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Die Erfindung betrifft ein Handstück für ein Lasergerät, insbesonders für den medizinischen und speziell den dentalmedizinischen Bereich, mit zumindest einem Medienkanal zum Bereich des Austritts des Laserlichts, sowie ein Kupplungsstück für ein Handstück eines Lasergerätes, insbesonders für den medizinischen und speziell den dentalmedizinischen Bereich, mit einer Lichtund Medienleitung dieses Lasergerätes, mit Mitteln zur lösbaren Verbindung des Handstücks mit der Licht- und Medienleitung und einer optischen Kupplung an eine im Handstück vorhandene optische Faser.
Im Bereich der Medizin und der Zahnmedizin werden in immer grösserem Umfang Lasersysteme angewendet. Dabei wird das Laserlicht in einem Lasergerät erzeugt und über optische Leiter zur Behandlungsstelle geführt. Der behandelnde Arzt führt dabei ein Handstück mit einer Ausstrittsstelle für das Laserlicht, gleich einem Bohrer oder einem ähnlichen medizinischen Instrument. Für unterschiedliche Anwendungen wird Licht unterschiedlicher Wellenlänge verwendet-das durch optische Fasern mit unterschiedlichem Durchmesser geleitet werden muss-und je nach Behandlungsstelle muss die Lichtaustrittsstelle mehr oder weniger weit über das eigentliche Laserwerkzeug hinausreichen.
In der EP-A-0 523 506 ist ein derartiges Handstück beschrieben, bei dem ein fest eingebauter Licht-leiter im Handstück die Übertragung des Laserlichts zur Spitze des Handstücks übernimmt und an der verschiedene zusätzliche Applikationselemente angebracht werden müssen. Zur Kühlung der Behandlungsstelle sind Leitungen für Luft und Wasser durch das Handstück geführt. Zu Sterilisationszwecken kann das Handstück abgenommen werden. Diese Konstruktion hat aber den Nachteil, dass für jede Anwendung und Behandlungsstelle ein eigenes, teures Handstück (mit optischer Kopplung für Lichtleiter unterschiedlicher Durchmesser) und/oder Applikationselement angeschafft werden muss und sich ein vielteiliges System ergibt, das auch beim Sterilisieren einen grossen Aufwand erfordert.
Ein anderes System zeigt die W093/19684, bei deren Dentallaseranordnung
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ein Wegwerf-Handstück zum Führen einer optischen Faser für das Laserlicht verwendet wird. Dabei muss die Länge der aus dem Handstück herausragenden Spitze entweder manuell durch unterschiedlich weites Einführen der vom Lasergerät kommenden optischen Faser eingestellt und durch Klemmung mittels einer Schraubverbindung fixiert werden oder es sind unterschiedliche aufsetzbare Handstück-Spitzen mit fest eingesetztem Lichtleiter vorgesehen. Im ersteren Fall besteht die Gefahr, dass entweder die Klemmung zu stark ist und die optische Faser beschädigt oder bei zu schwacher Klemmung sich die Länge der Spitze verändert und immer wieder nachjustiert werden muss.
Im zweiten Fall bleibt zwar die Länge der herausragenden Spitze konstant, es kann bei zu geringer Klemmwirkung aber die optische Kopplung zwischen dem Lichtleiter in der aufgesetzten Spitze und dem vom Lasergerät kommenden Lichtleiter verlorengehen. Zu starke Klemmung bringt wieder die Gefahr der Beschädigung des Lichtleiters mit sich. Auch ist keinerlei Lösung für die Problematik der für unterschiedliche Behandlungen notwendigen unterschiedlichen Wellenlängen und damit gekoppelten unterschiedlichen Durchmesser der Lichtleiter angegeben.
Es war daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Lasersystem derart zu verbessern, dass es rasch und in einfacher Weise für unterschiedliche Anwendungen einsetzbar ist. So sollte es möglich sein, ein einzelnes, sterilisierbares Handstück zu schaffen, das sich einfach, rasch und ohne grossen Aufwand für unterschiedliche medizinische Anwendungen und Behandlungsstellen einsetzen lässt. Ein weiteres Ziel der Erfindung war ein Kupplungsstück, vorzugsweise zur Anwendung mit dem zu schaffenden Handstück, das rasch und einfach eine Verwendung optischer Fasern unterschiedlichen Durchmessers und damit die Verwendung des Lasersystems für unterschiedliche medizinische Anwendungen erlaubt.
Die erste Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass eine rohrförmige Führung zum austauschbaren Einsetzen einer optischen Faser von der Anschlussseite des Handstücks an das Lasergerät bis zum Vorderende des Hand-
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stücks verläuft. Damit ist ein einziges, immer wieder verwendbares Handstück geschaffen, das mit vorgefertigten optischen Fasern bestückt werden kann, welche in vorgegebenen Längen und Durchmessern vorliegen können. Damit ist durch eine einfache und durch geeignete Kennzeichnungsarten rasch machbare Wahl einer bestimmten optischen Faser die über die Spitze des Handstücks hinausragende Länge dieser optischen Faser des Handstücks und deren für die jeweilige Anwendung optimaler Durchmesser bestimmbar.
Um die Kopplung mit der vom Lasergerät kommenden Lichtleiteranordnung zu erleichtern, ist gemäss einem weiteren Merkmal der Erfindung vorgesehen, dass an der Anschlussseite des Handstücks am Beginn der rohrförmigen Führung für die optische Faser ein axial federnd verschiebbarer Andrückteil zum Anliegen an einer Kupplungsbuchse der optischen Faser vorgesehen ist. Damit ist immer der bestmögliche Kontakt und ein gleichmässiger Abstand zwischen Lichtleiter des Handstücks und Lichtleiteranordnung vom Lasergerät herstellbar.
Vorteilhafterweise ist dabei der Andrückteil in einer fest mit dem Handstück verbundenen Führungshülse axial geführt, welche Führungshülse vorzugsweise über das Ende des Andrückteils hinausragt, so dass eine Kupplungsbuchse der optischen Faser gleichfalls in der Führungshülse axial geführt ist. Damit ist die immer gleichmässige Ausrichtung der zu koppelnden optischen Fasern und der mechanische Schutz der Faser im Handstück gegen Abknicken des vorstehenden Endes gewährleistet.
Wenn das Handstück mit einem lösbar angebrachten Zwischenstück mit einer Durchführung für die Medienleitung und die Führungshülse für die optische Faser versehen ist, kann dadurch in einfacher Weise eine mechanische Stabilisierung und Haltefunktion für die in das Handstück eingesetzte optische Faser sowie die Abdichtung des Handstücks verwirklicht werden.
Das zweite Ziel der vorliegenden Erfindung wird mit einem Kupplungsstück für ein Handstück erreicht, das dadurch gekennzeichnet ist, dass das Kupplungsstück eine auf zumindest zwei im Durchmesser unterschiedliche optische
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Fasern umschaltbare Optik enthält. Damit kann mit einem einzigen Lichtleiter vom Lasergerät in das Kupplungsstück ein Handstück gespeist werden, das Fasern unterschiedlichen Durchmessers für unterschiedliche Anwendungen enthalten kann. Besonders vorteilhaft ist dieses Kupplungsstück natürlich mit dem Handstück mit Führungsrohr für vorgefertigte optische Fasern gemäss einem der vorhergehenden Absätze, wobei mit dieser Kombination die optimale optische Leistung bei rascher und einfacher Anpassung des Lasersystems an unterschiedliche Anwendungen und Behandlungsstellen ermöglicht ist.
Vorzugsweise ist vorgesehen, dass die umschaltbare Optik zumindest zwei Linsen oder Linsengruppen enthält, deren Abstand voneinander auf zumindest zwei Einstellungen einstellbar ist. Dies ist eine konstruktiv relativ einfache und in vielen optischen Anwendungen bewährte Methode.
In mechanisch einfacher Art und Weise kann die obige Relativverschiebung gemäss einem weiteren Merkmal der Erfindung dadurch bewerkstelligt werden, dass die Umschaltung der Optik mechanisch durchführbar ist, vorzugsweise über eine Axialverschiebung zumindest einer Linse oder Linsengruppe mittels einer von aussen her verdrehbaren Ringkulisse, in deren zumindest einen schrägen Führungsschlitz zumindest ein Stift eingreift, der mit der verschiebbaren Linse oder Linsengruppe verbunden ist.
Vorteilhafterweise ist dabei zumindest eine der axial verschiebbaren Linsen oder Linsengruppen durch ein elastisches Element zumindest mittelbar in Richtung auf zumindest eine der anderen Linsen oder Linsengruppen hin mit einer Kraft beaufschlagt, wodurch sich eine bessere Fixierung in den Endstellungen der Verschiebung der Linsen und/oder eine genau definierte Ausgangsstellung vor jeder und für jede Einstellung des optischen Systems realisieren lässt.
Zur Verbesserung der Übertragungsqualität für das Laserlicht, d. h. zur Vermeidung von unnötigen Verlusten, ist es vorteilhaft, wenn an dem dem Handstück zugewandten Ende des Kupplungsstücks eine Zentrierhülse zur Aufnah-
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me der Kupplungsbuchse der optischen Faser vorgesehen ist.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung werden unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen in der nachfolgenden Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels für ein Dentallaser-System erläutert.
Dabei zeigt die Fig. 1 ein Dentallaser-System in einer Übersichtsdarstellung, Fig. 2 ist eine Seitenansicht eines Handstücks des Lasersystems, samt Zwischenstück und Endabschnitt des Kupplungsstücks, Fig. 3 ist eine vergrösserte Ansicht des dem Kupplungsstück zugewandten Ende des Handstücks, teilweise im Längsschnitt, Fig. 4 zeigt einen Längsschnitt durch das Kupplungsstück mit seiner umschaltbaren Optik, Fig. 5 ist ein Längsschnitt ähnlich Fig. 4, jedoch in einer Ebene neben der Optik, Fig. 6 stellt die umschaltbare Optik in einer ersten Einstellung im Längsschnitt dar, Fig. 7 ist ein Längsschnitt entsprechend Fig. 6 in einer zweiten Einstellung der Optik des Kupplungsstücks, Fig. 8 ist ein Querschnitt durch das Kupplungsstück in Höhe des Verstellmechanismus der Optik, entlang der Linie VIII-VIII der Fig. 7, Fig.
9 stellt einen Querschnitt durch die Verstellkulisse dar, Fig. 10 einen Längsschnitt und Fig. 11 eine ebene Abwicklung der Verstellkulisse dar, Fig. 12 ist eine Seitenansicht des Zwischenstücks in vergrössertem Massstab und Fig. 13 zeigt eine Vorderansicht des Kupplungsstücks aus Richtung des Handstücks.
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terweise einem Fusspedal 2 zur Regelung der Leistung des Lasers in der Lasereinheit 1 und einem Handstück 3, das über einen Verbindungsschlauch 4, welcher die Lichtleitung und Leitungen für Medien wie Wasser und Luft beinhaltet, mit der Lasereinheit 1 verbunden ist. Dabei ist das Fusspedal 2 vorteilhafterweise über einen A/D-Wandler mit dem Steuersystem der Lasereinheit 1 verbunden, der den Laser-Prozessor digital ansteuert.
Damit ist eine kontinuierliche Regelung der Leistung des Lasers zwischen vorzugsweise
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einstellbaren Grenzwerten möglich, beispielsweise von einer unteren Grenze von 0, 6 Watt bis zur oberen Grenze von typischerweise 15 Watt.
Die Lasereinheit 1 selbst beinhaltet den eigentlichen Laser, vorzugsweise einen Dioden-Laser, zur Erzeugung des zur Behandlung verwendeten Laserlichts allenfalls unterschiedlicher Wellenlängen, meist aber nur einer
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Form eines programmgesteuerten Touch-Screen 5 samt Steuersystem, vorzugsweise einen separaten Notausschalt-Taster 6 und die Anschlüsse 7,8 und 9 für den Verbindungsschlauch 4. Dabei wird am Anschluss 7 das Laserlicht in eine optische Faser im Verbindungsschlauch 4 eingeleitet und die Anschlüsse 8 bzw.
9 sind für Wasser bzw. Luft vorgesehen, um an der Behandlungsstelle eine Kühlung zu ermöglichen. Vorteilhafterweise sind in den Wasser- und Luftleitungen Magnetventile vorgesehen, die in Ruhelage gesperrt, vom Programm des Lasersystems gesteuert und mit dem Fusspedal 2 auslösbar sind. Beim Abschalten des Geräts wird das Wasserventil ausgangsseitig entlastet und das Wasserventil gesperrt. Durch den Abfall des Wasserdrucks schliesst ein Ventil im Kupplungsstück des Verbindungsschlauches 4 (weiter unten genauer beschrieben) und verhindert dadurch ein Zurückströmen des Wassers und gleichzeitig wird mit dem Restluftdruck die Wasserleitung freigeblasen. Damit ist sichergestellt, dass keine Fremdpartikel aus dem Arbeitsbereich in das Handstück 3 eindringen können.
Auch ist durch die allfällige Verstellmöglichkeit einer Ventilfeder im Kupplungsstück in Zusammenwirken mit dem im Luftkanal gegebenen Venturi-Effekt eine Feineinstellung des zur Kühlung vorgesehenen Sprühstrahls möglich.
Fig. 2 zeigt vergrössert das ergonomisch geformte Handstück 3 des Dentallasers, das über ein-allerdings nicht zwingend notwendiges - Zwischenstück 10 lösbar mit einem Kupplungsstück 11 des Verbindungsschlauches 4 verbunden ist. An der Spitze 12 der Griffhülse 13 des Handstücks 3 tritt die optische
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Faser mit ihrem Ende 14 eine gewisse Länge aus, welche Länge ebenso wie der Durchmesser der Faser vorteilhafterweise auf die vorgesehene Behandlungsstelle abgestimmt ist.
Für die Endontologie sind herausragende Spitzenlängen von etwa 25 bis 28 mm und Faserdurchmesser von ca. 200 pa vorgesehen, für die Paradontologie und Chirurgie Längen zwischen etwa 4 und 10 mm und Durchmesser von ca. 400 gm. Die optischen Fasern sind vorzugsweise vorgefertigt, bereits auf die erforderliche Länge abgelängt und nur zum einmaligen Gebrauch bei einem Patienten vorgesehen.
In die Griffhülse 13 ist ein Drehkolben 15 eingesetzt und ein Rastring 16 vorzugsweise eingeklebt, wodurch auch der Drehkolben 15 fixiert wird. Der Drehkolben 15 und der Rastring 16 sind noch besser in der Fig. 3 zu erkennen, in der auch der Stift 17 als Verdrehschutz und zur Positionierung sichtbar ist. Im Drehkolben 15 ist weiters eine Führungshülse 18 eingesetzt, vorzugsweise eingepresst oder auch eingeklebt, in der axial verschiebbar der Andrückteil 19 gelagert ist, welcher Andrückteil 19 durch die Feder 20 in Richtung des Anschlags an der Führungshülse 18 gedrückt wird. Aus dem Drehkolben 15 führt weiters ein Rohr 21 durch die Griffhülse 13 zur Spitze 12 des Handstücks 3, wobei die Mittellinie im nicht im Schnitt dargestellten Bereich des Handstücks 3 strichpunktiert gezeichnet und mit R bezeichnet ist.
In dieses Rohr 21 wird eine vorteilhafterweise mit einer vorbestimmen Länge vorgefertigte optische Faser 22 eingeführt, bis eine daran an einem Ende angebrachte Kupplungsbuchse 23 bis zum Andrückteil 19 in die Führungshülse 18 eingeschoben wurde. Auch zumindest eine Leitung (nicht dargestellt) für ein Medium wie Wasser, Luft oder ein Wasser-Luft-Gemisch führt durch das Handstück 3 zu dessen vorderem Ende 12.
Verbunden wird das Handstück 3, allenfalls über das Zwischenstück 10, mit einem Kupplungsstück 11 des Verbindungsschlauches 4, welches Kupplungsstück 11 in den Fig. 4 und 5 im Längsschnitt dargestellt ist. Von der Lasereinheit 1 führt der Verbindungsschlauch 4 mit der Leitung 24 für Wasser und
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der Leitung 25 für Luft zu Schlauchnippeln 26a, 26b, wobei am Übergang zwischen Kupplungsstück 11 und Verbindungsschlauch 4 eine Stützhülse 27 vorgesehen ist, um ein übermässiges Abknicken der Leitungen 24 und 25 zu verhindern. Die Wasserzufuhr erfolgt über ein Ventil 28 (siehe Fig. 5), bei dem vorzugsweise mittels einer Schraube 29 die Vorspannung der Ventilfeder 30 und damit der Druck auf die Dichtung 31 eingestellt werden kann. Das Gewinde des Ventils 28 ist durch einen O-Ring 32 abgedichtet.
Vorzugsweise ist der Schlauchnippel 26a für die Wasserleitung 24 einstückig mit dem Ventilkörper 28 ausgeführt. Der Schlauchnippel 26b für die Leitung 25 der Luft ist vorzugsweise in den Körper des Kupplungsstücks 11 eingeklebt und ab der Eintrittsöffnung dieses Schlauchnippels 26b verengt sich der Querschnitt des Luftkanals 33, so dass sich dur Geschwindigkeit des Luftstroms erhöht und Wasser aus dem vom Ventil 28 kommenden Querkanal 34 mitreisst und über den im weiteren Verlauf wieder weiter werdenden Kanal als Wasser-Luft-Gemisch durch die Griffhülse 13 zu deren Spitze 12 geführt wird, wo dieses Gemisch zur Kühlung der Behandlungsstelle aus dem Handstück 3 austritt.
Zusammengehalten werden der Verbindungsschlauch 4 und das Kupplungsstück 11 durch die Schlauchtülle 35, deren Sitz durch Einschrauben der Konusschraube 36 dadurch fixiert wird, dass die Konusschraube 36 die Kugel 37 radial nach aussen in eine Rille der Schlauchtülle 35 drückt (siehe Fig. 4). Obige Konstruktion ist ein Beispiel für eine mögliche Ausführungsform, die in Verbindung mit dem nachfolgend beschriebenen System zur optischen Anpassung an Fasern verschiedenen Durchmessers verwendet werden kann.
In den Schlaucheinsatz 38 des Kupplungsstücks 11 ist auch eine umschaltbare Optik 39 eingesetzt, die später unter Bezugnahme auf die Fig. 6 bis 11 näher beschrieben wird. An diese Optik 39 ist die von der Lasereinheit 1 durch den Verbindungsschlauch geführte optische Faser 40 angekoppelt und leitet das Laserlicht über das System aus zumindest zwei Linsen 41,42 weiter zur Kupplungsbuchse 23 und der darin vorzugsweise eingeklebten optischen
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Faser 22 des Handstücks 3 (in Fig. 4 der Klarheit der Erläuterung wegen in einer Position eingezeichnet, die sich bei angekuppeltem Handstück 3 ergibt).
Um die erforderliche Ausrichtung der optischen Faser 22 mit der Optik 39 zu gewährleisten ist diese mit einer Zentrierhülse 43 versehen, in welche die Kupplungsbuchse 23 eintaucht. Die Verbindung des Handstücks 3 und des Kupplungsstücks 11 wird über die mit dem Zwischenstück 10 zusammenwirkende Überwurfmutter 44 oder direkt über einen zweiten Rastring hergestellt, der mit dem Rastring 16 des Handstücks 3 zusammenwirkt. Über vorzugsweise eine zweite Überwurfmutter 45 kann (wie weiter unten genauer erläutert wird) auf die Optik 39 eingewirkt und diese wahlweise in zumindest zwei Einstellungen gebracht werden, die optimal auf zwei unterschiedliche Faserdurchmesser und damit übertragene Wellenlängen des Laserlichts abgestimmt sind.
Der genaue Aufbau der umschaltbaren Optik 39 wird nun im Zusammenhang mit den Fig. 6 bis 11 erklärt, welche ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel dafür zeigen. Vor der dem Handstück 3 nächstliegenden Linse 42 ist ein Distanzring 46 in die Zentrierhülse 43 eingebaut und sorgt einerseits für einen ausreichenden Abstand der Kupplungsbuchse 23 zur Linse 42 und fixiert diese auch auf einer Seite. Auf der anderen Seite der Linse 42 wird diese durch die Führungshülse 47 gehalten, die ihrerseits durch die Schraube 48 im Gehäuse der Optik 39 festgehalten ist.
Die zweite Linse 41 ist in einem ringförmigen Linsenhalter 49 gehalten und darin mittels eines Ringes 50 fixiert. Weiters sind in den Linsenhalter 49 radial nach aussen ragende Stifte 51 fest eingesetzt. Die Stifte 51 ragen durch sich in Längsrichtung der Führungshülse 47 parallel zu deren Achse erstreckende Schlitze nach aussen und greifen in eine die Führungshülse 47 aussen umgebende, ringförmige Führungskulisse 52, genauer gesagt in deren schräge Führungen 53 ein (die Führungskulisse 52 ist genauer in den Fig. 9 bis 11 dargestellt).
Um die Führungskulisse 52 gegen eine Absetzung innen im Gehäuse der Optik 39 zu drücken und in dieser Position spielfrei zu halten,
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ist eine Feder 54 über die Führungshülse 47 geschoben und zwischen Führungskulisse 52 und einer ringförmigen Auskragung am hinteren Ende der Führungshülse 47 eingespannt.
In eine Bohrung 55 der ringförmigen Führungskulisse 52 ist ein Nippel 56 eingeschraubt, der durch einen, sich über einen Teil des Umfangs des Gehäuses der Optik 39 erstreckenden Schlitz nach aussen ragt und in eine Bohrung 57 der Überwurfmutter 45 eingreift. Wie im Querschnitt im Bereich der Überwurfmutter 45 in der Fig. 8 ersichtlich ist, wird bei Drehung dieser Überwurfmutter 45 der Nippel 56 im Umfangsrichtung mitbewegt und somit auch die Führungskulisse 52 um ihre und die Längsachse der Optik 39 verdreht. Aufgrund der schrägen Führungsschlitze 53 bewirkt diese Drehung eine Verschiebung der Linse 41 in Längsrichtung der Optik 39 und damit die gewünschte Umschaltung der Optik zum Gebrauch mit optischen Fasern unterschiedlichen Durchmessers.
Anstelle des eingeschraubten Nippels 56 kann natürlich auch eine einstückig an der Führungskulisse 52 vorgesehene Nase oder eine ähnliche radiale Struktur zum Eingreifen in die Bohrung 57 der Überwurfmutter 45 vorgesehen sein. Es wäre auch möglich, die Überwurfmutter 45 ganz wegzulassen und anstelle des Nippels 56 einen nach aussen ragenden und durch den Benutzer direkt verdrehbaren Hebel oder Schieber vorzusehen.
In die Führungshülse 47 taucht weiters eine Büchse 58 ein, die zur Linse 41 hin eine Durchgangsbohrung für das Laserlicht aufweist. In diese Büchse 58 wird die Kupplungsbuchse 59 der von der Lasereinheit 1 kommenden optischen Faser 40 eingesetzt und über ein System von Tellerring 60, Feder 61 und Schraube 62 in die Büchse 58 bis zum Anschlag an deren Boden hineingedrückt.
Dabei gestattet die Feder 61 ein Verschieben der Kupplungsbuchse 59 nach hinten hin (in den Fig. 6 und 7 nach links), sobald die Linse 41 in die in Fig. 7 dargestellte Stellung gebracht wird und im letzten Abschnitt des Umstellweges am Boden der Büchse 58 anliegt (vorzugsweise über ihre Halterung) und diese dadurch mitnimmt.
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Eine vorgegebene Abstandsänderung bei den optischen Fasern zur jeweils nächsten Linse könnte auch durch unterschiedliche Formgebung des vorderen Endes der Kupplungsbuchsen 23 bzw. 59 und/oder von deren Auflageflächen erreicht werden. Beispielsweise ist in Fig. 6 eine Kupplungsbuchse 23a der optischen Faser des Handstücks 3 dargestellt, die ein Endstück mit geringerem Durchmesser aufweist und mit diesem in den Haltering 46 der Linse 42 eintaucht, bis sie an einer Auskragung an diesem Haltering 46 aufliegt. Der Kupplungsbuchse 23b der Fig. 7 fehlt dieses Endstück mit geringerem Durchmesser, es schliesst daher vorne im wesentlichen eben ab und liegt mit dieser ebenen Endfläche am vorderen Ende des Halteringes 46 auf, wodurch ein grösserer Abstand des Endes der optischen Faser 22 von der Linse 42 gegeben ist.
In Fig. 12 ist ein vorteilhafterweise jedoch nicht zwingend vorgesehenes Zwischenstück 10 in grösserem Massstab dargestellt. Es besteht aus einem Drehzylinder 63, der mit einer Rasthülse 64 verbunden ist, welche Rasthülse 64 in den Rastring 16 des Handstücks 3 eingreift. Der Drehzylinder 63 wird mittels der Überwurfmutter 44 am Kupplungsstück 11 fixiert (siehe dazu auch Fig. 2). Am vorderen Ende des Zwischenstücks 10 ist noch eine Dichtung 65 vorgesehen. Eine dem Zwischenstück 10 ähnliche und äquivalent wirkende Struktur kann aber auch direkt einstückig mit dem Handstück 3 verwirklicht und dieses somit direkt mit dem Kupplungsstück 11 verbunden werden.
In Fig. 13 ist schliesslich eine Ansicht des Zwischenstücks 10 aus Richtung des Kupplungsstücks 11 her dargestellt. Dabei sind die Durchführungsöffnung 66 für die Führungshülse 18 des Handstücks 3 mit der Kupplungsbuchse 23 der optischen Faser 22 des Handstücks und die Durchführungsöffnung 67 für die Leitung des Handstückes 3 für das Wasser-Luft-Gemisch zur Kühlung der Behandlungsstelle zu erkennen. Die beiden anderen dargestellten Dichtungsdurchführungen oberhalb der Öffnungen 66 und 67 sind im vorliegenden Fall nicht genutzt, könnten aber beispielsweise für eine elektrischen Leitung für eine Beleuchtungseinrichtung im Handstück 3 zum Beleuchten der Behand-
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lungsstelle oder ähnliche Zwecke genutzt werden.