<Desc/Clms Page number 1>
Überlastkupplung
Die Erfindung bezieht sich auf eine Überlastkupplung zur Übertragung von Drehmomenten zwischen
Wellen und andern Maschinenelementen, insbesondere für Land-und Baumaschinen. Zur Schonung der
Triebwerksteile sind Überlastkupplungen überall da erforderlich, wo der Betrieb die Gefahr einer Blockierung der Maschinen mit sich bringt. Aber auch hohe Anfahrmomente als kurzzeitige Belastungsspitzen machen mehr und mehr den Einsatz von Überlastkupplungen wünschenswert. Die Wirtschaftlichkeit der allgemeinen Maschinenkonstruktionen verlangt, dass die Überlastkupplungen möglichst genau auf das vom
Maschinenkonstrukteur festgelegte Grenzdrehmoment eingestellt und dabei raumsparend, sehr preisgünstig und verschleissfest sind.
Ganz besonders in der Landtechnik treten sowohl klimatische Einflüsse als auch hohe Arbeitsbelastungen auf, wobei sich bisher Sperrkörperkupplungen durch ihren einfachen Aufbau, besonders auch durch eine Gleichmässigkeit in der Grenzdrehmomentschaltung, ausgezeichnet haben. Der praktische Einsatz der Überlastkupplungen erfordert häufig innerhalb des Betriebes eine durch Ummontage kontrollierbare Veränderung oder Neueinstellung des Grenzdrehmomentes. Um diese Forderung zu erfüllen, haben sich alle diejenigen Sperrkörperkupplungen vorteilhaft erwiesen, bei denen eine möglichst grosse Anzahl von Sperrkörpern, jeweils durch Federn beaufschlagt, in Vertiefungen des benachbarten Kupplungsteiles eingreifen.
Durch Hinzufügen oder Wegnehmen einzelner Sperrkörper und Federn bzw. durch Austausch von Federgrössen können solche Sperrkörperkupplungen im praktischen Einsatz einfach und doch zuverlässig kontrollierbar den verschiedenen Anforderungen angepasst werden. Das gleiche trifft natürlich auch für die Werksmontage zu.
Die bei der Leichtbautendenz erwünschten günstigen Maschinenleistungen, welche sich auch in wesentlich höheren Drehzahlen ausdrücken, verlangen ein möglichst niedriges Grenzdrehmoment der Überlastkupplungen. Hiedurch wird die Überlastkupplung automatisch zu einer Anzahl von Betriebsschaltungen gezwungen, ohne dass eine übermässige Erwärmung bzw. übermässiger Verschleiss eintritt. Vor allem soll nach der Schaltung der Überlastkupplung ein möglichst hohes Drehmoment erhalten bleiben, damit es nicht zu Arbeitsunterbrechungen kommt, wobei die Drehmomentenlinie möglichst waagrecht und gleichmässig mit ganz geringer Schwingungsamplitude verläuft.
Nach der Erfindung können fast alle Sperrkörperkupplungssysteme so verändert bzw. konstruktiv ausgebildet werden, dass ein voller Kraft- und Reibungsschluss auch nach dem Überschreiten des Grenzdrehmomentes erreicht wird, ohne dass die bekannten Vorteile von Sperrkörperkupplungen eingeschränkt werden. Zu diesem Zweck wird die Anordnung so getroffen, dass immer nur ein Teil der Sperrkörper sich in Eingriffsstellung befindet, und die Bedingung erfüllt ist, dass der zwei benachbarten Vertiefungen zugehörige Teilungswinkel immer gleich oder kleiner ist als die Summe aller Zentriwinkel, wobei jeder dieser Zentriwinkel der kraftübertragenden Anlagefläche eines Sperrkörpers an der mit ihm in Eingriff stehenden Vertiefung zugehört.
Ist vorstehende Bedingung erfüllt, so wird ein gleichmässiges Drehmoment nach Überschreiten des Grenzdrehmomentes aufrechterhalten. Die früher unerwünschten Zwischenbeschleunigungen werden innerhalb der Relativgeschwindigkeit der Kupplungsteile zueinander vermieden.
Das der Erfindung zugrundeliegende Prinzip wird in der folgenden Beschreibung und den Zeichnungen in einem Beispiel dargestellt. Es lässt sich jedoch auch bei jeder beliebigen Ausführung von Sperrkörper-
<Desc/Clms Page number 2>
EMI2.1