AT216229B - Verfahren zur Herstellung temperaturempfindlicher Registrierpapiere - Google Patents

Verfahren zur Herstellung temperaturempfindlicher Registrierpapiere

Info

Publication number
AT216229B
AT216229B AT677959A AT677959A AT216229B AT 216229 B AT216229 B AT 216229B AT 677959 A AT677959 A AT 677959A AT 677959 A AT677959 A AT 677959A AT 216229 B AT216229 B AT 216229B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
temperature
heat
layer
production
sensitive recording
Prior art date
Application number
AT677959A
Other languages
English (en)
Original Assignee
Permaco S A
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Permaco S A filed Critical Permaco S A
Application granted granted Critical
Publication of AT216229B publication Critical patent/AT216229B/de

Links

Landscapes

  • Heat Sensitive Colour Forming Recording (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 
 EMI1.1 
 
 EMI1.2 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 ihres Schmelzpunktes unter Wärmeabgabe miteinander reagieren und welche in der höher siedenden organischen, gegen das Papier inerten Flüssigkeit unlöslich sind. 



   Das erfindungsgemässe Verfahren erlaubt es, eine Schicht herzustellen, deren Ansprechzeit durch Erfüllen der oben unter 4. genannten Forderung sehr kurz ist. Grundlegend ist dabei der Gedanke, die zum Glasigwerden oder Schmelzen benötigte Wärmemenge, die bedeutend grösser ist als die spezifische Wärme allein, durch chemische Reaktionen in der Schicht selbst freiwerden zu lassen. Der geheizte Schreibstift dient nur mehr dazu, die von ihm berührte Stelle der Schicht auf Reaktionstemperatur anzuwärmen,   d. h.   gewissermassen eine Initialzündung der chemischen Reaktion zu bewerkstelligen. 



   Als wärmeliefernde Reaktionen können alle exotherm verlaufenden chemischen Prozesse benutzt werden. Besonders energiereich verläuft die partielle oder vollständige Oxydation. Auch die Neutralisationswärme von Säuren und Basen kann benutzt werden. 



   Für den genannten Zweck ist es günstig, dass die Geschwindigkeit aller chemischen Reaktionen mit steigender Temperatur sehr stark zunimmt. Während feste Stoffe bei Zimmertemperatur im allgemeinen   nur unmessbar langsam, d. h.   praktisch gar nicht miteinander reagieren, kann die Reaktion im flüssigen Zustand sehr rasch verlaufen. 



   Starke Oxydationsmittel, wie z. B. Peroxyde, sind in festem Zustand und bei Zimmertemperatur sehr beständig, während sie beim Schmelzpunkt oder kurz darüber sehr schnell, meist explosionsartig, zerfallen. In Gegenwart eines Reduktionsmittels liefern sie beim Zerfall atomaren Sauerstoff, welcher bei der Oxydation mehr Wärme freisetzt als molekularer Sauerstoff. Benutzt man Peroxysäuren oder Säureperoxyde in Gegenwart eines alkalischen Reduktionsmittels, wie   z. B.   gewisser Amine, so kommt zu der sehr hohen Oxydationswärme noch die Neutralisationswärme von 13, 7 kcal/mol als   Wärmelieferant   hinzu.

   Das Verhalten einer solchen Schicht, die neben den hochpolymeren organischen Schichtbildnern noch eine Peroxysäure und eine reduzierend wirkende Base enthält, ist bei der Berührung mit einem ge- 
 EMI2.1 
 
 EMI2.2 
 :Peroxysäure) und ein   reduzierendes Amin R'-NH2   (oder eine entsprechende anorganische Verbindung) enthält. Es finden im wesentlichen folgende Reaktionen statt : 
 EMI2.3 
 Die entstandene Wärme reicht aus, um die Schicht bis zum dunklen Untergrund zu schmelzen bzw. glasig werden zu lassen. Es tritt also eine sichtbare Schreibspur auf. Ohne diese chemischen Reaktionen wäre die Schicht nur sehr oberflächlich angeschmolzen. 



   Es ist günstig, solche Substanzen zu verwenden, deren Reaktionsprodukte bei Reaktionstemperatur, also bei etwa 100 C, flüssig bleiben. Dadurch hat man nicht noch ihre Schmelzwärme aufzubringen. 



   Durch Änderungen der Oxydations- und Reduktionsmittel und der Konzentrationen kann man die Ansprechgeschwindigkeit der Schicht weitgehend variieren. Selbstverständlich darf die Konzentration an Peroxyverbindungen nicht so hoch gewählt werden, dass die Schicht auch dort verändert wird, wo keine Berührung durch den Schreibstift stattgefunden hat. 



   Durch die vorstehend beschriebenen Massnahmen gelingt es, die Ansprechzeit einer temperaturempfindlichen Schicht ganz erheblich zu verkürzen. Eine gewöhnliche,   20 je   dicke Schicht auf   36 fi.   dickem, schwarzem Papier, hergestellt nach Beispiel 1 des Stammpatentes, hat mit einem auf 2200C geheizten Schreibstift eine Ansprechzeit von zirka 10 Millisekunden. Nach der vorliegenden Erfindung hergestellte Schichten haben bei einer Dicke von   5 jn   unter den gleichen Bedingungen Ansprechzeiten von etwa 2, 5 bis 0, 1 Millisekunden. 



     Beispiel l :   In 120 g Aceton werden 14 g Celluloseacetobutyrat,   0, 7   g Phthalsäuredicyclohexylester,   1,     6 g   Monoperoxyphthalsäure und   1 g meta-Aminophenol gelöst.   Danach werden unter Rühren 80 g Cyclohexan zugegeben. Diese Mischung wird mittels Auftragswalzen auf schwarzes Trägerpapier aufgebracht und während 10 Sekunden mit Luft von   350C   und dann während 10 Sekunden mit Luft von   750C   angeblasen. Die Auftragsstärke der Mischung auf das Papier wird so gewählt, dass eine etwa   5 - 8 fi.   dicke Schicht entsteht, welche eine Ansprechzeit von nur   0, 25   Millisekunden aufweist. Bei Verwendung dieser Schicht ist es z.

   B. möglich, eine klare Aufzeichnung der Frequenz von 50 Hertz mit einer Amplitude von 25 cm zu erhalten. 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 



   Beispiel 2 : In 120 g Methylacetat werden 18 g Polystyrol, 2 g Ketonharz aus Cyclohexanon und Methylcyclohexanon,   0, 65   g Dibenzoylperoxyd,   1, 5   g N-Dimethyl-m-Aminophenol gelöst. Nach Zugabe von 80 g Heptan erfolgt die Beschichtung von schwarzem Papier wie im Beispiel   l.   



    PATENTANSPRÜCHE :    
1. Verfahren zur Herstellung temperaturempfindlicher Registrierpapiere, die mit einer gegenüber dem Papiergrund andersfärbigen temperaturempfindlichen Deckschicht versehen sind, nach Patent Nr. 209584, dadurch gekennzeichnet, dass man mit dem zum Aufbringen auf das dunkle Trägerpapier bestimmten hellen organischen   hochpolymeren Stoff In   dem niedrig siedenden organischen Lösungsmittel Substanzen löst, welche oberhalb ihres Schmelzpunktes unter Wärmeabgabe miteinander reagieren und welche in der höher siedenden organischen, gegen das Papier inerten Flüssigkeit unlöslich sind.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man als Substanzen, welche unter Wärmeabgabe miteinander reagieren, Peroxyde und Reduktionsmittel verwendet.
    3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man als Substanzen, welche unter Wärmeabgabe miteinander reagieren, Säuren und Basen verwendet.
    4. Verfahren nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass man als Substanzen, welche unter Wärmeabgabe miteinander reagieren, Peroxysäuren oder Säureperoxyde und reduzierend wirkende Basen verwendet.
    5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass man als reduzierend wirkende Basen Amine verwendet.
AT677959A 1959-06-12 1959-09-17 Verfahren zur Herstellung temperaturempfindlicher Registrierpapiere AT216229B (de)

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT209584D
CH216229X 1959-06-12

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT216229B true AT216229B (de) 1961-07-10

Family

ID=25607828

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT677959A AT216229B (de) 1959-06-12 1959-09-17 Verfahren zur Herstellung temperaturempfindlicher Registrierpapiere

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT216229B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3854327T2 (de) Mikroeingekapseltes photochromes material, verfahren zur herstellung und tintenzusammensetzung auf wasserbasis.
DE60032752T2 (de) Indikatoren zur überwachung von plasmasterilisationen
DE3147146A1 (de) Thermochromes material
DE2706741A1 (de) Verfahren zur markierung verderblicher oder zersetzlicher produkte mit einem zeit-temperatur-verlaufsindikator
DE1153612B (de) Verfahren zur Herstellung temperaturempfindlicher Registrierpapiere
DE2147585C3 (de) Druckempfindliches Aufzeichnungsmaterial und Farbenrwicklerbeschichtungsmasse hierfür
DE2554099C3 (de) Aufzeichnungsmaterial und Verfahren zum Registrieren von Informationen in Form von gefärbten Abdrucken
AT216229B (de) Verfahren zur Herstellung temperaturempfindlicher Registrierpapiere
DE2240471A1 (de) Diagnostisches mittel zum nachweis von bilirubin
DE2556083A1 (de) Druckempfindliches aufzeichnungsmaterial
EP0032652A2 (de) Löschflüssigkeit für Tinten
DE1671541B2 (de) Verfahren zur Herstellung von druckempfindlichen Kopierpapieren
AT216228B (de) Verfahren zur Herstellung temperaturempfindlicher Registrierpapiere
DE1561748C3 (de) Aufzeichnungsmaterial
DE904701C (de) Verfahren zur Polymerisation der Diolefine mittels Peroxyden
DE2925370A1 (de) Verfahren zur herstellung von kolloidalen vanadiumpentoxidloesungen, die zur erzeugung einer antistatischen schicht auf hydrophoben oberflaechen verwendet werden
DE3030478A1 (de) Farbreaktiospapier
ATE6782T1 (de) Phosphorige ester von 5-pyrimidinolen und verfahren zu ihrer herstellung, diese ester enthaltende zusammensetzungen und ihre verwendung als pestizide.
DE2109654A1 (de) Aufzeichnungsmaterial
AT232483B (de) Verfahren zur Herstellung eines Kohlenoxydindikators
DE601753C (de) Verfahren zur Herstellung der Leukoester von Kuepenfarbstoffen
DE2809659A1 (de) Mikrokapseln fuer aufzeichnungsmaterialien und verfahren zu deren herstellung
DE706501C (de) Verfahren zur Herstellung von tropenfesten Schreibstiftminen
AT310126B (de) Verfahren zur Herstellung kleiner Kapseln
AT120638B (de) Vervielfältigungsschablone.