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Einrichtung zum Zusammenkuppeln von nebeneinander angeordneten Platten, insbesondere Hohlfachplatten
Es ist bekannt, zur Bildung von Strassendecken dreieckförmige Platten dicht nebeneinander zu le- gen und an ihren Ecken miteinander zu verbinden. Bei einer Ausführungsform einer solchen Strassen- decke ist jede zweite Platte an einer Ecke mit einem gegenüber der Dreieckfläche vorstehenden Schei- ben-, ring- oder bogenförmigen Kupplungsglied versehen, das unmittelbar oder mittels eines besonde- ren Kupplungskörpers mit den Ecken von fünf benachbarten Platten hakenförmig verbunden ist. Dies ge- schieht vorzugsweise unter Vermittlung von hakenförmigen Profilen und Gegenprofilen an den vorstehen- den Kupplungsgliedern bzw. an den Ecken der Platten. Diese Bauart ist wegen der vorstehenden Kupp- lungsglieder in fertigungstechnischer Hinsicht ungünstig.
Ausserdem wird keine unnachgiebige Verbin- dung zwischen den Platten erzielt, da die hakenförmigen Profile und Gegenprofile mit verhältnismässig grossem Spiel ineinandergreifen und der Spalt mit Bitumen ausgefüllt ist.
Es ist zwar auch schon bekanntgeworden, eine starre Verbindung zwischen dreieckförmigen Platten mit Hilfe von Kupplungskörpern herzustellen, die an den Ecken der Platten angreifen. Hiebei werden hakenförmige Ansätze der Platten von unten und oben her zwischen zwei Scheiben des Kupplungskörpers eingespannt, wobei die eine Scheibe eine formschlüssige Verbindung mit den hakenförmigen Ansätzen bildet. In der Kupplungsstellung fluchten die Aussenseiten der beiden Scheiben mit der Oberseite und
Unterseite der Platten. Nachteilig ist aber bei dieser Bauart, dass die untere Platte von unten her in die Kupplungsstellung gebracht werden soll, während die obere Platte von oben her aufgesetzt und durch einen von der unteren Platte her nach oben ragenden Bolzen befestigt wird.
Demgegenüber wird es durch die Erfindung unter Anwendung von fertigungstechnisch günstig gestalteten Kupplungsgliedern, die ausschliesslich von oben her betätigt werden, ermöglicht, eine unnachgiebige Verbindung zwischen aneinanderliegenden Platten herzustellen, so dass man einen tragenden grossflächigen Belag, z. B. für Strassen und Plätze, erhält.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung zum Zusammenkuppeln von nebeneinander angeordneten Platten, insbesondere Hohlfachplatten, mit von diesen getrennten Kupplungskörpern, von denen jeder in hakenförmige Ansätze von zwei oder mehr Platten mit einem hakenförmigen Gegerprofil eingreift, während er die hakenförmigen Ansätze auf der den Gegenprofilen gegenüberliegenden Seite mit einem Bund od. dgl. übergreift.
Die Erfindung besteht darin, dass das hakenförmige Gegenprofil durch einzelne, an den Kupplungskörpern sitzende Haken gebildet wird, die weniger breit sind als die Lücken zwischen den hakenförmigen Ansätzen je zweier benachbarter Platten, und dass ein Mittelteil des Kupplungskörpers in der Kupplungsstellung an den Stirnflächen der hakenförmigen Ansätze anliegt und so eine Zentrierung für diese bildet, wobei an dem Kupplungsglied eine Sperrnase beweglich befestigt ist, die durch Eingreifen in eine in einer Platte befindliche Öffnung das Kupplungsglied in der Kupplungsstellung sichert. in die es durch Einschieben in den Zwischenraum zwischen den Platten und durch anschliessendes Drehen bajonettartig überführt worden ist.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt, u. z. zeigt Fig. 1 den Grundriss einer Hohlfachplatte, Fig. 2 den Schnitt bzw. die Ansicht nach der Linie II-II in Fig. l, Fig. 3 eine Kupplungseinrichtung mit den anschliessenden Ecken von vier Hohlfachplatten, Fig. 4 den Schnitt nach der Linie IV-IV in Fig. 3, Fig. 5 eine Seitenansicht des Kupplungskörpers. Fig. 6 die zu-
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gehörige Draufsicht und Fig. 7 den Schnitt nach der Linie VII-VII in Fig. 5.
Die Hohlfachplatte nach den Fig. 1 und 2 besteht aus zwei Deckblechen 1, 2, zwischen denen sich ein Faltwerk 3 befindet, das Hohlräume von dreieck-bzw. trapezförmigem Querschnitt bildet, die sich über die ganze Länge der Platte erstrecken. Die Platte hat eine quadratische Grundrissform und ist rings- , um durch kraftbündige Bleche 4,5 abgeschlossen, die tragende Teile des Systems sind.
An den vier Ecken der Platte sind Rastkörper 6 angeschweisst. Jeder dieser Rastkörper hat einen An- satz 8, der einen nach unten offenen Haken bildet.
Der Kupplungskörper weist einen zylindrischen Mittelteil 9 auf, an dem vier nach oben offene Ha- ken 10 sitzen. In den Mittelteil 9 ist mittels eines Zapfens 11 ein Kopfstück eingesetzt, das einen
Bund 12 und unterhalb von diesem eine zylindrische Abstufung 13 bildet, die den gleichen Durchmesser hat wie der Mittelteil 9. In der Oberseite des Kopfstückes befindet sich ein Vierkantloch 14. An dem
Bund 12 ist mittels zweier diametral einander gegenüberliegender Zapfen 15 ein halbkreisförmiger Bü-
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der in seiner Mitte eine Nase 17 trägt.
Wenn vier nebeneinander angeordnete Hohlfachplatten zusammengekuppelt werden sollen. wird der Kupplungskörpers in den Zwischenraum, der sich zwischen den hakenförmigen Ansätzen 8 befindet, von oben her eingeschoben, wobei die Haken 10 durch die Spalte zwischen den Seitenflächen der hakenförmigen Ansätze 8 je zweier benachbarter Platten hindurchtreten. Dabei kommen die zylindrischen Um- fangsflächen des Mittelteiles 9 und der Abstufung 13 an die Stirnflächen der hakenförmigen Ansätze 8 zur Anlage und wirken hiedurch als Zentrierung. Gleichzeitig legt sich der Bund 12 auf die Oberseiten der Ansätze 8. Die Anordnung der Haken 8 und die Abmessungen des Kupplungskörpers sind so gewählt, dass
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fluchten.
Nunmehr wird der Kupplungskörper mittels eines Vierkantwerkzeuges, das in die Öffnung 14 eingesetzt wird, oder mittels des Bügels 16 um 450 gedreht. Hiebei kommen die Haken 10 des Kupplungskörpers bajonettartig in Eingriff mit den hakenförmigen Ansätzen 8.
Hiedurch wird erreicht, dass die vier Hohlfachplatten an ihren einander zugekehrten Ecken durCh einen einzigenKupplungskörper so miteinander verbunden sind, dass sie weder in waagrechter noch in lotrechter Richtung Bewegungen gegeneinander ausführen können.
Damit der Kupplungskörper gegen ein Zurückdrehen aus der Kupplungsstellung heraus gesichert wird, wird der Bügel 16 in die in den Fig. 3 und 6 dargestellte Lage geschwenkt. Hiebei liegt er in dem ringförmigen Spalt, der sich zwischen dem Bund 12 und zwei Kupplungselementen 6 befindet. In dieser Stellung ragt die Nase 17 in den Spalt zwischen den Seitenflächen der betreffenden hakenförmigen Ansätze 8 hinein. Hiedurch wird ein Drehen des Kupplungskörpers verhindert.
Man kann eine mehr oder weniger grosse Zahl von quadratischen Hohlfachplatten nebeneinanderliegend an ihren Ecken mit Kupplungskörpern der geschilderten Art verbinden, so dass sich ein zusammenhängender, tragfähiger Belag, z. B.. für Fahrbahnen, ergibt, der auch bei unregelmässigem, z. B. morastigem, Gelände beliebig belastet werden kann.
Die Kupplungen nach der Erfindung sind auch in der Lage, diejenigen Kräfte zu übertragen, die auftreten, wenn einzelne belastete Platten infolge schlechten Baugrundes völlig hohl liegen.
Das Lösen des Kupplungskörpers erfolgt durch Drehen um 450 und anschliessendes Herausziehen aus dem Zwischenraum zwischen den Platten. So können aus einem Belag, der aus vielen erfindungsgemäss miteinander gekuppelten Platten besteht, einzelne Platten ausgewechselt werden, ohne dass eine Lagenveränderung der angrenzenden Platten erforderlich ist.
Mit einem Kupplungskörper nach der Erfindung können statt vier Platten auch drei'oder zwei Platten miteinander gekuppelt werden.
Die Erfindung ist auch anwendbar, wenn die Platten als stehende Wände oder als Decken zusammengefügt werden. Hiebei besteht die Möglichkeit, durch Herausnehmen einzelner Platten Ein- und Durchstiegsöffnungen zu schaffen.
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