<Desc/Clms Page number 1>
Lastabhängig regelbare Gasfederanlage
EMI1.1
<Desc/Clms Page number 2>
big gross gewählt werden. Der entsprechend klein zu wählende Kompressor kann dann unabhängig von der unmittelbaren Regelung der Federung das Gasvolumen aus dem Auffangbehälter in den Nachfüllbehälter fördern.
Bei einer bekannten Anordnung befindet sich zwar zwischen einem aus Kolben und Zylinder bestehenden nachgiebigen Federteil und einem den Federteil mit Luft beschickenden Kompressor ein Auffangbehälter. Bei dieser Anordnung ist jedoch kein Nachfüllbehälter vorgesehen und der Kompressor wälzt die mit Schmiermittel angereicherte Luft ständig um. Um die Schmierung der beweglichen Teile des Kompressors und des Federteiles sicherzustellen.
Bei längerem Einsatz der Gasfeder kann es vorkommen, dass der Gesamtgasdruck in der gesamten Gasfederanlage unter einen bestimmten Mindestdruck absinkt. Die Ursachen hiefür sind unvermeidliche Leckverluste in dem im übrigen in sich geschlossenen pneumatischen System. Um diese Leckverluste ausgleichen zu können, wird in weiterer Ausgestaltung der Erfindung vorgeschlagen, dass der Kompressor Gas von ausserhalb der Federanlage ansaugt, wenn der Druck in dem den Kompressor steuernden Teil der Gasfederanlage einen bestimmten Mindestdruck nicht erreicht. Hat z. B. der Kompressor aus dem Auffangbehälter Gas in den Nachfüllbehälter gefördert und wird der Solldruck im Nachfüllbehälter nicht erreicht, obwohl der Auffangbehälter nahezu gasleer geworden ist, so wird Gas von aussen in die Gasfederanlage eingesaugt.
Kommt als Druckgas Luft in Frage, so kann dieses Nachfüllen sehr einfach in der Weise geschehen, dass ein selbständig druckabhängig ansprechendes Ventil vorübergehend den Auffangbehälter oder einen Teil der Entnahmeleitung an die Atmosphäre anschliesst. Der Kompressor saugt dann so lange Luft aus der Atmosphäre an, bis die Luftfederanlage wieder aufgefüllt ist und der Solldruck im Nachfüll- behälter infolge ausreichenden Luftvolumens erreicht werden kann.
Diese Anordnung zum Nachfüllen der Gasfederanlage kann auch dann in Tätigkeit treten, wenn die Gasfederanlage in Betrieb gesetzt werden soll und noch gasleer ist.
Findet als Druckgas Luft Anwendung und ist vorgesehen, den Kompressor bei ungenügender Gasfüllung aus der Atmosphäre Luft ansaugen zu lassen, so wird diese Luft zweckmässigerweise gemäss einem weiteren Erfindungsvorschlag dem Fahrzeuginneren entnommen, da diese Luft nicht vom Fahrbahnstaub usw. verunreinigt ist.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung schematisch dargestellt und wird im folgenden erläutert.
Die Federung eines Fahrzeuges besteht aus den beiden Federgruppen I, II. Jede Federgruppe weist zwei Federsätze auf. Jeder Federsatz besteht aus zwei Federn l, 2. Die Federn sind mit Druckluft gefüllte Bälge aus elastischem Werkstoff. Jedem Federsatz l, 2 ist unter Einschaltung von Luftsicherungsventilen 3,4 ein automatischer Füllungsregler 5 zugeordnet. Über den Füllungsregler sind die Federn jedes Federsatzes an die Druckluftspeiseleitung 6 oder an die Druckluftentnahmeleitung 7 anschliessbar.
Die Betätigung jedes Füllungsreglers erfolgt mittels eines Stellhebels 8 abhängig vom gegenseitigen Abstand der gegeneinander abgefederten Fahrzeugteile, der wiederum ein Mass für die Belastung der Federn ist. Die Speiseleitung 6 und die Entnahmeleitung 7 münden mit ihren den Ftillungsreglern abgewendeten Enden in den Nachfüllbehälter 9. Zwischen den Füllungsreglern und dem Nachfüllbehälter befinden sich in der Speiseleitung keine Einbauten. In der Entnahmeleitung ist jedoch ein Luftauffangbehälter 10 angeordnet, zwischen dem und dem Nachfüllbehälter ein als Membrankompressor ausgebildeter Kompressor 11 angeordnet ist. Der Kompressor 11 wird durch den Elektromotor 11a angetrieben, der seine Speisespannung von einer Batterie 12 erhält, die während des Laufes des Fahrzeuges aufgeladen wird.
Das Einund Ausschalten des Kompressors erfolgt abhängig vom Druck im Nachfüllbehälter mittels eines Druckluftschalters 13, der auf den Druck im Nachfüllbehälter anspricht. Der Ansprechdruck ist mittels eines Manometers 14 kontrollierbar. Zwischen dem Auffangbehälter und dem Kompressor befindet sich in der Entnahmeleitung ein nach dem Inneren der Leitung öffnendes Rückschlagventil 15 und ein nach dem Äusseren der Leitung öffnendes Rückschlagventil 16. Zwischen dem Nachfüllbehälter und dem Kompressor befindet sich ein Anschluss 17, über den die Entnahmeleitung an eine besondere Druckluftquelle angeschlossen werden kann.
Die Drücke in der Luftfederanlage sind so abgestimmt, dass im Nachfüllbehälter 9 der höchste, im Auffangbehälter 10 hingegen stets der niedrigste Druck herrscht und der Druck in den Federbälgen stets grösser als der Druck im Auffangbehälter, jedoch geringer als im Nachfüllbehälter ist.
Wird die Luftfederanlage in Betrieb genommen, so wird der Anschluss 17 an eine Druckluftquelle gelegt und die Luftfederanlage aufgefüllt. Im Normalzustand sind die Füllungsregler 5 geschlossen, so dass die Luftvolumina in den Bälgen, im Sammelbehälter und im Nachfüllbehälter voneinander getrennt sind. Nimmt die Belastung der Federbälge zu, so sind die Füllungsregler 5 in der Weise geöffnet, dass
<Desc/Clms Page number 3>
die Bälge an die Nachfülleitung 6 angeschlossen sind. Aus dem Nachfüllbehälter 9 kann Luft in die Luftbälge einströmen, bis diese wieder ihr der Normalbelastung entsprechendes Volumen eingenommen haben. Nimmt die Belastung der Federbälge ab, so sind die Füllungsregler in der Weise geöffnet, dass die Luftfederbälge an die Entnahmeleitung 7 angeschlossen sind.
Aus den Bälgen kann Luft in den Sammelbehälter 10 strömen, bis die Luftfederbälge wieder ihr der Normalbelastung entsprechendes Volumen einnehmen.
Sinkt der Druck im Nachfullbehälter unter den Einstelldruck des Schalters 13, so schliesst dieser Schalter den Antriebsstromkreis des Kompressors 11. Dieser fördert Luft aus dem Auffangbehälter 10 in den Nachfüllbehälter 9. Diese Luftförderung ist zeitlich völlig unabhängig von der Regelung der Füllung der Luftfederbälge. Ist im Nachfüllbehälter der Einstelldruck des Schalters 13 wieder erreicht, so unterbricht der Schalter den Antriebsstromkreis des Kompressors und dieser wird stillgesetzt.
Ist in der Luftfederanlage so wenig Luft, dass bei laufendem Kompressor 11 dem Auffangbehälter 10 keine Luft mehr entnommen werden kann, um den Einstelldruck des Schalters 13 im Nachfüllbehälter zu erreichen, so öffnet infolge des damit verbundenen geringen Druckes in der Entnahmeleitung das Rückschlagventil 15 und der Kompressor kann Luft aus der Atmosphäre nachsaugen. Diese Anordnung kann auch in Tätigkeit treten, wenn zum erstmaligen Füllen der Luftfeder keine Druckluftquelle zur Verfü- gung steht, an die der Anschluss 17 gelegt werden kann.
Den Maximaldruck im Auffangbehälter bestimmt die Einstellung des Ventils 16. Wird der am Ventil 16 eingestellte Druck in der Entnahmeleitung überschritten, so öffnet dieses Ventil und es kann Luft in die Atmosphäre entweichen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Lastabhängig regelbare Gasfederanlage, vorzugsweise für Fahrzeuge mit einem nachgiebigen Federteil (z. B. Federbälgen), einem Nachfüllbehälter und einem Füllungsregler, der die Füllung des nachgiebigen Federteils in Abhängigkeit von dessen Belastung regelt, wobei das bei einer Entlastung des nachgiebigen Federteiles aus diesem herausgelangte Druckgas unter Zuhilfenahme eines Kompressors in den Nachfüllbehälter zurückgeführt wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Förderung von Druckgas in den Nachfüllbehälter (9) mittels des Kompressors (11) über einen an sich bekannten, zwischen nachgiebigem Federteil (l, 2) und Kompressor angeordneten Auffangbehälter (10) erfolgt, dessen Druck geringer als der Druck im nachgiebigen Federteil und im Nachfüllbehälter ist.