AT222401B - Lochstempel-Antriebsvorrichtung - Google Patents

Lochstempel-Antriebsvorrichtung

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AT222401B
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Elektronische Rechenmasch Ind
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Description


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  Lochstempel-Antriebsvorrichtung 
Die Erfindung betrifft eine Lochstempel-Antriebsvorrichtung, die insbesondere für Schnellocher fur kartenförmige Informationsträger zum Anschluss an Datenverarbeitungsanlagen geeignet ist, wobei die Informationsträger reihen-oder spaltenweise gelocht werden. 



   Bei bekannten   Lochvorrichtungen   sind die Lochstempel in einer Geraden nebeneinander angeordnet. 



   Die Anzahl der Stempel entspricht der Zahl der Lochpositionen, die in einer Reihe oder Spalte vorgese- hen sind, z. B. bei 80spaltigen Lochkarten 80 Stempel für eine Lochreihe. Längs der Lochstempel-An- ordnung ist eine Schiene bzw. Traverse angeordnet, die durch Exzenter- oder Nockenantrieb in dauernde Schwingungen versetzt wird. Die jeweils zur Lochung ausgewählten Stempel werden mit der schwingenden Schiene durch je ein magnetgesteuertes Glied für die   Vor-und Rückwärtsbewegung   verriegelt. Bei einer unmittelbar durch Exzenter angetriebenen schwingenden Schiene ist jedoch aus Zeitgründen eine Verriegelung nicht immer möglich. Um eine Verriegelung zu gewährleisten, ist eine kombinierte Exzenter-Kurvensteuerung für die schwingende Schiene vorgeschlagen worden, es wurde jedoch keine befriedigende Lösung erreicht.

   Es wurde auch der Vorschlag gemacht, dass die schwingende Traverse einen besonderen Steg für die zwangsläufige Rückführung der Stempel besitzt oder das schwingende Antriebselement als Wippe mit einem fest daran angebrachten Rückführkamm ausgebildet ist. Bei diesen Anordnungen braucht also durch die Vorwahl nicht nach beiden Richtungen verriegelt zu werden, sondern das Wahlglied wird nur zwischen den Stempel und die Schwinge geschoben. Durch die Anordnung eines Rückführsteges bzw. RUckfuhrkammes wird aber die Masse des dauernd schwingenden Antriebselementes vergrö- ssert. Die störende Massenwirkung des schwingenden Antriebselementes wirkt sich naturgemäss bei einem Reihenlocher mit 80 Stempeln umso stärker aus, weil dann das schwingende Antriebselement eine verhältnismässig grosse Länge haben muss.

   Ein vollständiger Massenausgleich ist durch eine zweite, aber gegenläufig bewegte Schwinge denkbar. Dieser Weg ist aber umständlich und zur Vermeidung von störenden Geräuschen bzw. Schwingungen des gesamten Aggregates im Leerlauf bereits zweifelhaft, wenn in den zahlreichen Lager-bzw. Gelenkstellen der schwingenden Massen Spiele vorhanden sind bzw. im Laufe der Zeit entstehen. Hinzu kommt, dass für die   Geräuschminderung   die Leerlaufbedingungen von wesentlichem Einfluss sind, da   z. B.   beim Reihenstanzer 15 Schwingungen (bzw. Zyklen) des Antriebselementes je Lochkarte erforderlich sind, davon sind beim Ziffernlochen, bezogen auf eine Spalte, 14 Leerlaufzyklen, beim Buchstabenlochen 13 Leerlaufzyklen.

   Weiter kommt hinzu, dass bei Datenverarbeitungsanlagen die Ausgabelocher je nach Programm auf Abruf mit mehr oder weniger Arbeitspausen betrieben werden, wobei die Ausgabelocher in den Pausen mit leerlaufendem Getriebe in Abrufbereitschaft verbleiben. 



   Es ist Aufgabe der Erfindung, die Nachteile der bekannten Einrichtungen zu vermeiden, insbesondere soll durch Verzicht auf dauernd hin-und herbewegte Teile ein von störenden Geräuschen und Schwingungen freier Lauf und eine Steigerung der Arbeitsgeschwindigkeit erreicht werden. 



   Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass der Antrieb für den Lochvorgang von einem auf Exzentern gelagerten, rohrförmigen Körper ausgeht, der nicht rotiert und dessen Schwerpunkt mit der Exzenterachse zusammenfällt, wobei die Unwucht der auf der Antriebsachse gelagerten bzw. zur Antriebsachse gehörenden exzentrischen Teile durch zwei Ausgleichsmassen voll ausgeglichen wird. 



   Nachstehend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung beschrieben und durch Zeichnungen erläutert. 

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    Es zeigen : Fig. 1 einen Querschnitt durch den Lochstempelantrieb, wobei sich die angesteuert beweg- baren Teile in Ruhe befinden, Exzenter oben, Fig. 2 eine Seitenansicht zu Fig. l, Fig. 3 einen Längsschnitt durch die Antriebsachse, Exzenter 900 zu Fig. l gedreht gezeichnet, Fig. 4 eine Einzelheit zur Torsionsaufhängung des rohrförmigen Körpers als Schnitt A-B aus Fig. 3, Fig. 5 eine andere Ausführung des Rücki fuhrgliedes. 



  Auf der Antriebsachse 1 mit der Mittellinie 0 (Fig. l) ist längs der Lochstempelreihe ein rohrförmiger Körper 2 auf zwei Exzentern 3 (Fig. 3) mittels Kugellagern 40 und 41 gelagert, so dass der Schwerpunkt des rohrförmigen Körpers mit der Exzenterachse 42 zusammenfällt. Beiderseits der Enden des rohrförmigen Körpers 2 ist die Antriebsachse 1 im Maschinengestell 4 gelagert. Dicht neben diesen Lagerstellen befin- , den sich auf der Antriebsachse 1 die Ausgleichsmassen 5 zum Massenausgleich aller auf der Antriebsachse 1 befindlichen exzentrischen Massen. In einer andern nicht dargestellten Ausführung können die Ausgleichsmassen innerhalb der beiden Lagerstellen des Maschinengestells auf der Antriebsachse angebracht sein. Unterhalb der Antriebsachse 1 ist eine Traverse 6 angeordnet, in welcher in Schlitzen 7 die steuerbaren Koppelglieder 8 geführt sind.

   Die Koppelglieder 8 sind an Winkelhebel 27 angelenkt, die Winkelhebel27 in einer mit dem Maschinengestell verbundenen Leiste 28 gelagert und geführt. In der Ruhestellung liegen die Koppelglieder 8 mit ihrem Ansatz 29 auf der Anstiegsfläche 30 der Traverse 6 auf. Die Traverse 6 besitzt eine Nut 32 zwecks Verriegelung der Koppclglioder 8 in der Arbeitsstellung. Die Koppelglieder 8 haben eine Anstiegsfläche 31 zur Vollendung des Anstiegs in die Arbeitslage. Unter den Koppelgliedern 8 befinden sich stiftförmige Zwischenglieder 9, ebenfalls in der Traverse geführt, die die Bewegung zum Lochen und Rückführen auf die Stempel 10 übertragen. Die offenen Rückführbügel 11 greifen mit ihren Stiften 12 in die Zwischenglieder 9 ein und kommen mit dem rohrförmigen Körper an entgegengesetzter Seite, bezogen auf die Koppelglieder 9, zwecks Rückführung der Berührung.

   Damit die Zwischenglieder 9 nicht nur auf die oberen Enden der Stempel 10 zwecks Lochung drücken, sondern die Stempel 10 auch wioder in die Ruhelage zurückführen können, greifen die unteren Enden 26 der Zwischenglieder 9 seitlich zahnartig in die Stempel 10 ein. Die Stempel 10 werden in der Führungsplatte 37 geführt, darunter liegt mit geringem Abstand für den Kartendurchlassspalt die Matrize 38. Die Rückführbügel sind oben in einem Schlitzkamm 13 geführt. Eine andere Ausführungsform der Rückführglieder ist in Fig. 5 dargestellt. Hiebei besitzen die Rackführglieder 14 geschlossene, längsachssymmetrische Form ; sie sind an drei Stellen in Schlitzkämmen 15 geführt und oben mit einem Lenker 16 verbunden ; letzterer ist in einem Steg 17 des Maschinengestells fest gelagert. 



  Jeder Rückführbügel 11 bzw. jedes Rückführglied 14 wird durch eine Feder 18 in der gezeichneten Ruhestellung gehalten. Jedem Stempel ist also ein Koppelglied 8, ein Zwischenglied 9 und ein Rückführglied 11 bzw. 14 zugeordnet. 



  Die steuerbaren Koppelglieder 8 werden durch Elektromagnete 19 in Arbeitsstellung gebracht. Wegen der engen Stempelteilung sind die Elektromagnete 19 zweifach in drei Reihen spiegelbildlich zur senkrechten Mittelachse angeordnet, so dass sich für alle Reihen gleiche Übertragungs- und Reibungsverhält- nisse ergeben. 



  Jeder Magnetanker ist mit einem Hebelarm 20, der sich für die je drei Reihen in deckungsgleicher Lage befindet, fest verbunden und bewegt sich um den für die je drei Reihen fluchtenden Drehpunkt 21. 



  Die Hebelarme 20 stehen über den gemeinsamen Abtriobspunkt 33 und über Verbindungsstangun 22 und Winkelhebel 27 mit den steuerbaren Koppelgliedern 8 in Wirkverbindung. Um die dauernde Rotation des rohrförmigen Körpers 2 zu verhindern, ist er mittels Kugellagern auf den zwei Exzentern 3 gelagert und mit einem Arm 23 fest verbunden, der zwischen zwei Anschlägen 24 schwenkbar ist und an dem zwei Federn 25 am gleichen Punkt in gegeneinander entgegengesetzter Richtung angreifen, um den rohrförmigen Körper 2 in einer mittleren elastischen, nicht rotierenden Lage (Schwimmlage) zu halten, so dass er bei Belastungsspitzen (Beschleunigungsstrecken für Hin- und Rückführung mehrerer Stempelgliedersätze) auf den Berührungsflächen der Steuerteile kurzzeitig abrollt (Fig. 4).

   Um bei Belastungsspitzen ein leichtercs Abrollen zu ermöglichen, kann es zweckmässig sein, den rohrförmigen Körper senkrecht zur Längsachse zu unterteilen. 



  Zum Funktionsablauf wird folgendes erläutert : Nach Einschaltung des Schnellochers, der die Lochstempelantriebsvorrichtung nach vorliegender Erfindung enthält, bewegt sich das Getriebe und damit auch die Antriebsachse 1 mit dem auf letzterer exzentrisch gelagerten, rohrförmigen Körper 2 dauernd, während alle übrigen Funktionsteile in Ruhe verbleiben. Sollen nun Daten durch Lochung ausgegeben werden, so werden während des Rückganges des rohrförmigen Körpers 2 von der untersten in die oberste Lage die Magnete 19 erregt und dadurch in beschriebener Weise die Koppelglieder 8 von ihrer gezeichneten linken Ruhelage (Fig. 1) in die rechte Arbeitslage (Fig. 5) bewegt. Dabei werden die Koppelglieder 8 durch Auf-   

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AT76961A 1961-01-26 1961-01-30 Lochstempel-Antriebsvorrichtung AT222401B (de)

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