AT229390B - Abspanneinrichtung für mehrlagige elektrische Leiterseile, mit gewindeförmig vorgeformten Drähten und einer Abspannkausche - Google Patents

Abspanneinrichtung für mehrlagige elektrische Leiterseile, mit gewindeförmig vorgeformten Drähten und einer Abspannkausche

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AT229390B
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Description


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   Abspanneinrichtung für mehrlagige elektrische Leiterseile, mit gewindeförmig vorgeformten Drähten und einer Abspannkausche 
Die Erfindung bezieht sich auf eine Abspanneinrichtung für mehrlagige elektrische Leiterseile mit gewindeförmig vorgeformten um das Seil gelegten Drähten und einer Abspannkausche. Beim Abspannen solcher Seile besteht stets eine Unsicherheit darüber, ob die   die äusseren Lagen erfassende Abspannvorrich-   tung die inneren Lagen genügend halten kann. Werden die inneren Lagen nicht genügend gehalten, so wird ihre Tragfähigkeit nicht voll ausgenutzt, da sie sich gegenüber den Aussenlagen längsverschieben, und es kommt   unter Umständen zum Reissen   der   äusseren Lagen,   ehe die inneren Lagen auf ihre volle Zugfestigkeit beansprucht sind.

   Diese Schwierigkeit ist besonders bedeutsam bei Verbundseilen nach Art von Stahlaluminiumseilen, bei denen die Stahlseele den grösseren Teil der Zugbeanspruchung aufnehmen soll. 



  Dementsprechend leiden Abspannungen mittels Abspannkauschen, bei denen das Seil mittels gewindeförmig vorgeformter Drahtschlaufen abgespannt wird, an der Unsicherheit der Halterung der inneren Seillagen, insbesondere der Stahlseele. Um diese Unsicherheit zu beheben, sollen erfindungsgemäss die vorgeformten Drähte hinsichtlich ihrer Länge, Ganghöhe, Windung-un Drahtdurchmesser so bemessen sein, dass sie nur einen Teil des Seilzuges übernehmen, der übrige Seilzug aber von den   Seilinnendrähienauf   eine Klemme übertragen wird, die sich gegen die Kausche abstützt. Bei Abspanneinrichtungen für durch-   laufende     Drahte umfassen die Klemmen   das gesamte   Leiterbeil   und stützen sich gegen die Kausche ab.

   Dabei pressen sie die äusseren Seillagen stark gegen die inneren Seillagen und halten letztere. Die Gefahr des Reissens der äusseren Lagen besteht dabei an keiner Stelle ; denn diese tragen in dem Bereich, in welchem sie von den vorgeformten Drähten umfasst sind, nur einen Teil der Gesamtlast, da die inneren Drahtlagen infolge ihrer festen unnachgiebigen Halterung in der Klemme nicht nachrutschen können und deshalb den andern Teil der Gesamtlast tragen. Mit dem Bügelschraubendruckstück der Klemme kann bekanntlich ein viel grösserer spezifischer Druck auf die Innenlagen eines mehrlagigen Seiles ausgeübt werden als durch die vorgeformten Drähte. Das Durchrutschen der Innenlagen wird insbesondere dann mit Sicherheit verhütet, wenn eine Klemme mit gewelltem Seilbett verwendet wird.

   Endabspannklemmen erfassen zweckmässigerweise lediglich   die Seilinnendrähte   und stützen sich ebenfalls gegen die Kausche ab. 



   In jedem der genannten Fälle kann das Druckstück der Klemme im Winkel zur Abspannrichtung stehen und das Seilbett kontinuierlich aus der Abspannrichtung in die Richtung des Druckstückes übergehen. Das Druckstück der Klemme kann in an sich bekannter Weise gewählt sein, wobei Klemmbügel das Seil in die Wellen des Druckstückes drücken. Das Druckstück kann aus einem einzigen Stück mit der Kausche bestehen oder ein selbständiges Stück darstellen, das sich gegen die Kausche abstützt. 



   Zur Endabspannung empfiehlt es sich, Abspanneinrichtungen zu verwenden, deren Klemmkörper eine konische Verspannungsbohrung zur Aufnahme von Innenlagen des Seiles und einen vorzugsweise mit ringsumlaufenden Riffeln versehenen Spannkonus besitzt, welcher vorzugsweise mittels einer Überwurfmutter in die Vecspannbohrung eingedrückt wird. Um zu vermeiden, dass die Innenlagen des Seiles beim Eindrücken des Spannkonus in Zugrichtung vorgeschoben werden, ist es zweckmässig, Spannkonus und Überwurfmutter starr miteinander zu verbinden und die Ringriffeln des Konus als Gewinde auszubilden, das auf den Umfangdie gleiche Steigung hat wie die Überwurfmutter. 

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   Die Zeichnung erläutert   die Erfindung, u. zw. zeigen Fig. ! eineseitenansicht einer eifindungsgemässen   Abspanneinrichtung, Fig. 2 eine Ansicht inRichtung II-11 der Fig. l, Fig. 3 eine Draufsicht auf die Einrich- 
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 ten Ausführungsbeispieles, und Fig. 6 die Ansicht gemäss der Linie VI-VI der Fig. 5, teilweise im Schnitt. 



   Um eine Kausche 1 sind gewindeförmig vorgewundene federnde Abspanndrähte 2 gelegt, deren mittlerer Teil 2a durch eine Öffnung 3 der Kausche hindurchgeführt ist. Stege 4 sind mit einer Bohrung 5 zum Hindurchstecken eines Abspannbolzens 6 versehen. 



   Die Kausche 1 ist einstückig mit einem Druckstück 7, welches in einem Winkel zur Abspannrichtung steht. Das Seil 8 tritt in Abspannrichtung in die Kausche 1 ein und liegt dann auf dem Seilbett 9, das sich kontinuierlich bis in den Winkel des Druckstückes 7 abbiegt, wo das Druckstück Wellen 10 hat, in die das Seil 8 mit Hilfe von Klemmstücken 11 eingedrückt wird, die ihrerseits von U-förmigen Bügeln 12 mit Muttern 13 gehalten sind. 



   Die Montage erfolgt in der Weise, dass das Leiterseil 8 zunächst in die Abspannkausche 1 eingelegt wird, wobei die Klemmstücke 11 gelöst sind. Dann werden die gewindeförmig vorgeformten Drähte   2, 2a   durch die Kauschenöffnung 3 eingeführt und die Enden 2 dieser Drähte in üblicher Weise auf das Leiterseil aufgewunden. Das freie Seilende wird dann mit Hilfe der Bügelschrauben 12 und der Klemmstücke 11 fest verspannt. Die Montage in dieser Reihenfolge hat den Vorteil, dass der Monteur nach dem Montieren der   vorgeformien Drähte seine Hilfsklemme, die   er in   üblicherweise   zusätzlich zu den dargestellten Abspannvorrichtungen zum Regulieren des Durchhanges verwendet, entlasten und den sich dann einstellenden Durchhang sofort nachkontrollieren kann.

   Falls der Durchhang nicht die gewünschte Grösse hat, braucht er lediglich die vorgeformten Abspanndrähte zu öffnen und nach neuer Einregulierung nochmals zu montieren. Die Befestigung des Leiters 8 im Druckstück 7 mit Hilfe der   Bügelschrauben 12 erfolgt erst   nach Beendigung der Seilregulierung. Die vorgeformten Abspanndrähte 2, 2a sind nämlich in der Lage, den Leitungszug vorübergehend allein zu übernehmen. 



   Die kraft-und formschlüssige Verbindung der mehreren Seillagen am Druckstück erleichtert die bessere und gleichmässigere Übertragung des Seilzuges aller Lagen auf die vorgeformten Abspanndrähte 2. 



  Die vorgeformten Drähte wirken ausserdem schwingungsdämpfend. 



   Während das Ausführungsbeispiel nach den Fig.   I-3   auch für durchlaufende Seile verwendbar ist, sind die Ausführungsbeispiele nach den Fig. 4-6 nur für Endabspannungen verwendbar. Beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 4 laufen wieder gewindeförmig vorgeformte Drähte 20 um die Kausche 21. Das vollständige, abzuspannende Seil 22 ist innerhalb der Kausche 21 nach unten abgehoben und liegt auf einer Anlagefläche 23 der Kausche auf. Die Aussenlagen 22a des Seiles sind kurz nach dem Austritt aus der Kausche   abgeschnitten, während die Innenlagen   22b um ein beträchtliches Stück daraus hervorschauen. Bei diesen Innenlagen wird es sich in den meisten Fällen um die Stahldrähte eines Stahlaluminiumseiles handeln. 
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 des Seiles aufnimmt.

   An die Bohrung 25 schliesst sich eine konische Bohrung 26 an, in welcher sich die Drähte der Innenlagen etwas auseinanderspreizen und durch einen Konus 26 gegen die   Innenwände   des Druckkörpers 24 gepresst werden. Der Konus 27 hat ringsumlaufende Riffeln, um auf diese Weise die Reibung gegenüber den Drähten 22b zu erhöhen. Er wird von einer Überwurfmutter 28, die mit Gewinde 29 auf den Druckkörper aufschraubbar ist, in die konische Bohrung 26 hineingepresst. 



   Die Überwurfmutter 28 hat einen Sechskant   30,   mit dem sie festgeschraubt werden kann. 



   Es ist möglich, die Überwurfmutter   28   und den Konus 27 aus einem einzigen Stück herzustellen. Dabei erhält der Konus 27 vorzugsweise ein Gewinde, dessen Steigung je voller Umdrehung gleich der Steigung der Überwurfmutter 28 ist. Auf diese Weise wird verhindert, dass beim Aufschrauben der Mutter 28 der Konus 27   dieinnendräutl e 2 b nach   vorne schiebt.   Der Druckkörper 24 stützt sich   gegen die Kausche 21 ab. Selbstverständlich ist es auch möglich, den Druckkörper 24 aus einem einzigen Stück mit der Kausche 21 herzustellen. 



   Das Ausführungsbeispiel nach den Fig. 5 und 6 ist dem Ausführungsbeispiel nach   Fig. 4 ähnlich,   doch werden die Innenlagen 22b nicht umgelenkt, sondern in Abspannrichtung in einem Abspannhohlkonus 31 eingeführt, wo sie durch einen Abspannvollkonus 32 in gleicher Weise gehalten werden wie beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 4. Die Abspannlasche 33 ist zweiteilig ausgeführt, um einen zentralen Zugang zum Kopf 34 des Konus 32 zu erhalten. Der Kopf 34 hat einen Innensechskant, in den ein Schlüssel eingesetzt werden kann.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE : 1. Abspanneinrichtung für mehrlagige elektrische Leiterseile, insbesondere für Stahlaluminiumseile, mit gewindeförmig vorgeformten, um das Seil gelegten Drähten die an einer Abspannkausche anliegen, dadurch gekennzeichnet, dass die vorgeformten Drähte (2, 20) hinsichtlich ihrer Länge, Ganghöhe, Windungs- und Drahtdurchmesser so bemessen sind, dass sie nur einen Teil des Seilzuges übernehmen, der übrige Seilzug aber von den Seilinnendrähten auf einer Klemme (7, 11 bzw. 24, 27 bzw. 31, 32) übertra- gen wird, die sich gegen die Kausche (1 bzw. 21, 21a) abstützt.
    2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemme (7, 11) das gesamte Leiterseil (8) umfasst und sich gegen die Kausche (1) abstützt.
    3. Einrichtung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemme (24, 27 bzw. 31, 32) lediglich Seilinnendrähte (22b) erfasst und sich gegen die Kausche abstützt.
    4. Einrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Druckstück (7) der Klemme aus einem Stück mit der Kausche (1) besteht.
    5. Einrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Druckstück (7 bzw. 24) der Klemme im Winkel zur Abspannrichtung steht und das Seilbett (9 bzw. 22) kontinuierlich aus der Abspannrichtung in die Richtung des Druckstückes (7 bzw. 24) übergeht.
    6. Einrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Druckstück (7) der Klemme in an sich bekannter Weise gewellt ist und Klemmbügel (12) das Seil in die Wellen (10) des Druckstückes drücken.
    7. Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Klemmkörper (24) eine Aufnahmebohrung für das Ende der Aussenlage (22a) des Leiters und daran anschliessend eine konische Verspannungsbohrung (26) zur Aufnahme von Innenlagen (22b) des Seiles und einen vorzugsweise mit ringsumlaufenden Riffeln versehenen Spannkonus (27) besitzt, der beispielsweise mittels einer Überwurfmutter (28) in die Verspannungsbohrung eingepresst ist.
    8. Einrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass Spannkonus (27) und Überwurfmutter (28) starr miteinander verbunden sind, wobei die Ringriffeln des Konus vorzugsweise als Gewinde ausgebildet sind. das je Umfang die gleiche Steigung hat wie die Überwurfmutter.
    9. Verfahren zum Spannen eines elektrischen Leiterseiles mit einer Abspanneinrichtung gemäss einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Seil (8) zuerst mittels der vorgeformten Drähte (2) und dann mittels der Klemme befestigt wird.
AT460562A 1961-07-01 1962-06-07 Abspanneinrichtung für mehrlagige elektrische Leiterseile, mit gewindeförmig vorgeformten Drähten und einer Abspannkausche AT229390B (de)

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