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Einrichtung zur Induktionserwärmung
Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung zur Induktionserwärmung, bei welcher in einer Induktionsspule mehrere, im wesentlichen gleichgestaltete Werkstücke in geschlossener Reihe bewegt und geführt sind, wobei die Spulenlänge ein Mehrfaches der Werkstücklänge beträgt.
Es ist bereits eine Einrichtung bekanntgeworden, bei welcher von'den in der Induktionsspule in geschlossener Reihe ruckweise vorgeschobenen, vorzugsweise scheibenförmigen Werkstücken, das jeweils vorderste über eine Austrittsöffnung gelangt und aus dieser herausfallen soll. Bei grösserer Erhitzung der Werkstücke zeigt sich aber derübelstand, dass die Werkstücke zusammenbacken und daher das vorerwähnte Abfallen des vordersten Werkstückes vielfach in Frage gestellt ist.
Die Erfindung vermeidet nun diesen Nachteil dadurch, dass gemäss ihrem Kennzeichen die Führungbahn der Werkstücke im Austrittsteil der Induktionsspule nach unten gekrümmte oder abgewinkelt ist. Dadurch wird beim Vorschub der Werkstücke ein selbsttätiges Herausgleiten des fertig erhitzten vordersten Werkstückes und ein vorzeitigesTrennen der Berührungsflächen dieses Werkstückes und des nächstfolgenden gewährleistet.
Es ist zwar auch schon eine Erwärmungsvorrichtung vorgeschlagen worden, bei welcher gleichfalls auf einerSeite eine Erweiterung derInduktionsspule vorgesehen ist. Dort handelt es sich allerdings um die Behandlung stangenförmigerWerkstücke, deren Länge also wesentlich grösser als die Spulenlänge ist, wobei die Erweiterung nur dem Zwecke dienen soll, eine entsprechendeUnterschiedlichkeitinderWärme- beaufschlagung des kontinuierlich durch die Spule bewegten Werkstückes zu erhalten. Die Führungsbahn für das Werkstück ist dabei durchaus geradlinig. Von den durch die Erfindung angestrebten Wirkungen wird also bei dieser bekannten Einrichtung kein Gebrauch gemacht.
In der nachfolgenden Beschreibung wird die Erfindung an Hand der ein Ausführungsbeispiel darstellenden Zeichnung noch näher erläutert. Dabei zeigen in der Zeichnung Fig. 1 einen Längsschnitt durch die Induktionsspule in schematischer Darstellung, Fig. 2 einen ähnlichen Längsschnitt durch die Erwärmungseinrichtung in vollständiger Darstellung und die Fig. 3 und 4 aine. Stirnansicht des Austrittsendes der Spule bzw. einen Querschnitt durch dieselbe.
Gemäss der Zeichnung besteht die Wicklung 1 der Induktionsspule im wesentlichen aus einem Kupferband 2, mit welchem ein dünnwandiges Rohr 3 verlötet ist, welches zur Führung des Kühlwassers dient.
Das Kühlrohr 3 wird in besondere Kämme 4 eingesetzt, wodurch ein besonders steifer und mechanisch widerstandsfähiger Aufbau der Heizspule erreicht wird. Durch die Anordnung der Kämme 4 kam ausserdem jede Windungsisolation entfallen.
Der Hohlraum der Spule wird nur durch Asbestpappe bzw. Schamotte-Formziegel 5 ausgekleidet (Fig. 4). Die zu erhitzenden Werkstücke werden auf Leisten 7 verschoben, die aus unmagnetischem Material bestehen und gleichfalls wassergekühlt sind. Bei dieser Anordnung ist es sehr leicht, die Auskleidung 5 der Spule auszuwechseln, ohne ihren Zusammenhalt bzw. die Isolierung der Wicklung zu zerstören. Im Austrittsteil der Induktionsspule (Fig. 1-3) ist ihr Hohlraum 10 entsprechend verbreitert und
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winkelt, so dass das fertig erhitzte Werkstück 8, welches in der geschlossenen Reihe der Werkstücke an vorderster Stelle liegt, von selbst aus der Spule herausfällt (Fig. 1).
Dabei überragt das AusWttmdeder
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Spule 1 das erhitzte Werkstück 6 noch genügend, so dass dieses nicht vorzeitig auskühlt.
Eine mässige Verbreiterung der Spule beeinflusst die elektrische Bindung der Spule mit den erhitzten Werkstücken fast gar nicht, der Wirkungsgrad der Erhitzung wird durch die Verbreiterung der Spule nicht beeinträchtigt.. Das selbsttätige Herausfallen der erhitzten Werkstücke aus dem zweckmässig verbreiterten Spulenende geht zuverlässig vor sich, ist einfach und macht keine Instandhaltung sowie auch keine Umstellung auf verschiedene Profile oder Formen der erhitzten Gegenstände erforderlich.
AIsFolge der Verbreiterung der Spule und der Krümmung bzw. Abwinkelung der Führungsbahn 7 senkt sich das zuletzt erhitzte Werkstück 6 in der Spule um ein Geringes, wodurch sich die Berührungsflächen dieses Werkstückes und des nächstfolgenden mit 9 bezeichneten Werkstückes vorzeitig trennen (Fig. l).
Dies ist ein sehr erwünschter Vorgang, denn es könnte gerade in dieser Phase der Erhitzung zu einem Zusammenschweissen (Zusammenbacken) der beiden Werkstücke kommen, was durch die Trennung der Berührungsflächen verhindert wird.
Als Material für die Herstellung der Tröge bzw. Führungen für die zu erhitzenden Werkstücke verwendet man zweckmässig geschmolzenen Basalt, der elektrisch nicht leitend und gegen Abnützung sehr widerstandsfähig ist und sich gut für eine Verwendung in unmittelbarer Nähe der Spule eignet, wo das magnetische Feld metallische Konstruktionselemente erhitzen würde. Dadurch werden zusätzliche Ener- gieverluste hintangehalten. Die Widerstandsfähigkeit des geschmolzenen Basalts gegen Abnützung verbürgt eine lange Lebensdauer der Führungen.