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Luftreifen
Das Stammpatent Nr. 208735 bezieht sich auf Luftreifen für Fahrzeugräder aller Art mit einer Reifenhtille, die im Bereich der Lauffläche einige Längsrippen aufweist, und mit mehreren, die Lauffläche bildenden, von der Reifenhülle getrennten Ringen, die im Inneren mit Bewehrungselementen versehen sind, welche sich vorwiegend in Längsrichtung erstrecken, wobei diese Ringe in den von den Rippen der Tragdecke gebildeten Nuten eingesetzt sind.
Die Erfindung gemäss dem Stammpatent, welche bei wirtschaftlicher Reifenherstellung eine gute Verbindung zwischen der Reifenhülle und den Laufflächenringen gewährleistet, liegt hauptsächlich darin, dass die Reifenhülle eine aus im wesentlichen in Radialebenen verlaufenden Cordfäden bestehende Karkasse aufweist und die Bewehrungselemente jedes Ringes sich nahezu über die gesamte Nutenbreite erstrecken und ein zugfestes GerUst bilden, wobei die Nuten vorzugsweise eine von innen nach aussen konstante oder zunehmende Breite haben.
Da die Reifenhtille durch Aufpumpen ausdehnbar ist, die Laufflächenringe hingegen über ihre gesamte Breite praktisch undehnbar sind und einen Innendurchmesser haben, der kleiner ist als der Durchmesser der Nutenböden bei ohne Laufflächenringe aufgepumpter Reifenhülle, wird bei dieser Reifenbauweise eine gute Haftung zwischen den Reifenteilen erreicht.
Ein Ziel der vorliegenden Erfindung besteht nun darin, den Luftreifen nach dem Stammpatent so
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den miteinander in Berührung stehenden Teilen des Reifens sicher verhindert werden.
Dieses Ziel wird gemäss der vorliegenden Erfindung im wesentlichen dadurch erreicht, dass die Innenfläche der Laufflächenringe zylindrisch ist, wogegen der Boden der Nuten für die seitlichen Ringe durch mit der Drehachse des Reifens koaxiale Kegelflächen gebildet ist, deren Durchmesser gegen die Seitenwände der Reifenhülle hin zunimmt. Da die Laufflächenringe an ihrer Innenseite mit einer zug-bzw. dehnungsfesten Bewehrung versehen sind, zwingen sie den Bodenflächen der zugeordneten, diese Ringe aufnehmenden Nuten einen dem Innendurchmesser der Ringe gleichen Durchmesser auf ; die zylindrischen Innenflächen der seitlichen.
Ringe bewirken daher, dass die ursprünglich konischen Bodenflächen der zugehörigen Nuten eine dem Innendurchmesser dieser Ringe entsprechende zylindrische Form mit kleinerem Duchmesser als ursprunglich annehmen. Der hiebei durch die Ringe auf die Reifenhülle ausgeübte radia le Druck gewährleistet während der ganzen Gebrauchsdauer des Reifens auch bei Einwirkung extrem gro- sser Seitenkräfte eine feste Verbindung der Ringe mit der Reifenhülle.
Der Neigungswinkel der Erzeugenden der den Boden der Nuten für die seitlichen Ringe bildenden Kegelflächen braucht nicht sehr gross zu sein, da nur eine Zusammenpressung der Gummischicht zwischen den betreffenden Ringen und den Karkassenschichten des Reifens ohne Verformung des letzteren bewirkt werden soll. Dieser Neigungswinkel a liegt im allgemeinen in einem Bereich zwischen 2 und 100.
Um die Laufflächenringe auch bei den bei Entspannung des Reifens auftretenden kleinsten Drücken noch in ihrer Lage zu halten, soll vorzugsweise der kleinste Durchmesser der Nutenböden schon bei unaufgepumpter Reifenhülle grösser als der Innendurchmesser der Laufflächenringe sein.
Um die Festigkeit der Verbindung der Ringe mit der Reifenhülle noch weiter zu erhöhen, haben die Ringe vorzugsweise eine etwas grössere Breite als die zugeordneten Nuten. Der Breitenüberschuss soll so
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bemessen werden, dass ein gewünschter Seitendruck der Ringe gegen die zwischen den benachbarten Nuten liegenden Rippen erzielt wird, ohne dass der'Zusammenbau der Ringe mit des Reifenhülle zu schwie- rig wird ; er soll im allgemeinen im Bereich von 5 bis 101o liegen.
Zwecks weiterer Erleichterung des Einsetzens der Laufflächenringe in die Nuten durch Überstreifen der Ringe über die zwischen den benachbarten Nuten befindlichen Rippen ist es ferner vorteilhaft, die inneren Kanten der Ringe je nach der Ringbreite und der Rippenhöhe mit einem Radius von 2 bis 5 mm abzurunden.
Die Erfindung soll nun nachstehend unter Bezugnahme auf ein in der Zeichnung dargestelltes Aus- führungsbeispiel näher erläutert werden. Fig. 1 zeigt in perspektivischer Darstellung Segmente von drei Ringen, welche die Lauffläche eines erfindungsgemässen Luftreifens bilden. Fig. 2 ist ein Querschnitt durch die zur Aufnahme dieser drei Ringe eingerichtete Reifenhülle. Fig. 3 zeigt im Querschnitt die Reifenhülle nach Fig. 2 mit den Laufringen nach Fig. 1.
Die Laufflächenringe 2,3 nach Fig. 1 sind an ihrer Aussenfläche mit einer fUr einen vorgesehenen Verwendungszweck des Reifens geeigneten Profilierung versehen, wogegen die Innenseite durch eine zylindrische Fläche mit einem Durchmesser D gebildet wird. Die Breite des inneren, in die entsprechende Nut der Reifenhülle einzusetzenden Teils der Ringe 2, 3 ist mit 11 bezeichnet. In den Ringen sind nahe ihrer Innenfläche und parallel zu dieser die zugfesten Elemente oder Bewehrungen 11 eingebettet, die, wie bereits erwähnt, durch Cordfäden aus wenig dehnbarem Material gebildet werden können, welche entweder in Längsrichtung (Umfangsrichtung) der Ringe liegen oder unter symmetrischen Winkeln von höchstens 200 gegen die Umfangsmittelebene des Reifens verlaufen.
Die inneren Kanten 12 der Ringe 2,3 sind zweckmässig abgerundet, um das Einsetzen der Ringe in die an der Tragdecke 1 der Reifenhülle ausgebildeten Nuten 6 und 6a zu erleichtern (vgl. Fig. 2).
Der Boden der mittleren Nut 6a wird durch eine zylindrische Fläche mit einem Durchmesser D gebildet, der grösser ist als der Innendurchmesser D der Ringe 2,3, wogegen die Böden der äusseren oder seitlichen Nuten 6 durch Kegelflächen gebildet werden, deren Durchmesser gegen die Seitenwände der Reifenhülle hin zunimmt. Die Breite 1 der Nuten 6 und 6a ist kleiner als die Breite 11 der Ringe 2 und 3, wodurch die letzteren unter Pressung in den Nuten gehalten werden.
Die Erzeugenden der Kegelfläche, die den Boden jeder Nut 6 bildet, sind in bezug auf die zylindrische Fläche der mittleren Nut 6a unter einem Winkel a geneigt, der beim dargestellten Reifen 60 beträgt. Die Reifenhülle 1 ist bei diesem Beispiel ausserdem mit einer durch die Linie 13 schematisch angedeuteten Karkasse mit radial angeordneten Cordfäden und mit einer üblichen Protektoreinlage 10 ausgestattet, welche aus zwei Lagen von Cordfäden besteht, die unter symmetrischen Winkeln von 52 gegen die Umfangsmittelebene des Reifens geneigt sind.
Wenn die Ringe 2,3 in die Reifenhülle 1 (Fig. 3) eingesetzt sind, dann wirken sie infolge ihrer zugfesten Elemente oder Bewehrungen 11, die sie undehnbar machen, einer Ausdehnung der Reifenhülle beim Aufpumpen entgegen.
Ausser dieser durch alle Ringe ausgeübten Wirkung üben die seitlichen Ringe 3 einen Druck auf die unter den Nuten 6 liegende Gummischicht aus, durch welchen der ursprünglich konische Boden dieser Nuten zur Annahme der Form eines Zylinders gezwungen wird, dessen Durchmesser D 1 dem Durchmesser der Innenfläche der Ringe 3 entspricht.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Luftreifen nach Patent Nr. 208735 für Fahrzeuge aller Art, mit mehreren, in parallele Nuten der Tragdecke der Reifenhülle eingesetzten Laufflächenringen, deren Innendurchmesser kleiner ist als der Durchmesser der Nutenböden bei ohne Laufflächenringe aufgepumpter Reifenhülle, wobei die Reifenhülle eine aus im wesentlichen in Radialebenen verlaufenden Cordfäden bestehende Karkasse aufweist und die Bewehrungselemente jedes Ringes sich nahezu über die gesamte Nutenbreite erstrecken und ein zugfestes Gerüst bilden, dadurch gekennzeichnet, dass die Innenfläche der Laufflächenringe (2, 3) zylindrisch ist, wogegen der Boden der Nuten (6) fur die seitlichen Ringe (3) durch mit der Drehachse des Reifens koaxiale Kegelflächen gebildet ist, deren Durchmesser gegen die Seitenwände der ReifenhUlle hin zunimmt.