändelung 9 auf. Wird er verdreht, so schraubt sich eine Gewindestange 10 in bekannter Weise heraus, deren oberes plattenförmiges Ende den Boden 8 des
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Vorratsbehälters 6 in diesen verschiebt, wodurch die Schminke in das Speiserohr 3 gedrückt wird. Beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 rollt sich die Auftragewalze 2 an einer Speisewalze 11 aus saugfähigem Material ab. Die Speisewalze 11, welche vorzugsweise aus einem Schwamm gefertigt ist, sitzt auf einer Nabe 12, in welche in vorteilhafter Weise gleichzeitig das als Achsstummel ausgebildete obere Ende des Speiserohres 3 axial einmündet.
Durch einige radiale Bohrungen 13, die in der Nabe 12 vorgesehen sind, kann die Schminke von dem Speiserohr 3 in die Speisewalze 11 gelangen. Diese Anordnung gewährt eine gleichmässige Verteilung der Lippenschminke auf dem Mantel der Auftragewalze. Bei der Ausführungform nach Fig. 2 sitzt die Auftragewalze 2 direkt auf einer mit radialen Bohrungen 14 versehenen Nabe 15. Hier tritt die Schminke, welche aus dem axial in die Nabe 15 mündenden Ende des Speiserohres 3 austritt, durch die aus porösem bzw. saugfähigem Material gefertigte Auftragewalze 2 hindurch an deren Mantelfläche. Die Auftragewalzen können verschiedenartige, den Wünschen der BenUtzer entsprechende Profile aufweisen, von denen einige in den Fig. l, 2, 4, 5 und 6 zu sehen sind.
Die Ausbildung des Vorratsbehälters sowie die Vorrichtung zum HinausdrUcken der Schminke aus demselben kann verschieden variiert werden. Für den oberen Bereich des Behälters 1 kann eine Abdeckkappe vorgesehen werden.
PATENT ANSPRÜCHE :
1. Auftragegerät für flüssige bzw. cremige Schminken, vorzugsweise für Lippen, mit einer drehbar gelagerten Auftragewalze und einer. dieser zugeordneten Speiseeinrichtung dadurch gekennzeichnet, dass die Speiseeinrichtung ein mit dem Mantel der Auftragewalze zusammenwirkendes rotierendes Speiseorgan aus saugfähigem bzw. porösem Material aufweist, an welches ein zum Auspressen der Schminke eingerichteter Vorratsbehälter, z. B. lösbar, angeschlossen ist.