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Waschmaschine
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dieFig. 5,6 und 7, zeigen ein Hebelgestänge in vergrössertem Massstab zur Betätigung der in Fig. 1 und 3 dargestellten Kegelkupplung. Fig. 8 ist eine Seitenansicht des Hebels 41 ohne Vorgelegegestänge. Fig. 9 bis 11 veranschaulichen die drei Stellungen des Dreiweghahnes.
Die Waschmaschine besteht im wesentlichen aus einem Wäschebehälter 1 von viereckiger Grundrissform, dessen Wände perforierte Rund- und Längsöffnungen aufweisen, zur Aufnahme der Wäsche, aus einem äusseren Bottich 2 zur Aufnahme der Lauge und aus einem Boiler 5 zum Vorwärmen des Wasch- und Kochwassers. An den Bottich 2 ist unten ein Presszylinder 29 z. B. aus Stahl angeschlossen, in dem ein Presskolben 30 spielen kann, über dem sich eine Druckplatte 32 befindet.
Zwischen Kolben und Zylinder befindet sich eine Dichtung 31.
Im Presskolben 30 ist eine nicht durchgehende Bohrung vorgesehen, in der ein die Führung bewirkender Rohrstummel 65 geführt ist, der mit dem Wäschebehälter 1 verschweisst ist. Im Rohrstummel 65 befinden sich Bohrungen, durch welche vermieden wird, dass Luft bzw. Wasser in der Bohrung des Presskolbens zusammengedrückt wird.
Mit 17 ist ein Elektromotor bezeichnet, an den über eine Kegelkupplung 48,49 (Fig. l und 3) ein mehrstufiger Riementrieb 52 mit den Riemenscheiben 53,54 und 55 (Fig. 1 und 2) anschliessbar ist. Der am Lagerbock 59 gelagerte Schwenkarm 57 weist gemäss Fig. 2 einen Schlitz 58 auf, in dem ein exzentrisch an der Riemenscheibe 55 vorgesehener Zapfen 56 bewegbar ist, der den Schwenkarm 57 zu einer Schwenkbewegung um das Lager am Lagerbock 59 zwingt. Die Kupplung, die Riementriebe und der Schwenkarm sind beiderseits des Wäschebehälters 1 in zweifacher Anordnung vorgesehen..
Die freien Enden der beiden Schwenkarme 57 sind über ein Zwischenstück 62 (Fig. 1 und 2) mit je einer Stange 63 (Fig. 1 und 2) verbunden, deren jede in einem Schlitz 64 des Bottichs 2 geführt ist (Fig. 2) ; dadurch kann der Wäschebehälter 1 in eine lotrechte Auf- und Abwärtsbewegung versetzt werden. wobei, weil der Zapfen 56 im Führungsschlitz 58 des Schwenkarmes 57 beim Aufwärtsgang in grösserem Abstand von der Lagerstelle 59, beim Abwärtsgang aber in geringerem Abstand hievon angreift, die Aufwärtsbewegung langsamer vonstatten geht als die Abwärtsbewegung.
Bezüglich der Pumpenanlage wird auf Fig. 2 und 3 verwiesen. Beiderseits des Elektromotors 17 bzw. auf jedem seiner beiden Wellenstummel 46,47 ist je ein Exzenter 20 vorgesehen. Die Exzenter sind gegeneinander um 1800 versetzt. Die Exzenter betätigen Pumpenkolben in den Pumpenzylindern 18,19 (Fig. 2 und 3).
Nach den Fig. 1, 2 und 3 ist ein Dreiweghahn 33 vorgesehen ; er wird von aussen durch einen Handhebel 34 (Fig. 1 und 3) mittels einer Stange 40 (Fig. 3) verstellt. Der Dreiweghahn 33 kann die in den Fig. 9, 10 und 11 dargestellten drei Stellungen einnehmen. Dieser Dreiweghahn steuert je nach seiner Stellung den Durchfluss durch die Rohre 23a, 23d, 28 und 35 (Fig. 2 und 3), wobei durch Betätigung des Hebels 34 mit der Stange 40 (Fig. 3) der Hahn 33 bzw. dessen Küken betätigt wird.
Nach den Fig. 5,6 und 7 ist der Hebel 41 um die Achse 72 schwenkbar. Am Ende des Hebels 41 sind Zwischenglieder 75 angelenkt, die mit den Stangenteilen 42 des Vorgeleges 42,45 (Fig. 3) beiderseits verbunden sind und die Kegelkupplung betätigen. Auf einer Seite der Hebelteile ist ein Zwischenhebel 74 mit der Achse 73 als Drehpunkt vorgesehen, um die Kegelkupplungen mit den Hohlkonussen der Riemenscheiben 50,51 bzw. den Hohlkonussen der Exzenter 20 in der Pfeilrichtung zu kuppeln.
Die Stellungen 1, 2 und 3 des Hebels 41 sind an der Aussenwand des Gehäusemantels 6 bezeichnet.
Der Hebel 41 ist mit einer Kröpfung (Fig. 8) durch einen bogenförmigen Schlitz im Gehäuse geführt. In Stellung 1 ist der Hebel ungekuppelt, in Stellung 2 sind die Riemenscheiben 50,51 mit dem Motor gekuppelt, um die lotrechte Auf- und Abwärtsbewegung des Bottichs zu bewirken, und in Stellung 3 sind die beiden Exzenterpumpen mit dem Motor gekuppelt. An zwei einander gegenüberliegenden Aussenwänden des Wäschebehälters 1 (Fig. 1) sind horizontale Schlitze vorgesehen, welche durch Klappen 3,4 abdeckbar sind, die um horizontale Achsen verdrehbar sind. Hiebei liegen die Achsen der Klappen an der einen Gehäusewand an der unteren Schlitzlängsseite, die Achsen der Klappen an der andern Gehäusewand an der oberen Schlitzlängsseite.
Durch diese Anordnung werden bei der Auf- und Abbewegung des Wäschebehälters abwechselnd die Klappen an den beidenSeiten geöffnet, so dass sich eine bei derBewegungsumkehr des Behälters ebenfalls ihre Richtung ändernde Strömung ergibt, die quer durch den Behälter hindurchgeht (vgl. die Pfeile in Fig. 1).
Durch die Stetigkeit und bestimmte Dauer der Aufwärtsbewegung und der schnelleren Abwärtsbewegung des Wäschebehälters 1, wobei die Wäsche zum Teil einmal aus der Lauge gehoben, dann wieder in die Lauge getaucht wird, ferner durch die infolge der Auf- und Abwärtsbewegung erzeugte, quergerichtete Laugen- bzw. Luftströmung, die jeweils die entgegenstehenden Klappen zwangsläufig öffnet, wird die Wäsche mit der Lauge durchspült und durchgewirbelt bzw. beim Trocknen durch die Luftströmung und die vorgesehene Heizung getrocknet.
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An den Waschbottich 2 (Fig. 2) ist ein Boiler 5 angeschlossen, dem über ein Zulaufventil 16 (Fig. 2) Wasser von der örtlichen Wasserleitung zugeführt und in den Bottich 2 weiter geleitet bzw. diesem entnommen werden kann. Zur Regelung der benötigten Wassermenge für den Boiler 5 sowie für den Bottich 2 sind mit Schwimmern 9 versehene Ventile 10 und 14 vorgesehen. Der Schwimmer 9 ist an einer Führungsstange 11 befestigt, die in einem Leitstück 12 geführt ist.
Beim Erreichen der Wasserspiegelhöhe 15 im Boiler sowie im Bottich sperren diese Ventile den weiteren Zufluss des Wassers. Ein aussen am Gehäusemantel angeordneter Wasserstandsanzeiger (nicht dargestellt) soll ausserdem auf das Schliessen des Zulaufventils 16 hinweisen. Das Wasser im Boiler 5 kann mittels Tauchsieders erwärmt werden. Ausserdem kann unterhalb des Boilers 5 eine zusätzliche Gasheizung vorgesehen sein, die zur rascheren Aufheizung des Boilerwassers neben einer elektrischen Heizung angewendet werden kann.
Um die Wäsche am Ende des Waschvorganges zu entwässern, ist ein in den Wäschebehälter 1 einsetzbares Zwischenstück 66 vorgesehen. Dieses wird zwischen dem Bottichdeckel 7 und dem Wäschegut im Wäschebehälter 1 angeordnet und dient als Widerlager, das gegen eine Griffplatte 68 nach oben hin abgefedert ist (Fig. 4a). In Ausnehmungen des Zwischenstückes 66 sind Federn vorgesehen, wobei in Ausnehmungen der Griffplatte 68 Hülsen 69 (Fig. 4 und 4a) eingesetzt sind. Die Federn 70 stützen sich einerseits gegen den Boden der Ausnehmungen des Zwischenstückes 66 und anderseits gegen den Boden der Griffplatte 68 ab.
Das Widerlagerzwischenstück 66 besteht aus einem viereckigen Leichtmetallstück, das mit einem Gummipressteil 67 versehen ist.
Auf der Grundplatte 71 sind der Motor sowie die Pumpen gelagert. Die Lagerböcke 60,61 dienen zur Lagerung der Riemenscheiben. Ein Überdruckventil 38 mit Regullerschraube 39 ist zum Abfliessen der Überdruckflüssigkeit zurück in den Wäschebehälter 1 vorgesehen.
Für die Funktion der Wäschemaschine gilt folgendes : Nach Öffnen des Ventils 16 wird Wasser über das Zuleitungsrohr in den Boiler 5 und von diesem bei erreichtem Wasserstand 15 über den Rohranschluss 13 über dessen Leitungsrohr in den Bottich 2 geleitet. Der Deckel 7 wird abgehoben und der Wäschebe- hälter 1 mit Wäschegut und Waschzutaten versehen. Nach Einschalten des Motors wird der Hebel 41 in Stellung 2 (Fig. 6) gebracht, wodurch der Wäschebehälter 1 in eine lotrechte Auf- und Abwärtsbewegung versetzt wird.
Nach dem Waschvorgang wird das Schmutzwasser abgezogen, wobei durch Umstellen des Hebels 41 in die Stellung 3 (Fig. 7) die beiden Pumpen mit dem Motor 17 gekuppelt sind und der Hahn 33 mittels des Hebels 34 in die Stellung nach Fig. 11 gebracht wird. Diese Hebelstellung ist am äusseren Gehäusemantel durch die Bezeichnung "Entleerung" ersichtlich gemacht.
Nach der Entleerung des Bottichs wird das Ventil 16 geöffnet. Während nun Kaltwasser in den Boiler fliesst, fliesst das vorher erwärmte Wasser aus dem Boiler über den Rohranschluss 13 und das anschliessende Leitungsrohr in den Bottich 2.
Nun wird der Hebel 41 wieder von Stellung 3 in Stellung 2 gebracht, wodurch die Auf- und Abwärtsbewegung veranlasst wird.
Hiebei kann das Wasser über das Zulaufventil 16 und über den geöffneten Hahn bzw. dessen Kükenbohrung in den Ausguss bis zum vollständigen Klarwerden des ausfliessenden Wassers (Ende des Spülens) strömen. Die Schwimmerventile 10 und 14 schliessen ein Überlaufen aus, und das Spülwasser wird über das Rohr 23a, den offenen Hahn 33 bzw. dessen Kükenbohrungen, über das Rohr 35 und weiters über den Schlauch 36 in den Ausguss geleitet.
Nach beendeter Spülung wird das Zulaufventil 16 geschlossen und der Hebel 41 aus Stellung 2 in Stellung. l (Leerlauf) gebracht.
Nun wird der Deckel 7 abgehoben, das Zwischenstück 66 als Widerlager in den Wäschebehälter 1 eingelegt, der Deckel 7 geschlossen und verriegelt, und das Küken des Hahnes 33 in die Stellung nach Fig. 10 gedreht, indem der Hebel 41 in Stellung 3 gebracht wird. Hiedurch wird das Wasser aus dem Bottich 2 über das Ansaugrohr 23a und das Verbindungsrohr 28 in das Druckrohr 23d in den Zylinder 29 gedrückt, u. zw. durch die beiden infolge der Hebelverstellung in Tätigkeit versetzten Pumpen.
Der durch die Pumpen erzeugte hydraulische Druck im Zylinder 29 drückt den Presskolben 30 (Fig. 1 und 2) nach oben, wobei die Druckplatte 32 (Fig. 2) beimNach-Oben-GehendenWäschebehälter l samt der darin befindlichen Wäsche gegen das Einsatzstück 66 als Widerlager gegen die Kraft von dessen Druckfedern 70 in der Hülse 69 so lange einem Druck aussetzt, bis die Entwässerung durchgeführt ist.
Ist die Entwässerung erreicht, so wird der Hebel 34 in die aussen an der Gehäusewand als "Entleerung" bezeichnete Stellung gebracht, wodurch die Wassermenge in den Ausguss abfliessen kann.
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Nach der Entleerung wird die Heizung eingeschaltet, das Einsatzstück 66 aus dem Wäschebehälter l. genommen, der Deckel 7 geschlossen, der Hebel 41 von Stellung 3 in Stellung 2 gebracht, wodurch die Kegelkupplung mit den Hohlkonussen der Riemenscheiben 50, 51 (Fig. 1) gekuppelt und der Bottich aufund aobewegt wird. Durch diese Bewegung und die schon angeführte Arbeitsweise der Klappen 3,4 kann die Wäsche im Bottichraum durch die entstehende Warmluftströmung, die durch die Löcher und Schlitze des Wäschebehälters 1 hindurchgeht, getrocknet werden. Beim Press- bzw. Entwässerungsvorgang ist ein Überdruckventil38 mit Regulierschraube 39 vorgesehen, welches ein Überfliessen der Flüssigkeit bei Überdruck durch Öffnungen und das Zurückströmen dieser Flüssigkeit in den Bottich 2 erlaubt.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Waschmaschine, bei welcher der Wäschebehälter innerhalb eines Bottichs auf-und niederbewegt wird und die Wäsche innerhalb des Behälters ausgepresst werden kann, dadurch gekennzeichnet, dass der Behälter (1) ausser mit einer Einrichtung zur Erzeugung der Aufwärts- und rascheren Abwärtsbewegung beim Waschen, Spülen und Trocknen mit dem Kolben (30) eines hydraulischen Zylinders (29) verbunden ist und dass ein abnehmbares in den Wäschebehälter (1) von oben her einsetzbares Zwischenstück (66) als Widerlager zum Auspressen der Wäsche vorgesehen ist.