AT227999B - Verschulvorrichtung, insbesondere für Forstpflanzen - Google Patents
Verschulvorrichtung, insbesondere für ForstpflanzenInfo
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Description
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Verschulvorrichtung, insbesondere für Forstpflanzen
Die Erfindung betrifft eine Verschulvorrichtung, insbesondere für Forstpflanzen, bei der eine Ver- schullatte Anwendung findet. Die bisher bekannten Verschullatten sind gewöhnlich mit verschieden weit voneinander abstehenden Kerben bzw. zwischen Zinken gelegenen Einschnitten versehen, in die Pflanzen eingelegt und so in gewünschter Entfernung voneinander in die vorbereitete Bodenfurche gleichzeitig eingesetzt werden können. Diese Latten haben jedoch den Nachteil, dass z. B. Laubholzpflanzen, die meist nur aus einem Stämmchen ohne Krone bestehen, durch die Kerben bzw. Einschnitte durchrutschen.
Zur
Vermeidung dieses Nachteiles wurde die Verschullatte auch schon zweiteilig ausgeführt, d. h. die Ver- schullatte bestand aus einer Auflagelatte für die Pflänzchen und einer Deck- oder Klemmlatte, welch letztere die Pflanzen festhielt. Beide Latten wurden zur. Schonung der Pflänzchen gepolstert, wobei die
Klemmlatte mit einer Gummileiste versehen war. Die Verschullatte war hier ausserdem an beiden Längsrändern mitZackenreihen versehen. Diese bekannte Verschullatte hatte den Nachteil, dass die Pflänzchen zwischen den Zacken in den Einschnitten hängen blieben und daher das Lösen der Verschullatte von den eingesetzten Pflänzchen nicht ohne Störungen ablief und besonderer Geschicklichkeit bedurfte. Auch das Lösen der Klemmlatte, die durch ein abgefedertes Gesperre gehalten wurde, war umständlich.
Die Erfindung bezweckt nun die genannten Nachteile durch eine möglichst einfache, verlässlich funktionierende und dabei die Pflanzen schonende Konstruktion zu vermeiden.
Erfindungsgemäss wird das dadurch erreicht, dass bei einer zweiteiligen Verschullatte, insbesondere an der Auflagelatte selbst, Kerben, vorspringende Zacken u. dgl. vermieden werden, so dass ein Hängenbleiben der Pflanzen ausgeschlossen ist. Beide Teile der Verschullatte sind vielmehr glatt ausgebildet.
Die Auflagelatte hat an ihrer oberen, der Pflanzenlagerung dienenden Fläche eine Nut in die, vorzugsweise auswechselbar, eine besonders weicheEinlage, z. B. ein Streifen aus Schaumgummi od. dgl. ein- gelegt ist. DieKlemmlatte ist nicht gepolstert um auf allePflänzchen einen gleichstarken Druck ausüben sowiedieaufgesetzteKlemmlatte axial verschieben zu können. Die Klemmlatte wird an ihren Enden durch einfache Bügel an der Auflagelatte gehalten, wenn sie, auf letztere aufgesetzt ist.
Das Einlegen der Pflänzchen in die Verschullatte erfolgt auf einem an sich bekannten bockartigen Tisch, der einen Längsschlitz aufweist, in den die Auflagelatte eingelegt wird. Erfindungsgemäss ist die an diesem Tisch nur an einer Seite angebrachte Abstandlehre auswechselbar, d. h. durch eine andere Lehre mit kleineren oder grösseren Abständen austauschbar und in der Querrichtung verstellbar. Sie besteht beispielsweise aus einem Blechwinkel, dessen senkrecht zur Tischfläche stehender Schenkel in entsprechender Folge mit Schlitzen versehen ist.
Weitere Einzelheiten der Erfindung sind nachstehend an Hand der Zeichnungen beschrieben. In dieser zeigen die Fig. 1 eine Ansicht der Auflagelatte und Fig. 2 eine dazugehörige Seitenansicht. Fig. 3 steng eine Ansicht der Klemmlatte dar. Fig. 4 zeigt einen Schnitt durch die Auflagelatte nach Linie IV-IV in Fig. l in grösserem Massstab. Fig. 5 ist eine schaubildliche Darstellung der ganzen Verschullatte.
Die Fig. 6 und 7 zeigen den bockartigen Tisch zum Aufsetzen der Verschullatte in Ansicht bzw. Seitenansicht.
Fig. 8 zeigt einen Schnitt durch den oberen Teil des Tisches nach der Linie VIII-VIII in Fig. 6 in vergrössertem Massstab.
Die Auflagelatte besteht aus einer glatten, beispielsweise im Querschnitt rechteckigen Latte 1 mit an ihrer oberen Kante bzw. Fläche vorgesehenen Nut 2 in der ein weicher Auflagestreifen 3 für die Pflänzchen eingesetzt ist. Die Nut ist rechteckig gezeichnet, doch kann sie auch schwalbenschwanzförmig oder
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anders geformt sein. Der Streifen aus Weichmaterial ist vornehmlich aus Schaumgummi.
An den Enden der Auflagelatte sind einfache Bügel 4 und 5 beispielsweise aus Flacheisen angebracht, u. zw. an einem Ende fix am andern schwenkbar. Der schwenkbare Bügel 5 ist mit einem Griffstück 6 versehen, z. B. mit einem abgeflachten Dorn, der in den Bügel eingenietet ist. Der dabei an der Unterbzw. Innenseite-des Bügelsteges gebildete Nietkopf 7 wird erfindungsgemäss als Fixierungsorgan benützt, das in eine entsprechende Ausnehmung 8 der aufgesetzten Klemmlatte 9 eingreift.
Die Klemmlatte 9 ist an ihren Enden abgesetzt, um den Bügeln 4 und 5 an den Enden der Auflagelatte eine entsprechende Auflage bzw. einen Anschlag zu bieten. Die Klemmlatte besteht aus Holz, kann aber auch aus Kunststoff, Leichtmetall usw. bestehen. Bei der dargestellten Ausbildung aus Holz ist an der Rückseite der Klemmlatte ein Spannorgan, z. B. in Form eines Bandeisens 10 od. dgl. angeordnet, das ein Durchbiegen der Klemmlatte verhindert. Dasselbe kann ebenfalls durch einen stärkeren oder entsprechend profilierten Querschnitt der Klemmlatte in dem am stärksten auf Biegung beanspruchten Bereich erzielt werden. Die Klemmlatte ist an der unteren Ecke des in den an der Auflagelatte fix angeordneten Bügels einzuschiebenden Ende entsprechend abgerundet.
Zum Zwecke des Pflanzeneinlegens wird die Verschullatte in den Schlitz 11 eines an sich bekannten bockartigen Tisches eingesetzt. Die zum abstandrichtigen Einlegen der Pflanzen erforderliche Lehre ist nur an einer Seite des am Tisch vorgesehenen Schlitzes 11 angeordnet. Bei dem in der Zeichnung dargestellten Beispiel ist an der einen Seite des Schlitzes eine beispielsweise aus einem Blechwinkel 12 bestehende Lehre angebracht. Die Lehre ist vorzugsweise querverstellbar und kann gegen eine andere Lehre mit grö- sseren oder kleineren Abständen leicht ausgewechselt werden.
Die Erfindung ist nicht auf die oben beschriebene Ausführungsform der Verschullatte beschränkt, vielmehr ist die Form und das Material der Latten, der Bügel usw. variabel, ohne das Wesen der Erfindung zu ändern.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Verschuleinrichtung, bestehend aus einer zweiteiligen Verschullatte, d. h. einer zur Pflanzenauflage dienenden Latte und einer zweiten auf erstere aufsetzbaren Klemmlatte, und einem mit Längsschlitz zur Aufnahme der Verschullatte versehenen Tisch mit als Abstandlehre dienenden, in entsprechendem Abstand angeordneten Reihen von Zacken, zum Einlegen der Pflanzen in die mit weichen Auflagen versehene Verschullatte, dadurch gekennzeichnet, dass nur die als Auflage für die Pflanzen dienende Auflagelatte (l) mit einer besonders weichen Auflage (3). vorzugsweise aus Schaumgummi, versehen ist, wogegen die Klemmlatte (9) an ihrer Druckfläche (15) durchgehend aus unnachgiebigem Material (z.
B. aus Holz, Kunststoff, Leichtmetall usw.) besteht und beide Latten in an sich bekannter Weise frei von vorstehenden Lehrenteilen u. dgl. sind.
Claims (1)
- 2. Verschuleinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die weiche Auflage der Trägerlatte 1 als stärkerer, vorzugsweise rechteckig od. dgl. profilierter Strang ausgebildet ist, der entsprechend tief in einer Längsnut in der zur Auflage der Pflanzen dienenden Fläche der Auflagelatte (1) sitzt.3. Verschuleinrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass an den Enden der Auflagelatte (1) Bügel (4,5) angeordnet sind, von denen einer fest, der andere schwenkbar angebracht ist, die zur Fixierung der Klemmlatte (9) auf der Auflagelatte (1) dienen.4. Verschuleinrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass in den Steg des schwenkbarenBügels (5) der Auflagelatte (l) ein Griffstück (6), vorzugsweise in Form eines abgeflachten Domes eingenietet ist, wobei der an der Unterseite des Bügelsteges gebildete Nietkopf (7) als Fixierorgan dient, das in eineAusnehmung (8) der auf die Auflagelatte (1) aufgesetzten Klemmlatte (9) eingreift.5. Verschuleinrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Klenimlatte (9) an ihren Enden abgesetzt ist, wodurch Anschläge bzw. Anlagen (13, 14) für die Bügel (4,5) der Auflagelatte (1) entstehen.6. Verschuleinrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmlatte (9) an ihrer von der Druckfläche (15) abgekehrten Fläche mit einem sie unter Spannung setzenden Element, z. B. einem Blechstreifen (10) od. dgl. versehen ist.7. Verschuleinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass lediglich an einer Seite des die Verschullatte aufnehmenden Schlitzes (10) des Tisches eine Abstandlehre (12), vorzugsweise auswechselbar angebracht ist.8. Verschuleinrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die am Tisch angeordnete <Desc/Clms Page number 3> Abstandlehre (12) aus einem Blechwinkel besteht, der in seinem vertikal stehenden Schenkel mit entsprechenden Einkerbungen versehen ist.9. Verschuleinrichtung nach den Ansprüchen 7 und 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstandlehre (12) in bezug auf den im Tisch angeordneten Schlitz (11) für die Verschullatte auch querverstellbar ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT642761A AT227999B (de) | 1961-08-21 | 1961-08-21 | Verschulvorrichtung, insbesondere für Forstpflanzen |
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