AT222784B - Mittel zur Verhinderung der Beschlagsbildung auf blanken Flächen von medizinischen Geräten - Google Patents

Mittel zur Verhinderung der Beschlagsbildung auf blanken Flächen von medizinischen Geräten

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AT222784B AT126260A AT126260A AT222784B AT 222784 B AT222784 B AT 222784B AT 126260 A AT126260 A AT 126260A AT 126260 A AT126260 A AT 126260A AT 222784 B AT222784 B AT 222784B
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Sigmapharm Dr H Punzengruber &
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  Mittel zur Verhinderung der Beschlagsbildung auf blanken Flächen von medizinischen Geräten 
Die Erfindung bezieht sich auf Mittel zur Verhinderung der Beschlagsbildung auf blanken Flächen von   medizinischen     (jeraten, msoesondere   auf Flächen aus Glas oder Metall von vorzugsweise zum   Einführen   in Körperhöhlen bestimmten medizinischen Geräten. 



   Durch Untersuchungen wurde festgestellt, dass Mittel der angeführten Art, wenn sie für den vorgese- henen Verwendungszweck ohne Einschränkung gut geeignet sein sollen, eine Reihe von Bedingungen er- füllen müssen. Vor allem müssen die Mittel filmbildende Eigenschaften und eine genügende Haftfestig- keit an blanken Flächen, insbesondere aus Glas oder Metall, und eine genügende Transparenz aufweisen, damit der von ihnen auf den blanken Flächen gebildete Film ausreichend durchsichtig ist und nicht störend wirkt. Mit diesen Forderungen steht die weitere Forderung Im engsten Zusammenhang, dass bereits sehr geringe Mengen dieser Mittel genügen müssen, eine hinreichende Filmbildung zu gewährleisten, damit die Durchsichtigkeit bzw. Wiedergabefähigkeit der betreffenden, damit versehenen Geräte nicht gefähr- det wird. Mit andern Worten gesagt heisst das, dass z.

   B. im Falle von laryngologischen Untersuchungen das bisher auftretende unerwünschte Phänomen des Beschlagens der Flächen der Untersuchungsspiegel mit Kondenswasser, wobei bei schwachem Behauchen Wassertröpfchen einer Grösse von etwa 10 Mikron, bei, starkem Behauchen sogar Wassertröpfchen einer Grösse von etwa 100 Mikron auftreten, wodurch es an der Spiegeloberfläche zum lichtzerstreuenden Effekt der sogenannten"Wasserlinse"kommt, dadurch beseitigt werden muss, dass sich das Wasser auf Grund des Vorliegens des Mittels in Form eines festhaftenden, durchsichtigen Filmes und nicht in Form von Tröpfchen kondensiert.

   Es kann in diesem Zusammenhang erwähnt werden, dass auch bereits versucht worden ist, die Tröpfchenkondensation auf medizinischen Geräten, Insbesondere Spiegeln, auf elektrischem Wege durch Einbau von kleinen Heizschlangen, die durch Kleinstbatterien gespeist werden, zu verhindern ; diese Versuche wurden jedoch wieder aufgegeben, da sich solche Geräte und vor allem Spiegel als zu unhandlich erwiesen. Weitere Forderungen, die von Mitteln der den Gegenstand   der Erfindung bildendenArt   unbedingt erfüllt werden müssen, bestehen darin, dass diese Mittel die betreffenden Geräte nicht korrodieren dürfen und dass sie ferner keine toxische Wirkung auf den zu behandelnden Organismus ausüben. Schliesslich müssen diese Mittel auch einen verträglichen Geruch und Geschmack haben. 



   Es wurde nun gefunden, dass ein ausgezeichnetes und allen zu stellenden Anforderungen   gerechter-     dendes Mittel zur Verhinderung der Beschlagsbildung   auf blanken Flächen von medizinischen Geräten, insbesondere auf   Flächen   aus Glas oder Metall von vorzugsweise zum Einführen in Körperhöhlen bestimmten   medizinischen Geräten   dann vorliegt, wenn in einem leichtflüchtigen und mit Wasser mischbaren organischen Trägermittel, insbesondere Alkohol, ein oder mehrere anionenaktive oder kationenaktive oder   neutralaktiveStoffe, d. h.   also oberflächenaktive Stoffe, enthalten sind.

   Demgemäss ist das Mittel gemäss der Erfindung dadurch gekennzeichnet, dass es aus etwa 70% eines leichtflüchtigen, mit Wasser mischbaren organischen Lösungsmittels, vorzugsweise Alkohol, als Trägermittel und etwa   51o   eines oder mehrerer anionaktiver oder kationenaktiver oder nichtionogenaktiver Stoffe, Rest Wasser, besteht. 



   Mittel   zur Verhütung   des Beschlagens von durchsichtigen oder reflektierenden Flächen bzw. zur Verhinderung einer Tropfen- oder Eisbildung auf solchen Flächen sind an sich   bereit ! in   grosser Zahl bekannt. 



  Diese Mittel bestehen beispielsweise aus überwiegenden Mengen Wasser mit einem geringen Zusatz von oberflächenaktivenstoffen und gegebenenfalls Stoffen, die den Gefrierpunkt der Lösung stark herabsetzen, 

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 wie Alkoholen (deutsche Patentschriften Nr.   565724,   Nr. 593394, franz. Patentschrift Nr.   1. 087. 391,   USA-Patentschriften Nr. 1, 638, 272, Nr. 2, 292, 097, Nr. 2, 416, 051 und schweizerische Patentschrift Nr. 277934). Ein anderes bekanntes Mittel, das zum Ableiten aufprallender Regentropfen von Glasscheiben od. dgl. bestimmt ist, besteht aus einer Mischung von nicht über 20% Glycerin, nicht weniger als   1%     Hühnereiweiss   und geringen Mengen eines Konservierungsmittels (deutsche Patentschrift Nr. 560603). 



  Es ist bisher jedoch noch nicht vorgeschlagen worden, Mittel dieser Art zur Verhinderung der Beschlagsbildung auf blanken   Flächen von medizinischen Geräten   zu verwenden und es ist darüber hinaus auch nicht versucht worden, Mittel mit einem Gehalt von etwa   70%   an einem leichtflüchtigen, mit Wasser mischbaren organischen Lösungsmittel und etwa   51o   an anionenaktiven, kationenaktiven oder nichtionogenaktivenStoffen, Rest Wasser, für diesen Zweck einzusetzen.

   Erst die gemeinsame Verwendung dieser Komponenten hat aber zur Folge, dass ein Mittel, nämlich das Mittel gemäss der Erfindung erhalten wird, das bei einer leichten Anwendbarkeit nicht nur in besonders hohem Masse die üblicherweise für solche Mittel zu   ordenden   Eigenschaften einer guten Fähigkeit zur Filmbildung, einer genügenden Haftfestigkeit an blanken Flächen und einer genügenden Transparenz bei Anwendung von schon kleinen Mengen aufweist, sondern überdies keine wie immer geartete Korrosion auf die betreffenden   medizinischen Geräte   und keine toxische Wirkung auf den zu behandelnden Organismus ausübt und einen verträglichen Geruch und Geschmack hat. 



   Das Mittel gemäss der Erfindung, das auch als Klarsichtmittel oder Antibeschlagmittel bezeichnet werden   kann, kann gegebenenfalls als oberflächenaktive Stoffe anionenaktive oder kationenaktive   Stoffe   zu-     sammen mitneutralaktiven Stoffen enthalten, wogegen   eine gleichzeitige Verwendung von anionenaktiven und kationenaktiven Stoffen ausgeschlossen ist. 



   Als Beispiele für anionenaktive Stoffe, die im Rahmen der vorliegenden Erfindung verwendet werden können, können die Alkali-, Ammonium-, Morpholin-, Mono-,   Di-und Triäthanolamin-Salze   von höheren Carbonsäuren, wie Palmitin-, Stearin- und Ölsäure und Carboxymethylcellulose, von Sulfonsäuren, 
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 ten oder acylierten Alkoholen, und sulfatierte natürliche Öle vom Typ des   Türkischrotöls,   genannt werden. Als kationenaktive Stoffe kommen z. B. Halogenide, Sulfate, Nitrate und Phosphate von primären, sekundären und tertiären Aminen und insbesondere quartären Ammoniumbasen in Betracht, wie Alkyldimethylbenzylammoniumchlorid mit einem Alkylrest von 8 bis 18   Kohlenstoffatomen, Laurylpyridinium-   
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 schmack, Toxizität usw. besser erfüllt als z. B.

   Methanol, Propanol, Aceton oder Dioxan, und gleichzeitig eine Sterilität des Mittels bewirkt und ausserdem nach dem Auftragen auf das medizinische Gerät rasch   abdunstet. Ganz   allgemein und auch bei Vorliegen von Alkohol als Trägermittel können ferner noch   keimtötendestoffe   zugesetzt werden. Die Menge an aktiven Stoffen, also anionenaktiven oder kationenaktiven und/oder nichtionogenaktiven Stoffen, beträgt zweckmässig etwa   5%,   auf wasserfreie Basis bezogen. So können   z. B.   neben 70 g Alkohol (absolut) und 10 g Wasser noch 20 g einer   25% eigen   wässerigen Lösung von anionenaktiven oder kationenaktiven und/oder nichtionogenaktiven Stoffen vorliegen, wobei also der Gesamtgehalt an den aktiven Stoffen 5 g und somit etwa   5%   beträgt.

   Der Gehalt an aktiven Stoffen kann jedoch auch bis zu etwa   1%   herabgesetzt werden. Beispielsweise werden gute Ergebnisse bei Verwendung eines Mittels erhalten, das neben 70 gAlkohol und 10 gWasser aus 20 g einer   25% gen   wässerigen Lösung aufgebaut ist, die etwa 4,5 g alkylsulfonsaures Natrium und 0, 5 g Äthanolamid oder aber 3, 5g Na-Fettalkoholäther-Sulfat, 1g Alkylarylsulfonsäure-Na-Salze und   0,     5 g   Kokosfettsäure-mono- äthanolamid enthält. 



   Das Mittel gemäss der Erfindung hat sich bei seiner Anwendung z. B. bei Geräten für Ohren-, Nasen- 

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 und Kehlkopfuntersuchungen, besonders in der Kinderpraxis und hei länger andauernden laryngologischen Manipulationen sowie bei endoskopischen Optiken und Rohren, allen Arten von   Unteisuchungsspiegeln   und für Brillen beim Operieren mit Maske sehr gut bewährt. 



   PATENTANSPRÜCHE : 
1. Mittel zur Verhinderung der Beschlagsbildung auf blanken Flächen von medizinischen   Geräten,   insbesondere auf Flächen aus Glas oder Metall von vorzugsweise zum Einführen in Körperhöhlen bestimmten medizinischen Geräten, dadurch gekennzeichnet, dass es aus etwa 70% eines leichtflüchtigen, mit Wasser mischbaren organischen   Lösungsmittels, vorzugsweise Alkohol,   als Trägermittel und etwa 5% eines oder mehrerer anionenaktiver oder kationenaktiver oder nichtionogenaktiver Stoffe, Rest Wasser, besteht.

Claims (1)

  1. 2. Mittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es anionenaktive oder kationenaktive Stoffe zusammen mit nichtionogenaktiven Stoffen enthält. EMI3.1 dadurch gekennzeichnet, dassäthanolamid, Rest Wasser, besteht.
    5. Mittel nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass es als Zusatz keimtötende Stoffe enthält.
AT126260A 1960-02-18 1960-02-18 Mittel zur Verhinderung der Beschlagsbildung auf blanken Flächen von medizinischen Geräten AT222784B (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1255837B (de) * 1964-05-02 1967-12-07 Stockhausen & Cie Chem Fab Mittel zur wasserabweisenden Impraegnierung von festen, nichttextilen Oberflaechen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1255837B (de) * 1964-05-02 1967-12-07 Stockhausen & Cie Chem Fab Mittel zur wasserabweisenden Impraegnierung von festen, nichttextilen Oberflaechen

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