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Strömungskupplung mit regelbarem Füllungsgrad
Bei einer der bekannten Bauarten von regelbaren Strömungskupplungen ist die Arbeitskammer, inder sich das Pumpen- und Turbinenrad befinden bzw. die durch das Pumpen-und das Turbinenrad gebildet wird, durch grosse Öffnungen mit einer zweiten umlaufenden Kammer verbunden, in welcher ein mit seiner
Eintrittsöffnung radial verschiebbares Schöpfrohr angeordnet ist. Das Schöpfrohrdienthiebeisozusagenals Überlaufrohr und bestimmt durch die radiale Stellung seiner Schöpföffnung geometrisch genau die inder
Kupplung befindliche Flüssigkeitsmenge. Wenn das Schöpfrohr dabei ganz nach innen gezogen ist, hat die
Kupplung die grösste Füllung.
Der Durchfluss durch die Kupplung wird bei dieser Ausführung in der Regel durch eine dauernd laufende Pumpe bewirkt und ist im wesentlichen auch in seiner Menge ausschliesslich von der Grösse dieser Pumpe abhängig. Diese Bauart kann daher besonders für hohe Belastungen, also für Kupplungen mit spezifisch hoher Umfangsgeschwindigkeit benutzt werden. In einem solchen Falle ist eine grotte, in äusseren Umlauf versetzte Ölmenge zur Abführung der Schlupfwärme notwendig.
Im Gegensatz zu dieser Kupplungsbauart mit dem Verstellschöpfrohr in einer mit der Arbeitskammer im wesentlichen in ungedrosselter Verbindung stehenden Kammer ist bei andern Ausführungen von Verstellschöpfrohrkupplungen Jie Schöpfrohrkammer nur über relativ kleine Bohrungen an den Arbeitsraum der Kupplung angeschlossen, weil bei diesen älteren Kupplungsausführungen der Mindestschlupf, also der bei voller Füllung im Dauerbetrieb sich einstellende Drehzahlunterschied zwischen Primär- und Sekundär- rad nur durch eine Begrenzung der aus dem Arbeitsraum ständig nach aussen abfliessenden Ölmenge so klein gehalten werden kann, als dies mit Rücksicht auf die dem Schlupf entsprechenden Verluste und die daraus sich ergebende Erwärmung der Arbeitsflüssigkeit erwünscht ist.
Die aus dem Arbeitsraum nach aussen abfliessende und vom Schöpfrohr je nach dessen Stellung erfasste Flüssigkeitsmenge wird also hiebei durch die lichte Weite der genannten Öffnungen begrenzt, in gleicher Weise wie dies etwa auch bei Strömungskupplungen der Fall ist, die durch Regelung der Füllpumpendrehzahl oder durch Ventile in der Fülleitung in ihrem Füllungsgrad gesteuert werden.
Bei Strömungskupplungen der zuerst beschriebenen Art fördert beispielsweise eine Füllpumpe die Betriebsflüssigkeit, meist Öl, aus dem Sumpf in die Arbeitskammer der Kupplung. Aus dieser gelangt das Öl in die Schöpfrohrkammer, wo es über das Überlaufschöpfrohr je nach dessen Stellung bis zu einem geometrisch genau einstellbaren Mass abgeschöpft und etwa nach Durchfliessen eines Ölkühlers dem Ölsumpf wieder zugeführt wird.
Die bei dieser Kupplungsbauart in einem aus dem Arbeitsraum herausgeführten Kreislauf umwälzbaren Ölmengen sind im wesentlichen ausschliesslich von der Leistung der Füllpumpe abhängig, so dass man bei sehr hoch belasteten Kupplungen pro Minute beispielsweise bis zu einem Vielfachen der jeweiligen Füllung des Arbeitsraumes durch diesen hindurchpumpen und entsprechend hohe Wärmemengen aus der Kupplung abführen kann. Wegen dieses Herausführens grosser Ölmengen aus der Kupplung ergeben sich bei dieser Bauart gewisse Schwierigkeiten durch Schaumbildung im Sumpf etwa in der Weise, dass gelegentlich die Füllpumpe versagt, so dass Schwankungen in der Leistungsübertragung der Kupplung eintreten.
Ausser- dem wird hiebei mit der Förderleistung der Füllpumpe auch dieOlumlaufmenge vorübergehend verkleinert und damit die Wärmeabfuhr aus der Kupplung beeinträchtigt. Ein weiterer bekannter Nachteil der Schaumbildung ist die Verminderung der Lebensdauer des Öles.
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Die Erfindung bezweckt die Vermeidung dieser und nachstehend noch näher beschriebener Mängel.
Sie geht aus von einer Strömungskupplung mit einem von einem Pumpenrad und einem Turbinenrad umschlossenen Arbeitsraum und einer mit diesem Arbeitsraum in kommunizierender und wenigstens angenähert ungedrosselter Verbindung stehenden und etwa den gleichen Durchmesser aufweisenden, mit dem Pumpenrad oder Turbinenrad umlaufenden Flüssigkeitskammer, sowie einer mit dem Staudruck des im Arbeitsraum bzw. in der Flüssigkeitskammer rotierenden Flüssigkeitsringes arbeitenden, auf einen beliebigen Wert innerhalb des Durchmesserbereiches der Arbeitskammer einstellbaren Abschöpf- bzw. Überlaufeinrichtung, insbesondere mit einem schwenkbaren oder radial verschiebbaren Schöpfrohr, und ferner mit einer weiteren Einrichtung zum Füllen der Strömungskupplung (z.
B. einer aus einem Sumpf saugen- den Füllpumpe mit Druckleitung), und besteht im wesentlichen darin, dass sowohl die Abschöpfeinrichtung als auch die Fülleinrichtung an eine gemeinsame und in den Arbeitsraum der Strömungskupplung münden- de Fülleitung angeschlossen sind.
Unter Beibehaltung der vorzüglichen Eigenschaften des genannten Typs von regelbaren Strömungskupplungen, nämlich höchste Belastbarkeit durch die Möglichkeit, praktisch unbegrenzt hohe Wärmemengen abzuführen, ferner exakte Regelungsgenauigkeit durch die Tatsache, dass der Füllungsgrad geometrisch genau der jeweiligen Stellung des Verstellungsschöpfrohres entspricht und schliesslich kleinstmöglicher Durchmesser der rotierenden Kupplungsteile, da keine den Kupplungsdurchmesservergrössernde, mitumlaufende Ölkammer vorhanden ist, ist es durch eine Ausbildung gemäss der Erfindung möglich, die hohen in äusseren Umlauf gesetzten Flüssigkeitsmengen stets schaumfrei dem Arbeitsraum der Kupplung in geschlossenem Kreislauf wieder zuzuführen.
Bei solchen Kupplungen mit regelbarem Füllungsgrad, bei denen das Schöpfrohr in einen mit dem Pumpen- oder Turbinenrad umlaufenden, den Arbeitsraum der Kupplung überragenden und einschliessenden Behälter eingreift, in den die Kupplung durch Drosselbohrungen während des Betriebes ständig etwas Öl abführt, und auch bei Kupplungen mit feststehendem Schöpfrohr, deren Füllungsgrad durch eine Motorsteuerpumpe geregelt wird, ist es an sich bekannt, das vom Schöpfrohr erfasste Öl in geschlossener Leitung wieder dem Arbeitsraum der Kupplung zuzuführen.
In beiden Fällen handelt es sich aber umKupplun- gen, deren Füllungsgrad bei konstanter geringer Entnahme von Flüssigkeit aus dem Arbeitsraum durch geregeltes vorübergehendes stärkeres Zuführen von Betriebsflüssigkeit geregelt wird, bei denen also während des normalen stationären Betriebszustandes überhaupt nur sehr geringe Ölmengen in äusserem Umlauf sind, u. zw. ausschliesslich durch das Schöpfrohr in Umlauf gehalten werden.
Auch bei einer Abart der obengenannten regelbaren Strömungskupplung, bei der zur geometrisch genauen Einstellung des Füllungsgrades der Kupplung zwar das Prinzip der Anordnung eines Schöpfrohres in einer mit dem Arbeitsraum in ungedrosselter Verbindung stehenden, axial neben dem Arbeitsraum liegenden Schöpfrohrkammer beibehalten, aber für weniger anspruchsvolle Benutzungsfälle auf den Durchsatz von Betriebsflüssigkeit, d. h. auf den äusseren Flüssigkeitsumlauf während des normalen stationären Betriebes verzichtet wurde, ist es an sich bekannt, das Schöpfrohr mit seinem äusseren Ende unmittelbar an die Fülleitung anzuschliessen, die hiefür unter einem konstanten, dem Schöpfrohrdruck etwa entsprechenden Druck stehen muss.
Bei dieser Bauart wird aber nur während des Regelvorganges, also nach einem Ein- wärts- oder Auswärtsschwenken eines Schöpfrohres Flüssigkeit aus der Kupplung entfernt bzw. in diese eingeführt, während im stationären Betrieb überhaupt kein Flüssigkeitsaustausch stattfindet. Diese Bauart eignet sich demnach nur für schwach belastete Kupplungen, bei denen im stationären Betrieb die Wärmeabfuhr über die Wandungen der Kupplungen ausreichend ist und bei denen das gemäss der Erfindung zu lösende Problem überhaupt nicht auftritt.
Im Gegensatz hiezu handelt es sich bei dem Vorschlag gemäss der Erfindung um eine Ausführung- form, bei der dem Arbeitsraum der Kupplung eine grosse, u. zw. ständig gleich grosse Flüssigkeitsmenge zugeführt und durch das Schöpfrohr ständig, also auch während des stationären Betriebes, eine grosse Flüssigkeitsmenge entnommen wird, und bei der die Regelung durch vorübergehendes geregeltes noch stärke - res Entnehmen bzw. etwas schwächeres Entnehmen von Flüssigkeit aus dem Arbeitsraum bewirkt wird.
Im Segensatz zu allen bekannten Kupplungsausführungen geht es hier also darum, bei einer Kupplung mit grossem äusseren Ölumlauf trotz dieses grossen Umlaufes einen schaumfreien, d. h. störungsfreien Betrieb zu erhalten. um so unerwünschte Schwankungen in der Kraftübertragung und insbesondere auch unerwünschte Schwankungen in der Wärmeabfuhr und damit eine Überhitzung der Kupplung bzw. des Kupp- lungsöles zu vermeiden.
Bei einer Ausführung gemäss der Erfindung wird im stationären Betrieb, d. h. also, solange gerade {eine Regelung auf grösserem oder kleinerem Füllungsgrad stattfindet, der äussere Ölumlauf nicht mehr wie os bei dieser Kupplungsbauart ohne das Kennzeichen der Erfindung der Fall ist, durch die Fülleinrich- : ung, also etwa durch die konstantlaufende Füllpumpe aufrechterhalten, sondern durch die Wirkung des
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Schöpfrohres unter Ausnutzung des Staudruckes des gegen die Schöpfrohrmündung (Schöpföffnung) fliessenden Öles. Es wird hiebei somit in an sich bekannter Weise die Geschwindigkeitshöhe der strömenden Flüs- sigkeit zur Aufrechterhaltung des Ölkreislaufes benutzt, die sonst verloren wäre.
Da bei den bekannten Ausführungen jedoch der äussere Ölumlauf nur den geringen Mengen entspricht, die dort durch die Drosselbohrungen ständig aus dem Arbeitsraum abspritzen, bei einer Ausführung nach der Erfindung jedoch dem grossen Fördervermögen der Füllpumpe bzw. des Schöpfrohres selbst, werden bei einet Ausführung gemäss der Erfindung entsprechend grössere Energiemengen gespart.
Ausserdem wird hiebei der Ölsumpf während des stationären Betriebes vom Ölumlauf vollständig ent- lastet und auch eine grössere Lebensdauer des Öles erreicht. Durch die Entlastung des Ölsumpfes vom Öl- umlauf erwärmt sich das den Ölsumpf bildende Gehäuse in geringem Masse, so dass infolge der geringe- ren Wärmedehnung des Gehäusematerials auch eine geringere Höhenänderung des Behälters und damit eine bessere Fluchtung des Kupplungsaggregates mit der durch dieses zu verbindenden Maschinen gewahrt bleibt.
Dazu kommt, dass für die Zwecke der Lagerschmierung genügend kühles Öl durch eine besondere Schmierpumpe dem Ölsumpf entnommen werden kann und sich somit ein besonderer Ölkühler für das Schmieröl, das auf einer wesentlich niedrigeren Temperatur als das Kupplungsarbeitsöl gehalten werden muss, erübrigt.
Die Fülleinrichtung dient nach der Erfindung dazu, stets einen bestimmten Überlagerungsdruck aufrecht zu erhalten, bei Verstellbewegungen des Schöpfrohres auf grössere Füllungsgrade die Kupplung entsprechend der neuen geometrischen Lage der Schöpfrohröffnung aufzufüllen und etwaige Leckverluste zu ersetzen. Bei einer Verringerung der Füllung oder einer vollständigen Entleerung der Kupplung durch eine entsprechend grosse Auswärtsbewegung des Schöpfrohres wird die überschüssige molmenge unter Überwindung des hohen Druckes der Fülleinrichtung durch diesen hindurch in den Sumpf abgeführt.
Umgekehrt ergibt sich bei einer Füllungsvergrösserung der Vorteil, dass bei dem hiefür vorgenommenen Verschieben der Schöpfrohrüberlauföffnung auf einen kleineren Halbmesser das Nachfüllen auch durch Ölrückleitung über das Schöpfrohr erfolgt und damit der Fülivorgang beschleunigt wird. Das Schöpfrohr und die an das Schöpfrohr angeschlossene Schöpfrohrleitung wird somit hiebei vorübergehend in umgekehrter Richtung durchflossen, die Füllung also durch die Fülleitung und durch die Entleerungsleitung hindurch vorgenommen.
Nach einem weiteren Vorschlag der Erfindung ist die an die Abschöpfvorrichtung angeschlossene Lei tung mit einer für einen Teilstrom bemessenen, in den die Fülleinrichtung speisenden Vorratsbehälter mündenden Abzweigleitung versehen. Es wird also nicht die ganze vom Schöpfrohr erfasste Ölmenge in die Fülleitung eingeführt, sondern nur ein Teil hievon, wogegen der restliche Teil direkt wie bisher in den Ölsumpf geleitet wird, um so die Kühlwirkung des im übrigen totgelegten Ölsumpfes auszunützen.
Zweckmässig ist die Fülleinrichtung in an sich bekannter Weise als Kreiselpumpe ausgebildet und vor dem Eintritt der Fülleitung in den Arbeitsraum der Kupplung ein vorzugsweise willkürlich oder automatisch einstellbares Drosselventil angeordnet. In besonderen Anwendungsfällen kann es vorteilhaft sein, die Füllpumpe als zweistufige Kreiselpumpe auszubilden und die Schöpfrohrleitung zwischen den beiden Stufen anzuschliessen.
Statt als Kreiselpumpe kann die Fülleinrichtung in an sich bekannter Weise auch als Verdrängerpumpe ausgebildet sein, deren Druckleitung oder eine hieran angeschlossene Leitung ein einstellbares Über- strömvent1l aufweist. Schliesslich ist es möglich, an Stelle einer Pumpe einen Hochbehälter als Füllvorrichtung zu verwenden, wenn man etwa eine kleine Hilfspumpe vorsieht, die das Leckbl aus dem Sumpf in den Hochbehälter zurückfördert.
Wie bereits erwähnt, wird bei der gemäss der Erfindung vorgeschlagenen Anordnung bei einer erforderlichen Füllungsvergrösserung der Füllvorgang dadurch beschleunigt, dass die Zuführung des Öles nicht nur auf der Eintrittsseite, also durch die Fülleinrichtung, sondern auch noch durch das Schöpfrohr selbst erfolgt, indem dieses umgekehrt durchströmt wird.
Um auch den Entleervorgang zu beschleunigen, wird nach einem weiteren Vorschlag der Erfindung in dem mit der Schöpfeinrichtung unmittelbar in Verbindung stehenden Leitungssystem ein Auslasssteuer- organ angeordnet, das unter dem Einfluss des in diesem Leitungssystem herrschenden Flüssigkeitsdruckes selbsttätig verstellbar ist und das beimüberschreiten eines bestimmten, vorzugsweise einstellbaren Wertes dieses Flüssigkeitsdruckes eine Öffnung für den Austritt aus diesem Leitungsteil in den die Fülleinrichtung speisenden Vorratsbehälter freigibt.
Eine weitere Beschleunigung des Entleervorganges wird erzielt, indem auch das an früherer Stelle genannte, in der Fülleitung angeordnete Drosselventil unter dem Einfluss des Flüssigkeitsdruckes in dem an
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die Schöpfeinrichtung unmittelbar anschliessenden Leitungssystem selbsttätig verstellbar ausgebildet wird, u. zw. so, dass es beim Überschreiten eines bestimmten Wertes dieses Flüssigkeitsdruckes die Fülleitung verschliesst. Hiebei ist es im Hinblick auf Raum- und Kostenersparnis ausserdem zweckmässig, das genannte Auslasssteuerorgan und das Drosselventil baulich zu vereinigen und vorzugsweise mit einem einzigen verschiebbaren Ventilkolben zu versehen.
Durch die vorerwähnte Ventilanordnung und-ausbildung wird erreicht, dass durch die beim einset- zenden Entleervorgang entstehende vorübergehende Drucksteigerung das in die Fülleitung eingebaute Dros - selventil zunächst geschlossen und damit die weitere Zufuhr zur Kupplung abgesperrt und gleichzeitig über das Auslasssteuerorgan ein unmittelbarer Ablauf in den Vorratsbehälter (Ölbehälter) während dieses Regelvorganges freigegeben wird. Sobald der Schöpfrohrdruck bei Beendigung des Regelvorganges wieder seinen normalen Wert erreicht, stellt sich das Drosselventil wieder in seine Normalstellung ein und der unmittelbare Ablauf in den Vorratsbehälter wird wieder geschlossen.
Die Erfindung ist in der Zeichnung in mehreren Ausführungsbeispielen dargestellt. Es zeigen Fig. 1 eine Ausführungsform mit verschwenkbarem Schöpfer und einer aus einem Sumpf ansaugenden Füllpumpe sowie einem mit dem Verstellschöpfrohr gekuppelten Drosselventil in der zur Kupplung führenden Füll leitung, Fig. 2 eine Ausführung, bei der das Drosselventil mit einem Auslässsteuerorgan baulich vereinigt ist und bei der stets ein Teilstrom des vom Schöpfrohr erfassten Öles in den Sumpf gelangt und Fig. 3 eine Ausführungsform der Erfindung mit einer Zahnradpumpe als Füllpumpe.
Ein nicht dargestellter Motor treibt über die Motorwelle 1 und das Zahnradpaar 2,3 mit hoher Dreh zahl das Pumpenrad 4 der Strömungskupplung an. Das Turbinenrad 5 wird von der Abtriebswelle 6 getragen. Es wird von einer mit dem Pumpenrad. verbundenen Schale 7 eingeschlossen, die so ausgebildet ist, dass zwischen der Rückwand des Turbinenrades und der Schale eine mit dem von den Schaufelrädern eingeschlossenen Arbeitsraum der Kupplung in im wesentlichen ungedrosselte-Verbindung stehende Kammer 8 für das Schöpfrohr 9 verbleibt. Dieses ist in einem mit dem Gehäuse 10 der Kupplung starr verbundenen Träger 11 um die Achse 12 verschwenkbar gelagert.
Es ist mit seinem inneren Ende an eine in diesem Träger 11 gebildete Kammer 13. angeschlossen, die ihrerseits über die Leitung 14 mit dem Kühler 15 in Verbindung steht, derart, dass das vom Schöpfrohr erfasste Öl durch diesen Kühler geleitet wird. Aus dem Kühler führt die Ölleitung 16 zu einem Drosselventilgehäuse 17, das im übrigen mit einer Leitung 18 an die feststehende Füllkammer 19 der Strömungskupplung angeschlossen ist. Ausserdem führt in dieses Ventilgehäuse die Druckleitung 20 der Kreiselpumpe 21, die aus dem Behälter 22 saugt. Der im Ventilgehäuse gleitend gelagerte und mit entsprechenden Steuerkanten und Öffnungen versehene Ventilkolben ist mit 23 bezeichnet und wird mit einem auf der Verstellachse 12 des Schöpfrohres gekuppelten Kurvenkörper 24 gesteuert.
Das Drosselventil ist in der Stellung gezeigt, die es einnimmt, wenn das Schöpfrohr in der Stellung für volle Füllung, also mit seiner Schöpföffnung in der innersten Radiallage, steht. In dieser Stellung lässt das Drosselventil das durch die Schöpfrohrleitung 14,16 fliessende öl weitgehend ungedrosselt zurück in die Fülleitung 18 und die Füllkammer 19 gelangen. Ausserdem ist hiebei auch die Füllpumpendruckleitung 20 mit der Fülleitung in Verbindung.
Wenn das Schöpfrohr beispielsweise aus seiner Stellung "Kupplung leer" in die Stellung "Kupplung voll" verschwenkt, also in seine innerste Radialstellung zurückgezogen wird, dann fällt der Druck auf die Schöpföffnung des Schöpfrohres weitgehend ab und das von der Füllpumpe 21 geförderte Öl kann über die Pumpendruckleitung 20 und das Ventil 17,23 einerseits durch die Fülleitung 18 und anderseits durch die über den Kühler 15 führende Schöpfrohrleitung rückwärts hindurch durch das Schöpfrohr 9 in die Kammer 8 und aus dieser in den Arbeitsraum gelangen.
Sobald sich die Kupplung bis auf den durch die Schöpfrohrstellung festgelegten Betrag anfüllt, baut sich in der Schöpfrohrleitung wieder der Gegendruck auf, so dass der Pumpendruck überwunden wird und die Schöpfrohrleitung wieder in der andern Richtung durchströmt, also der äussere ölumlauf im wesentlichen wieder durch die Schöpfrohrleitung vollzogen wird. Die Pumpe 21 hat dann jeweils nur noch die Leckverluste zu ersetzen und den Überlagerungsdruck aufrechtzuerhalten.
Durch die an sich bekannte Kupplung des Drosselventils 17,23 über den Kurvenkörper 24 mit der Schöpfrohrverstellachse 12 ist dafür Sorge getragen, dass der äussere Ölumlauf umso grösser ist, je grösser der Wärmeanfall in der Kupplung ist.
Bei dem in Fig. 2 dargestellten Ausführungsbeispiel ist abweichend von Fig. 1 ausser dem Drosselventil noch ein Auslasssteuerorgan vorgesehen. Beide sind baulich vereinigt, d. h. mit einem gemeinsamen Gehäuse 17a und einem gemeinsamen Ventilkolben 33 versehen, u. zw. so, dass ein Teilstrom des vom Schöpfrohr erfassten und über den Kühler durch die Leitung 16 dem Ventilgehäuse 17a zugeleiteten Öls
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stets durch die Bohrungen 25 in eine in den Behälter 22 führende Leitung 26 gelangen kann. Ausserdem ist hiebei nicht eine in einer Richtung formschlüssige Verbindung zwischen dem Ventilkolben und dem mit der Schöpfrohrverstellachse 12 gekuppelten Kurvenkörper 24 vorgesehen, sondern eine durch Zwischenschaltung einer Feder 27 erzielte kraftschlüssige, u. zw. federnd nachgiebige Verbindung hergestellt.
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16 den Ventilkolben 33 gegen die Kraft der Feder 27 vorübergehend nach oben drückt und dadurch die Verbindung zwischen der Fülleitung 18 an der Steuerkante 28 vorübergehend unterbricht, so dass für eine schnelle teilweise oder vollständige Entleerung das vom Schöpfrohr erfasste Öl nicht unmittelbar zurück in die Kupplung gelangen kann, sondern durch die Pumpendruckleitung 20 gegen den Pumpendruck in den Behälter 22 gelangt.
Bei der in Fig. 3 schematisch dargestellten Ausführungsform der Erfindung ist die Kreiselpumpe des Ausführungsbeispieles nach Fig. 1 durch eine Zahnradpumpe 31 ersetzt. Ausserdem ist der Kühler 15 hiebei in der Richtung des normalen äusseren Ölumlaufes hinter der Anschlussstelle der Schöpfrohrleitung 14a, 16a in der Pumpendruckleitung 20a angeordnet. Das Schöpfrohr ist hier einschliesslich der Kupplung nicht dargestellt. An die Schöpfrohrleitung 14a ist ein einstellbares Überstromventil 29 angeschlossen. In die Fülleitung 18a ist wiederum ein willkürlich einstellbares oder auch selbsttätig gesteuertes Drosselventil 17b eingebaut.
Zur selbsttätigen Steuerung dieses Ventils kann etwa auch ein Thermostat verwendet werden, der den Ölumlauf in Abhängigkeit von der Öltemperatur oder von dem Wärmeanfall an irgendeiner geeigneten andern Stelle beispielsweise so steuert, dass die Öltemperatur in gewissen Grenzen bleibt.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Strömungskupplung mit einem von einem Pumpenrad und einem Turbinenrad umschlossenen Ar-
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Turbinenrad umlaufenden Flüssigkeitskammer, sowie einer mit dem Staudruck des im Arbeitsraum bzw. in der Flüssigkeitskammer rotierenden Flüssigkeitsringes arbeitenden, auf einen beliebigen Wert innerhalb des Durchmesserbereiches der Arbeitskammer einstellbaren Abschöpf-bzw. Überlaufeinrichtung, insbesondere mit einem schwenkbaren oder radial verschiebbaren Schöpfrohr, und ferner mit einer weiteren Einrichtung zum Füllen der Strömungskupplung (z.
B. einer aus einem Sumpf saugenden Füllpumpe mit Druckleitung), dadurch gekennzeichnet, dass sowohl die Abschöpfeinrichtung (9,12) als auch die Fülleinrichtung (21) an eine gemeinsame und in den Arbeitsraum der Strömungskupplung mündende Füllei- tung (18,19) angeschlossen sind.