AT227460B - Verfahren und Einrichtung zur Begrünung von Ödlandflächen u. dgl. - Google Patents
Verfahren und Einrichtung zur Begrünung von Ödlandflächen u. dgl.Info
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Classifications
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Description
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Verfahren und Einrichtung zur Begrünung von Ödlandflächen u. dgl.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Begrünung von Ödlandflachen, Abraumhalden, Böschungs- flächen, Felshängen u. dgl. und ist dadurch gekennzeichnet, dass eine breiartige Masse, enthaltend Pflan- zensamen und Nährstoffe (Huminstoffe), vorzugsweise am Orte der Anordnung hergestellt und auf der zu begrünenden Fläche in einer Schicht aufgebracht wird, wobei als breiartige Masse eine Mischung von Torfmull, Düngemitteln und Lehm als Trägerstoffe mit Wasser Verwendung findet, welcher Mischung standortgerechte Gras-, Kräuter- und/oder Gehölzsamen und endlich als Klebstoff ein Bitumenpräparat zugesetzt sind.
Gemäss einem weiteren Kennzeichen der Erfindung wird die breiartige Masse in einer Schichtdicke von 0, 5 bis 2 cm aufgebracht, u. zw. vorzugsweise unter Überdruck auf die zu begrünende Fläche aufgespritzt. Die zu begrünende Fläche kann nach einem Kennzeichen der Erfindung vor dem Aufbringen der breiartigen Masse mit einem Geflecht bzw. Netzwerk, z. B. aus Draht, überzogen werden.
Die Einrichtung des Verfahrens nach der Erfindung umfasst im wesentlichen einen Mischtank mit innen liegenden Düsen und ein Pumpwerk, das über zugeordnete Leitungen und Ventile ein Mischen im Tank und/oder ein Ausspritzen auf die zu begrünende Fläche gestattet.
An Hand der Zeichnung, die eine Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens schematisch veranschaulicht, kann das Verfahren einfach erklärt werden.
Es werden die folgenden Betriebszustände unterschieden : a) In den Mischtank 1 werden vorerst Torfmull (bzw. Biomull), Düngemittel und Lehm eingebracht und diese Stoffe mit Wasser innig vermischt. Das Wasser wird über die Leitung 2, den Dreiweghahn 3, die Pumpe 4, die Leitung 5, den Dreiweghahn 6 und die Leitung 7 dem Rohr 8 zugeführt. Das Rohr 8 besitzt Düsen 9, die schräg nach abwärts geneigt sind. Das genannte Rohr 8 ist, wie dargestellt, seitlich unten im Mischtank angebracht. Aus den Düsen 9 gelangt somit an die Innenwandung des Mischtanks 1 ein schräger Strahl zur Ausgabe, der eine Zirkulation innerhalb des Mischtanks 1 bewirkt.
Infolge dieser Zirkulation werden die genannten Feststoffe (diese Materialien werden vorzugsweise in fein zerkleinertem oder fast pulverförmigem Zustand verwendet) mit dem Wasser sehr innig vermischt, so dass man eine vollkommen homogene breiartige Masse erhält. Während des Vorganges wird durch die Pumpe 4 so viel Wasser zugeführt, bis der Mischtank 1 im wesentlichen voll wird. Kurz vor Beendigung des Mischvorganges und kurz vor dem Vollwerden des Tanks werden über einen nicht dargestellten Einfülltrichter im Mischtank standortgerechte Gras-, Kräuter- und/oder Gehölzsamen zugeführt. Als letzte Beigabe wird ein Bitumenpräparat dazugemengt, das später für die aufzutragende Schicht als Klebemittel wirkt.
Es liegt auf der Hand, dass die Menge des zuzuführenden Bitumenpräparates in erster Linie von der Neigung der zu begrip- nenden Fläche abhängt. Für waagrechte oder sehr schwach geneigte Flächen genUgt pro 1112 Anspritzfläche 1/8 l Bitumenzusatz. Diese Menge kann für Steilflächen gesteigert werden bis zu 1 l Bitumenpräparat pro m 2. Das Bitumenpräparat wird vorzüglich als Emulsion verwendet.
Es sei erwähnt, dass diese Emulsion auch Zusätze wie Blutalbumin, Kasein od. dgl. enthalten kann. b) Es wird nun nach Abschluss des Mischvorganges in der Mischtrommel l die fertige Spritzmasse über die Leitung 10 und den entsprechend eingestellten Dreiweghahn 3, die Pumpe 4, die Rohrleitung 5, den Dreiweghahn 6 und die Spritzleitung 11 auf die zu begrünende Fläche 12 gespritzt. Das Aufspritzen er- folgt zweckmässigerweise mit einem Druck von etwa 6 atü. Eine Schichtdicke von etwa 1 cm hat sich als sehr vorteilhaft erwiesen. Beim Verspritzen über die Leitung 11 bleibt der Dreiweghahn 6 in einer Mittelstellung.
Durch die Pumpe 4 (die für grosse Förderhöhen und Fördermengen entsprechend leistungsfähig dimensioniert sein muss) läuft dann das breiartige Gemisch über Teile 6, 7, 10, 3 und zurück zu 4 im Kreis-
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lauf um. Auf diese Weise wird die breiige Masse im Mischtank 1 jeweils in Bewegung gehalten und es kann kein Absetzen von festen Stoffen erfolgen. Im Nebenschluss zu diesem Kreislauf wird, wie schon gesagt, über 11 die erforderliche Menge an breiartiger Masse verspritzt.
Die gesamte in der Zeichnung schematisch dargestellte Anordnung befindet sich zweckmässigerweise auf einem fahrbaren Untersatz (Lastwagen). Die Vorrichtung kann somit rasch und einfach an die gewünschte Arbeitsstelle gebracht werden. Die erforderliche Fortbewegung beim Bespritzen von zu begrü- nenden Flächen ist auf diese Weise ebenfalls leicht durchzuführen,
Die Erfindung ist auf die dargestellten Ausführungsbeispiele nicht beschränkt. Mit einem Geflecht bzw. Netzwerk kann gegebenenfalls auch ein felsiger, steiler Untergrund belegt (aufprofiliert und verankert) und sodann begrünt werden. Auf diese Weise ist es möglich, eine Steinschlaggefahr vollkommen zu vermeiden. Im Rahmen der Erfindung können einjährige oder auch mehrjährige Sämereien benutzt werden.
Nach dem Verfahren gemäss der Erfindung kann auch eine Art Rollrasen dargestellt werden, wobei als Bewehrung ein verhältnismässig dünner Draht Verwendung findet.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Begrünung von Ödlandflächen, Abraumhalden, Böschungsflächen, Felshängen u. dgl., dadurch gekennzeichnet, dass eine breiartige Masse, enthaltend Pflanzensamen und Nährstoffe (Humin-
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am Ort der Anwendung hergestellt und aufTrägerstoffe mit Wasser Verwendung findet, welcher Mischung standortgerechte Gras-, Kräuter- und/oder Gehölzsamen und endlich als Klebestoff ein Bitumenpräparat zugesetzt wird.
Claims (1)
- 2. Verfahren nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass die breiartige Masse in einer Schichtdicke von 0, 5 bis 2 cm aufgebracht, u. zw. vorzugsweise unter Überdruck auf die zu begrünende Fläche aufgespritzt wird.3. Verfahren nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die zu begrünende Fläche vor dem Aufbringen der breiartigen Masse mit einem Geflecht bzw. Netzwerk, z, B. aus Draht, überzogen wird.4. Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch einen Mischtank (l) mit innen liegenden Düsen (9) und ein Pumpwerk (4). das über zugeordnete Leitungen (2,5, 7, 10, 11) und Ventile (3,6) ein Mischen im Tank (1) und/oder ein Ausspritzen auf die zu begrünende Fläche (12) gestattet.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT783561A AT227460B (de) | 1961-10-17 | 1961-10-17 | Verfahren und Einrichtung zur Begrünung von Ödlandflächen u. dgl. |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| AT227460B true AT227460B (de) | 1963-05-27 |
Family
ID=3599918
Family Applications (1)
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| AT783561A AT227460B (de) | 1961-10-17 | 1961-10-17 | Verfahren und Einrichtung zur Begrünung von Ödlandflächen u. dgl. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| AT (1) | AT227460B (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1296442B (de) * | 1963-06-04 | 1969-05-29 | Andreasen Sigurd J | Verfahren und Vorrichtung zum Erzeugen einer Grasnarbe |
| WO1985003619A1 (en) * | 1984-02-24 | 1985-08-29 | Városépitési Tudományos És Tervezo^" Intézet | Method for developing and increasing, resp. the fertility of soil |
| DE3605813A1 (de) * | 1986-02-22 | 1987-08-27 | Zimmer Uwe Berend | Verfahren und vorrichtung zum saeen von leichtem und/oder feinem saatgut |
-
1961
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Cited By (3)
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|---|---|---|---|---|
| DE1296442B (de) * | 1963-06-04 | 1969-05-29 | Andreasen Sigurd J | Verfahren und Vorrichtung zum Erzeugen einer Grasnarbe |
| WO1985003619A1 (en) * | 1984-02-24 | 1985-08-29 | Városépitési Tudományos És Tervezo^" Intézet | Method for developing and increasing, resp. the fertility of soil |
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