AT230297B - Doppelhub-Ganzoffenfach-Jacquardmaschine - Google Patents

Doppelhub-Ganzoffenfach-Jacquardmaschine

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AT230297B
AT230297B AT415862A AT415862A AT230297B AT 230297 B AT230297 B AT 230297B AT 415862 A AT415862 A AT 415862A AT 415862 A AT415862 A AT 415862A AT 230297 B AT230297 B AT 230297B
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AT
Austria
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rake
sinker
open
double
knife
Prior art date
Application number
AT415862A
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English (en)
Inventor
Werner Beck
Original Assignee
Webstuhlbau Karl Marx Stadt
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Description


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    Doppelhub-Ganzoff enfach-Jacquardmaschine    
Die Erfindung betrifft eine Doppelhub-Ganzoffenfach-Jacquardmaschine mit   gegenläufig bewegten  
Offenfachmessern, Doppelhubmessern und einer horizontal beweglichen Einrichtung zum Auslenken der selbstfedernden, zweischenkligen Platinen beim Kreuzen der beiden Doppelhubmesser, wobei eine ungewollte Übergabe einer Platine von dem einen auf das andere Doppelhubmesser unmöglich ist und damit Fehlbindungen vermieden werden. 



   Es ist eine   Doppelhub-Ganzoffenfach-Jacquardmaschine   bekannt, bei der ein horizontal beweglicher Rechen beide Platinenschenkel im Kreuzungspunkt der Doppelhubmesser abdrückt. Nachteilig ist hiebei, dass der horizontal bewegliche Rechen beide Platinenschenkel abdrückt, wodurch die Gefahr besteht, dass fälschlich Platinen von den Doppelhubmessern abgedrückt werden, was zu Fehlbindungen Anlass gibt. Au- sserdem entsteht unnötige Reibung zwischen den Quernadeln und den Platinenschenkeln, was vorzeitigen Verschleiss verursacht. Bei grösseren Reibwerten erhält die Platine eine äusserst nachteilige Verzögerung, die die Tourenzahl begrenzt. 



   Weiterhin ist es nachteilig, dass die beiden Platinenschenkel durch die Nadeln um 1800 in Druckrichtung umfasst werden, so dass beim Abdrücken der Platinenschenkel auch die Quernadeln mit bewegt werden, wodurch die am hinteren Quernadelende angeordnete Druckfeder die Reibung zwischen der. Quernadel und der Platine weiter erhöht. 



   Zweck der Erfindung ist es, diese Nachteile zu vermeiden, indem die Einrichtung zum Auslenken von zwei taktweise hin-und herbewegten, an sich bekannten Rechen gebildet ist, die wechselweise einen der Platinenschenkel der selbstfedernden Platinen ausserhalb des Wirkungsbereiches des jeweils aufsteigenden Hubmessers bringen, und dass die Platinen im Wirkungsbereich der Zähne der Rechen mit an sich bekannten Kröpfungen versehen sind, wobei die Zähne des einen Rechens zwischen den Schenkeln der Platinen hindurchgehen und jene des andern Rechens ausserhalb der Schenkel der Platinen verlaufen, so dass die Platinen in arretierter Hochfachstellung von den Auslenkrechen nicht beeinflussbar sind und in Tieffachstellung auf den Zähnen eines an sich bekannten starren Rechens aufsitzen. 



   Eine beidseitig gekröpfte Platinenfussform und ein Platinenboden kann noch vorgesehen sein, der je Platine zwei paarweise übereinander angeordnete Stäbe besitzt. Während das obere Stäbepaar eine exakte Lagerung der im Tieffach befindlichen Platinen gewährleistet, bewirkt das untere Stäbepaar in Verbindung mit dem oberen Stäbepaar die Geradführung und die Selbstfederung der Platinen. 



   Die beidseitig gekröpfte Platinenfussform ist dabei so ausgebildet, dass sich die beiden Kröpfungen im Bereich des Auslenkrechens befinden, wenn die Platine auf einem Offenfachmesser aufgehängt ist. Dadurch erfolgt kein nachteiliges Durchbiegen der im Hochfach arretierten Platine durch die Auslenkrechen. 



   In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Es zeigen Fig. 1 einen schematischen Querschnitt der Jacquardmaschine, bei der sich der Fingerrechen in seiner höchsten und der Messerkasten in seiner tiefsten Stellung befindet, Fig. 2 einen Querschnitt der Einrichtung gemäss Fig. 1, wobei sich der hochgehende Messerkasten und der tiefgehende Fingerrechen in Mittelstellung kreuzen, 

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 Fig. 3 einen Querschnitt der Einrichtung gemäss Fig. 1 und 2, bei dem sich der Messerkasten in seiner obersten und der Fingerrechen in seiner untersten Stellung befindet, Fig. 4 einen Querschnitt der Einrichtung gemäss Fig. 1-3, bei dem sich der tiefgehende Messerkasten und hochgehende Fingerrechen kreuzen, Fig. 5 eine Steuerkurve mit Eingriffsglied, Fig. 6 eine Draufsicht auf eine Quernadel mit Platine und Fig.

   7 einen Platinenfuss mit Auslenkrechen. 



   Die selbstfedernden, doppelschenkelig ausgebildeten Platinen   1 - 4   werden in bekannter Weise über Quernadeln   5 - 8   von Kartenspiel 9 und Kartenzylinder 10 gesteuert. Die Platinen   1 - 4   sind beidseitig am Fussende gekröpft und ruhen mit ihren Kröpfungen in Tieffachstellung auf einem im Platinenboden 11 angeordneten Rechen 12 mit paarweise angeordneten Zähnen. Unterhalb des Rechens 12 ist im Platinenboden 11 noch ein weiterer Rechen 13 mit ebenfalls paarweise angeordneten Zähnen vorgesehen, der in Ver- 
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 gen. In Offenfachstellung sind die Platinen   1 - 4   durch die Offenfachmesser 16 und 17 arretierbar.

   Die
Offenfachmesser 16 und 17 werden von nichtdargestellten Steuerkurven über Hebel   18 - 21   gegenläufig so bewegt, dass die Platinen   1 - 4   von einem auf das andere Offenfachmesser 16 oder 17 so übergeben werden, dass der aufsteigende Messerkasten 14 oder Fingerrechen 15 einen freien Platinenschenkelvorfindet. 



   Um zu vermeiden, dass die Platinen   1 - 4,   die vom Hochfach ins Tieffach wechseln, vom aufsteigenden Messerkasten 14 oder Fingerrechen 15 erfasst werden, sind taktweise hin-und herbewegbare Auslenkrechen 22 und 23 vorgesehen. 



   Die Arbeitsweise ist folgende : Aus Fig. l ist ersichtlich, dass die Platine 1 sich in Tieffachstellung befindet und auch dort verbleiben wird, da die ihr zugehörige Quernadel 5 den linken Platinenschenkel ausserhalb des Wirkungsbereiches des aufsteigenden Messerkastens 14 drückt. Die Ursache ist darin zu suchen, dass die Quernadel 5 kein Loch in der Musterkarte 9 vorgefunden hat und dadurch infolge der Hubbewegung des Kartenzylinders 10 abgedrückt wurde. Die Platine 2 wurde ins Hochfach bewegt und kann sich aber dort nicht auf das Offenfachmesser 17 aufsetzen, da ihr linker Schenkel von der Quernadel 6 abgedrückt wird. Die Platine 3 befindet sich in Tieffachstellung und wird durch den aufsteigenden Messerkasten 14 ins Hochfach bewegt werden, da die ihr zugehörige Quernadel 7 ein Loch in der Musterkarte 9 vorfand und aus diesem Grunde nicht angedrückt wurde. 



   Die Platine 4wurde vom Fingerrechen 15 ins Hochfach bewegt und da   keinAbdrücken derQuernadel   8 erfolgt, kann das Offenfachmesser 17 den linken Platinenschenkel erfassen und im Offenfach arretieren. 



   In Fig. 2 kreuzen sich der absteigende Fingerrechen 15 und der aufsteigende Messerkasten 14. 



   Um zu vermeiden, dass z. B. die mit dem Fingerrechen 15 tiefgehende Platine 2 vom aufsteigenden Messerkasten 14 erfasst werden kann, werden alle wechselnden und auf dem Platinenboden 11 aufsitzenden linken Platinenschenkel von einem durch Kurvenscheibe'24 und Rolle   25gesteuertenAuslenkrechen22ab-   gedrückt. Die horizontale Verschiebung des Auslenkrechens 22 bewirkt ein Wegdrücken aller genannten linken Platinenschenkel, was zur Folge hat, dass die auf dem Messerkasten 14 und auf dem Platinenboden 11 befindlichen Platinen 3 durchgebogen werden. Infolge des vorherrschenden Anlagedruckes, hervorgerufen durch Platinen-,   Harnisch-und Jacquardgewicht,   ist ein Abdrücken der Platine 3 nicht zu erwarten. 



   Ein Auslenken der im Offenfach arretierten Platine 4 kann durch den horizontal verschiebbaren Auslenkrechen 22 nicht erfolgen, da letzterer in die zusätzliche Kröpfung 28 der Platine 4 eintritt. 



   Aus dieser Darstellung ist auch ersichtlich, dass beim Kreuzen von Messerkasten 14 und Fingerrechen 15 die Übergabe der Platine 4 vom Offenfachmesser 17 auf das Offenfachmesser 16 erfolgt. 



   In Fig. 3 befindet sich der Messerkasten 14 in seiner höchsten und der Fingerrechen 15 in seiner tiefsten Stellung. 



   Die der Platine 1 zugehörige Quernadel 5 wurde vom Kartenprisma 10 nicht abgedrückt, wodurch der Fingerrechen 15 bei seinem folgenden Hochgang die Platine 1 mit ins Hochfach bewegt. Die Platine 2 verbleibt in Tieffachstellung, da der Kartenzylinder 10 über Musterkarte 9 mit Hilfe der Quernadel 6 ein Auslenken beider Platinenschenkel bewirkt und der aufsteigende Fingerrechen 15 die Platine somit nicht erfassen kann. Die Platine 3 wurde vom Messerkasten 14 ins Hochfach bewegt und kann dort nicht an das Offenfachmesser 16 angehängt werden, da die ihr zugehörige Quernadel 7 durch den Zylinder 10 und die Musterkarte 9 abgedrückt wird. Der Messerkasten 14 bewegt die Platine 3 wieder mit ins Tieffach. 



   Bei der nächsten Platine 4 erfolgt durch Vorliegen eines Loches in der Musterkarte 9 kein Abdrücken 

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AT415862A 1962-01-16 1962-05-21 Doppelhub-Ganzoffenfach-Jacquardmaschine AT230297B (de)

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