AT222668B - Kohle- und Durchschreibepapier - Google Patents

Kohle- und Durchschreibepapier

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AT222668B
AT222668B AT161960A AT161960A AT222668B AT 222668 B AT222668 B AT 222668B AT 161960 A AT161960 A AT 161960A AT 161960 A AT161960 A AT 161960A AT 222668 B AT222668 B AT 222668B
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AT
Austria
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carbon
sep
paper
carbonless paper
writing
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Application number
AT161960A
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English (en)
Inventor
Rudolf Ing Ruecker
Original Assignee
Koreska Gmbh W
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



    Kohle-und Durchschreibepapier    
Es ist bekannt, Kohle- und Durchschreibepapier in der Weise zu erzeugen, dass auf ein Trägermate- rial, die sogenannten Carbonrohseiden, eine poröse, schwammartige Kunststoffschicht aufgetragen wird, in deren Poren in Form feinster Tröpfchen eine Farbmasse eingelagert ist, die aus einer Lösung oder Dis- persion von Farbstoffen oder Pigmenten in nicht flüchtigen Ölen besteht. Ein so aufgebautes Kohlepapier unterscheidet sich von den gewöhnlichen, seit Jahrzehnten bekannten Kohlepapieren, deren Farbmasse aus einem Wachs-Öl-Gemisch plus Farbstoff besteht, in sehr charakteristischer Weise.

   Bei den herkömm- lichen Kohlepapieren wird nämlich unter dem Druck des Schreibgerätes, sei es der Schreibmaschinentype oder des   Handschreibegerätes,   ein feinster Film von der Farbmasse auf das darunterliegende Durchschrei- bepapier abgedrückt und bildet dort das gewünschte Schriftzeichen. Demgegenüber wird bei dem Kohle- papier mit Kunstharzfarbschicht unter dem Druck des Schreibgerätes ein Teil der Farbmasse aus den mi- kroskopisch feinen Poren herausgedrückt und auf das darunterliegende Schreibpapier übertragen. Der Vor- teil der modernen Kohlepapiere mit Kunststoffarbschicht liegt darin, dass sie ergiebiger sind, bei Berührung mit der Hand weniger leicht schmutzen und nicht am Unterlagepapier haften.

   Ein weiterer Vorteil des modernen Kohlepapieres mit Kunststoffarbschicht ist, dass durch die schwammartige Struktur ein Farbausgleich innerhalb des Kohlepapieres gegeben ist, sich das Kohlepapier   wieder"erholt",   während das herkömmliche Kohlepapier an den beschriebenen Stellen abgeschrieben wird. 



   Es hat sich jedoch bei dieser Art von Kohlepapier als Nachteil   erwiesen. dass   sich zahlreiche Pigmente auf Grund der herrschenden Polaritätsverhältnisse durch den Schreibdruck nicht aus der Schicht herauspressen lassen. In andern Fällen verändert sich erst im Laufe der-Lagerung der Verteilungszustand zahlreicher Pigmente in der Schicht derart, dass sie sich nur ungenügend auspressen lassen, wodurch die Farbkraft der beim Schreibvorgang ausgepressten Dispersion sehr stark abnimmt. 



   Um diesem Übelstand abzuhelfen, hat man die Verwendung von Stoffen vorgeschlagen, die in pola-   ren organischen Lösungs- und Weichmachungsmitteln   als   Schutzdispersoide für Russ u. a. Pigmente   zu wirken in der Lage sind. Diese Dispergatoren sind makrocyclische, mindestens einen Porphinkern enthaltende Verbindungen, vorzugsweise Phthalocyanine. Diese Dispergatoren wirken aber ausreichend nur in polaren Medien. Solche polare Medien liegen vor, wenn man pflanzliche Öle verwendet. Diese zeigen jedoch auf Grund ihrer chemischen Konstitution Anfälligkeit gegen Alterung,   d. h.   sie werden durch Sauerstoff aufgespalten. Durch die grosse Oberfläche des Blattes wird dieser Effekt noch begünstigt. Diese Vorgänge verringern die Lebensdauer derartiger Kohle- und Durchschreibepapiere ganz erheblich. 



   Die Erscheinung des Alterns lässt sich durch Einsatz paraffinischer Kohlenwasserstoffe wie z. B. Mineralöl vermeiden, da diese Substanzen auf Grund ihres chemischen Aufbaues gegen Sauerstoff unempfindlich sind. Paraffinische Kohlenwasserstoffe sind aber Verbindungen unpolaren Aufbaues. 



   Die bisher vorgeschlagenen Dispergatoren wie z. B. Phthalocyanine lassen sich daher nur äusserst nachteilig verwenden. 



   Gegenstand der Erfindung sind Schutzdispersoide, die ihre Wirkung insbesondere in solchen unpolaren Medien entfalten, die keine Alterungserscheinungen zeigen. Eine solcherart wirkende Substanz ist erfindungsgemäss im Graphit gegeben. 



   Graphit, kolloidal dispergiert in Ölen,   z. B.   im Mineralöl, ist als Schmiermittel längst bekannt. 



  Dies ist aber ein Anwendungsgebiet, das dem Gegenstand der vorliegenden Erfindung völlig fremd ist. 



   Es hat sich herausgestellt, dass solche Dispersionen von kolloidalem Graphit befähigt sind, Russ u. a. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



  Pigmentteilchen derart in Schwebe zu halten, dass sie aus den Poren der Kunststoffschicht durch den Druck des Schreibinstrumentes ausgepresst werden. 



   Dadurch, dass diese Dispergierung auch in unpolaren Medien eintritt, wird erst die Verwendung dieser Medien ermöglicht. Unpolare Medien wie z. B. Kohlenwasserstofföle bieten in Übertragungsschichten der oben beschriebenen Art grosse Vorteile, da sie chemisch vollkommen indifferent sind und insbesondere im Gegensatz zu den polaren Verbindungen keinerlei   Zersetzungserscheinungen   durch äussere Einflüsse, insbesondere dem Einfluss des Luftsauerstoffes, unterworfen sind. Die durch kolloidalen Graphit erzielte hochgradige Dispergierung der Pigmentteilchen gewährleistet beim Auspressen der flüssigen Phase aus der schwammartigen Kunststoffschicht durch den Druck des Schreibinstrumentes die Entstehung von intensiven Markierungen auf der darunterliegenden Oberfläche. 



   Während es also nur dann möglich war, intensiv schreibende Papiere,   d. h.   also Papiere mit hochdisperser Verteilung der Pigmente in der flüssigen Phase zu erreichen, wenn die flüssige Phase aus pflanzlichen Ölen bestand, ist es durch die erfindungsgemässe Verwendung von kolloidal verteiltem Graphit nunmehr erst möglich geworden, Papiere mit guter Alterungsbeständigkeit und gleichzeitig intensiverer Schrift herzustellen. Dies beruht darauf, dass die erfindungsgemässe Anwendung von kolloidalem Graphit eine Stabilisierung der hochdispersenVerteilung   von Russ   und andern Pigmenten auch in unpolaren Medien ermöglicht.

   Dadurch erst sind die beiden Hauptanforderungen, die man an ein Durchschreibepapier stellt, nämlich intensive Schrift und gute Lagerbeständigkeit, auch bei Kohlepapieren mit einer schwammartigen Kunststoffschicht, gleichzeitig zu erreichen. 



   Ein Ausführungsbeispiel eines   erfindungsgemässen   Durchschreibepapieres ist das folgende : 
 EMI2.1 
 
<tb> 
<tb> 31 <SEP> Gew.-Teile <SEP> eines <SEP> Mischpolymerisates <SEP> aus <SEP> Vinylchlorid
<tb> und <SEP> Vinylacetat
<tb> 14 <SEP> tI <SEP> Gasruss <SEP> 
<tb> 25 <SEP> " <SEP> Kolloidgraphit <SEP> in <SEP> Öl
<tb> 30 <SEP> " <SEP> Mineralöl <SEP> 
<tb> 
 werden in 200 Gew.-Teilen eines geeigneten Lösungsmittels, z. B. Aceton oder Methyläthylketon, in der üblichen Form auf Karbonrohseide aufgetragen und getrocknet.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Kohle- und Durchschreibepapier mit einer porösen schwammartigen Kunststoffschicht, in deren Poren eine Dispersion von Farbpigmenten in Form feinster Tröpfchen eingelagert ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Farbpigmente durch kolloidal verteilten Graphit in Dispersion gehalten werden.
AT161960A 1960-03-02 1960-03-02 Kohle- und Durchschreibepapier AT222668B (de)

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