AT215999B - Verfahren zur Herstellung von neuen Pyridylmethylaminen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von neuen Pyridylmethylaminen

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AT215999B
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Hoffmann La Roche
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von neuen Pyridylmethylaminen Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von neuen Pyridylmethylaminen der Formel : 
 EMI1.1 
 und deren Säureadditionssalzen. 



   Das   erfindungsgemässe   Verfahren besteht darin, dass man ein Pyridylmethyl-benzylamin mit einem Benzoyl-halogenid behandelt und das gebildete   N-Benzyl-N- (pyridylmethyl)-benzamid   reduziert und dass man gewünschtenfalls das gebildete Pyridylmethyl-dibenzylamin in ein Säureadditionssalz überführt. 



  Die Reduktion der   N-Benzyl-N- (pyridylmethyl)-benzamide   wird vorteilhafterweise mit Lithiumaluminiumhydrid durchgeführt. Als Benzoylhalogenide verwendet man im   erfindungsgemässen   Verfahren mit Vorteil die entsprechenden Chloride. Die Säureadditionssalze können durch Umsetzung der Pyridylmethyldibenzylamine mit etwa der 1-2fachen molaren Menge einer anorganischen oder organischen Säure hergestellt werden. Solche Säureadditionssalze sind z. B. Mineralsäuresalze, wie Hydrochloride, Hydrobromide, Hydrojodide, Phosphate, Sulfate, Nitrate,   usw. ;   Arylsulfonsäuresalze, wie Benzolsulfonate, Toluolsulfonate, usw. und andere Salze organischer Säuren, wie Citrate, Tartrate, Ascorbate, Salicylate, Acetate, Benzoate, usw. 



   Die Endprodukte des erfindungsgemässen Verfahrens eignen sich zur Behandlung von Magen-Darmgeschwüren. Sie können oral oder parenteral in Form der Base oder eines medizinisch verwendbaren Säureadditionssalzes verabreicht werden. 



   Die folgenden Beispiele erläutern das erfindungsgemässe Verfahren. Alle Temperaturen sind in Celsius-Graden angegeben. 



   Beispiel 1 : 100 g Pyridinaldehyd- (2) und 100 g Benzylamin werden in 1000 ml Äthanol gelöst und mit Wasserstoffgas bei 68 atm unter Verwendung von 15 g   10%   Palladium enthaltender Kohle als Katalysator hydriert. Nach Vervollständigung der Hydrierung wird der Katalysator durch Filtration und der überschüssige Alkohol im Vakuum entfernt. Das erhaltene Öl wird im Vakuum destilliert, wobei bei   150-1550/3-4 mm   das [Pyridyl- (2)-methyl]-benzylamin übergeht. 



   Man lässt 136 g [Pyridyl- (2)-methyl]-benzylamin und 110 g Benzoylchlorid in 750 ml Pyridin auf einem Wasserbad während 4 Stunden reagieren. Man entfernt das Pyridin im Vakuum und behandelt den Rückstand mit Wasser und sättigt mit Natriumbicarbonat. Das dabei gebildete N-Benzyl-N-[pyridyl- (2)-methyl]-benzamid wird mit Äther extrahiert. Der Ätherextrakt wird eingedampft, wobei ein fester Rückstand erhalten wird. Dieser Rückstand von   N-Benzyl-N- [pyridyl- (2)-methyl]-benzamid   wird aus Äthylacetat umkristallisiert und schmilzt bei   95-96 .   



   87 g   N-Benzyl-N- [pyridyl- (2)-methyl]-benzamid   in Form eines feinen Pulvers werden in eine Lösung von 37, 5 g Lithiumaluminiumhydrid in 2, 3 kg trockenem Äther eingetragen. Man rührt die Lösung während 14 Stunden, zersetzt hierauf das überschüssige Lithiumaluminiumhydrid mit 250 ml Äthylacetat und rührt die Mischung weiter während 2 Stunden. Hierauf setzt man 150 ml Wasser zu und rührt während einer weiteren Stunde. Die Mischung wird hierauf filtriert und der unlösliche Filterkuchen mit 2 1 heissem Benzol extrahiert. Die   Äther- und   Benzollösungen werden vereinigt und im Vakuum eingedampft. 



  Hierauf destilliert man das erhaltene Öl bei   220-225  /3-5   mm. Der Vorlauf (unter   220 )   und die bei   225-2300 übergehende   Fraktion wird verworfen. Das erhaltene   N- [Pyridyl- (2)-methyl]-dibenzylamin   wird aus Äthylacetat umkristallisiert und schmilzt bei   47-48 .   



   Beispiel 2 : 212 g Benzaldehyd und 216 g Pyridyl- (3)-methylamin in 800 ml Äthanol werden mit Wasserstoff unter einem Druck von 34 atm bei   60   in   Anwesentheit von 20 g   10%   Palladium enthaltender Kohle als Katalysator reduziert. Der Katalysator wird durch Filtration entfernt und das Äthanol im Vakuum abdestilliert. Der erhaltene   N- [Pyridyl- (3)-methyl]-benzylamin   destilliert bei   178-180  /2 mm.   

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   100 g   N-[Pyridyl- (3) -methyl]-benzyla1nin   werden in 500 ml Pyridin gelöst und 105 g Benzoylchlorid im Verlaufe einer halben Stunden zugesetzt. Hierauf erhitzt man die Lösung während 4 Stunden am Rückfluss, kühlt und versetzt mit 100 ml Wasser. Die Lösung wird hierauf zur Trockne eingedampft, der Rückstand in   1, 51   Eiswasser dispergiert, mit 200 ml konzentriertem Ammoniumhydroxyd alkalisch gestellt und 5mal mit je 250 ml Äther extrahiert. Die   Ätherextrakte   werden vereinigt, mit 250 ml Eiswasser gewaschen und hierauf auf 200 ml eingeengt. Aus dem Äther kristallisiert N-Benzyl-N- [pyridyl- (3)methyls-benzamid mit dem Schmelzpunkt von   75-76 .   



   Man löst 30 g Lithiumaluminiumhydrid in 1250 g trockenem Äther und kühlt die Lösung im Eisbad. 



  Zu dieser Lösung setzt man in kleinen Anteilen 70 g   N-Benzyl-N- [pyridyl- (3)-methyl]-benzamid im   Verlaufe einer halben Stunde zu. Nach Rühren während 2 Stunden lässt man die Mischung über Nacht stehen. 



  Hierauf zersetzt man das überschüssige Lithiumaluminiumhydrid durch Zusatz von 200 ml Äthylacetat. Der Reduktionskomplex wird durch Zusatz von 100 ml Eiswasser zerstört. Man trennt den Äther vom unlöslichen Material und extrahiert den Filterkuchen einmal mit 200 ml heissem Benzol. Die Benzol,'   Äthylacetat/Äther-Lösung   wird durch Destillation im Vakuum eingeengt und das Öl hierauf in einer Vigreaux-Kolonne destilliert. Die bei   200-212012   mm übergehende Fraktion wird gesammelt und in 45 ml Äthylacetat gelöst. Die Äthylacetatlösung wird in einem Kohlensäure-Aceton-Bad gekühlt, wobei Kristallisation eintritt.

   Nach rascher Filtration und Waschen mit eiskalter Skellysolve B (Siedebereich   60-700) erhält man   reines kristallisiertes   N-[Pyridyl- (3) -methyl]-dibenzylamin vom Schmelzpunkt 60-61 o.   



    PATENTANSPRÜCHE :   
1. Verfahren zur Herstellung von neuen Pyridyl-methylaminen der allgemeinen Formel : 
 EMI2.1 
 und deren Säureadditionssalzen, dadurch gekennzeichnet, dass man ein Pyridylmethyl-benzylamin mit einem Benzoyl-halogenid behandelt und das gebildete   N-Benzyl-N- (pyridylmethyl)-benzamid   reduziert und dass man erwünschtenfalls, das erhaltene Pyridylmethyl-dibenzylamin in ein Säureadditionssalz überführt.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man als Halogenide die entsprechenden Chloride verwendet.
    3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man die Reduktion mit Lithiumaluminiumhydrid durchführt.
AT392660A 1958-12-03 1959-11-02 Verfahren zur Herstellung von neuen Pyridylmethylaminen AT215999B (de)

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