AT219386B - Verfahren zur Herstellung plattierter Erzeugnisse - Google Patents

Verfahren zur Herstellung plattierter Erzeugnisse

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AT219386B
AT219386B AT53060A AT53060A AT219386B AT 219386 B AT219386 B AT 219386B AT 53060 A AT53060 A AT 53060A AT 53060 A AT53060 A AT 53060A AT 219386 B AT219386 B AT 219386B
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Phoenix Rheinrohr Ag
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  Verfahren zur Herstellung plattierter Erzeugnisse 
Im Patent Nr. 204366 ist ein Verfahren zur Herstellung   plÅattierter   Erzeugnisse durch gemeinsames
Warmverformen, insbesondeie Walzen oder Pressen der zu plattierenden Metalle nach vorhergehender Er- wärmung auf Plattierungstemperatur in auf übliche Weise zusammengesetzten, ringsum geschlossenen
Plattierungskästen unter Verwendung von stickstoff- und sauerstoffbindenden Stoffen geschützt, bei dem erfindungsgemäss die   stickstoff-und sauerstoffbindenden Stoffe vordem Erwärmen   des ganzen Plattierung- kastens anschliessend an das Abdichten der Kanten durch örtliches Erhitzen auf eine für die vollkommene
Stickstoff- und Sauerstoffbindung erforderliche Reaktionstemperatur gebracht werden, während die Plat- tierungspartner nahezu auf Raumtemperatur bleiben. 



   Die vorliegende Erfindung hat sich zur Aufgabe gestellt, das an sich bereits ausserordentlich wirksame
Verfahren nach dem Stammpatent noch zu verbessern und einige noch auftretende Mängel zu beseitigen. 



   Es war für den Produktionsfluss nachteilig, dass das vor dem Erhitzen des Kastens auf Plattierungstempera- tur vorzunehmende Erwärmen der   sauerstoff-und stickstoffbindenden Mittel über längere Zeit durchgeftihrt   werden musste, um den gesamten Sauerstoff und Stickstoff durch die am Rande der   Plattierungspartner   an- geordneten   Reaktionsstoffe   zu binden. Es war ausserdem nach dem Einbringen dieser   Reaktionsstofie   in
Späne-oder Pulverform schwierig, den Transport so   durchzuführen, dass   ein Eindringen der Stoffe zwischen die Plattierungspartner ausgeschlossen war. 



   Erfindungsgemäss werden daher die sauerstoff- und stickstoffbindenden Mittel in Form von dünnen, vorzugsweise durch Metallspritzen, mit der Innenseite des Deckels und/oder des Rahmens des Kastens fest verbundenen Schichten zur Anwendung gebracht. Die Schichtdicke des Überzuges braucht nur wenige
Tausendstel Millimeter zu betragen. Zur Verwendung kommen dabei die bekannten, bereits bei verhältnismässig niedrigen Temperaturen, nämlich von etwa 180 bis 4500C den Sauerstoff und Stickstoff abbindenden Metalle wie Magnesium, Cerium, vorzugsweise Aluminium und Aluminiumlegierungen oder Gemische dieser Metalle, z. B. Cerium und Aluminium. 



   Die so vorzugsweise durch Metallspritzen aufgetragene dünne Schicht des sauerstoff- und stickstoffaffinen Metalls ist überall in guten, metallischem Kontakt mit den im Ofen von aussenher erhitzten Wan-   dungen des Kastens, so dass die im Kasten befindlicnen   Gase im Falle der Erhitzung des ganzen Plattierungpaketes zur Erzielung der für die Sauerstoff- und Stickstoffabbindung erforderlichen Reaktionstemperatur während der Erhitzung auf Plattierungstemperatur mit Sicherheit abgebunden werden, bevor sie die für die Reaktion mit dem   Plattierungswerkstoff- und   damit Bildungeiner trennenden Schicht- erforderliche Temperatur erreichen.

   Da die Schicht die ganze Dèckel- und/oder Rahmeninnenseite oder mindestens grosse Teile davon bedeckt und beim Metallspritzen eine rauhe Oberfläche entsteht, bietet die sauerstoff- und stickstoffbindende Schicht diesen Gasen eine sehr grosse Reaktionsfläche dar, so dass die Sauerstoff- und Stickstoffbindungsreaktion rasch genug erfolgt, um die oben erwähnte unerwünschte Reaktion vermeiden zu können. 



   Besonders vorteilhaft ist es, nach der Dichtschweissung vor Erhitzung des Kastens auf Plattierungstem- 'peratur den Kastenrahmen auf die für die Sauerstoff- und Stickstoffabbindung erforderliche Reaktionstem- 

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 peratur in der Weise zu erwärmen, dass man für die zusätzliche Deckschweisse, die zur Sicherheit gegen ein Aufplatzen beim nachfolgenden Walzen an   den Kanten aufzubringen ist, dass Unterpulverschweissen an-   wendet, das bekanntlich mit einer sehr starken Wärmeentwicklung verbunden ist. 



   Es ist noch ein Vorteil des erfindungsgemässen Verfahrens, dass durch die Aufbringung mittels Metall- spritzens die Lage des   sauerstoff-undstickstoffabbindendenMittelsim Kastenfixiert ist, wodurch die   Hand- habung des Kastens sehr erleichtert wird. 



   Weiterhin ist als Vorteil zu   nennen, dass das Metall während der Erwärmung   nicht nur in der gewünschten Weise mit den Gasen reagiert, sondern auch in das Eisen eindiffundiert. Es wurde festgestellt, dass durch. das erfindungsgemässe Verfahren die Bildung flüssiger Phasen mit der unerwünschten Folgeerscheinung der   Lotbrüchigkeit   vollkommen vermieden wird. 



   Wird als   sauerstoff-und stickstoffbindendes   Metall ein solches mit geringer   Kohlenstofflöslichkeit.   wie   z. B. Aluminium gewählt,   so wird ferner durch den Metallüberzug weitgehend verhindert, dass der Kohlenstoff aus dem Deckel bzw. Rahmenwerkstoff über die   Gasphase, nämlich Bildung von   Methan durch den vom Stahl. abgegebenen Wasserstoff, zur Oberfläche des Plattierungswerkstoffes gelangt. Die Unterbindung dieses Kohlenstofftransportes hat grösste Bedeutung für die Plattierung von   Cr-Ni-Stählen,   die bekanntlich nach einer Aufkohlung zu interkristalliner Korrosion neigen. 



   Der Kohlenstofftransport kann gegebenenfalls noch dadurch stärker eingeschränkt   werden, dass   man unmittelbar auf die Innenseite des Deckels und/oder Kastens vor   Aufbringendes sauerstoff- und   stickstoffabbindenden Stoffes ein solches Metall aufspritzt, das den Kohlenstoff sehr fest bindet oder den Kohlenstoff praktisch nicht löst. Als kohlenstoffbindende und damit die Diffusion verhindernde Metalle kommen   u. a.   



    Molybdän, Stähle   mit Sonderkarbidbildnern (Tantal, Nicb, Titan) oder einem Chromgehalt von über   12%   in Frage. Diese Massnahme ist auch dann vorteilhaft, wenn ohne eine besondere sauerstoff- und stickstoffbindende Schicht gearbeitet wird. 



   Durch das    erfindungsgemässe. Verfahren   wird nicht nur ein   einwandfreies Plattierungserzeugnis   mit guter Haftfestigkeit selbst bei den schwierigsten   Walzschweiss- und   Pressplattierungen,   z.   B. bei hochchromhaltigen Stählen, erreicht, sondern es ist auch sehr einfach und billig durchzuführen, da der Verbrauch an Metall klein ist. Beim Spritzen ist zudem der apparative Aufwand sehr gering. Bei der Herstellung der Plattierungskästen wird eine wesentliche Zeitersparnis erzielt, und die Plattierungskästen können nunmehr in jedem Ofen, also auch im Tiefofen, auf Plattierungstemperatur gebracht werden. 



   PATENTANSPRÜCHE : 
1. Verfahren zur Herstellung plattierter Erzeugnisse nach Patent   Nr. 204366, dadurch gekennzeichnet,   dass die sauerstoff- und stickstoffbindenden Mittel in Form von dünnen, vorzugsweise durch Metallspritzen, mit der Innenseite des Deckels und/oder des Rahmens des Kastens fest verbundenen Schichten zur Anwendung gelangen.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet ; dass nach dem Dichtschweissen vor- Erhitzung des Kastens auf Plattierungstemperatur der Kastenrahmen, durch Anwendung eines mit starker Wärmeent- EMI2.1 stoff- und Stickstoffabbindung erforderliche Reaktionstemperatur erwärmt wird.
    3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die für die Sauerstoff- und Stickstoffabbindung erforderliche Reaktionstemperatur durch Erhitzen des gesamten abgedichteten Plattierungskastens vor oder während der Erwärmung auf Plattierungstemperatur erzielt wird.
    4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3. dadurch gekennzeichnet, dass unmittelbar auf der Oberfläche der Deckel-und/oder Rahmeninnenseite eine Zwischenschicht aus einem Metall vorgesehen ist, das Kohlenstoff fest bindet oder praktisch nicht löst.
AT53060A 1959-02-14 1960-01-25 Verfahren zur Herstellung plattierter Erzeugnisse AT219386B (de)

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