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Automatische Steuerungseinrichtung für Zentralheizungsanlagen
Bei den bisher bekannten automatischen Steuerungseinrichtungen für Zentralheizungsanlagen wird die
Vorlauftemperatur durch Mischen des aus dem Heizkessel kommenden Heisswasser mit Rücklaufwasser in einem Mischventil entsprechend der mittels eines im Freien angeordneten Aussenthermostaten ermittelten
Aussentemperatur und eines Vorlaufthermostaten reguliert. Mittels einer einerseits vom Aussenthermostaten und anderseits vom Vorlauf thermostaten beeinflussten Messbrücke wird dabei das Mischventil in der Weise gesteuert, dass der Vorlauf die der jeweils herrschenden Aussentemperatur Rechnung tragende Temperatur erhält.
Damit die Vorlauftemperatur beí sinkender Aussentemperatur rechtzeitig erhöht wird, muss die
Messbrücke so ausgebildet und eingestellt sein, dass sie bis zu einer Aussentemperatur von +200 C funk- tioniert. Bei einer Aussentemperatur von mehr als +15 bis 170 C ist jedoch der Heizbedarf so gering, dass er praktisch ausser acht gelassen werden kann. Der Nachteil einer solchen automatischen Steuerungsein- richtung besteht somit darin, dass aus betrieblichen Gründen die Zentralheizungsanlage noch im Betrieb gehalten wird, wenn die Aussentemperatur +15 bis 170 C übersteigt. In den Übergangszeiten im Herbst und im Frühling gibt es immer wieder Tage, an welchen diese Aussentemperatur von +15 bis 170 C über- schritten wird.
Da jedoch die Zentralheizungsanlage erst bei einer Aussentemperatur von +20 C ganz aus- geschaltet wird, ergibt sich an solchen warmen Tagen ein unnötiger Brennstoffverbrauch. Dieser Nachteil kann durch die Erfindung behoben werden.
Gegenstand der Erfindung ist eine automatische Steuerungseinrichtung für Zentralheizungsanlagen mit einer einerseits durch einen im Freien angeordneten Aussenthermostaten und anderseits durch einen Vor- laufthermostaten beeinflussten, durch ein Netzgerät gespeisten Messbrücke, welche eine Stromimpulsfol- ge über einen Verstärker an eines von zwei Relais, welche einen Mischhahn zum Mischen von Heisswasser aus dem Kessel und Rücklaufwasser betätigen, abgibt, und ist dadurch ausgezeichnet, dass eine zweite, einzig von einem zweiten im Freien angeordneten Aussenthermostaten beeinflusste Messbrücke vorgesehen ist, welche bei überschreiten einer bestimmten, einstellbaren Aussentemperatur einen Stromimpuls über einen Verstärker an ein weiteres Relais abgibt,
welches in angezogener Stellung die beiden Relais der Steuerungseinrichtung blockiert und den Mischhahn in eine Stellung bringt, in welcher dieser die Zuleitung von Warmwasser zu den Heizkörpern der Zentralheizungsanlage vollständig sperrt.
Da bei einer solchen automatischen Steuerungseinrichtung für Zentralheizungsanlagen die Zentralheizungsanlage sofort ganz ausgeschaltet wird, wenn die Aussentemperatur die eingestellte Höhe von +15 bis 170 C übersteigt, kann gegenüber einer mit einer bekannten automatischen Steuerungseinrichtung versehenen Zentralheizungsanlage eine erhebliche Brennstoffeinsparung erzielt werden.
In der Zeichnung bt ein Blockschaltbild der automatischen Steuerungseinrichtung für Zentralheizungsanlagen gemäss der Erfindung dargestellt. Die Zentralheizungsanlage selbst ist dabei nicht gezeichnet.
Mit 1 ist eine Messbrücke bezeichnet, welche von einem Netzgerät 2 gespeist wird. Diese Messbrücke 1 wird einerseits von einem im Freien angeordneten Aussenthermostaten 3 und anderseits von einem Vorlaufthermostaten 4 beeinflusst und gibt eine aus der Differenz zwischen der Aussentemperatur und der Vorlauftemperatur ermittelte Stromimpulsfolge an einen Verstärker 5 ab. Die verstärkte Stromimpulsfolge wird vom Verstärker 5 an einen Phasendiskriminator 6 und von diesem an eines von zwei Relais 7 und 8 weitergeleitet, welche zur Betätigung eines Mischventiles 9 dienen, in welchem aus dem Kessel der
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Zentralheizungsanlage kommendes Heisswasser mit kühlerem Rücklaufwasser gemischt wird.
Ist die vom
Phasendiskriminator 6 kommende Stromimpulsfolge positiv, zieht das Relais 7 an, wodurch eine Verstel- lung des Mischventiles 9 in dem Sinne bewirkt wird, dass dieses den Heisswasserzufluss aus dem Kessel ver- stärkt und die Beimischung von kühlerem Rücklaufwasser drosselt. Ist dagegen die vom Phasendiskrimi- nator 6 kommende Stromimpulsfolge negativ, so zieht das Relais 8 an, wodurch eine Verstellung des
Mischventiles 9 in dem Sinne bewirkt wird, dass dieses den Heisswasserzufluss aus dem Kessel drosselt und die Beimischung von kühlerem Rücklaufwasser verstärkt. Mit 10 ist ein Zeitschalter bezeichnet. durch welchen die Steuereinrichtung bzw. die Zentralheizungsanlage während gewisser Tagesstunden ausge- schaltet werden kann.
Soweit handelt es sich um eine bekannte automatische Steuerungseinrichtung für
Zentralheizungsanlagen.
Gemäss der Erfindung besitzt nun die Steuerungseinrichtung für Zentralheizungsanlagen eine zweite
Messbrücke 11, welche mit der Messbrücke 1 verkettet ist und welche ebenfalls vom Messgerät 2 gespeist wird. Diese zweite Messbrücke 11 wird einzig von einem zweiten Aussenthermostaten 12 beeinflusst ; der Vorlaufthermostat 4 hat keinen Einfluss auf diese zweite Messbrücke 11. Die zweite Messbrücke 11 besitzt ein Potentiometer zur Einstellung eines Schaltpunktes bzw. der Aussentemperatur, bei welcher die gänz- liche Abschaltung der Zentralheizungsanlage erfolgen soll, und sie gibt bei Überschreiten dieser Tempe- ratur einen Stromimpuls an einen Verstärker 13 ab, welcher den verstärkten Stromimpuls einem Relais 14 übermittelt.
Dieses Relais 14 zieht bei Eintreffen eines Stromimpulses an und bewirkt in angezogener
Stellung einerseits die Blockierung der beiden Relais 7 und 8 und anderseits ein vollständiges Schliessen des Mischventiles 9, so dass den Heizkörpern der Zentralheizungsanlage überhaupt kein Warmwasser mehr zugeleitet wird.
Wenn also die Aussentemperatur eine bestimmte, einstellbare Höhe, z. B. +15 bis 170 C erreicht, wird die bekannte automatische Steucrullgseinrichtung der Zemralheizungsanlage ausser Funktion gesetzt und die Zuleitung von Warmwasser zu den Heizkörpern der Zentralheizungsanlage vollständig gesperrt. Sinkt die Aussentemperatur wieder unter die genannte Höhe, so wird das Relais 14 stromlos und fällt ab, was bewirkt, dass die Blockierung der Relais 7 und 8 aufgehoben und der Mischhahn 9 freigegeben wird, so dass die automatische Steuerungseinrichtung der Zentralheizungsanlage sofort wieder in Funktion treten kann.
Das Relais 14 kann gegebenenfalls noch weitere Funktionen erfüllen, z. B. bei seinem Anziehen eine Warmwasserumwälzpumpe stillsetzen und/oder einen Brennermotor abstellen. Dies ist in der Zeichnung durch den vom Relais 14 abgehenden Pfeil angedeutet.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Automatische Steuerungseinrichtung für Zentralheizungsanlagen mit einer einerseits durch einen im Freien angeordneten Aussenthermostaten und anderseits durch einen Vorlaufthermostaten beeinflussten, durch ein Netzgerät gespeisten Messbrücke. welche eine Stromimpulsfolge über einen Verstärker an eines von zwei Relais, welche einen Mischhahn zum Mischen von Heisswasser aus dem Kessel und Rücklaufwasser betätigen, abgibt, gekennzeichnet durch eine zweite, einzig von einem zweiten im Freien angeordneten Aussenthermostaten (17) beeinflusste Messbrücke (11), welche bei Überschreiten einer bestimmten, einstellbaren Aussentemperatur einen Stromimpuls über einen Verstärker (13) an ein weiteres Relais (14) abgibt,
welches in angezogener Stellung die beiden Relais (7 und 8) der Steuerungseinrichtung blockiert und den Mischhahn (9) in eine Stellung bringt, in welcher dieser die Zuleitung von Warmwasser zu den Heizkörpern der Zentralheizungsanlage vollständig sperrt.