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Verfahren zur Verbesserung der textilen Eigenschaften, insbesondl der Nassknitterfestigkeit von cellulosehaltigem Textilgut
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vaten. Das der Acroleinbehandlung unterworfene Textilgut wird zweckmässig in einem wässerigen Bad enthaltend 5-20 Gew.-% der genannten mehrwertigen Alkohole, Amide oder Amine behandelt. Dem Bad werden die üblichen sauren oder potentiell sauren Katalysatoren, z. B. Oxal-oder Zitronensäure,
Zinkchlorid, Magnesiumchlorid, Zinkfluorborat, Magnesiumperchlorat, Diammoniumphosphat zugesetzt.
Die abschliessende Trocknung bzw. Kondensation des Textilgutes kann bei Temperaturen von 70 bis 150 C während 3 - 30 min erfolgen.
Das erfindungsgemässe Verfahren lässt sich auf cellulosehaltiges Fasermaterial enthaltenden textilen Flächengebilden aller Art anwenden. Es eignen sich in erster Linie Gewebe oder Gewirke aus nativer Cellulose wie Baumwolle oder auch Gewebe und Gewirke aus regenerierter Cellulose oder Cellulosederivaten sowie Mischgewebe aus diesen Faserarten.
Es hat sich ausserdem gezeigt, dass auch bei feinen Geweben aus Baumwolle und regenerierter Cellulose, die durch Behandlung mit konzentrierter Schwefelsäure, Kupferoxydammoniaklösung oder Natriumzinkat-Celluloselösung einer Versteifung und Transparentierung unterworfen worden sind und bei Feingeweben aus relativ hochgedrehten Garnen wie Voile und Marquisette eine gute Nass-Knitterfestigkeit ohne nennenswerte Verminderung der Faserfestigkeit erzielt werden kann.
Die Erfindung ist nachstehend an Hand der folgenden Beispiele näher erläutert.
Beispiel l : Ein Baumwollgewebe (125 glum2) wird mit einer 1%gen wässerigen Kaliumcarbonatlösung imprägniert (Abquetscheffekt 80%) und 2,5 min bei 500C einer Acroleingasphase ausgesetzt. Das Gewebe wird sodann mit Wasser ausgewaschen und in einer wässerigen Lösung enthaltend 10% Pentaerythrit und 4% Zinkchlorid imprägniert, vorgetrocknet und schliesslich 10 min bei 125 C kondensiert. Ein Abschnitt des so behandelten Gewebes wird darauf in einer Waschmaschine mit der Lösung eines StandardSeifenmittels enthaltend Tripolyphosphat und Natriumcarbonat bei 650C gewaschen, gespült und nass an die Luft aufgehängt.
Das dabei entstehende Knitterbild wird durch visuellen Vergleich mit 5 Abmusterungsvorlagen mit den Noten 5 (= gut) bis 1 (= schlecht) bewertet. Das Gewebe weist nach der Wäsche gegen- über dem Ausgangsgewebe folgende verbesserte textile Eigenschaften auf :
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<tb> Trockenknitter- <SEP> Nassknitter- <SEP> Reissfestigkeit <SEP> Knitterbild <SEP> - <SEP>
<tb> winkel <SEP> winkel <SEP> in <SEP> kg <SEP> (Schuss) <SEP> bewertung
<tb> im <SEP> Schuss <SEP> in <SEP> 0 <SEP> im <SEP> Schuss <SEP> in <SEP> c)
<tb> Ausgangsmaterial <SEP> 33 <SEP> 75 <SEP> 23
<tb> behandeltes <SEP> material <SEP> 80 <SEP> 145 <SEP> 16,6 <SEP> 4. <SEP> 5
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ReissfTrockenknitter- <SEP> Nassknitter- <SEP> Reissfestigkeit <SEP> Knitterbildwinkel <SEP> winkel <SEP> in <SEP> kg <SEP> (Schuss) <SEP> bewertung
<tb> im <SEP> Schuss <SEP> in <SEP> 0 <SEP> im <SEP> Schuss <SEP> in <SEP> 0
<tb> Ausgangsmaterial <SEP> 33 <SEP> 75 <SEP> 23
<tb> behandeltes <SEP> Material <SEP> 90 <SEP> 145 <SEP> 17 <SEP> 4,5
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lösung gequollen, abgepresst (Abquetscheffekt z und 2, 5min bei 500C einer Acroleingasphase ausgesetzt. Danach wird das Gewebe mit einer wässerigen Lösung enthaltend lolo Mannit und 1, 5% Oxalsäure imprägniert, vorgetrocknet und 10 min bei 1200C auskondensiert.
Das wie in Beispiel 1 gewaschene Gewebe weist gegenüber dem Ausgangsmaterial folgende Verbesserungen der textilen Eigenschaften auf :
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<tb> i <SEP> Trockenknitter- <SEP> Nassknitter- <SEP> Reissfestigkeit <SEP> Knitterbildwinkel <SEP> winkel <SEP> in <SEP> kg <SEP> (Schuss) <SEP> bewertung
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<tb> Ausgangsmaterial <SEP> 33 <SEP> 75 <SEP> 23
<tb> behandeltes <SEP> Material <SEP> 95 <SEP> 145 <SEP> 16 <SEP> 4, <SEP> 5 <SEP>
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Beispiel 4 :
Ein Baumwollgewebe (125 g/m2) wird mit einer 21eigen wässerigen Kaliumcarbonatlösung imprägniert (Abquetscheffekt 80%) auf einem Spannrahmen leicht vorgetrocknet und in nochfeuchtem Zustande mit einer 30% igen wässerigen Acroleinlösung von 15 bis 200 besprüht und während 15 min liegen gelassen. Hierauf wird das Gewebe gespült und wie in Beispiel 1 beschrieben, mit einer wässerigen Lösung von Pentaerythrit und Zinkchlorid behandelt, getrocknet, kondensiert und der Standardwäsche unterworfen. Das so behandelte Gewebe weist eine gegenüber dem Ausgangsmaterial erhöhte Trockenund Nassknitterfestigkeit und ein gutes Knitterbild auf.
Beispiel 5 : Ein gemäss Beispiel 1 mit einer Acroleingasphase behandeltes und mit Wasser ausge-
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mitharnstoff und 10/0 Oxalsäure imprägniert, vorgetrocknet, 10 min bei 1100C kondensiert und der Standardwäsche unterworfen. Das so behandelte Gewebe weist gegenüber dem Ausgangsmaterial erhöhte Trockenund Nassknitterfestigkeit sowie ein gutes Knitterbild auf.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Verbesserung der textilen Eigenschaften, insbesondere der Nassknitterfestigkeit von cellulosehaltigem Textilgut, dadurch gekennzeichnet, dass das Textilgut zunächst in Gegenwart eines anionischen Katalysators mitAcrolein behandelt und die Polymerisation desselben auf bzw. in der Faser herbeigeführt wird, dass dastextilprodukt sodann gegebenenfalls gespült, hierauf mit einer Lösung bzw. Dispersion ode, Emulsion, enthaltend mindestens einen mehrwertigen Alkohol und/oder mindestens ein mehrwertiges Amid bzw. Amin sowie einen sauren bzw. potentiell sauren Katalysator, behandelt und schliesslich getrocknet bzw. in üblicher Weise kondensiert wird.