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Abstimmvorrichtung für Dezimeterwellen
Die Erfindung betrifft eine Abstimmvorrichtung für Dezimeterwellen, insbesondere einen Fernseh- kanalwähler, mit einer durch eine Metallhülle abgeschirmten, gegen eine Öffnung des Metallgehäuses oder des Chassis der Vorrichtung angebrachten Röhrenfassung, von deren Kontakten einer oder mehrere direkt mit dem Metallgehäuse oder dem Chassis verbunden sind.
Die Erfindung bezweckt, eine Vorrichtung der erwähnten Art zu schaffen, bei der die geerdeten Stif- te der Elektronenröhre über möglichst kurze Verbindungen mit dem Metallgehäuse oder dem Chassis der
Vorrichtung verbunden sind.
Nach der Erfindung wird dies dadurch erreicht, dass die Röhrenfassung, wie an sich bekannt, im we- sentlichen aus einer Isolierscheibe mit durch die Scheibe durchgeführten streifenförmigen Kontakten be- steht, die an der Seite der Scheibe, an der die Elektronenröhre eingeführt wird, gabelförmig gespaltene
Kontaktfedern für die Röhrenstifte und an der andern Seite Lötzungen bilden, und einige Lötzungen win- kelförmig umgebogen sind und zwischen der Scheibe und dem Metallgehäuse radial von der Scheibe her- ausragen, und die herausragenden Enden samt dem Rand der die Elektronenröhre und die Röhrenfassung umgebenden Abschirmhülle mit dem Metallchassis oder Gehäuse verlötet sind.
Die Erfindung wird an Hand der Zeichnung näher erläutert, in der der für die Erfindung wesentliche
Teil eines Ausführungsbeispiels im Schnitt dargestellt ist.
Die Figur zeigt einen Teil eines Fernsehkanalwählers für Frequenzen von z. B. 500-900 MHz. Über- sichtlichkeitshalber ist nur ein Teil der Oberwand 1 des geerdeten Metallgehäuses des Kanalwählers dar- gestellt und auf dieser Wand ist eine Röhrenfassung montiert, welche eine Elektronenröhre trägt. Die Röh- renfassung besteht im wesentlichen aus einer kreisförmigen Isolierscheibe 5, z. B. Hartpapier, die eine Öffnung 7 in der Wand 1 abdeckt. Durch genau passende Schlitze 9 in der Scheibe 5 sind streifenförmige
Kontakte durchgeführt, die an der oberen Seite der Scheibe, wo die Röhre 3 eingeführt ist, winkelförmig umgebogen sind und auf der Oberfläche der Scheibe liegende, gabelförmig gespaltene sogenannte Kratz- kontakte 11 für die Kontaktstifte 13 der Elektronenröhre 3 bilden.
An der andern Seite, d. h. der unteren
Seite der Scheibe 5 bilden die durchgeführten Metallstreifen Lötzungen 15 zum Anschluss der Verdrah- tung an die Röhrenfassung. Einige dieser Lötzungen, bei einer Röhre in Gitterbasisschaltung z. B. die zum Anschluss an das Gitter der Röhre dienende Zunge bzw. Zungen, sind an Erde gelegt, d. h. mit der
Wand 1 verbunden, und es ist mit Rücksicht auf die sehr hohen Betriebsfrequenzen von grösster Wichtig- keit, dass diese Erdverbindungen möglichst kurz sind.
Dies ist bei der dargestellten Vorrichtung dadurch erreicht, dass die betreffenden Lötzungen, z. B. die Zunge 15 links in der Figur, winkelförmig umgebogen sind und zwischen der unteren Fläche der
Scheibe 5 und der oberen Fläche der Wand 1 hindurch radial von der Scheibe 5 herausragen, und dass die vorspringenden Enden samt dem unteren Rand einer die Röhre 3 und die Röhrenfassungsscheibe 5 umge- benden metallenen Abschirmhülle 17 mit der Wand 1 verlötet sind. Das Lot ist dabei auch zwischen die
Zunge 15 und die Wand 1 geflossen. Wie aus der Figur ersichtlich, wird auf diese Weise eine möglichst kurze Verbindung mit der geerdeten Wand 1 hergestellt und gleichzeitig der Vorteil erzielt, dass die
Zungen 15 und die Abschirmhülle 17 in nur einem Vorgang verlötet werden können.
Im unteren Rand der Abschirmhülle 17 sind vorzugsweise passende Aussparungen 19 zum Durchlass
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der Zungen 15 vorgesehen ; der übrige Teil dieses Randes kann dann direkt an die Wand 1 anschliessen, was das Anlöten ohne unerwünschte Öffnungen erleichtert.
Die Abschirmhülle 17 dient vorzugsweise gleichzeitig zur Befestigung und zum Andrücken der Scheibe 5 an die Wand 1. Die Abschirmhülle 17 kann zu diesem Zweck nahe ihrem der Röhrenfassung zugewendeten Rand mit einigen einwärts gerichteten, z. B. eingedrückten Einbuchtungen 21 versehen sein, welche die Scheibe auf die dargestellte Weise am Rand festklemmen. In Abweichung von der Zeichnung kann auf der Isolierscheibe 5 gewünschtenfalls eine zweite gleichartige Scheibe mit Durchlass- öffnungen für die Kontaktstifte 13 liegen ; in diesem Falle können die beiden Scheiben durch die Einbuchtungen 21 am Platz gehalten werden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Abstimmvorrichtung für Dezimterwellen, insbesondere Fernsehkanalwähler, mit einer durch eine Metallhülle abgeschirmten, gegen eine Öffnung des Metallgehäuses oder des Chassis der Vorrichtung angebrachten Röhrenfassung, von deren Kontakten einer oder mehrere direkt mit dem Metallgehäuse oder dem Chassis verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Röhrenfassung, wie an sich bekannt, im wesentlichen aus einer Isolierscheibe mit durch die Scheibe durchgeführten streifenförmigen Kontakten besteht, die an der Seite der Scheibe, an der die Elektronenröhre eingeführt wird, gabelförmig gespaltene Kontaktfedern für die Röhrenstifte und an der andern Seite Lötzungen bilden, und einige Lötzungen winkelförmig umgebogen sind und zwischen der Scheibe und dem Metallgehäuse radial von der Scheibe herausragen,
und die herausragenden Enden samt dem Rand der die Elektronenröhre und die Röhrenfassung umgebenden Abschirmhülle mit dem Metallchassis oder Gehäuse verlötet sind.