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Nähmaschine mit Tischplatte und zusätzlicher Arbeitsfläche
Die Erfindung betrifft eine Nähmaschine mit Tischplatte und zusätzlicher verschiebbarer Arbeitsflä- che. Bei Nähmaschinen sind schon kastenartige Behälter bekanntgeworden, die mittels Griffstange um eine horizontale Achse so verschwenkbar sind, dass in der einen Schwenklage eine Seitenwand eine Verlängerung der Tischplatte darstellt und in der andern Schwenklage der Behälter zum Auffangen von fertig bearbeitetem Nähgut dient. Ebenso sind bei Nähmaschinen auch zusätzliche verschiebbare Arbeitsflächen bekannt. Diese Vorrichtungen sind aber nicht in der Lage, den Fluss des Nähgutes hemmend oder beschleunigend zu beeinflussen.
Um dies zu erreichen, wird erfindungsgemäss vorgeschlagen, dass in Ablaufrichtung des Nähgutes ein Brett an der Tischplatte angelenkt ist, das in eine untere und obere Schräglage verstellbar ist, und dass die verschiebbare, zusätzliche Arbeitsfläche mittels eines an einer Tragschiene vorgesehenen Bolzens in einem Schlitz des Verlängerungsstückes des Tragrahmens verschiebbar und in einer Horizontalebene verschwenkbar ist. Dadurch ist es ausserdem auch möglich, die Arbeitsfläche in eine Lage zu verschwenken, die es gestattet, das Nähgut vor der Bearbeitung und den einen Unterarm der Bedienungspersòn zu unterstützen.
Erfindungsgemäss kann ferner auf der Unterseite des Brettes eine abwärts gerichtete Lasche mit Langloch vorhanden sein, in das ein Querbolzen der Griffstange eingreift, die im Verlängerungsstück des Tragrahmens horizontal geführt und von der Bedienungsperson erreichbar ist.
In der Zeichnung ist die Erfindung an Hand eines Ausführungsbeispieles näher veranschaulicht. Es zeigen Fig. 1 eine schaubildliche Darstellung der zu einer Nähmaschine gehörigen Tischplatte und Fig. 2 eine Seitenansicht derselben im Schnitt.
Die in Fig. l gezeigte Tischplatte 6 weist ein vom Arbeitsausführenden durch eine Zugstange 50 von Hand zu betätigendes Brett 45 auf, das mittels Scharnier 46 mit der Tischplatte 6 verbunden ist und in eine Hoch- sowie eine Tiefstellung verschwenkt werden kann. Damit kann bei Nähoperationen der Bewegungsablauf des Nähgutes stauend oder nach unten abfliessend beeinflusst werden.
Wie aus den Fig. 1 und 2 ersichtlich ist, wird das Verschwenken des Brettes 45 dadurch erreicht, dass die in Bohrungen eines Verlängerungsstückes 3 des Tragrahmens 2 geführte Zugstange 50 mit Handgriff 51 eine Achse 49 aufweist, welche in einem Langloch 48 einer Haltevorrichtung 47 geführt wird, wobei diese durch Verschiebung der Zugstange 50 den Schwenkvorgang des Brettes 45 nach oben oder unten bewirkt.
Das Verschwenken des Brettes 45 kann auch auf mechanischem bzw. elektromechanischem Wege in Kombination mit Vorrichtungen zur selbsttätigen Steuerung des Nähgutes erfolgen. Eine derartige Kombination ist zeichnerisch nicht dargestellt.
Im abgeschwenkten Zustand des Brettes 45 wird der Bewegungsablauf des Nähgutes zwangsläufig in eine Aufnahmetasche 52 für Nähgutteile geleitet, die mit einfachen mechanischen Elementen anbaubar ist. Die Aufnahmetasche 52 kann an der vom Arbeitsausführenden abgekehrten Seite der Nähstation aufgeklappt werden, wenn Nähgut bearbeitet wird, das durch Hochklappen des Brettes 45 im Bewegungsablauf stauend beeinflusst werden muss.
Die stauende Beeinflussung des Nähgutes ist vorzugsweise bei Näharbeiten an Wascheausstattungen,
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Gardinen, Ankräuseln von Passen, Ärmelbunden sowie zum Einnähen des Ärmelfutters in der Oberbekleidung od. dgl. als zusätzliche Hilfe bei schnellaufenden Maschinen notwendig, während die abfliessende Beeinflussung des Nähgutes das Nähen von Strickwaren sowie andern elastischen Geweben begünstigt.
Durch die Abflussbewegung des Nähgutes nach unten wird nämlich der elastische Stoff gestreckt, so dass die Naht sowohl durch die jeweilige Einstellung von Nähmaschinen-Elementen, als auch durch die Hilfe des abfliessenden Materials sich nach dem Nähen gemeinsam mit dem Stoff zusammenzieht und dabei so elastisch bleibt, dass sie die Dehnung des Nähgutes beim Gebrauch mitmacht, ohne zu reissen oder ohne die Dehnbarkeit der Ware, beispielsweise Bekleidungsstücke, einzuschränken.
Wie die Fig. l und 2 weiterhin zeigen, ist für die Bearbeitung von grossflächigem Nähgut dem Arbeitsäusführenden ausser der Tischplatte 6 linksseitig eine verstellbare Arbeitsfläche 53 zugeordnet, welche durch eine Tragschiene 54 mit Führungsbolzen im Schlitz 55 des Verlängerungsstückes 3 des Tragrahmens 2 geführt wird, wodurch die Arbeitsfläche in Anpassung an die jeweilige Flächenausdehnung des Nähgutes regulierbar und ausserdem seitlich verschwenkbar ist.
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ehe kann auch als arbeitsphysiologische Einrichtung verwendet werden, u. zw.
als Unterarmabstützung für veränderliche Ausgleichsstellungen der oberen Extremitäten, in Kombination mit einer verstellbaren nicht dargestellten Einrichtung, wodurch unter Umständen neben den fertigungstechnischen Belangen sowohl rechts-als auch linksseitig für den Arbeitsausführenden eine Armauflage geschaffen werden kann.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Nähmaschine mit Tischplatte und zusätzlicher verschiebbarer Arbeitsfläche, dadurch gekennzeichnet, dass in Ablaufrichtung des Nähgutes ein Brett (45) an der Tischplatte (6) angelenkt ist, das in eine untere und obere Schräglage verstellbar ist, und dass die verschiebbare, zusätzliche Arbeitsfläche (53) mittels eines an einer Tragschiene (54) vorgesehenen Bolzens in einem Schlitz (55) des Verlängerungsstückes (3) des Tragrahmens (2) verschiebbar und in einer Horizontalebene verschwenkbar ist.