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Abgassammelkammer mit Zugunterbrecher für gasbeheizte Geräte aller Art
Die Erfindung bezieht sich auf eine Abgassammelkammer mit Zugunterbrecher für gasbeheizte Gerä- te aller Art, z. B. Zentralheizungskessel, Durchlauferhitzer, Raumheizöfen u. dgl., u. zw. jener bekann- ter Bauart, bei der an der Mündung des Abzugsrohres ein oder mehrere Leitflügel angebracht sind, die einen eventuellen Rückstrom gegen eine unterhalb des Abzugrohres in der Wand der Abgassammelkammer angebrachte Öffnung hinlenken.
Bei den bisher bekannten Abgassammeikammern dieser Bauart endet der Abzugstutzen an der Rück- wand des Gerätes und waren anschliessend an die im Mündungsteil des Abgasstutzens eingebauten Leitflü- gel weitere Leitbleche in die Abgassammelkammer selbst eingebaut, welche einen eventuellen Rück- strom nach unten zur Zugunterbrecheröffnung hinlenken. Dies hat den Nachteil, dass man dieses Gerät ohne Ausbau und veränderten Einbau dieser Leitbleche nur für Kaminanschluss an die Rückwand verwenden kann. Nun müssen aber solche Gasgeräte je nach Bedarf wechselnd teils mit einem an die Rückwand und teils mit einem an eine der beiden Seitenwände bzw. an die Deckwand anschliessenden Abzugstutzen aus- gerüstet werden, was bei der vorerwähnten Bauart die Fabrikation kompliziert und eine mehrfach ver- grösserte Lagerhaltung erfordert.
Durch die Erfindung wurde eine Abgassammelkammer der eingangs erwähnten Bauart geschaffen, die demgegenüber den Vorteil bietet, dass sie in gleicher Weise, ohne Umbauten, für Kaminanschluss an der
Rückwand, an einer der Seitenwände oder auch an der Deckwand verwendbar ist, was die Fabrikation und
Lagerhaltung sehr vereinfacht.
Erfindungsgemäss wird dies dadurch erreicht, dass die Leitflügel in einen in die Abgassammelkammer einragenden Endteil des Abzugrohres eingebaut sind und dass an mehreren oder allen die Abgassammel- kammer umschliessenden Wandteilen, nämlich der Rückwand, den Seitenwänden und der Deckwand, Öffnungen für das Einsetzen des Abzugrohres vorgesehen sind, die alle ; bis auf die jeweils zur Aufnahme des Abzugstutzens gebrauchte abgedeckt sind.
Vorzugsweise ist das die Leitflügel enthaltende, innere Ende des Abzugstutzens schräg, z. B. unter
600, zu seiner Achse abgeschnitten.
Nachstehend wird an Hand der Zeichnung einAusführungsbeispiel der Erfindung näher erläutert. Fig. l zeigt einen schematischen Schnitt durch den. oberen Teil eines gasbeheizten Zentralheizungskessels, Fig. 2 einen Schnitt nach Linie II-II der Fig. l und Fig. 3 eine Draufsicht auf den Kessel, nach Abnahme der Deckwand.
Im Gehäuse 1 des Kessels befindet sich oberhalb des Wärmetauschers 2 eine Abgashaube 3, welche sich sowohl nach oben als auch nach beiden Seiten hin in derAbzugsrichtungbis fast auf die volle Breite des Gehäuses 1 verbreitert und schliesslich über die Ottnung 4 in den Abgassammelraum b mündet, der hinten oben im Gehäuse 1 angebracht ist. Der Abgassammelraum steht durch eine oder mehrere, unten angebrachte Öffnungen 6 mit dem umgebenden Raum in Verbindung (Öffnung des Zugunterbrechers). An der Rückwand des Abgassammelraumes 5 ist der Abzugsstutzen 7 angebracht, der an seinem in das Geräteinnere einragenden Ende 8 etwa unter 300 schräg abgeschnitten ist. An diesem inneren Ende sind jalousieartige Leitflügel 9 eingebaut, die den Durchströmquerschnitt in mehrere parallele Kanäle 10 unterteilen.
Die Leitflügel 9 besitzen an ihren gegen den Schornstein gerichteten Randteilen eine achsparallele Richtung und gehen, gegen das Geräteinnere zu, bogenförmig in eine Richtung über, die etwa 30 schräg nach unten gerichtet ist. Die dadurch gebildeten Kanäle 10 besitzen also eine Richtung, die gegen den unterhalb der Einströmöffnung 4 liegenden Wandteil 12 des Gassammelraumes weist.
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Die Wirkung eines solchen Zugunterbrechers ist folgende :
Bei normalem Zug bilden die Leitflügel 9 praktisch keine Verminderung des Zuges, da sie in der Strömungsrichtung liegen und den Strömungsquerschnitt praktisch nicht verkleinern. Hiezu dienlich ist auch die Schrägstellung des Endteiles 8 des Abzugsstutzens 7, weil diese schrägfläche grösser ist, als der normal zur Achse des Stutzens gemessene Querschnitt. Bei vollkommenem Abschluss des Rauchabzuges können die Abgase durch die Öffnung 6 in den umgebenden Raum austreten. Bei Rückstrom durch den Ab- zug wird dieser nach unten abgelenkt und nimmt durch Injektorwirkung die aus der Öffnung 4 kommenden Abgase mit, wie dies in der Zeichnung strichpunktiert angedeutet ist, so dass die Gase durch die Öffnung
6 gemeinsam ausströmen.
Es ist zweckmässig, wenn auch nicht unbedingt erforderlich, in den Abgassammelraum Ablenkble- che 14 einzubauen, welche bei Normalbetrieb den Zutritt der Abgase zur Öffnung 6 erschweren, die Einströmung derselben in den Abzug unterstützen und bei Rückstrom die Injektorwirkung verbessern.
Ein wesentlicher Vorteil dieses Zugunterbrechers liegt darin, dass es hier gleichgültig ist, ob der Abzug an der Rückwand des Abgassammelraumes, sei es in der Mitte oder seitlich der Mitte, oder an einer Seitenwand, oder an der Deckwand in der Mitte oder seitlich hievon angebracht wird. In letzterem Falle müssen natürlich die Leitflügel so angebracht sein, dass die von ihnen gebildeten Kanäle gegen die Rückwand gerichtet sind und die Ablenkbleche 14 entfallen. Einige Anbringungsmöglichkeiten des Abzugsstutzens sind in Fig. 3 strichpunktiert angedeutet.
Anstatt in der Mitte, kann der Abzugsstutzen auch seitlich an der Rückwand oder Deckwand angebracht werden. Es ist zweckmässig, in den Gasgeräten diese verschiedenen Möglichkeiten der Anbringung des Abzugsstutzens schon bei der Herstellung zu berücksichtigen, d. h. die betreffenden Öffnungen vorzusehen, und dann alle bis auf die eine, in Verwendung zu nehmende wieder durch Bleche 15 abzudecken.
Auf diese Weise können diese Geräte ohne Änderung für alle in Frage kommenden Arten des Kaminanschlusses verwendet werden, wenn auch die Ablenkblech 14 austauschbar angebracht sind.
Es ist klar, dass die Ausführung der Erfindung nicht auf das gezeichnete Ausführungsbeispiel beschränkt ist, sondern in vielfacher Weise geändert werden kann, ohne vom Sinne der Erfindung abzuweichen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Abgassammelkammer mit Zugunterbrecher für gasbeheizte Geräte aller Art, z. B. Zentralheizungskessel, Durchlauferhitzer, Raumheizöfen u. dgl., mit einem oder mehreren an der Mündung des Abzugrohres angebrachten Leitflügeln, die einen eventuellen Rückstrom gegen eine unterhalb des Abzugrohres, in der Wand der Abgassammelkammer angebrachte Öffnung hinlenken, dadurch gekennzeichnet, dass die Leitflügel (9) in einen in die Abgassammelkammer (5) einragenden Endteil des Abzugrohres (7) eingebaut sind und dass an mehreren oder allen die Abgassammelkammer umschliessenden Wandteilen, nämlich der Rückwand, den Seitenwänden und der Deckwand, Öffnungen für das Einsetzen des Abzugrohres vorgesehen sind, die alle bis auf die jeweils zur Aufnahm e des Abzugstutzens gebrauchte abgedeckt sind.