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Verfahren und Vorrichtung zum Granulieren und Verformen plastischer Massen
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Erfindungmit'dem grössten Durchmesser mit einer Verlängerung versehen sind, an der koaxial eine in einem zylindrischen Gehäuse umlaufende Schnecke angeschlossen ist. Die Besonderheit dieser Vorrichtung besteht nach der Erfindung darin, dass die Mantelflächen der Verlängerungen eine andere Konizität aufweisen, als der Rotor und dass die Verlängerungen mit Heiz-und Kühlvorrichtungen versehen sind.
Dabei kann die Verlängerung den gleichenNeigungswinkel wie die kegelige Walzfläche der Vorrich-
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dass sie zylinderförmig ist. Auch der Aussenmantel der Vorrichtung ist gleichermassen verlängert, wobei dessenNeigung parallel zur Verlängerung der inneren Walzfläche verläuft. Diese Verlängerung des Aussen- mantels erstreckt sich jedoch nicht über den gesamten Umfang, da für die Anbringung einer Abtrenn- vorrichtung, z. B. eines Schabers oder Messers, über der Verlängerung der inneren Walzfläche ein freier Raum geschaffen ist. Gegebenenfalls könnten beide Verlängerungselemente beheizt oder mit einer Kühl- vorrichtung versehen sein. Dies kann beispielsweise durch einen Dampfmantel, der erforderlichenfalls auch als Kühlmantel dient, erfolgen. Es sind aber auch sämtliche bekannte Heizvorrichtungen möglich.
Die an der Verlängerung des inneren Konus befestigte Schnecke bewegt sich in einem Zylinder, dessen Ende entsprechend dem zu formenden Material eine Düse oder Lochplatte ist. Zur Erhöhung der Förderwirkung ist die Schnecke mit einer Innenbohrung versehen, durch die sie je nach Bedarf geheizt oder gekühlt werden kann. Der gleiche Effekt kann auch durch Beheizung oder Kühlung des die Schnecke umschliessenden Zylinders erreicht werden. Die Schnecke kann die gleiche Umdrehungszahl besitzen, wie der Konus der Vorrichtung. Die Vorrichtung kann aber auch so ausgeführt sein, dass durch bekannte Einrichtungen, wie z. B. Getriebe der verschiedensten Art, die Schnecke eine vom Konus der Vorrichtung verschiedene Umdrehungszahl, entweder eine langsamere oder eine raschere, erhält.
Die Erfindung wird an Hand von zwei in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert. Fig. 1 zeigt die erfindungsgemässe Vorrichtung im Längsschnitt, Fig. 2 ist ein Querschnitt nach der Linie A-A in Fig. 1. Fig. 3 veranschaulicht eine abgeänderte Ausführungsform der erfindungsgemässen Vorrichtung im Längsschnitt.
Das aus dem verlängerten Walzenspalt E der Homogenisiereinrichtung (Fig. 1) in Form von Strängen austretende, vorgelierte plastische Material, z. B. Polyvinylchlorid, mit oder ohne Weichmacher, wird am höchsten Punkt des liegend angeordneten Rotors der Vorrichtung durch geeignete Mittel abgetrennt, z. B. durch einen Abstreifer F, und fällt-in die unmittelbar darunter angeordnete Schnecke H. Die Schnecke fördert das Gut im Zylinder G vorwärts und presst es durch die am Austrittsende des Zylinders angebrachte Düse oder Lochplatte J und formt es zu Profilen, Schläuchen usw. Das durch die Lochplatte J gepresste Material kann aber auch mit Hilfe von rotierenden Messern granuliert werden.
Ein Vorteil dieser Arbeitsweise besteht vor allem darin, dass die Verformung und Granulierung von plastischen Massen, von pulveriger oder pastöser Mischung ausgehend, unter Ausnützung der vorhandenen Wärme erfolgt. Dabei laufen jedoch zwei verschiedene Arbeitsgänge, nämlich die kontinuierliche Gelierung nach dem in der deutschen Patentschrift Nr. 914551 beschriebenen Verfahren und das Verformen oder Granulieren über eine Schnecke, zusammen ab. Ein weiterer Vorteil-liegt darin, dass der Schneckenteil der Vorrichtung hinsichtlich jeglicher Form, die eine Kompression bewirkt, welche bezüglich der verschiedenen Mate-
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vollkommen plastischem Zustand in die Schneckengänge fällt. Weiterhin stellt die beschriebene Vorrichtung eine wesentliche technische Vereinfachung gegenüber den bisher bekannten Vorrichtungen dar.
Mit der Vorrichtung ist ausserdem ein einfachesverfahren zum Verformen und Granulieren plastischer Massen gefunden, bei welchem die Überführung der nach dem in der deutschen Patentschrift Nr. 914551 beschriebenen Verfahren vorgelierten Masse über eine Verlängerung in eine Auspressschnecke erfolgt.
Nun enthält beim Verarbeiten von plastischen Massen das auf hohe Temperatur gebrachte Gut sehr oft flüchtige Weichmacherdämpfe, eingeschlossene Luft, durch Reaktion entstandene Gase oder Feuchtigkeit, die sich beim Fertigprodukt vor allem z. B. bei Hochspannungskabeln schädlichauswirkenkönnen.
Es sind Maschinen, vor allem Schneckenpressen bekannt, bei denen diese flüchtigen Substanzen durch Vakuum abgesaugt werden. Dieses wird entweder durch Absaugen über Bohrungen'in der Schnecken- achse oder über Öffnungen im Zylinder hergestellt. Die Bauart all dieser Maschinen bedingt es, dass das
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Fällen nicht restlos entfernt werden können.-
Dies gelingt vollkommen, wenn die Vorgelierung sowie die Überführung der Masse über die Verlän- gerungen 5 und 12 in die Auspressschnecke 3 unter Vakuum erfolgt (vgl. Fig. 3).
Dabei wirkt das Vakuum zusätzlich noch weit in den Gelierraum der vorgeschalteten Geliervor-
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