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Lexikon
Viele Reisende, die sich ins Ausland begeben und die Sprache eines Landes nicht kennen, haben er- hebeliche Schwierigkeiten, um dieselbe zu verstehen oder sich verständlich zu machen.
Es gibt zwar Lexika oder Wörterbücher, aber diese sind im allgemeinen umständlich zu benutzen und erweisen sich in der Praxis als wenig nützlich.
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Lexikon, welches eine quasi-automatische Funktion besitzt und in welchem es möglich ist, augenblicklich an der Stelle eines bestimmten Ausdruckes die Übersetzung dieses Ausdruckes in einer andern Sprache erscheinen zu lassen.
Die vorliegende Erfindung ist im wesentlichen dadurch gekennzeichnet, dass das Lexikon im wesent- lichen aus einem Plättchen besteht, welches auf mindestens einer seiner Flächen Beschriftungen trägt, die bei Betrachtung unter einem etwas abweichenden Winkel sich automatisch in Beschriftungen in einer an- dern Sprache umwandeln, welche die Übersetzung der vorhergehenden Ausdrücke bilden, wobei die Über- setzung eines Ausdruckes an derselben Stelle wie der Ausdruck erscheint, der ihm in der ersten Sprache entspricht.
Gemäss einer bevorzugten Ausführungsart der Erfindung sind die Worte oder Ausdrücke auf schachbrettartig verteilten Streifen verzeichnet, die abwechselnd hell oder dunkel sind. Ein bestimmter Streifen, der eine Inschrift in einer gegebenen Sprache auf hellem Grund trägt, wandelt sich dabei automatisch in einen dunklen Streifen um, der die entsprechende Inschrift in einer andern Sprache trägt.
Gemäss der Erfindung kann das Lexikon auch eine Keklameaufschrift enthalten, die es gestattet, die Marke bzw. den Namen der Firma, die es ihm unentgeltlich angeboten hat, dem Benutzer dauernd vor Augen zu halten.
Nach der Erfindung ist es auch zu bevorzugen, dass das Plättchen, welches das Lexikon bildet. auf jeder seiner Flächen Beschriftungen enthält, wodurch es möglich ist, bei einem relativ reduzierten Umfang eine grosse Anzahl von Auskünften anzubringen.
Der Gegenstand der vorliegenden Erfindung, kann mittels irgendeines der bekannten Verfahren hergestellt sein, die es gestatten, Beschriftungen zu erhalten, die auf vorzugsweise ebenen Oberflächen angebracht sind und deren wörtlicher Inhalt sich mit der Funktion des Winkels ändert, unter welchem man sie betrachtet.
Diese Verfahren beruhen im allgemeinen auf dem Vorhandensein von feinen Riefen, die auf einer der Flächen eines transparenten Plättchens liegen und gestatten, wahlweise verschiedene Punkte des auf der andern Fläche des Plättchens getragenen Bildes zu betrachten.
Gemäss der Erfindung ist es vorzuziehen, aber nicht unerlässlich, diese Riefen parallel zu den Reihen anzuordnen, in denen die verschiedenen Ausdrücke auf dem Lexikon verzeichnet sind.
Zum besseren Verständnis der Erfindung ist nachfolgend als Ausführungsbeispiel und ohne Beschrän- kung darauf eine Ausführungsform beschrieben und in der Zeichnung dargestellt, in welcher Fig. 1 eine Aufrissansicht eines französisch-deutschen Lexikons gemäss der Erfindung darstellt, welches unter einen der Winkel gestellt ist, unter denen die Inschriften in Französisch erscheinen, und Fig. 2 das gleiche Lexikon zeigt, nachdem es eine Kippung erhalten hat, welche die entsprechenden Inschriften in deutscher Sprache erscheinen lässt.
In Fig. 1 ist das Plättchen 1 dargestellt, dessen Oberfläche in schachbrettartige Streifen 2, 3, 4,5, 6,7, 8 usw. unterteilt ist. Die durch gerade Zahlen bezeichneten Streifen zeigen einen dunklen Grund, während die
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"SurAnzahl Beschriftungen dargestellt, aber es ist klar, dass die Lexika gemäss der Erfindung eine viel grössere Anzahl enthalten können. Fig. 2 zeigt das Lexikon nach Fig. l, welches etwas um eine Achse parallel zu den Reihen gekippt ist, in denen sich die Beschriftungen befinden.
Die auf der Vorderfläche des Plättchens angeordneten Riefen sind ebenfalls zu den Beschriftungen parallel, was bewirkt, dass wenn man das Lexikon in der geschilderten Weise hat kippen lassen, die Beschriftungen erscheinen, die von den in Fig. l sichtbaren verschieden sind.
Man findet in dieser Fig. 2 das Schachbrettmuster wieder, welches die Streifen 2-9 enthält, aber esist ersichtlich, dass, während in Fig. l die geradzahligen Streifen einen dunklen Grund zeigen, in Fig. 2 es die ungeradzahligen Streifen sind, die einen dunklen Grund zeigen. Eine solche Anordnung bietet den Vorteil, die Stelle einer Beschriftung auf dem Lexikon besser zu umgrenzen.
Man bemerkt auch in Fig. 2, dass an der Stelle jedes der Ausdrücke in französischer Sprache die auf den verschiedenen Streifen der Fig. l eingetragen sind. die entsprechenden Ausdrücke in deutscher Sprache erscheinen. So enthält in der Fig. 1 der Streifen 3 die Inschrift"Douane", während der Streifen 3 der Fig. 2 den deutschen Ausdruck "Zoll" enthält.
Man versteht so, dass es dank des Lexikons gemäss der Erfindung besonders leicht ist, die Übersetzung eines Ausdruckes einer bestimmten Sprache in eine andere Sprache kennen zu lernen.
Man bemerkt auch, dass das Lexikon nach-der Erfindung den unbestreitbaren Vorteil hat, die gleiche einfache Funktion zu bieten, wenn man entweder von der einen oder der andern von zwei Sprachen ausgeht. Im Gegensatz dazu ist in allen bis heutzutage bekannten andern Lexikaimmer eine bevorzugte Sprache vorhanden, was übrigens der Grund dafür ist, dass es im allgemeinen erforderlich ist, zwei Lexikateile zu haben,-beispielsweise Franzosisch-Deutsch und Deutsch-Französisch.
Es ist selbstverständlich, dass die oben beschriebene Ausführungsart keinerlei Beschränkung bedeutet und, ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen, alle wünschenswerten Änderungen erhalten kann.
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und dass man Lexika gemäss der Erfindung herstellen kann. ganz gleich, um welche Sprachenverbindungen es sich handelt.
Man verlässt den Rahmen der Erfindung selbst dann nicht, wenn man die Begriffe oder Ausdrücke einer oder zweier Sprachen, von denen vorher die Rede gewesen ist, durch Symbole oder stenographische oder stenotypische Zeichen ersetzt.
So können die Lexika gemäss der Erfindung dazu benutzt werden, um verschiedene Alphabete unterenander entsprechen zu lassen (z. B. Morsealphabet) oder verschiedene graphisch dargestellte Laute mit stenographischen oder stenotypischen Ausdrücken, die ihnen entsprechen.
Ferner ist es selbstverständlich, dass in dem Falle. wo es nicht möglich ist, auf den beiden Flächen des Plättchens gemäss der Erfindung die Gesamtheit der Worte oder Ausdrücke unterzubringen, die man auf dem Lexikon darzustellen wünscht, die Möglichkeit besteht, mehrere Plättchen zu benutzen.
Schliesslich kann die Richtung der Achse, um welche es notwendig ist, das Plättchen kippen zu lassen, um einen verschiedenen Text erscheinen zu sehen, unumschränkt jede beliebige sein und es ist nur ein Ausführungsbeispiel, dass diese Achse in der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsweise parallel zu den Schriften gewählt worden ist.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Lexikon, dadurch gekennzeichnet, dass dasselbe im wesentlichen aus einem Plättchen besteht, welches auf mindestens einer seiner Flächen Beschriftungen trägt, die bei Betrachtung unter einem etwas abweichenden Winkel sich automatisch in Beschriftungen in einer ändern Sprache umwandeln, welche die Übersetzung der vorhergehenden Ausdrücke bilden, wobei die Übersetzung eines Ausdruckes an derselben Stelle wie der Ausdruck erscheint, der ihm in der ersten Sprache entspricht.