AT221766B - Einrichtung zum Austrocknen und Trockenhalten von Mauerwerk - Google Patents

Einrichtung zum Austrocknen und Trockenhalten von Mauerwerk

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AT221766B
AT221766B AT429059A AT429059A AT221766B AT 221766 B AT221766 B AT 221766B AT 429059 A AT429059 A AT 429059A AT 429059 A AT429059 A AT 429059A AT 221766 B AT221766 B AT 221766B
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Michael Eckl
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Michael Eckl
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Einrichtung zum Austrocknen und Trockenhalten von Mauerwerk 
Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung zum Austrocknen und Trockenhalten von Mauerwerk mit im Mauerwerk vorgesehenen winkelförmigen Kanälen, deren beide Schenkel gegen das   Mauerinnere   ansteigend im spitzen Winkel zuemander verlaufen und an zwei   übereinanderliegenden   Stellen ins Freie münden, so dass ein ständiger Luftkreislauf von oben nach unten stattfinden kann. Bei einer bekannten
Einrichtung dieser Art ist ein bogenförmiger Übergang zwischen den beiden Kanalschenkeln vorgesehen. 



   Die Herstellung dieses bogenförmigen Überganges mit gleichbleibendem Querschnitt ist durch die Kanal- schenkel hindurch nicht oder nur schwer möglich, weil der obere und untere Schenkel in einer Tiefe des
Mauerwerks zusammentreffen, die ein bogenförmiges Ausstemmen des Grates unmöglich macht bzw. sehr erschwert. Es erscheint daher erforderlich, das Mauerwerk auszustemmen, den Kanal mit dem bogenför- migen Übergang zu bilden und diese Stelle wieder zu vermauern. Für die Herstellung von Kanälen, die zur Vergrösserung ihrer Oberfläche einen sternförmigen Querschnitt aufweisen, ist in dem Zusammenhang auch schon vorgeschlagen worden, die Kanäle aus rohem, porösem Material zu bilden und in das Mauer- werk einzubauen. Eingebaute Kanalrohr haben den Nachteil, dass durch ihre Wandung das Austrocknen des Mauerwerks behindert wird.

   Ein bogenförmiger Übergang ist wohl strömungstechnisch vorteilhaft, aber nur dann, wenn über seinen ganzen Verlauf der Kanalquerschnitt erhalten bleibt, um Verengungen zu vermeiden, die Luftstauungen ergeben, welche die Luftzirkulation beeinträchtigen ; dabei muss aber eine umständliche Herstellungsweise in Kauf genommen werden. Die Erfindung zielt darauf ab, diese Nach- teile zu vermeiden. 



   Die Erfindung besteht im Wesen darin, dass die beiden in an sich bekannter Weise gegen das Mauer- innere ansteigend im spitzen Winkel zueinander verlaufenden Kanalschenkel die Form von im Querschnitt runden, gerade verlaufenden, im Innern des Mauerwerks ohne Abrundung des Verschneidungsgrates inein- ander mündenden, in   das Mauerwerk unmittelbar vorgettiebenen Bohrlöchern   aufweisen und jedes Bohrloch in an sich bekannter Weise durch ein Mundstück abgeschlossen ist. Durch diese krümmungsfreie Verbin- dung der beiden, durch Bohren hergestellten Kanalschenkel wird die durchgehende Freihaltung des Bohrungsquerschnittes mit Sicherheit gewährleistet, so dass die Luftzirkulation gesichert ist. Eine nachteilige
Wirbelbildung findet nicht statt, da die Strömungsgeschwindigkeit der zirkulierenden Luft gering ist.

   Die strömungstechnisch günstigere Ausbildung eines bogenförmigen Überganges ergibt daher praktisch keine schnellere Austrocknung, bedingt jedoch die   umständlicher   Herstellungsweise. Es ergibt sich im Endstück der Bohrlöcher auch kein sogenannter Feuchtluftpfropfen, da die feuchte, spezifisch schwerere Luft auch aus diesem Teil der Bohrung durch das untere Bohrloch nach aussen abströmt. Dieses Endstück ist im übrigen praktisch nur einige Zentimeter lang. Das Ansteigen der Kanalschenkel gegen das Mauerinnere verhindert das Eindringen von Regenwasser. Wesentlich ist weiters der unmittelbare Kontakt der Luft mit dem Mauerwerk, so dass Kanalrohre ausscheiden, vielmehr die Bohrlöcher unmittelbar im Mauerwerk gebildet werden.

   Damit sie zur weiteren Verbesserung der Austrocknung blank sind, ist es zweckmässig, die Bohrlöcher noch mit Pressluft auszublasen. Die Bohrlöcher können ferner tief in das Mauerwerk vorgetrieben werden, ohne dass eine unzulässige Schwächung des Mauerwerks eintritt, so dass sich der Austrocknungsvorgang praktisch auf die ganze Mauerstärke erstrecken kann. Durch die Erfindung wird die Austrocknung von feuchtem Mauerwerk vollkommen und in kurzer Zeit sowie in einfacher und wirtschaftlicher Weise rasch erreicht. 

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   Da die Neigung der beiden Kanalschenkel verschieden ist und überdies auch noch von der Mauerstär- ke bestimmt wird, ist es zweckmässig, das Kanalmundstück so auszubilden, dass es für die verschiedenen
Kanalneigungen verwendbar ist. Zu diesem Zwecke weist das Mundstück erfindungsgemäss einen Stutzen auf, der mit der Mundstückplatte gelenkig,   z. B.   mittels eines Hohlniet oder Splints, verbunden ist. 



   Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes sind in der Zeichnung dargestellt. Fig. 1 zeigt das
Mundstück in Vorderansicht, Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie   I-I   der Fig.   l,   Fig. 3 eine ähnliche Darstellung wie Fig. 2, jedoch mit geneigtem Stutzen und umgekehrt gerichteten düsenförmigen Lochungen in der   Mundstflckplatte, und Fig. 4   einen senkrechten Schnitt durch eine Mauer mit dem winkelförmigen Kanal und den Mundstücken. 



   Wie Fig. 4 zeigt, verläuft der Kanalschenkel C nahezu horizontal,   u. zw.   nur mit einer geringen Steigung gegen das Mauerinnere yon etwa   5%,   wogegen der vom inneren Ende des   Kanalschenkels   C ausgehende Kanalschenkel D einen Neigungswinkel aufweist, der etwa 150-300 betragen kann. Beide Kanalschenkel sind in das Mauerwerk gebohrt und erstrecken sich über die Tiefe B des Mauerwerks. Die Bohrlochtiefe ist gleich der   Gesamtmauerstärke. abzüglich   eines Abstandes A von etwa 5 cm. Durch Bohrungen C, D findet eine Luftzirkulation im Sinne der eingezeichneten Pfeile statt, wobei die trockene Luft durch die höher gelegene Bohrung C einströmt und die schwerere feuchte Luft die nach abwärts führende Bohrung D ausströmt. 



   Die Mündungen der Kanalschenkel C und D sind durch Mundstück abgedeckt, die aus der Platte 1 mit rohrförmigem Ansatz 2 und einem in diesem eingesetzten Stutzen 4 besteht, der zur Anpassung an die jeweilige Neigung E, besonders des unteren Kanalschenkels D, um Zapfen 5 schwenkbar ist. Die Platte 1 ist mit einer Gitterbohrung 3 bzw. 3a versehen, die möglichst den gesamten Querschnitt der Bohrlöcher C, D erfassen und zweckmässig düsenförmig ausgebildet sind, wobei die Düse für die einströmende Luft nach innen und für die ausströmende Luft nach aussen gerichtet ist, um die Strömungsgeschwindigkeit bei gleichzeitig grösstmöglichem Luftdurchlass zu erhöhen. Der Ansatz 2 des Mundstückes ist am äusseren Umfang mit einer Anzahl Rillen versehen, die zum Festsitzen im Mauerwerk dienen.

   Wie aus Fig. 2 und 3 weiter ersichtlich ist, ist der Stutzen 4 an seinem der Platte 1 zugewendeten Ende abgerundet, wobei der Krümmungsradius mit F bezeichnet ist. Die Mundstllcke können im Spritzgussverfahren aus Kunststoff hergestellt sein und die Stutzen ebenfalls aus handelsüblichen Kunststoffrohren abgeschnitten werden. 



   Die Luftkanalschenkel C, D werden in der feuchten Gebäudewand je nach dem Feuchtigkeitsgrad dieser Wand in Abständen von   25 - 30   cm voneinander und im Vertikalabstand von der Bodenfläche von zirka 50 cm (obere Bohrung) mit einem Kreisquerschnitt von etwa 30 mm gebohrt. 



    PATENTANSPRÜCHE :    
1. Einrichtung zum Austrocknen und Trockenhalten von Mauerwerk. mit im Mauerwerk vorgesehenen winkelförmigen Kanälen, deren beide Schenkel gegen das Mauerinnere ansteigend im spitzen Winkel zueinander verlaufen und an zwei übereinanderliegenden Stellen ins Freie münden, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Kanalschenkel (C, D) die Form von im Querschnitt runden, gerade verlaufenden, in das Mauerwerk unmittelbar vorgetriebenen Bohrlöchern aufweisen, die im Inneren des Mauerwerkes ohne Abrundung des Verschneidungsgrates ineinander münden. und dass jedes Bohrloch in an sich bekannter Weise durch ein Mundstück abgeschlossen ist.

Claims (1)

  1. 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Mundstück zur Anpassung an die verschiedenen Neigungen der Kanalschenkel, insbesondere des unteren Kanalschenkels (D), einen Stutzen (4) aufweist, der mit der Mundstllekplatte (1) gelenkig, z. B. mittels eines Hohlniet (5) oder eines Splints, verbunden ist.
AT429059A 1958-09-05 1959-06-10 Einrichtung zum Austrocknen und Trockenhalten von Mauerwerk AT221766B (de)

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