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Trennschweissmaschine zum Verschliessen und Abtrennen einer Schlauchfolie aus thermoplastischem Kunststoff
Zur Herstellung von Beuteln aus einem Schlauch aus thermoplastischem Kunststoff, z. B. aus Poly- äthylen oder Polyvinylchlorid, ist ein Verfahren bekannt, bei dem zur Bildung der verschlossenen Beutel- enden der Schlauch örtlich zusammengerafft, an dieser Stelle verschweisst und gleichzeitig die Schweissstelle in derQuerrichtung des Schlauches durchschnitten wird. Bei diesem Verfahren können in einem Ar- beitsgang zwei benachbarte Enden aufeinanderfolgender Beutel gebildet und verschlossen werden. Der verarbeitete Schlauch kann eine Schlauchfolie oder ein Schlauchnetz sein. Die Schweissstellen werden bei dem Verfahren üblicherweise mit Luft gekühlt. Diese Kühlung ist aber sehr aufwendig und zeitraubend und zudem wenig wirksam.
Die Erfindung bezweckt die geschilderten Nachteile zu vermeiden.
Bei einer Trennschweissmaschine zum Verschliessen und Abtrennen einer Schlauchfolie aus thermoplastischem Kunststoffbei der Herstellung von Beuteln, die aus zwei in Abstand nebeneinander angeordneten Klemmvorrichtungen und einem zwischen diesen senkrecht zur Schlauchfolie verschiebbar angeordneten heizbaren Trennmesser besteht, ist erfindungsgemäss in der Ebene des Trennmessers verschiebbar ein Kühlkörper geführt, welcher jeweils nach dem Trennmesser zwischen die durch dieses erzeugten Trennflächen der Schweissstelle einführbar ist, wobei gleichzeitig mindestens eine der Klemmvorrichtungen in Längsrichtung des Schlauches im Sinne einer Vergrösserung des gegenseitigen Abstandes bewegbar ist.
Um hiebei eine ungehindert und gut wärmeübertragende Berührung des Kühlkörpers mit den Trennflächen der Schweissstelle zu erreichen, wirken die Klemmvorrichtungen mittels eines am Kühlkörper seitlich angebrachten, in der Vorschubrichtung des Kühlkörpers keilförmig abgeschrägten Nockens bei der Bewegung des Kühlkörpers auf die Schweissstelle mit Druckrollen an den Schenkeln der Klemmvorrichtungen zusammen, wobei letztere zunächst seitlich aus der Bahn des Kühlkörpers abgelenkt und bei Erreichen der Endstellung des Kühlkörpers wieder in ihre Ausgangsstellung zurückkehren. Der Kühlkörper kann mit einer besonderen Kühlung, z. B. mittels Kühlwasser, ausgerüstet sein. Bei genügender Wärmekapazität des Kühlkörpers ist aber eine solche besondere Kühlung im allgemeinen entbehrlich.
Ein Ausführungsbeispiel einer Trennschweissmaschine nach der Erfindung ist in den Fig. 1 - 3 schematisch dargestellt, wobei Fig. l die Anordnung der einzelnen Teile im Aufriss entlang der Linie I - I der Fig. 2 zeigt und die Fig. 2 und 3 die Anordnung im Grundriss in zwei verschiedenen Phasen des Verfahrens darstellen. Der Übersichtlichkeit wegen sind die für die Erfindung nicht wesentlichen Teile der Maschine weggelassen.
Die beiden Klemmvorrichtungen 1 sind jeweils aus den Klemmbacken 2 und 3 gebildet, die in Eingriffsstellung, z. B. durch Federdruck, aufeinandergepresst gehalten werden. Durch die Federn 4 werden diese Klemmvorrichtungen in der in Fig. 2 dargestellten gegenseitigen Lage gehalten. Zwischen den Klemmvorrichtungen 1 sind in einer vertikalen Ebene verschiebbar das Schweissmesser 5 und das Kühlmesser 6 angeordnet. Das Schweissmesser 5 ist hier an dem um eine waagrechte Achse schwenkbaren Hebel 7 befestigt. Das Kühlmesser 6 sitzt an dem freien Ende des Armes 8 und ist zwischen den Klemmvorrichtungen 1 verschiebbar gefuhrt. Seitlich besitzt der Arm 8 zwei Nocken 9, die an ihrer Vorderfläche 10 keilförmig abgeschrägt sind. Beide Klemmvorrichtungen sind in dem dargestellten Beispiel seitlich verschiebbar und werden durch die Nocken 9 des Kühlmessers gesteuert.
Zu diesem Zweck sind an
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den rückwärtigen Teilen der Backen 2 Walzen 11 gelagert, an denen die Nocken 9 des Kühlmessers bei dessen Bewegung angreifen.
Nachdem der Schlauch 12 mit seinem zusammengerafften Teil 13 in den Klemmvorrichtungen l festgespannt ist, wird das geheizte Schweissmesser 5, wie aus Fig. 2 ersichtlich, zwischen den Klemmvorrichtungen auf den Schlauchteil 13 aufgesetzt und bewegt sich infolge seines Gewichtes durch den durch die Hitze des Schweissmessers erweichten Schlauchteil 13 hindurch, wobei der Schlauch an dieser Stelle verschweisst und zugleich an der Schweissstelle quer durchschnitten wird. Das Kuhlmesser 6 befindet sich während dieses Vorganges in der in Fig. 2 gezeichneten Lage. Alsdann wird das Schweissmesser 5 wieder in die aus Fig. l ersichtliche Lage angehoben. Danach oder gleichzeitig wird das Kühlmesser 6 aus der Lage gemäss Fig. 2 in die Lage gemäss Fig. 3 vorgeschoben (in Fig. l punktiert dargestellt).
Hiebei drükken die Nocken 9 des Kühlmessers auf die Walzen 11 der Backen 2 und schieben dabei die Klemmvorrichtungen seitwärts bis in die in Fig. 2 strichliert dargestellte Lage, wodurch die beim vorhergehenden Trenn-
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Kühlmesser 6 Platz machen. Beim weiteren Vorrücken des Kühlmessers werden alsdann die Klemmvorrichtungen 1, sobald sich die Nocken 9 an den Walzen 11 vorbeigeschoben haben, unter der Wirkung der Federn 4 wieder bis in die in Fig. 3 dargestellte Lage zusammengeschoben und hiebei die Trennflächen der Schweissstelle des Schlauches mit dem Kühlmesser 6 in Berührung gebracht. Hierauf können die Klemmvorrichtungen 1 gelöst und die fertig geschweissten Schlauchteil aus der Maschine herausgenommen werden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Trennschweissmaschine zum Verschliessen und Abtrennen einer Schlauchfolie aus thermoplastischem Kunststoff bei der Herstellung von Beuteln, bestehend aus zwei in Abstand nebeneinander angeordnetenKlemmvorrichtungen und einem zwischen diesen senkrecht zur Schlauchfolie verschiebbar angeordneten heizbaren Trennmesser, gekennzeichnet durch einen in der Ebene des Trennmessers (5) verschiebbar geführten Kühlkörper (6), welcher jeweils nach dem Trennmesser zwischen die durch dieses erzeugten Trennfläche derSchweissstelle einführbar ist, wobei gleichzeitig mindestens eine der Klemmvorrichtungen in Längsrichtung des Schlauches im Sinne einer Vergrösserung des gegenseitigen Abstandes bewegbar ist.