AT216953B - Behälter aus Faser-Werkstoff, insbesondere für Lebensmittel, sowie Verfahren zu seiner Herstellung - Google Patents

Behälter aus Faser-Werkstoff, insbesondere für Lebensmittel, sowie Verfahren zu seiner Herstellung

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AT216953B
AT216953B AT404259A AT404259A AT216953B AT 216953 B AT216953 B AT 216953B AT 404259 A AT404259 A AT 404259A AT 404259 A AT404259 A AT 404259A AT 216953 B AT216953 B AT 216953B
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21JFIBREBOARD; MANUFACTURE OF ARTICLES FROM CELLULOSIC FIBROUS SUSPENSIONS OR FROM PAPIER-MACHE
    • D21J7/00Manufacture of hollow articles from fibre suspensions or papier-mâché by deposition of fibres in or on a wire-net mould
    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21JFIBREBOARD; MANUFACTURE OF ARTICLES FROM CELLULOSIC FIBROUS SUSPENSIONS OR FROM PAPIER-MACHE
    • D21J3/00Manufacture of articles by pressing wet fibre pulp, or papier-mâché, between moulds

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Containers Having Bodies Formed In One Piece (AREA)
  • Packages (AREA)

Description


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  Behälter aus Faser-Werkstoff, insbesondere für Lebensmittel, sowie Verfahren zu seiner Herstellung 
Die Erfindung betrifft Behälter aus Faser-Werkstoff, insbesondere für Lebensmittel, wie Fleisch, Geflügel od. dgl., mit Boden- und Seitenwänden sowie Verfahren zur Herstellung solcher Behälter. 



   Auf den meisten Märkten sind Fleisch- und Geflügel-Erzeugnisse in meist quaderförmigen Behältern aus Papiermasse ausgestellt bzw. zum Verkauf vorbereitet, die gewöhnlich mit Zellglas   od. dgl.   abgedeckt sind, das unter Wärme-Einwirkung auf die Bodenfläche des Behälters aufgeklebt ist. 



   Die bekannten Behälter weisen jedoch verschiedene Nachteile auf : vor allem kann   Fleischbeim Ver-   packen noch blutig oder nass sein, so dass dann beim üblichen Hantieren mit der geschlossenen Packung der darin befindliche Saft ungehindert herumfliessen kann-wenn keine Vorrichtungen zu seinem Auffangen vorhanden sind. 



   Zum Verpacken von Fleisch und Geflügel sind daher Behälter erwünscht, in denen der Saft aufgefangen wird, ohne die Behälter zu stark aufzuweichen oder gar auszulaufen, wodurch natürlich sowohl die Haltbarkeit der Produkte als auch der Anreiz stark beeinträchtigt wird. 



   Es wurde bereits vorgeschlagen, derartige Lebensmittelbehälter aus stark   saugfähiger-also unge-     leimter-Papiermasse herzustellen,   so dass die Säfte der darin verpackten Lebensmittel im Werkstoff aufgesaugt werden, dem weiters wasserfest Harze zugesetzt werden können, um die ursprüngliche Festigkeit des Behälters zu erhalten ; der Nachteil dieser Behälter jedoch besteht darin, dass die stark saugfähige Papiermasse nicht nur die frei fliessenden Säfte aufsaugt, sondern auch das Fleisch oder Geflügel in der Packung entwässert. 



   Nach der Erfindung werden nun bei Lebensmittelbehältern aus Faser-Werkstoff die oben angeführten Nachteile dadurch vermieden, dass ihr gesamter Boden innen mit zahlreichen, im wesentlichen zylindrischen Vertiefungen zur kapillaren Aufnahme der von den eingeschlossenen Lebensmitteln abgesonderten Säfte versehen ist-die vorzugsweise 4,   0 - 5,   5 mm Durchmesser aufweisen ; zweckmässig soll dabei die Summe der Querschnittsflächen aller Vertiefungen im Boden, etwa ein Fünftel bis ein Drittel seiner gesamten Fläche betragen, wobei dann die z. B. 2, 5 mm tiefen Vertiefungen in einem Mittelabstand von etwa 8 mm angeordnet sind. 



   Bei einer bevorzugten Ausführungsform des Behälters bestehen die Seitenwände der Bodenvertiefungen aus saugfähigerem Material als der ebene Boden. 



   Diese erfindungsgemäss ausgebildeten Behälter aus Papiermasse   od. dgl.   sind daher besonders zum Verpacken von   Fleisch- oder Geflügel-Produkten geeignet,   da in den am Boden des Behälters angebrachten Vertiefungen die Säfte des verpackten Gutes mechanisch aufgefangen werden, ohne dass dabei die Nahrungsmittel selbst entwässert werden. 



   Das erfindungsgemässe Verfahren zur Herstellung von Lebensmittelbehältern der oben beschriebenen Ausführungsform aus Faser-Werkstoff - wie Papiermasse od. - besteht nun darin, dass Papierbrei auf eine dem Behälter entsprechende Form aus Drahtgeflecht aufgebracht wird, an deren gesamtem Boden zahlreiche massive - vorzugsweise - zylindrische Noppen befestigt sind, und dass danach an dieser Drahtform ein Unterdruck zur Absaugung des Wassers aus dem Papierbrei erzeugt und schliesslich der Behälter von der Form abgenommen und getrocknet wird, und so ein Behälter aus Papiermasse erhalten wird, wobei dann der gesamte Boden innen mit senkrechten, scharf umrandeten Vertiefungen versehen ist. 

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   Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung dieses Verfahrens bestehen die auf der Siebform aufgesetzten Noppen aus in Wärme aushärtendem Kunstharz. 



   In der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele des erfindungsgemässen Lebensmittel-Behälters dargestellt, u. zw. zeigen die Fig. 1 und 2 einen Behälter in Draufsicht bzw. in etwas vergrössertem Querschnitt, Fig. 3 einen Teilschnitt durch die napfförmigen Vertiefungen - stark vergrössert und schliesslich Fig. 4 eine Variante der Ausbildung des Behälterbodens-gleichfalls in vergrössertem Querschnitt. 



   Nach Fig.   l - 3   besteht der Lebensmittel-Behälter aus einem Boden 10 und aufrechtstehenden Seitenwänden 12, die mit dem Boden ein Stück bilden und an ihrem oberen Rande mit einem rundumlaufenden Flansch 13 versehen sind. Die obere Fläche 16 des Bodens ist mit einer Mehrzahl von Vertiefungen 18 ausgestattet, die über den gesamten Boden des Behälters verteilt sind. 



   Es ist festgestellt worden, dass zur Erzielung einer optimalen Wirkung die Anzahl, die Form und die Grösse der Vertiefungen 18 genau eingehalten werden müssen. 



   Man hat festgestellt, dass die Fähigkeit der Vertiefungen 18 zum mechanischen Auffangen der hier in Frage stehenden Flüssigkeiten von der Form und Grösse der Vertiefungen abhängig ist. Man hat ferner festgestellt, dass ein Durchmesser von etwa 4,0 bis 5, 5 mm gewählt werden muss, um diese Säfte ordnungsgemäss mechanisch aufzufangen. Ein Flüssigkeitstropfen wird nicht in die Vertiefungen eindringen, falls der Durchmesser kleiner ist als 4,0 mm, und wenn der Durchmesser grösser als   5,   5 mm ist, wird der Tropfen auslaufen, wenn der Behälter umgedreht wird. Infolge der Oberflächenspannung der Flüssigkeit dringt der Tropfen in die Vertiefung ein und tritt beim Umdrehen des Behälters nicht aus, wenn der Durchmesser der Vertiefung innerhalb des kritischen Durchmesserbereiches von 4, 0 bis   5,   5 mm liegt. 



   Es ist ferner festgestellt worden, dass es für eine gute Wirkung der Vertiefungen beim Auffangen von Flüssigkeiten erforderlich ist, dass ihre Seitenwände und ihr oberer Rand scharf abgegrenzt sind, wie in den Figuren dargestellt. 



   Es hat sich ergeben, dass zur Erzielung einer optimalen Wirkung die Vertiefungen über die gesamte Bodenfläche des Behälters verteilt sein müssen, so dass der Gesamtquerschnitt der Löcher etwa ein Fünftel bis ein Drittel der Gesamtfläche des Bodens ausmacht. 



   Zur Erzielung einer optimalen Wirkung müssen die Seitenwände der Vertiefungen glatt ausgebildet sein und der Rand scharf abgegrenzt sein. Diese Eigenschaften lassen sich dadurch erzielen, dass die Papiermasse über einem Formdrahtsieb geformt wird, das eine Mehrzahl von massiven Noppen aus Gummi, Bronze oder Plastik trägt, die über seine Oberfläche verteilt sind. Wenn die Papiermasse in dieser Weise geformt wird, wird auf der oberen Fläche der Bodenwandung des Behälters ein ziemlich regelmässiges Muster erzielt, das die charakteristischen Merkmale eines Webmusters aufweisto Dagegen bilden die Fasern, die an den massiven Noppen geformt werden, ein willkürlich und unregelmässig ausgebildetes Fasermuster. Die unregelmässige Faseranordnung an den Seitenwänden der Vertiefungen 18 ergibt eine erhöhte Saugfähigkeit dieser Flächen.

   Die Saugwirkung dieser Seitenwände der Vertiefungen geht daher schneller vor sich, als diejenige der Behälterflächen zwischen den Vertiefungen. 



   Es hat sich auch ergeben, dass die Tiefe der Ausnehmungen im Boden der Lebensmittel-Behälter von Wichtigkeit ist. Zur Erzielung einer optimalen Wirkung sollten die Vertiefungen so weit durchgeführt werden, wie es die Dicke der Bodenwandung zulässt. Bei Ausnehmungen von derartiger Tiefe erweist es sich, dass an den Stellen, wo die Abdeckung aus Papiermasse über den Ausnehmungen im Boden verhält-   nismässig   dünn ist, die Gefahr vergrössert wird, dass die Säfte an diesen Stellen den Behälter vollkommen durchdringen. Diese Gefahr kann durch das Aufbringen von wasserfesten Harzen und widerstandsfähigerer Verleimung der Papiermasse beseitigt werden. Vertiefungen mit einer   Längenausdehnung   von etwa 1, 5 bis 3,0 mm haben sich als besonders wirksam erwiesen. 



   Eine Abwandlung gemäss der Erfindung ist in Fig. 4 dargestellt. In diesem Ausführungsbeispiel ist ausser den Vertiefungen 18 eine Vielzahl von   halbkugelförmigen   Eindrücken 20 vorgesehen, die in den Flächen zwischen den Vertiefungen 18 angeordnet sind. Diese Eindrücke 20 können durch Einbuchtungen im Formdrahtsieb, zwischen den Vertiefungen 18 geformt werden. Durch diese Eindrücke 20 wird die Berührungsfläche zwischen dem Behälter und dem darin eingepackten Fleisch bzw. Geflügel verringert, wodurch der Luftzutritt zwischen Fleisch und Behälter vermehrt wird. Diese Eindrücke bilden zusätzliche Vertiefungen zur Aufnahme der Säfte, die   jedochweniger   wirksam sind als die Vertiefungen 18, da die gebogenen Seitenwände der Eindrücke die Säfte nicht durch Kapillarwirkung aufsaugen.

   Ferner wird durch die Anordnung der Eindrücke 20 eine gleichmässigere Dicke des Behälterbodens erzielt, indem die Höhe verringert wird, bis zu der der Papierbrei in den Räumen zwischen den Noppen auf dem Formsieb aufsteigen muss. 



   Der Lebensmittel-Behälter ist somit aus geformtem Faserstoff hergestellt, die obere Fläche seines 

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 Bodens ist mit einer Vielzahl von zylindrischen Vertiefungen ausgestattet, die über die gesamte Bodenwandung verteilt sind. Der Durchmesser dieser Vertiefungen muss innerhalb der kritischen Grenzen von 4,0 bis 5,5 mm liegen, wodurch die Säfte des Fleisches bzw. des Geflügels in dem Behälter infolge der Oberflächenspannung der Säfte in wirksamer Weise aufgefangen wird. 



   Als typisches Ausführungsbeispiel gemäss der Erfindung ist somit ein Behälter anzusehen, dessen Bodenwandung auf ihrer gesamten oberen Fläche verteilt mit einer Vielzahl von Vertiefungen mit einem Durchmesser von 4,7 mm und einer Tiefe von 2,5 mm versehen ist, wobei die   Lochmittenabstände   8 mm betragen. Die Vertiefungen sind mit scharf begrenzten Seitenwänden und oberen Rändern versehen. Der Behälter ist aus Papierbreifasern über einem Formsieb geformt, an dem in geeigneten Abständen massive Noppen befestigt sind. Diese Noppen befinden sich an der Aussenseite des Siebes und besitzen eine glatte Oberfläche, so dass der Papierbrei sich darüber lagert, wenn das Wasser durch die übrige von dem Drahtsieb bedeckte Fläche abgesaugt wird. 



   Behälter, die gemäss diesem Ausführungsbeispiel hergestellt sind, haben sich als äusserst wirksam zur Aufnahme der Säfte von   Fleisch- oder Geflügel-Erzeugnissen   erwiesen, die darin verpackt waren. 



     PATENTANSPRÜCHE   : 
1. Behälter aus Faser-Werkstoff, insbesondere für Lebensmittel, wie Fleisch, Geflügel od. dgl., mit Boden und   Seitenwänden,   dadurch gekennzeichnet, dass der gesamte Boden (10), innen mit zahlreichen, im wesentlichen zylindrischen Vertiefungen (18) zur kapillaren Aufnahme der von den eingeschlossenen Lebensmitteln abgesonderten Säfte versehen ist, die vorzugsweise 4,   0 - 5,   5 mm Durchmesser aufweisen.

Claims (1)

  1. 2. Behälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Summe der Querschnittsflächen aller Vertiefungen (18) im Boden, etwa ein Fünftel bis ein Drittel seiner gesamten Fläche beträgt.
    3. Behälter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Vertiefungen (18) des Bodens 4,7 mm weit und 2, 5 mm tief und in einem Mittelabstand von 8,0 mm angeordnet sind.
    4. Behälter nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenwände der Bodenvertiefungen (18) aus saugfähigerem Material bestehen als der ebene Boden (10).
    5. Behälter nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass im Boden-jeweils zwischen drei oder vier Vertiefungen (18)-zusätzliche flache Mulden (20) angebracht sind.
    6. Verfahren zur Herstellung von Behältern aus Faser-Werkstoff-wie Papiermasse od. dgl. - gemäss einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass Papierbrei auf eine dem Behälter entsprechende Form aus Drahtgeflecht aufgebracht wird, an deren gesamten Boden zahlreiche massive-vorzugsweise zylindrische - Noppen befestigt sind, und dass danach an dieserDrahtformein Unterdruck zur Absaugung des Wassers aus dem Papierbrei erzeugt wird, wonach der Behälter von der Form abgenommen und getrocknet wird und so ein Behälter aus Papiermasse erhalten wird, dessen gesamter Boden innen mit scharf umrandeten, senkrechten Vertiefungen versehen ist.
    7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die auf der Siebform aufgesetzten Noppen aus in Wärme aushärtendem Kunstharz bestehen.
AT404259A 1958-07-23 1959-05-29 Behälter aus Faser-Werkstoff, insbesondere für Lebensmittel, sowie Verfahren zu seiner Herstellung AT216953B (de)

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