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Verfahren und Vorrichtung zum Abquetschen des Pumprohres von Überdrucklampen
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Überdrucklampen durch langsames Verformen der Quetschstelle während nahezu der gesamten Maschinenumlaufzeit. Fig. 3 lässt die verschiedenen Phasen der Quetschung während des Umlaufes auf der Maschine erkennen. Fig. 4 zeigt ein Paar Quetschbacken mit den als Kamine wirkenden Bohrungen und dem zugeordneten Brennerpaar. In Fig. 1 ist der Temperaturverlauf an der Quetschstelle in Abhängigkeit von der i Zeit schematisch dargestellt. Nachdem in Punkt A die Lampe in die Pumpvorrichtung eingesetzt worden ist. schliessen sich die Quetschbacken an der Quetschstelle und liegen an dieser noch vor Erreichen des Punktes B mit einem gewissen zeitlich konstanten Druck an.
Alsbald werden die Quetschbacken beheizt und teilen ihre Wärme dem Glas an der Quetschstelle mit, welches in verhältnismässig kurzer Zeit auf eine Temperatur Tw gebracht wird, bei welcher gerade schon unter dem Einfluss des an den Quetsch- ) backen liegenden Druckes eine langsame Verformung möglich ist. Die Temperatur ist jedoch so niedrig, dass eine schnellere Verformung zum Bruch des Glases führen würde. Zwischen den Punkten C und D bleibt die Quetschstelle praktisch auf dieser Temperatur, während die Lampe gepumpt und die Pumpöffnung allmählich verschlossen wird. Etwa am Punkt D wird Gas in die Lampe gefüllt, welches unter Umständen ein kurzzeitiges Absinken der Quetschtemperatur bewirken kann, das jedoch durch verstärkte Brennerleistung ; während dieser Zeit wieder ausgeglichen wird.
Kurz vor dem völligen Verschliessen der Quetschung kann mit Vorteil ein kurzzeitiger Anstieg der Temperatur an der Quetschstelle erfolgen, nach welchem jedoch die Heizflammen entfernt, abgeschaltet oder stark gedrosselt werden.
Eine Rundlaufmaschine zur Ausnutzung des erfindungsgemässen Verfahrens zeigt schematisch die Fig. 2. Um einen feststehenden Maschinenteil l ist ein rotierender Kranz 2 angeordnet, welcher 36 Pumpköpfe 3 und ebensoviel den Pumpköpfen zugeordnete Quetschzangen 4 trägt und durch schrittweise Bewegung jeden der Pumpköpfe hintereinander in 36 Arbeitsstellungen bringt.
Jede Zange ist um eine zur Lampenachse parallele Achse 5 drehbar gelagert, so dass sie durch an sich bekannte maschinentechnische Mittel unter Beibehaltung der gegenseitigen Lage der beiden Quetschbakken um diese Achse mit nur geringer Reibung drehbar ist. Durch diese Massnahme erfolgt beim Schliessen der Quetschzangen 4 ein automatisches Zentrieren der Quetschbacken relativ zum abzuquetschenden Pumprohr und es können auf diese Weise kleine Ungenauigkeiten in der Stellung der die Lampen tragenden Haltezangen ausgeglichen werden.
Bei der Station A werden die neuen noch ungepumpten Lampen in die Maschine eingesetzt und sodann vakuumdicht mit der Pumpleitung oder einer eventuellen vorgesehenen Vakuumkammer verbunden.
Sobald das Auspumpen der Lampen einsetzt, schliesst sich die der betreffenden Lampe zugeordnete Quetschzange um die Quetschstelle und wird alsbald, z. B. von Station B ab, durch Gasflammen 6 beheizt.
Die Gasflammen 6 sind im Gegensatz zu der Quetschbacke stationär, so dass dieselbe Gasflamme nacheinander alle Backenpaare mit der der entsprechenden Arbeitsstellung zukommenden Intensität beheizt.
Die Gasflammen sind so eingestellt, dass etwa an der Station C eine Temperatur der Quetschstelle erreicht wird, bei welcher eine langsame Verformung des Glases durch die anliegenden Quetschbacken erfolgt, und dass diese Temperatur während des weiteren Umlaufes der Maschine praktisch konstant bleibt. Nach erfolgter Entlüftung der Lampe wird etwa bei Station D Gas eingefüllt, während eine verstärkte Beheizung der Backen den der Quetschstelle durch das vorbeiströmende Gas zugefügten Wärmeverlustwieder ausgleicht, so dass in der Station E das endgültige Abquetschen der Lampe vor sich geht, worauf keine weitere Beheizung der Quetschbacken mehr erfolgt.
Nach mässiger Abkühlung von Backen und Quetschstelle öffnen sich in einer der darauffolgenden Stationen die Zangen, die fertig verschlossenen Lampen können entnommen und wenn gewünscht, die Quetschstelle verschmolzen oder mit Kunststoff überzogen und der Pumpstengelrest herausgezogen werden.
Die Fig. 3 zeigt die verschiedenen Phasen des Abquetschens während des Umlaufes der Lampe auf der Maschine. In Fig. 3a liegen die Backen 7 schon an der Quetschstelle des Pumprohres 8 an, doch ist eine Verformung noch nicht eingetreten. In Fig. 3b ist die gewünschte Temperatur bereits erreicht, die Verformung der Quetschstelle beginnt und setzt sich während des weiteren Umlaufes der Maschine und während die Lampe weiter evakuiert wird fort, wie die Fig. 3c und 3d zeigen, bis entsprechend Fig. 3e die Pumpöffnung bereits wesentlich verengt und die Lampe völlig entlüftet ist und nunmehr mit Gas gefüllt wird.
Durch verstärkte Beheizung kann das völlige Zuquetschen des Pumprohres und das Trennen der Lampe vom Pumprohrrest etwas schneller erfolgen, so dass das zeitliche Intervall zwischen den Zuständen entsprechend den Fig. 3f und 3g etwas kürzer ist, als zwischen den andern Phasen des Quetschprozesses.
In den Fig. 4a, 4b und 4c werden die erfindungsgemässen Quetschbacken an Hand eines Beispieles erläutert. Die gegeneinander beweglichen Quet3chzangenteile 7 bestehen aus einer temperaturbeständigen zunderfreien Stahllegierung und tragen Schneiden Y aus einer Legierung von Chrom, Wolfram, Koh-
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lenstoff und Kobalt. Besonders vorteilhaft hat sich ein solches Material erwiesen, das aus 40 % Wolfram-
Sinter-Karbid und 60 % einer Legierung besteht, die sich aus 28 % Chrom, 4 % Wolfram, 1 % Kohlenstoff und dem Rest Kobalt zusammensetzt. Es ist aber auch möglich, grössere Teilstücke der Zangen, etwa die gesamten Quetschbacken, aus einer derartigen unter der Bezeichnung Haystellit bekannten Legierung zu fertigen. Diese Teile können mit den übrigen Zangenteilen in verschiedener Weise verbunden sein, z.
B. kann das aus Haystellit gefertigte Teilstück dem Stahl aufgeschweisst sein. Eine solche Auftragsschwei- ssung erfolgt vorzugsweise mit 3-fachem Gasüberschuss, worauf zur Verhinderung einer Verklebung bei
Berührung mit heissem Glas noch eine oxydierende Behandlung der Quetschflächen erfolgt. Die Quetsch- backen sind mit Bohrungen 10 versehen, die durchgehend von einer Backenoberfläche zur ändern führen.
Die Flammen 11 sind in den einzelnen Stationen so ausgerichtet, dass sie auf die Öffnungen 12 der Boh- rungen 10 hinweisen, die heissen Flammgase die als Kamin wirkenden Bohrungen durchströmen und da- durch die Backen aufheizen. Es ist sowohl möglich, nur eine durchgehende Bohrung zu benutzen, als auch eine Teilung des Kamins und so neben einer Eintrittsöffnung mehrere Austrittsöffnungen vorzusehen. In
Fig. 4 ist eine Kaminbohrung vorgesehen, bei welchersich die durch die Eintrittsöffnung 12 eingedrungenen heissen Gase gabeln können und aus zwei Austrittsöffnungen 13 und 14 entweichen.
Es ist vorteilhaft, aber nicht unbedingt erforderlich, die Bohrungen so anzulegen, dass die Flammgase etwas von unten nach oben steigen können, also die Eintrittsöffnung etwas tiefer zu legen als die Austrittsöffnung. Es kann auch wünschenswert sein, an jeder Zange mehrere Kanäle mit mehreren Eintr1ttsöffuungen für mehrere Flammen oder Flammenbündel vorzusehen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Verfahren zum Abquetschen der aus Glas bestehenden Pumpöffnung eines vakuumdicht zu verschliessenden Gefässes, insbesondere einer mit Gas unter Überdruck gefüllten Zwergglüh- oder Zwergblitzlichtlampe, bei welchem die Quetschstelle durch geheizte, dem Glas anliegende Quetschbacken aufgeheizt und sodann zugequetscht wird, dadurch gekennzeichnet, dass das Glas zunächst auf eine Tempera- tur aufgeheizt wird, bei welcher gerade schon eine langsame Verformung durch die angedrückten Quetschbacken auftritt und das Glas an der Quetschstelle sodann auf dieser nahezu konstanten Verformungstemperatur gehalten wird, so lange, bis durch die allmähliche Verformung der Quetschstelle die Lampe verschlossen ist,
wobei die Zeit vom Beginn der Beheizung bis zum Erreichen der Verformungstemperatur höchstens 1/3 der gesamten Beheizungszeit ausmacht und die Quetschstelle mindestens 15 sec lang auf der nahezu konstanten Verformungstemperatur verharrt.