AT221719B - Für biologische Präparate geeigneter Verpackungsbehälter - Google Patents

Für biologische Präparate geeigneter Verpackungsbehälter

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AT221719B
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AT
Austria
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bottle
closure
vaccine
packaging container
polyvinylidene chloride
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Application number
AT692960A
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English (en)
Inventor
Alvin Guttag
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Anchor Serum Company
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Description


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  Für biologische Präparate geeigneter Verpackungsbehälter 
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   Die Anwendungsmöglichkeiten der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung, wobei jedoch diese und die Beispiele nur eine bevorzugte erfindungsgemässe Ausführung wiedergeben, so dass zahlreiche, im Rahmen der Erfindung liegende Abänderungen dem Fachmann möglich sind. 



   Es wurde nun festgestellt, dass die gewünschten Ergebnisse und Vorteile erzielt werden, wenn die mit einem Stopfen verschlossenen Glasbehälter mit einem dünnen Film eines Polyvinylidenchlorids entsprechend abgedichtet werden. Derartige Polymere enthalten im allgemeinen mehr als 50% und vorzugsweise mindestens   70%   Vinylidenchlorid. Die Bezeichnung "Polymer" soll im folgenden im allgemeinen Sinne verstanden werden und umfasst Homopolymere, Mischpolymere, Terpolymere, Tetrapolymere   u. dgl.   



  Typische Mischpolymere sind unter anderem   Vinylidenchlorid/Acrylnitril,   Vinylidenchlorid/Vinylchlorid (beispielsweise 80   : 20%), Vinylidenchlorid/Äthylacrylat, Vinylidenchlorid/Vinylchlorid/Dimethylma-   leat, Vinylidenchlorid/Acrylnitril/Isobutylen, Vinylidenchlorid/Butylmethacrylat usw. Ein bevorzugtes Polyvinylidenchlorid ist das unter dem   Handelsnamen"Saran   F 220" im Handel erhältliche   Mischpoly-   mer, welches   80%   Vinylidenchlorid und   20%   Acrylnitril enthält und als   20% igue   Lösung in Aceton eine Viskosität   von 60   Centipoise besitzt.

   Weiterhin lässt sich das unter dem   Handelsnamen"Saran   F   120" er-   hältliche Mischpolymer mit Erfolg verwenden, welches aus   80%   Vinylidenchlorid und   20%   Acrylnitril besteht und in reinem Aceton gering löslich und   in Methyläthylketon   oder in Gemischen aus Methyläthylketon und bis zu 75% Aceton leicht löslich ist   ; u. zw.   sind sowohl die Sorten mit einer Viskosität von 200 Centipoise als auch 1000 Centipoise geeignet. 



   Im folgenden soll die Erfindung an Hand der Zeichnungen beschrieben werden ; es zeigen Fig. 1 eine Seitenansicht einer fur den erfindungsgemässen Überzug geeigneten Glasflasche ; Fig. 2 eine Seitenansicht der in Fig. 1 gezeigten Flasche, nachdem ein Überzug aus Vinylidenchloridpolymer (Saran) auf den abzudichtenden Bereich aufgebracht worden ist ; Fig. 3 einen Teilabschnitt durch die in Fig. 2 gezeigte Flasche ; Fig. 4 eine Seitenansicht einer Flasche, welche nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung behandelt wurde ; Fig. 5 einen senkrechten Schnitt durch die in Fig. 4 gezeigte Flasche. 



   Erfindungsgemäss wurde festgestellt, dass das Eindringen von Luft oder Feuchtigkeit in eine biologische Präparate enthaltende Glasflasche verhindert werden kann, wenn der Dichtungsbereich mit einer dünnen Schicht eines Polyvinylidenchlorids, z. B. mit dem im Handel unter der   Bezeichnung"Saran"er-   hältlichen Produkt, überzogen wird. Dieses Ergebnis wird sogar bei Vakuumbehältern erreicht. Im allgemeinen haben derartige Verpackungen ein Vakuum von 1 mm oder weniger, und üblicherweise unter 50 Mikron und herab bis zu 1 Mikron. 



   Die Glasflasche kann einen Glasstopfen besitzen, jedoch werden vorzugsweise elastomere oder Kunststoffstopfen verwendet, welche so ausgebildet sind, dass eine Nadel einer Spritze in die Glasflasche eingeführt werden kann. Es wurde festgestellt, dass durch den durchbohrbaren Stopfen ein Sauerstoffzutritt in derartige Vakuumverpackungen möglich ist ; um nun die Lebensdauer oder Stabilität des biologischen Präparates möglichst zu verlängern, wird vorzugsweise der gesamte Stopfen und nicht nur der Dichtungsbereich überzogen. 



   Wenn die gesamte Glasflasche und der Stopfen mit dem Polyvinylidenchlorid überzogen sind, so wurde überraschenderweise festgestellt, dass die Flasche bei einem unbeabsichtigten Fallenlassen nicht zerspringt und der Inhalt ausläuft, sondern dass statt dessen der dünne Film aus Polyvinylidenchlorid ein 
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 dick. Es können auch dickere Filme verwendet werden, jedoch ergeben diese im allgemeinen keine hinreichenden Verbesserungen der Eigenschaften, um die Mehrkosten bei Verwendung von mehr als 0, 025 oder 0,05 mm dicken Filmen zu rechtfertigen. 



   Das Polyvinylidenchlorid kann auf die Oberfläche des Glasbehälters und auf den Stopfen aufgebracht werden, indem der verschlossene Behälter in eine organische Lösung oder in eine wässerige Dispersion des 
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 Behälter und Verschluss gesprüht wird. Die Verwendung einer wässerigen Dispersion des Polymers, beispielsweise von einem   Vinylidenchlorid/Acrylnitril-Mischpolymer,   hat den Vorteil, dass beim Trocknen keine giftigen oder entflammbaren Dämpfe auftreten. 



   Das als "Saran F   220" erhältliche Polyvinylidenchlorid   wird vorzugsweise als   20% igue   Lösung in Aceton aufgebracht. Da Aceton äusserst flüchtig ist, lässt es sich auch leicht entfernen. Das unter der Bezeichnung"Saran F 120" (200 Cemipoise) im Handel erhältliche Mischpolymer wird vorzugsweise als ein Gemisch aus 15 Teilen Harz, die in einem Gemisch aus 65 Teilen Aceton und 20 Teilen Methyl- äthylketon gelöst sind, aufgebracht. 



   Masernimpfstoff und vom Hunde stammende Staupe-Vakzine sind bekanntlich trotz aller Vorsichts- 
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 massnahmen beim Verpacken instabil. Wenn jedoch zugestöpselte Flaschen mit derartigen Impfstoffen einen erfindungsgemässen Sarantiberzug erhalten, so konnte eine beachtliche Verbesserung ihrer Stabilität festgestellt werden. 



   Erfindungsgemäss können alle biologischen Präparate abgepackt werden, wie beispielsweise modifizierte, lebende Schweinecholera-Vakzine, modifizierte lebende, vom Hunde stammende Staupe-Vakzine, lebende, vom Hunde stammende infektiöse Hepatitis-Vakzine, lebende Brucella-Abortus-Vakzine, infektiöse, vom Rinde stammende Rhinotracheitisvirus-Vakzine, abgetötet, vom Hunde stammende Staupe-Vakzine, Typhoid-Paratyphoid-Vakzine, Rabies-Vakzine, Newcastle-Vakzine (lebend), Bron-   chitisimpfstoff für Huhner,   Influenza-Vakzine, toxoide Diphtherie-Vakzine in Kombination mit Pertussis- 
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    - Vakzine, Rocky-Mountain - Fleckfieber - Vakzine, Typhus - Vakzine,wasserfieber-Vakzine,   Erysipelothrix rhusiopathiae Vakzine, Clostridium Chauvei-Septicus-Vakzine,   Maul-und Klauenseuche-Vakzine,   orale Poliomyelitis-Vakzine usw.

   Es können auch andere biologische   Präparate.   wie beispielsweise Gamma-Globulin und Blutserum, Hormone, beispielsweise Folinsäure, instabile Vitamine u. dgl. auf diese Art und Weise verpackt werden. 
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 den Stopfen aufgebracht wird. 



   Fig. 1-3 zeigen eine zylindrische Glasflasche 2 mit einem Hals 4, welcher einen verringerten Durchmesser besitzt und an seinem oberen Ende in einen nach aussen gebogenen Bereich 6 endet, welcher die mittige Öffnung 7 umgibt. Ein biologisches Präparat, beispielsweise eine lebende, vom Hunde stammende Staupevirus-Vakzine, wird in das Gefäss eingebracht und einer Getriertrocknung unterworfen. Danach wird ein Vakuum von beispielsweise 25 Mikron angelegt und der Stopfen 8 zum Verschliessen der Flasche aufgesetzt, während sich diese noch unter Vakuum befindet. Der Verschluss 8 besteht aus einem üblichen Gummistopfen 10, welcher eine Abdeckung 12 aus Metall, beispielsweise aus Aluminium, besitzt. Der Stopfen 10 hat einen nach unten geführten Flansch 13, welcher sich dicht an die Innenwand des oberen Teiles des Flaschenhalses 4 anlegt.

   Die Metallabdeckung 12 besitzt einen Rand 14, welcher sich dicht an die nach aussen gebogene Wand 6 des oberen Teiles des Flaschenhalses 4 anlegt. Die Flasche wird beim Anbringen des Verschlusses gedreht, und der Endteil des Randes 14 wird unter dem Flansch 6 auf übliche Weise befestigt. Der Mittelteil 16 des Stopfens 10 ist verhältnismässig dann und nicht von der Aluminiumabdeckung bedeckt, so dass man hier leicht die Nadel einer Spritze einführen kann. Die hier wiedergegebene Flasche stellt eine handelsübliche Standardflasche für Impfstoffe dar. 



   Nach Anbringen des Verschlusses an der Flasche wird das unter dem   Handelsnamen"Saran   F   220" er-   hältliche Polyvinylidenchlorid als   20% igue   Lösung in Aceton auf den oberen Bereich des Behälters aufgesprüht, um einen Überzug 18 aus Polyvinylidenchlorid zu bilden. Es ist wesentlich, dass dieser SaranUberzug den Bereich 20 abdeckt, wo sich der Rand 14 an die Glasflasche anlegt. Dieser Bereich ist im folgenden als Dichtungsbereich bezeichnet. Die Polyvinylidenchloridlösung soll ebenfalls auf die Oberseite des Verschlusses gesprüht werden, um ein Durchlassen durch den Stopfen 10 zu verhindern.

   Wie in Fig. 2 und 3 gezeigt, wird das Polyvinylidenchlorid, z.   B. "Saran F 220", tat$ächlich   auf den gesamten Halsbereich der Flasche und auf den gesamten Oberteil des Verschlusses aufgebracht, so dass der Verschluss vollständig von diesem Material umschlossen wird. Das flüchtige Lösungsmittel ist leicht zu entfernen und hinterlässt einen undurchdringlichen und an der Glasflasche und dem Verschluss anhaftenden   Saranfilmliberzug   mit einer Wandstärke von 0,005 mm. 



   Fig. 4 und 5 zeigen eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung, bei welcher der undurchlässige Polyvinylidenchloridüberzug 22 die gesamte Flasche 2 und den Stopfen 10 umhüllt. Wie in Fig. 4 und 5 gezeigt, kann die Metallabdeckung 12 weggelassen werden. Die in Fig. 5 gezeigte Flasche enthält ein (vom Kaninchen stammendes) sprühgetrocknetes   Schweineeholeravirus-Vakzin   24, welches unter einem Vakuum von 20 Mikron eingefüllt wurde.

   Der Polyvinylidenchloridüberzug 22 wurde aus einem im Handel   erhältlichen"Saran   F 120" (200 Centipoise) hergestellt und durch Einrauchen der mit dem Stopfen verschlossenen Glasflasche in ein Bad aufgebracht ; dieses Tauchbad enthielt 15 Teile des im Handel unter der   Bezeichnung"Saran   F   120" erhältlichen   Produktes, 65 Teile Aceton und 20 Teile Methyläthylketon. Das Lösungsmittel kann dann verdampfen und hinterlässt einen undurchdringlichen Polyvinylidenchloridüberzug aus "Saran F 120" mit einer Stärke von beispielsweise 0,025 mm.

   Falls, wie bereits er- 

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 wähnt, die von dem Polyvinylidenchloridfilm 22 umhüllte Flasche 2 und der Stopfen 10 fallengelassen werden, so zerspringt das Glas nicht, sondern wird durch den   PolyvinylidenchloridUberzug   zusammengehalten. 



   Bei der Entnahme des Flascheninhalts bietet der dünne Polyvinylidenchloridüberzug jedoch der Nadel einer Spritze nur wenig Widerstand. 



   PATENTANSPRÜCHE : 
1. Für biologische Präparate geeigneter Verpackungsbehälter aus Glas, dessen Öffnung mit einem Verschluss verschlossen ist, und welcher den Präparaten eine lange Lebensdauer ermöglicht, dadurch gekennzeichnet, dass die das biologische Präparat (24) enthaltende Flasche (2) einen Überzug (18,22) aus Polyvinylidenchlorid mindestens um den Verbindungsbereich (20) zwischen dem äusseren Endteil (14) des Verschlusses (10) und dem Behälter besitzt, um einen Zutritt der Atmosphäre zum Behälterinhalt zu verhindern.

Claims (1)

  1. 2. Verpackungsbehälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Überzug aus Polyvinyldenchlorid den Verschluss (10) umhüllt und an dem Behälter anhaftet (2), um einen Zutritt der Atmosphäre zum Behälterinhalt zu verhindern.
    3. Verpackungsbehälter nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Verschluss aus einem Material besteht, durch welches leicht eine Injektionsnadel eingeführt werden kann.
    4. Verpackungsbehälter nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Verschluss (10) einen aus einem Elastomer oder Kunststoff bestehenden Teil (16) besitzt, durch welchen die Nadel einer Spritze leicht eingeführt werden kann, und dass in dem Behälter ein Vakuum vorzugsweise von weniger als 1 mm herrscht.
    5. Verpackungsbehälter nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass zur Erhöhung des Bruchwiderstandes der Behälter (2) und der Verschluss (10) vollständig von dem Film (22) aus Polyvinylidenchlorid umhüllt sind, um einen Zutritt der Atmosphäre zum Behälterinhalt zu verhindern.
AT692960A 1959-09-25 1960-09-12 Für biologische Präparate geeigneter Verpackungsbehälter AT221719B (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US5246434A (en) * 1991-04-26 1993-09-21 Nissho Corporation Blood collecting tube

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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US5246434A (en) * 1991-04-26 1993-09-21 Nissho Corporation Blood collecting tube

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