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Filmklebevorrichtung
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Filmklebevorrichtung mit Halteeinrichtungen für die beiden zusammenzuklebenden Filmteile, wobei eine der beiden Filmhalteeinrichtungen schwenkbar gelagert ist.
Bisher bekanntgewordene Filmklebevorrichtungen dieser Art sind meist mit dem Nachteil verbunden, dass die zusammenzuklebenden Filmteile nicht gleichzeitig mit einem Schabewerkzeug bearbeitet werden können oder eines der Filmteile zwischen Schaben und Kleben zunächst der Klebevorrichtung entnommen und umgekehrt in die Klebevorrichtung wieder eingelegt werden muss. Überdies wurden hiebei die zusammenzuklebenden Filmenden meist stufenförmig geschabt, so dass die Klebestelle grösseren Zugbelastungen nicht gewachsen war. Soweit bei den bekannten Klebepressen eine Filmhalteeinrichtung schwenkbar gelagert ist, hat dies nur den Zweck, Platz für den Schaber zur Bearbeitung des unten liegenden Filmendes zu schaffen. Das in der schwenkbare ! 1 Haltevorrichtung sitzende Filmende bleibt auch hiebei unbearbeitet.
Es wurde zwar auch schon vorgeschlagen, die zusammenzuklebenden Filmenden keilförmig zu schaben und beim Zusammenkleben nach Art eines Doppelkeiles übereinanderzulegen. Auch die hiefür bekanntgewordenen Klebevorrichtungen weisen jedoch die eingangs erwähnten Nachteile auf.
Gemäss der Erfindung wird-ausgehend von einer Filmklebevorrichtung der oben genannten Gattungvorgeschlagen, den durch einen Anschlag begrenzten Schwenkwinkel der Filmhalteeinrichtung etwa gleich 1800 auszubilden, wobei bei auf geschwenkter Filmhalteeinrichtung die Schabekanten beider Filmteile in einer Geraden parallel zu einer Führung für einen Schaber zum gleichzeitigen keilförmigen Schaben beider Filmkanten zu liegen kommen.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind an einem Schieber der Schabevorrichtung zwei in verschiedenen Richtungen geneigte feilenartige Schabeflächen angeordnet. Bei einer weiteren Ausführungsform der Erfindung sind die Halteeinrichtungen für die zusammenzuklebenden Filmteile in der Schabestellung unterschiedlich geneigt. Hiebei kann eine der Filmhalteeinrichtungen um eine in einem Winkel zu ihr angeordnete Achse schwenkbar sein, derart, dass diese Filmhalteeinrichtung in der Schabestellung einen Winkel mit der andem Filmhalteeinrichtung bildet und in der Klebestellung parallel zu ihr verläuft. Die schwenkbare Filmhalteeinrichtung kann dabei in beiden Stellungen auf beiderseits der Schwenkachse angeordneten, keilförmigen Stützkörpern aufliegen.
Die feilenartigen Schabeflächen der Schabevorrichtung können Oberflächen eines einzigenWerkstük- kes bilden. Es können jedoch an einem Schieber der Schabevorrichtung auch zwei feilenartige Schabewerkzeuge lösbar befestigt sein.
Der Schieber der Schabevorrichtung ist erfindungsgemäss an einem über beide Filmteile sich erstrekkenden, schwenkbaren Bügel beweglich gelagert. Der Bügel kann auf einem Anschlag der Grundplatte aufliegen, wobei Bügel und Anschlag in bezug aufeinander justierbar sind, vorzugsweise durch eine am Bügel angeordnete, auf dem Anschlag aufliegende Justierschraube. Der Bügel kann auch einen die Tiefe des Keilschliffes in den Filmteilen bestimmenden Anschlag für den Schieber aufweisen. Insbesondere können am Schieber die Tiefe des Keilschliffes bestimmende, auf dem Bügel am Ende des Schabevorganges zum Aufliegen kommende Justierschrauben angeordnet sein.
Die in der Schabestellung oben liegenden Platten der Filmhalteeinrichtungen können gemäss einem weiteren Merkmal der Erfindung Aufbiegungen aufweisen, welche einen Spalt für die Schabevorrichtung bilden.
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Die vorgeschlagene Filmklebevorrichtung ist mit dem Vorteil verbunden. dass mit ihr Filme keilförmig zusammengeklebt werden können, wobei beide Filmteile in einem einzigen Arbeitsgang keilförmig geschabt und durch einfaches Umklappen einer der Filmhalteeinrichtungen zusammengeklebt werden können.
Mit der erfindungsgemässen Klebevorrichtung können deshalb Filmteile sehr präzise und trotzdem mühelos auch vom Amateur stufenlos zusammengeklebt werden, wobei die keilförmige Schabung der Filmenden den weiteren Vorteil mit sich bringt, dass die schräg durch den Film verlaufende Klebestelle sehr haltbar ist und auch grösseren Zugbelastungen standhält.
Weitere Einzelheiten und Vorteile des Erfindungsgegenstandes gehen aus der nachfolgenden Beschreibung einiger Ausführungsformen der Erfindung hervor. Diese Ausführungsformen sind in der Zeichnung dargestellt, u. zw. zeigt Fig. 1 eine Ausführungsform der erfindungsgemässenFilmk1ebevorrichtung in der Ansicht von oben, Fig. 2 den Gegenstand der Fig. 1 im Schnitt längs der Linie ! I-lI, Fig. 3 eine Variante des Gegenstandes der Fig. 2 im Schnitt, Fig. 4 Teile des Gegenstandes der Fig. 3 im Schnitt längs der Linie IV-IV, Fig. 5 Teile des Gegenstandes der Fig. 3 im Schnitt längs der Linie V-V, Fig. 6 eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemässen Klebevorrichtung in der Ansicht von oben, Fig. 7 den Gegenstand der Fig. 6 in der Klebestellung im Schnitt längs der Linie VII-VII, Fig. 8 den Gegenstand der Fig.
6 in der Schabestellung im Schnitt längs der Linie VIII - Vlll, Fig. 9 Teile des Gegenstandes der Fig. 8 in stark vergrösserter Darstellung, Fig. 10 ein Teilstück eines mit der erfindungsgemässen Klebevorrichtung zusammengeklebten Filmbandes, ebenfalls in stark vergrösserter Darstellung, im Schnitt.
Die in Fig. 1 und 2 dargestellte Filmklebevorrichtung besitzt eine Grundplatte l, auf welcher die Halteeinrichtungen für die zusammenzuklebenden Filmteile 2, 3 befestigt sind. Die Halteeinrichtung für den Filmteil 2 besteht aus einer auf die Grundplatte 1 aufgesetzten Platte 4 und einer auf der Scharnierachse 6 schwenkbar gelagerten Platte 5. Die Halteeinrichtung für den Filmteil 3 besteht hingegen aus zwei Platten 7, 8, welche beide auf der Scharnierachse 6 drehbar angeordnet und zwischen der in Fig. 1 gestrichelt dargestellten Klebestellung und der in Fig. 1 mit ausgezogenen Linien dargestellten Schabestellung um 1800 schwenkbar sind. Die Platten 5, 7 besitzen nicht dargestellte stufenförmige Ausnehmungen geringer Tiefe, welche die beiden Filmteile 2, 3 aufnehmen.
Die Platten 4,7 sind mit ebenfalls nicht dargestellten zahnartigen Vorsprüngen versehen, die in die vorerwähnten Ausnehmungen der Platten 5, 7 ragen und in Perforationslöcher der Filmteile 2,3 eingreifen, um diese in der Längsrichtung festzulegen.
Auf der an Winkelstücken 9 der Grundplatte 1 gelagerten Achse 10 ist ein aus zwei mittels einer Schraube 11 miteinander verbundenen Teilen 12, i3 bestehender Bügel schwenkbar angeordnet. Er liegt mit einem Vorsprung 14 auf einem an der Grundplatte 1 justierbar befestigten Anschlag 15 auf. Zwischen den Bügelteilen 12, 13 ist ein Schieber 16 beweglich angeordnet, der mit zwei als Feilen ausgebildeten Schabeflächen 17, 18 versehen ist. Diese sind in ihrer Querrichtung in entgegengesetztem Sinne zurGrundplatte 1 geneigt. Zu beiden Seiten des Schiebers 16 sind Griffschalen 19 mittels der Schrauben 20, 21 justierbar befestigt. Die Bewegung des Schiebers 16 in der Längsrichtung ist durch einen in den Bügelteilen 12, 13 angeordneten Stift 22 begrenzt, der durch ein Langloch 23 des Schiebers 16 hindurchragt.
Aus Gründen der Übersichtlichkeit sind diese Teile in Fig. 1 weggelassen.
Zum Einlegen der zusammenzuklebenden Filmteile 2, 3 in die Klebevorrichtung werden die aus dem Bügel 12, 13 und dem Schieber 16 bestehende Schabevorrichtung noch geschwenkt und die Filmteile 2, 3 zwischen den Platten 4, 5 bzw. 7, 8 angeordnet. Dann werden die beiden Platten 7, 8 mit dem zwischen ih-
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geklappt und die Schabevorrichtung 12, 13, 16 nach unten zurückgeschwenkt. Durch Verstellen des Anschlages 15 kann erreicht werden, dass der Bügel 12, 13 genau parallel zu den während des Schabevorganges als Auflage für die Filmteile 2, 3 dienenden Platten 4, 8 liegt.
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stücke der Filmteile 2, 3 durch die feilenartigen Schabeflächen 17, 18 keilförmig geschabt, u. zw. so lange, bis die Griffschalen 19 auf den Bügelteilen 12, 13 zum Aufliegen kommen.
Durch Lösen der Schrauben 20, 21 und Verstellen des Schiebers 16 gegenüber den Griffschalen 19 kann die Tiefe des Schrägschliffes in den Filmteilen 2,3 genau eingestellt werden.
Danach wird die Schabevorrichtung 12, 13, 16 wieder hochgeklappt und die Platten 7,8 mit dem Filmteil 3 nach Bestreichen der keilförmig geschabten Flächen der Filmenden mit einem Filmklebemittel in die Ausgangslage zurückgeschwenkt. Hiebei legen sich die abgeschliffenen Schrägflächen der Filmenden-wie aus Fig. 10 ersichtlich - übereinander und werden durch den gegenüber der Platte 7 vorstehenden Teil 24 der Platte 8 an die Platte 4 angepresst, bis der Klebevorgang beendet ist.
Soweit die über die abgeschliffenen Schrägflächen überstehenden Enden der Filmteile 2, 3 während des Schabevorganges durch die Schabeflächen 17, 18 von den Filmteilen 2, 3 noch nicht abgetrennt wurden,
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werden diese überstehenden Endstücke beim Zurückschwenken der Platten 7 J 8 von der Schabestellung in die Klebestellung von den Kanten der Platten 4, 7 bzw. 5, 8 abgeschnitten. In der Klebestellung liegen die einander zugewandten Kanten der Platten 4 und 7 sowie die zugewandten Kanten der Platten und 8 dicht an einander und bilden somit beim Verschwenken der Platten 7, 8 jeweils ein scherenförmiges Schneidwerkzeug.
Eine Abänderung der vorgenannten Ausführungsform der Erfindung ist in den Fig. 3-5 dargestellt. Dort wird als Schabevorrichtung ein auf der Achse 10 drehbar gelagerter, im Querschnitt vorzugsweise quadratischer Bügel 25 mit einem auf ihm mit etwas Spiel beweglichen Schieber 26 verwendet. Am Schieber 26,
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28 aufweist, sindSchabefläche 31 der Feile 29 in der einen Querrichtung und die Schabefläche 32 der Feile 30 in der andern Querrichtung abgeschrägt ist.
Die waagrechte Einstellung des Bügels 25 ist mittels der Schraube 33 justierbar, welche auf dem Anschlag 15 aufliegt und mit dem Zapfen 34 durch eine Öffnung dieses Anschlages hindurchgreift, während die Tiefe des Schrägschliffes in den Filmteilen 2, 3 durch die Schrauben 35, 36 des Schiebers 26 einstellbar ist, die am Ende des Schabevorganges auf dem Bügel 25 zum Aufliegen kommen.
Eine weitere Ausführungsform der Erfindung ist in Fig. 6-8 dargestellt. Dort sind die den Platten. 4, 5,
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le 2, 3 in der Ausgangslage parallel zu einer von links unten nach rechts oben ansteigenden Ebene angeordnet-vgl. Fig. 7. Die Platte 37 ist keilförmig ausgebildet und auf der Grundplatte 1 fest montiert,. während die Platte 38 auf einer parallel zur Oberfläche der Platte 37 verlaufenden Achse 41 schwenkbar gelagert ist. Die Platten 39, 40 sind hingegen auf der Achse 42 schwenkbar gelagert, die über der Grundplatte 1 parallel zu ihr in Höhe der Schabestelle verläuft.
Durch Umklappen der Platten 39, 40 um 1800 von der in Fig. 6 gestrichelt und in Fig. 7 im Schnitt dargestellten Klebestellung in die in Fig. 6 mit ausgezogenen Linien und Fig. 8 im Schnitt dargestellte Schabestellung wird erreicht, dass der zwischen den Platten 39, 40 liegende Filmteil 3 um den gleichen Winkelbetrag von der Schabevorrichtung 43 aus nach rechts abfällt, wie der zwischen den Platten 37, 38 liegende Filmteil 2 nach links abfällt. Die Schabevorrichtung 43 mit horizontaler Schabefläche 44 feilt deshalb beide Filmteile 2, 3 während eines Schabevorganges schräg ab, so dass sie nach Zurückschwenken der Platten 39, 40 in die Klebestellung wiederum in der aus Fig. 10 ersichtlichen Weise zusammengeklebt werden können.
Die in Fig. 6-9 nur schematisch bzw. nur teilweise dargestellte Schabevorrichtung 43 ka m vorzugs- weise nach einer der in Fig. 2 oder 3 dargestellten Ausführungsformen an einem schwenkbaren Bügel verschiebbar angeordnet sein. Die Platten 37, 39 weisen Aufbiegungen. 45,46 auf, zwischen denen die Schabevorrichtung 43 verschoben werden kann. Als Auflage für die Platten 39, 40 in der Klebestellung und in der Schabestellung sind keilförmige Stützkörper 47, 48 auf der Grundplatte 1 beiderseits der Achse 42 angeordnet.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Filmklebevorrichtung mit Halteeinrichtungen für die beiden zusammenzuklebenden Filmteile, wobei eine der beiden Filmhalteeinrichtungen schwenkbar gelagert ist, dadurch gekennzeichnet, dass der durch einen Anschlag begrenzte Schwenkwinkel der beweglichen Filmhalteeinrichtung etwa gleich 1800 ausgebildet ist und bei aufgeschwenkter Filmhalteeinrichtung die Schabekanten beider Filmteile in einer Geraden parallel zu einer Führung für einen Schaber zum gleichzeitigen keilförmigenschaben beider Filmkanten liegen.