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Verfahren zur Herstellung von neuen bis-tertiären Glykolen
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von neuen bis-tertiären Glykolen, sowie die nach diesem Verfahren herstellbaren Verbindungen, welche wertvolle pharmakologische Eigenschaften aufweisen.
Bis-tertiäre Glykole der allgemeinen Formel
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worin Ri einen niederen Alkylrest oder den Cyclopropylrest, R2 einen niederen Alkylrest oder zusammen mit Ri einen Alkylenrest, und R3 einen niederen Alkylrest bedeutet, wobei die Gesamtzahl der Kohlenstoffatome in den Resten RI, R2 und R3 zusammen 5-6 und in den Alkylresten Ri und R3 zusammen 4-5 betragen soll, sind bisher nicht bekannt geworden. Wie nun gefunden wurde, besitzen diese Verbindungen bei verhältnismässig geringer Toxizität eine ausgezeichnete hypnotische und sedative sowie auch eine antikonvulsive und muskelrelaxierende Wirksamkeit. Sie können als Psychosedativa (Tranquilizer) verwendet werden. Überdies sind sie wertvolle Zwischenprodukte für die Herstellung weiterer pharmakologisch wertvoller Stoffe.
Zur Herstellung der vorstehend definierten neuen Verbindungen reduziert man bis-tertiäre Glykole der allgemeinen Formel
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worin Rl) R2 und R3 die oben angegebene Bedeutung haben, partiell an der Dreifachbindung zur Doppelbindung. Die partielle Reduktion kann beispielsweise bei der Einwirkung von Wasserstoff in Gegenwart von Raney-Nickel dadurch erreicht werden, dass man die Reaktion kurz vor der Aufnahme von einem Mol Wasserstoff abbricht und das Reaktionsprodukt aufarbeitet. Die partielle Reduktion kann aber auch mittels Wasserstoff in Gegenwart von speziell präparierten Katalysatoren [vgl. z. B. H. Lindlar, Helv.
Chim. Acta 35,446 (1952) sowie D. J. Cram et al., J. Am. Chem. Soc. 78,2518 (1956)] durchgeführt werden, bei deren Verwendung die Reaktion nach Aufnahme von einem Mol Wasserstoff zum Stillstand kommt. Die bis-tertiären Glykole der allgemeinen Formel II erhält man beispielsweise durch Aethinylierung von oc-Hydroxy-ketonen der allgemeinen Formel
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worin Ri, ruz und R3 die oben angegebene Bedeutung haben. Letztere sind, sofern in ihnen Rg durch die Methylgruppe verkörpert ist, ihrerseits durch Aethinylierung von Alkanonen, Cycloalkanonen oder
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Cyclopropyl-a1kylketonen mit 5-6 Kohlenstoffatomen und Wasseranlagerung an die entstandenen Aethinylcarbinole, z. B. in Gegenwart von Schwefelsäure und Quecksilberionen, erhältlich.
Verbindungen der allgemeinen Formel III mit einem Aethyl-, Propyl-oder Isopropylrest als Rest R3 erhält man z. B. durch Umsetzung der Tetrahydropyranyläther der Cyanhydrine von Alkanonen mit 4-5 Kohlenstoffatomen, Cyclopentanon oder Cyclopropyl-methylketon bzw. des Tetrahydropyranyläthers des Butanoncyanhydrins mit den entsprechenden A1kylmagnesiumhalogeniden nach Grignard, gefolgt von der Freisetzung der Hydroxyl- und der Ketogruppe.
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Aethyl-, n-Propyl-, Isopropyl-, n-Butyl-, Isobutyl-, sek. Butyl- oder tert. Butylrest verkörpert sein, wobei entsprechend der angegebenen Summe der Kohlenstoffatome höchstens zwei der Symbole durch Methylrest, und höchstens eines durch einen höheren Rest als den Aethylrest verkörpert sein kann.
Ferner bedeutet Ri, d. h. der höhere der beiden am gleichen Kohlenstoffatom befindlichen variablen Reste, einen Rest mit mindestens drei Kohlenstoffatomen, wenn R3 durch den Methylrest verkörpert ist. Weiter kann Ri für sich allein den Cyclopropylrest oder zusammen mit R2 bei entsprechender Grösse von R3 den Tetramethylen- oder Pentamethylenrest verkörpern.
Als Beispiele von Ausgangsstoffen der allgemeinen Formel II seien, nach der längsten, unverzweigten
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Die nachfolgenden Beispiele sollen die Herstellung der neuen Verbindungen der allgemeinen Formel I näher erläutern. Teile bedeuten darin Gewichtsteile, diese verhalten sich zu Volumteilen wie g zu cm3.
Die Temperaturen sind in Celsiusgraden angegeben.
Beispiel 1 : 78, 1 Teile (0, 5 Mol. ) 3, 4-Dimethyl-heptin- (l)-diol- (3, 4) werden in 300 Vol.-Teilen Aethanol gelöst, mit 5 Teilen Lindlar-Katalysator und 2 Teilen synthetischem Chinolin versetzt und unter Normaldruck bei Raumtemperatur hydriert. Die Hydrierung bleibt nach Aufnahme von 95 bis 100% der berechneten Menge Wasserstoff stehen. Hierauf wird vom Katalysator abfiltriert und das Filtrat auf dem Dampfbad eingeengt. Die letzten Reste des Lösungsmittels werden im Wasserstrahlvakuum bei einer Badtemperatur von 40 bis 500 entfernt, worauf der Rückstand unter Verwendung einer 10 cm Vireux- Kolonne unter Druck fraktioniert wird.
Der Anteil mit dem Siedeintervall von 98 bis 100 /11 Torr., nD20 : 1, 468 kristallisiert durch und wird aus Aether-n-Pentan umkristallisiert. Die farblosen Kristalle von 3, 4-Dimethyl-hepten- (1)-diol- (3, 4) schmelzen bei 50-53 .
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