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Vorrichtung zum Einziehen von Absatzüberzügen
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Einziehen von Absatzüberzügen mittels eines rotierenden
Werkzeuges, wobei das Werkzeug als starre Scheibe ausgebildet und fliegend gelagert ist, die die Übel- stände vermeiden soll, die bisher mit der Durchführung dieser Arbeiten verbunden waren.
Um diese ursprünglich von Hand durchgeführten Arbeiten zu erleichtern und Arbeitszeit einzusparen, sind Einrichtungen mit rotierenden Werkzeugen in Form von Walzen oder Bürsten bekanntgeworden. Diese
Einrichtungen waren jedoch jeweils nur für bestimmte Arbeiten vorgesehen und aus Stabilitätsgründen, doppelt gelagert. Dadurch war wiederum die Zugänglichkeit sehr erschwert und die Verwendungsfähigkeit beeinträchtigt. Es ist auch ein fliegend gelagertes Rad bekanntgeworden, das an seinem Umfang Zähne mit Schneiden aufweist und als Fräser wirkt, um die umgelegten Lappen abzuschaben. Um eine saubere
Arbeit zu erhalten und nicht zu viel Material dabei wegzuschneiden, ist eine grosse Geschicklichkeit erforderlich, die ungelernten Hilfskräften nicht zuzutrauen ist.
Demgegenüber weist erfindungsgemäss das Werkzeug an der mit dem Werkstück in Berührung kommenden Mantel-und Stirnfläche in bezug auf die Werkzeugachse bzw. auf die Radien schräg verlaufende abgerundete Rippen auf, wobei gegebenenfalls die Mantelfläche eine Kegelfläche ist. Es hat sich erwiesen, dass durch diese Ausbildung nicht nur eine ausgezeichnete Zugänglichkeit und vielseitige Verwendungsmöglichkeit gegeben ist, sondern dass die starre Ausbildung auch ein Einziehen an räumlich gekrümmen Flächen ermöglicht, wo starke Faltenbildung erforderlich ist. Die Bedienung kann durch ungelernte Hilfskräfte erfolgen.
Nach einem weiteren Kennzeichen beträgt der Winkel, den eine an der Mantelfläche angeordnete Rippe mit der Achse bzw. den eine Rippe an der Stirnfläche mit ihrem durch ihren äusseren Endpunkt hindurchgehenden Radius einschliesst, etwa 45 .
In der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung in natürlicher Grösse beispielsweise dargestellt. Es zeigt Fig. 1 die Vorrichtung in Stirnansicht, während Fig. 2 eine Seitenansicht der Vorrichtung darstellt.
Wie aus der Zeichnung leicht erkennbar ist, besteht die Vorrichtung im wesentlichen aus einem als Rad ausgebildeten Werkzeug l. welches mittels eines Ansatzstückes 2 auf der Welle 3 eines Antriebsmotors 4 befestigt ist. Das Ansatzstück 2 dient im wesentlichen dazu, das Werkzeug 1 im Abstand vom Antriebsmotor 4 anzuordnen, um bessere Manipulationsmöglichkeiten zu schaffen. Das Werkzeug 1 weist eine Nabe 5 auf, mit der es am Ansatzstück 2 befestigt ist und hat eine im wesentlichen scheibenartige Form, wobei die Umfangsfläche 6 konisch ausgebildet und mit Rippen 7 versehen ist. Diese Rippen 7 verlaufen schräg zur Achsrichtung des Werkzeuges. Auch die Stirnfläche des Werkzeuges 1 weist einen mit schrägen Rippen 8 versehenen erhabenen Kranz 9 auf, während der Nabenteil versenkt angeordnet ist.
Beim Einziehen kommen nur die gerippten Teile des Werkzeuges 1 mit dem Werkstück, also dem mit Leder oder Kunststoff beklebten Schuhabsatz, in Berührung. Dabei dient der konische Teil 6 zum Einziehen, d. h. Umlegen des über den Rand des Absatzbettes des Schuhabsatzes vorstehenden Randes des aufgeklebten Leders, wohingegen der auf der Stirnfläche vorgesehene Kranz 9 beim Einziehen der am Auftritt des Absatzes vorstehenden Lederränder Verwendung findet. Um die Arbeit zu erleichtern und ein Ausgleiten beim Andrücken des Absatzes gegen das Werkzeug 1 zu verhindern, sind Führungen 13 und 14 an einem Führungsträger 12 befestigt. Der Führungsträger 12 ist seinerseits mittels einer Schiene 11 am Gehäuse des Antriebsmotors 4 mit den Motorbefestigungsschrauben befestigt.
Die oben angeordnete Führung 13 ist bügelförmig vor der konischen Umfangsfläche 6 angeordnet und dient als Anschlag, an dem der Schuhabsatz unter Ausführung einer drehenden Bewegung mit dem ganzen Rand des Absatzbettes entlang geführt wird.
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Die andere Führung 14 umgreift das Werkzeug 1 von unten und bildet vor der mit dem Kranz 9 versehenen Stimfläche des Werkzeuges 1 einen bügelförmigen Anschlag 15, der beim Einziehen am Auftritt zum Anlegen des Absatzes dient.
Die erfindungsgemässe Absatzüberzug-Einziehvorrichtung erspart das zeitraubende Einziehen des Überzuges am Absatz von Hand. Die Absatzkanten werden schöner und gleichmässiger.
Im besonderen ist die Leistung auf dieser Maschine beachtenswert. Beim Einziehen des Überzuges nur am Absatzbett ist die durchschnittliche Stundenleistung 220 - 240 Paar. Wird der Absatzüberzug auch am Auftritt eingezogen, ist die durchschnittliche Stundenleistung 190 - 200 Paar.
Für diese Leistung benötigt man nur eine Arbeitskraft, während früher bei Handarbeit vier Arbeitskräfte dafür notwendig waren.
Das Werkzeug 1 ist aus Metall, vorzugsweise Gusseisen, hergestellt, doch kann es auch aus andern Materialien, insbesondere Kunststoffen, gefertigt sein.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zum Einziehen von Absatzüberzügen mittels eines rotierenden Werkzeuges, wobei das Werkzeug als starre Scheibe ausgebildet und fliegend gelagert ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Werkzeug (1) an der mit dem Werkstück in Berührung kommenden Mantel- (6) und Stirnfläche (9) in bezug auf die Werkzeugachse bzw. auf die Radien schräg verlaufende, abgerundete Rippen (7 bzw. 8) aufweist und dass gegebenenfalls die Mantelfläche (6) eine Kegelfläche ist.