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Schaltungsanordnung für befehlsabhängige elektrische Stellwerke
Die Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung für befehlsabhängige elektrische Stellwerke, insbe- sondere für Gleisbildstellwerke, in denen die Fahrstrassen mittels Schaltmittel eingestellt werden, die dem
Start- und dem Zielpunkt der jeweiligen Fahrstrasse zugeordnet sind. In befehlsabhängigen elektrischen
Stellwerken ist das Einstellen befehlsabhängiger Fahrstrassen und das Stellen der zugehörigen Signale auf Fahrt vom Empfang entsprechender Befehle abhängig. Bisher werden die Befehlsschaltmittel bis zur Fahrstrassenauflösung in der Wirkstellung gehalten.
Das bedeutet, dass bis zum Erteilen des neuen Befehls eine verhältnismässig lange Zeit verstreichen muss, weil erst nach dem Auflösen der Fahrstrasse und dem Eintreffen der entsprechenden Meldung in der Befehlsstelle ein neuer Befehl erteilt werden kann.
Die Erfindung beruht auf der Erkenntnis, dass sich der Betriebsablauf beschleunigen lässt, wenn die Befehlsschaltmittel schon vor der Auflösung der Fahrstrasse in die Grundstellung gelangen. Erfindungsgemäss sind daher in den Stromkreisen der zur Kennzeichnung des Stellbefehls für eine Fahrstrasse vorgesehenen Schaltmittel Kontakte von Schaltmitteln angeordnet, deren Ansprechen durch Kontakte des angeschalteten Befehlsrelais vorbereitet und durch Kontakte, die beim Einleiten bzw. Erreichen der Fahrtstellung des Signals für die Fahrstrasse oder bei dem danach durch zuggesteuerte Schaltmittel bewirkten Auslösen bzw. Erreichen der Haltstellung des Signals betätigt werden, auslösbar ist, wodurch der ausgeführte Befehl vor dem Auflösen der Fahrstrasse gelöscht wird.
Es kann dann unmittelbar danach bereits ein neuer Befehl gegeben werden, der sich zwar noch nicht sofort ausführen lässt, aber umgehend nach Erfüllung aller sonstigen Voraussetzungen wirksam werden kann, ohne dass vor der Befehlsgabe auf das Vorliegen dieser Voraussetzungen gewartet werden muss.
An Hand des in den Fig. 1 - 7 dargestellten Ausführungsbeispieles ist der Erfindungsgegenstand nachstehend erläutert.
Fig. 1 zeigt einen Ausschnitt einer Bahnhofsgleisanlage in schematischer Darstellung, während in den Fig. 2 - 7 der zugehörige Schaltungsteil eines Gleisbildstellwerkes auszugsweise dargestellt ist. Die Wirkungsweise der Schaltung sei für eine durch das Signal Sl freigegebene Einfahrt vom Streckengleis Gl über den zum Haltstellen des Signals S1 benutzten Gleisabschnitt G2 sowie über die Weichen Wl und W2 zum Bahnhofsgleis B2 erläutert. Hiebei ist zur Vereinfachung der Darstellung angenommen, dass die Befehlsstelle und das befehlsabhängige Stellwerk örtlich zusammenliegen.
Zum Erteilen des Einfahrbefehls werden im Befehlstisch durch den Fahrdienstleiter eine Start- und eine Zieltaste betätigt, die in den Nachbildungen des Streckengleises Gl und des Bahnhofsgleises B2 angeordnet sind. Dem Streckengleis Gl ist eine nicht dargestellte Befehlstaste mit den Kontakten BTll bis BT13 und dem Bahnhofsgleis B2 eine weitere, nicht dargestellte Befehlstaste mit den Kontakten BT21 und BT22 zugeordnet. Durch Drücken dieser beiden Tasten wird in dem Stromkreis nach Fig. 2 das Prüfrelais P über die Kontakte BT21 und BT11 angeschaltet. Der Kontakt Pl des Prüfrelais P schaltet den der einzustellenden Fahrstrasse zugeordneten Stromkreis in Fig. 3 an, der der Bahnhofsgleisanlage nachgebildet ist.
Jeder Weiche sind zwei Relais zugeordnet, u. zw. der Weiche Wl die Relais W1P und W1M sowie der Weiche W2 die Relais W2P und W2M ; alle diese Relais sind mit einer Ansprechwicklung A und einer Hal- tewicldung H sowie mit den Kontakten W1P1-W1P3, W1M1-W1M3, W2P1-W2P3 und W2M1-W2M3 versehen. Von diesen Relais kann immer nur eins je Weiche erregt werden. Durch das jeweils erregte
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EMI2.1
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wenn das Befehlsrelais bei oder nach dem Stellen des Signals in die Grundstellung gesteuert wird. An Stelle der unmittelbaren Einwirkung des Befehlsrelais BE auf den Signalsteller SS kann auch eine mittelbare Einwirkung über andere Relais vorgesehen werden, die vorher zur Wirkung kommen, z.
B. durch Kontakte von Signalzulassungsprüfern od. dgl.
Durch die Schaltungsanordnung gemäss der Erfindung wird also erreicht, dass für das Geben neuer Befehle diejenige Zeit gewonnen wird, die für das Durchfahren von Weichenbereichen zwischen den Strekken- und den Bahnhofsgleisen sowie für das Besetzen'der Bahnhofsgleise erforderlich ist. Während dieser Zeit konnte bisher kein neuer Befehl gegeben werden. Zwar ist das Ausführen eines neuen Befehles erst möglich, wenn die vorher gestellte Fahrstrasse aufgelöst ist bzw. wenn die zu dieser Fahrstrasse gehörigen und für die neue Fahrstrasse benötigten Fahrstrassenelemente, z.
B. die entsprechenden Weichen, freigefahren sind und ihr Verschluss aufgelöst ist ; der Fahrdienstleiter in der Befehlsstelle und der Stellwerkswärter werden aber wesentlich früher als bisher über die möglichen und zu vollziehenden Betriebshandlungen unterrichtet, und der neue Befehl kann daher auch früher als bisher gegeben und ausgeführt werden.
Bei der praktischen Anwendung der Erfindung können an Stelle des Gleisrelaiskontaktes G21 in Fig. 6 auch Kontakte von andern zuggesteuerten Schaltmitteln bzw. von Schaltmitteln angeordnet werden, die von diesen gesteuert werden und die Haltstellung des Signals herbeiführen.
Die Schaltung kann auch in vereinfachter Form benutzt werden. Beispielsweise können die Relais BR und BL durch ein gemeinsames Relais ersetzt werden. Die Steuerstromkreise nach Fig. 5 und Fig. 6 brauchen hiebei nur an das gemeinsame Relais parallel angeschaltet zu werden. An Stelle der beiden Kontakte BR1 und BL1 ist dann in Fig. 4 nur ein Kontakt dieses Relais erforderlich.
Die Schaltung kann auch derart ausgeführt werden, dass für das Rückstellen des Relais BE gemäss der Erfindung, also das Löschen des Befehles, auf die Relais BR und BL bzw. das für deren Ersatz mögliche gemeinsame Relais verzichtet werden kann. Zu diesem Zweck kann beispielsweise jedem Befehlsrelais BE ausser der Ansprechwicklung A und der Haltewicklung H noch eine dazu gegensinnige Abwerfwicklung zugeordnet werden. Diese Abwerfwicklung wird an Stelle des Relais BR an den Kontakt BT13 (Fig. 5) angeschlossen. Ausserdem muss auch der dem Relais BL vorgeschaltete Stromkreis mit den Kontakten BE2, G21 usw. an die Abwerfwicklung gelegt werden.
In dem Stromkreis nach Fig. 5 wie auch in den möglichen Abwandlungen dieses Stromkreises, z. B. bei Verwendung einer Abwerfwicklung für das Relais BE, können an Stelle der Kontakte SU11 und SU12 des Fahrtsignalüberwachers auch Kontakte von Signalstellrelais angeordnet werden.
Die Anwendung der Erfindung ist nicht auf das dargestellte Ausführungsbeispiel beschränkt. In Anlehnung an die bekannten Schaltungen der Gleisbildstellwerkstechnik können die beschriebenen Abhängigkeiten auch erreicht werden, wenn die Befehlsstelle und das abhängige Stellwerk örtlich voneinander getrennt sind.
PATENTANSPRÜCHE :
EMI3.1
leiten bzw. Erreichen der Fahrtstellung des Signals (sol) für die Fahrstrasse oder bei dem danach durch zuggesteuerte Schaltmittel bewirkten Auslösen bzw. Erreichen der Haltstellung des Signals betätigt werden, auslösbar ist, wodurch der ausgeführte Befehl vor dem Auflösen der Fahrstrasse gelöscht wird.