AT220364B - Verfahren zur Polymerisation und bzw. oder Copolymerisation von eine äthylenische Doppelbindung enthaltenden Verbindungen - Google Patents

Verfahren zur Polymerisation und bzw. oder Copolymerisation von eine äthylenische Doppelbindung enthaltenden Verbindungen

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AT220364B
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Polymerisation und bzw. oder Copolymerisation von eine äthylenische Doppelbindung enthaltenden Verbindungen 
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Polymerisation und bzw. oder Copolymerisation von Verbindungen, welche eine äthylenische Doppelbindung enthalten sowie die bei diesem Verfahren gewonnenen Polymere und bzw. oder Copolymere. Beim erfindungsgemassen Verfahren werden neue, aus organischen Borderivaten bestehende Katalysatoren verwendet, welche die Polymerisation und bzw. oder Copolymerisation der betreffenden Verbindungen bei niedrigen Temperaturen ermöglichen. 



   Bisher war es bekannt, bestimmte organische Borderivate zur Durchführung einer derartigen Polymeri- sation und bzw. oder Copolymerisation bei Temperaturen oberhalb   00C   anzuwenden. So hat Ashikari (J. Pol. Seien 28, April [1958], S. 641) die Polymerisation gewisser Vinylverbindungen bei   400C   in Gegen- wart von Dialkylborsäuren beschrieben. Eine Verwendung derartiger Katalysatoren gestattet jedoch nicht die Durchführung der Polymerisation bei Temperaturen unter   OOC,   die ganz besonders vorteilhaft ist, wenn man Polymere mit sehr regelmässiger Struktur sowie hochkristalline und thermisch hochstabile Produkte wünscht. 



   Es wurde nun gefunden, dass man derartige Polymerisationen und bzw. oder Copolymerisationen bei beträchtlich unter   00C   liegenden Temperaturen durchführen kann, wenn man als Katalysator eine Ver- bindung aus der Gruppe der Anhydride von Dialkylborsäuren verwendet. 



   Das erfindungsgemässe Verfahren besteht darin, dass man Verbindungen der allgemeinen Formel : 
 EMI1.1 
 
 EMI1.2 
 
 EMI1.3 
 bestehenden Katalysators, in welcher   R'irgendein Kohlenwasserstoffradikal   darstellt, polymerisiert und bzw. oder copolymerisiert. 
 EMI1.4 
 raturen durchzuführen, bei welchen die Anhydride von Dialkylborsäuren noch aktiv sind. 



   Als Beispiele von nach dem erfindungsgemässen Verfahren zu polymerisierbaren Verbindungen können unter anderem Vinylchlorid, Vinylidenchlorid, Vinylester, wie Vinylacetat, Alkylester der Acryl- und   Methacrylsäure, Acrylnitril usw., angeführt   werden. 



   Die Menge an Katalysator liegt vorzugsweise im Bereich von 0, 01 bis 3 Gew.-%, bezogen auf die Menge des oder der zu polymerisierenden Monomere. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Die Polymerisation oder die Copolymerisation kann als Blockpolymerisation oder als Lösungsmittel- polymerisation durchgeführt werden. 



   Als Beispiele von für das   erfindungsgemässe Verfahren geeigneten Katalysatoren   können unter anderem die Anhydride der   Diäthyl-,   Dipropyl-, Diisopropyl-, Dibutyl,   Diisobutyl-und Di-tert.-Butyl-Borsäure     i angeführt   werden. 



   Es wurde ferner gefunden, dass man gegebenenfalls die Aktivität der Katalysatoren durch Zufuhr einer geringen Menge Sauerstoff erhöhen kann. Der Anteil der dem Reaktionsgemisch zuzuführenden Menge an   Sauerstoff beträgtim allgemeinen 0, 001-0,   01   Gew.-%   des oder der zu polymerisierendenMonomere. 



   Durch die Verwendung der erfindungsgemässen Katalysatoren wird unter anderem erreicht, dass Polymere mit regelmässiger Struktur durch Polymerisation bei tiefer Temperatur sowie lösliche Copolymere durch   Lösungspolymerisation   erhalten werden   können :   ausserdem weisen die Katalysatoren bei mässigen
Temperaturen eine überraschende Wirksamkeit auf. 



   Beispiel : In einen 2-Liter-Dreihalskolben, der mit einem Rührer und einem Thermometer ausge- stattet ist, werden allmählich 1500 g flüssiges, trockenes, auf einer Temperatur   von-40 C   gehaltenes Vinylchlorid,
1, 33 g   Dibutylborsäureanhydrid   und
0,04 g Sauerstoff unter Ausschluss von Luft und Feuchtigkeit eingebracht. 



   Während 4 Stunden wird das Reaktionsgemisch unter einer Atmosphäre aus reinem und trockenem
Stickstoff auf-40 C und einem Gesamtdruck, der gleich dem Atmosphärendruck ist, gehalten. Dann wird das Reaktionsgemisch abfiltriert. Auf diese Weise erhält man 11 g Polyvinylchlorid. 



   Wenn man unter sonst gleichen Bedingungen das Dibutylborsäureanhydrid durch   I,     42gDibutylborsäure   ersetzt, erhält man nach 4 Stunden Versuchsdauer überhaupt kein Polyvinylchlorid. 



    PATENTANSPRÜCHE :    
1. Verfahren zur Polymerisation und bzw. oder Copolymerisation von eine äthylenische Doppelbin- dung enthaltenden Verbindungen der allgemeinen Formel : 
 EMI2.1 
 
 EMI2.2 
 genwart eines Katalysators durchführt, der aus einem organischen Borderivat der allgemeinen Formel : 
 EMI2.3 
 in welcher   R'irgendein Kohlenwasserstoffradikal   bedeutet, besteht.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man die Polymerisation und bzw. oder Copolymerisation bei einer Temperatur im Bereich von-30 bis-60 C durchführt.
    3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man als Katalysator Dibutylborsäureanhydrid verwendet.
    4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man den Katalysator in einer Menge von 0,01 bis 3 Gew.-%, bezogen auf die Menge des oder der zu polymerisierenden Monomere, einsetzt.
    5. Verfahren nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass man die Polymerisation und bzw. oder Copolymerisation als Blockpolymerisation durchführt.
    6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man die Polymerisation und bzw. oder Copolymerisation im organischen Medium durchführt., 7. Verfahren nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass man den Katalysator durch Zufuhr von <Desc/Clms Page number 3> Sauerstoff in einer Menge von 0,001 bis 0,01 Gew.-%, bezogen auf das zu polymerisierende Monomer, aktiviert.
    8. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man als zu polymerisierendes Monomer Vinylchlorid verwendet.
AT565860A 1959-07-25 1960-07-22 Verfahren zur Polymerisation und bzw. oder Copolymerisation von eine äthylenische Doppelbindung enthaltenden Verbindungen AT220364B (de)

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