AT230909B - Verfahren zur Herstellung photographierfähiger Schriftsätze und bzw. oder bildlicher Darstellungen, insbesondere für Offset-, Tief- und Siebdruck - Google Patents

Verfahren zur Herstellung photographierfähiger Schriftsätze und bzw. oder bildlicher Darstellungen, insbesondere für Offset-, Tief- und Siebdruck

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AT230909B
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  • Preparing Plates And Mask In Photomechanical Process (AREA)

Description


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  Verfahren zur Herstellung photographierfähiger Schriftsätze und bzw. oder bildlicher
Darstellungen, insbesondere für Offset-, Tief- und Siebdruck 
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung photographierfähiger Schriftsätze und bzw. oder bildlicher Darstellungen, insbesondere für Offset-, Tief- und Siebdruck. 



   Der moderne Offset-, Tief- oder Siebdruck benötigt für die zu druckenden Textzeilen Diapositivvorlagen. Um zu diesen zu gelangen, werden verschiedene Verfahren angewendet. Jedes dieser Verfahren ist entweder umständlich oder es berücksichtigt nicht den ornamentalen Rhythmus der Schrift, was besonders bei Zier-, Titel- oder Auszeichnungsschriften sehr störend in Erscheinung tritt. Das gefühllose mechanische Aneinanderfügen der einzelnen Schriftzeichen lässt störende Unregelmässigkeiten entstehen, die nur durch geschulte Hände korrigiert werden können. 



   Um nun zu einem Schriftdiapositiv zu gelangen, werden in der Regel folgende Verfahren angewendet :
1. Der Graphiker zeichnet die gewünschte Textzeile, welche anschliessend photographiert wird. 



   2. Der   Buchdrucker "setzt" die   vom Graphiker gewünschte Schrift, spannt den Satz in die Maschine und verfertigt einige Reindrucke, die je nach Zurichtung von verschiedener Qualität sind. Da die einzelnen Lettern des Satzes zumeist verschieden oft verwendet worden sind, kommen stark abgenutzte Buchstaben neben neue zu stehen, wodurch ein unsauberes Schriftbild entsteht, das erst überarbeitet werden muss, bevor es photographiert werden kann. 



   Da die Buchdruckschriften aus sehr schwerem, voluminösem und kostspieligem Material bestehen, kann sich auch eine grosse Buchdruckerei nur relativ wenige Auszeichnungs-, Zier- oder Plakatschriften halten. Es werden daher nur verhältnismässig kleine Schriftgrade angeschafft, denn je grösser die Schrift, desto grösser die erforderliche Letternmetallmenge, der beanspruchte Raum und vor allem die Kosten. Wird nun eine grössere Schrift benötigt, als sie der Buchdrucker zur Verfügung hat-und dies ist vielfach der Fall-, so muss diese beim darauffolgenden Photographieren vergrössert werden, was naturgemäss die erwähnten Lettern-oder Zurichtfehler in verstärktem Masse in Erscheinung treten lässt. Anschliessend ist eine besonders kräftige und zeitraubende Retusche notwendig. 



   Um diesen indirekten Weg abzukürzen, versuchte man, den Buchdruck als solchen dadurch zu ersparen, dass man den Letternsatz direkt photographierfähig macht. Hiezu wird der gesamte Satz mittels Spritzpistole schwarz gefärbt, dann die Oberfläche der Buchstaben blank poliert und hierauf im Schräglicht photographiert. Es ist verständlich, dass dieses Verfahren nur im eigenen Betrieb durchgeführt werden kann und daher eine Betriebssetzerei voraussetzt. Überdies treten auch bei diesem Verfahren die oben angeführten Fehler in Erscheinung. 



   Der Offset-, Tief- oder Siebdrucker muss also, um zu den benötigten photographierfähigen Schriften zu gelangen, den Setzer und den Buchdrucker bemühen und in seine Arbeit einschalten. Notgedrungen werden vielfach betriebsfremde Buchdruckereien zur Anfertigung der Repro-Unterlagen herangezogen, was nicht nur sehr kostspielig, sondern vor allem auch zeitraubend ist. 



   3. Ein weiterer, oft begangener Weg ist der, unmittelbar durch den Graphiker oder Lithographen zu den photographierfähigen Textvorlagen zu gelangen, jedoch ohne dass diese die Schriften erst selbst zeichnen müssen. Hiefür werden abziehfähige Alphabete nach Art der Abziehbilder hergestellt. 



  Auch gibt es Alphabete, die auf normales Papier gedruckt sind, die dann ausgeschnitten und zusammengeklebt werden. 



   Auch diese Verfahren sind sehr mangelhaft. Die genannten Alphabete sind meist für die Landessprache der Hersteller adjustiert und daher in bezug auf die Buchstabenmenge für andere Länder und für Fremdsprachen ungünstig zusammengestellt. Solche Alphabetbogen sind sehr teuer und können, da der einmal verwendete Buchstabe unwiederbringlich verloren ist, nicht voll ausgenützt werden. Wenn also eine bestimmte Buchstabengruppe einmal aufgebracht ist, sind praktisch alle noch vorhandenen Typen wertlos geworden. 



   Ferner ist es nur mit viel Mühe und Können möglich, die einzelnen Schriftzeichen optisch richtig zu verteilen und exakt auf die Fusslinie zu bringen. 



   Weiters gibt es Alphabete, die auf eine transparente Haftklebefolie gedruckt sind. Diese Schriftzeichen werden mittels auf der Folienrückseite befindlichem Haftklebers auf eine Transparentfolie geklebt und, sofern die Schriftgrösse beibehalten werden kann, anschliessend direkt auf die Druckplatte kopiert, andernfalls müssen sie erst photographiert werden. 

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   Die Nachteile hiebei sind folgende : ungünstige Zusammenstellung des Alphabetes in bezug auf fremde
Sprachen, praktisch ebenfalls nur einmalige Verwendungsfähigkeit, da mit einer Zweit- oder Drittüber- tragung der einzelnen Buchstaben die Verschmutzung an der Klebefläche selbst bei noch so sorgfältigster Übertragung derart zunimmt, dass eine saubere Reproduktion zunichte wird. Es ist auch hiemit nahezu unmöglich, die bereits geklebten Buchstaben optisch auszugleichen oder zu korrigieren. 



   4. Im steten Bemühen, diese Mängel zu beheben, wurden von der Industrie sogenannte Photosetzer entwickelt, die mittels besonderer Buchstabennegative auf optischer Basis Buchstaben auf Buchstaben in der jeweils eingestellten Grösse auf ein   Filmband   projizieren und festhalten. Dieses Filmband hat in der
Regel Normalbreite ; es muss daher für darüberhinausgehende Grössen abermals vergrössert werden. 



   Abgesehen davon, dass man der grösseren Bildschärfe wegen ständig bemüht ist, bei Reproduktionen eher zu verkleinern, ist hier noch ein anderer Nachteil vorhanden. Das optisch-mechanische Absetzen von Buchstaben auf Buchstaben erfolgt nach einem starren System ähnlich einer Schreibmaschine. Diesen
Schriften fehlt der ästhetische Rhythmus, die wohltuende,   künstlerische Verteilung   der Buchstaben. Diese Apparate sind sehr zweckmässig, sofern es sich um grössere Text- oder Wortgruppen handelt.   Die "Ver-   teilungsfehler" verteilen sich dann gleichmässig über das gesamte Schriftfeld, wodurch   eine "regelmässige     Unregelmässigkeit" entsteht,   die keinesfalls störend empfunden werden muss.

   Unzulässig ist dies aber bei Zier-,   Auszeichnungs- und Plakatschriften,   die ja vorwiegend im Blickfeld sind und oft nur aus wenigen Buchstaben oder Wörtern bestehen. Hier wird die Schriftzeile zum tragenden Ornament und die Schönheit der einzelnen Buchstaben tritt voll in Erscheinung. In diesen Fällen müssen die Schriftzeichen mit viel Gefühl und Verstand durch die Hand des Graphikers, Lithographen oder auch Setzers in ein angenehmes Verhältnis zueinander gebracht werden. Es muss möglich sein, in erster Linie dem Schriftgraphiker selbst ein Mittel in die Hand zu geben, um "seinen" Text zu ordnen. Kann doch schon die Arbeit eines guten Graphikers durch einen mittelmässigen Setzer zunichte gemacht werden. 



   Zur Überwindung aller dieser Schwierigkeiten waren folgende Überlegungen massgebend : Es werden Schriftzeichen benötigt, die einfach zu handhaben sind und trotz Satzarbeit keine typographischen Kenntnisse erfordern. Diese Schriftzeichen oder Typen müssen beliebig oft verwendet werden können. Sie sollen möglichst gross und photogen sein. Dadurch wird von vornherein jede Unschärfe beim anschliessenden Reproduzieren unterbunden. Sie dürfen keiner Abnützung unterliegen, so dass sich bereits oft verwendete Lettern von neuen nicht unterscheiden. Die einzelnen Buchstaben sollen auf einfachste Weise und ohne jede Schwierigkeit in jeder Lage auf einer planen Fläche fixiert werden können.

   Es muss möglich sein, jederzeit und beliebig oft und ebenso einfach Korrekturen vorzunehmen, Buchstaben zu entfernen, zu verschieben, auszuwechseln und durch Beschneiden Eingriffe in den Buchstaben selbst vorzunehmen. 



   Die Buchstaben müssen positiv und negativ vorhanden sein, um die Reproduktion zu vereinfachen und die Verwendungsmöglichkeiten zu erweitern. 



   Alle vorgenannten und darüber hinausgehenden Forderungen werden durch das erfindungsgemässe Verfahren erfüllt, das die dem bekannten Verfahren anhaftenden Nachteile vermeidet. Es ist dadurch gekennzeichnet, dass über die z. B. auf Papier aufgetragene Zeileneinteilung eine Grundplatte aus kräftiger, hochglänzender, weicher,   weiss/halbtransparenter   bzw. rot/transparenter Kunststoff-Folie, z. B. aus Polyvinylchlorid, gelegt wird, auf diese die einzelnen Lettern od.   dgl.,   welche auf hochglänzende KunststoffFolien aufgebracht, z. B. aufgedruckt sind, seitenrichtig oder seitenverkehrt auf die Grundplatte einzeln aufgelegt und satt angedrückt werden, worauf nach Fertigstellung des Schriftbildes bzw. der bildlichen Darstellung über dieses eine dünne, transparente Deckfolie, z. B. eine Acetatfolie gelegt und niedergedrückt wird. 



   Analog dem Buchdruck-Satzmaterial werden Schrift- und Satzzeichen verwendet, die allerdings nicht für den Druck, sondern nur für photographische Zwecke bestimmt und geeignet sind. Die einzelnen Buchstaben sind möglichst gross und in Gruppen mit matter Farbe auf eine opake oder transparente, jedoch hochglänzende Kunststoff-Folie gedruckt. Knapp ober-und unterhalb der nebeneinander angeordneten Buchstaben ist eine   Fuss- bzw.   Kopflinie durchgestanzt. An den Rändern und nur durch wenige Stege innerhalb des Alphabetblattes bleiben die einzelnen Buchstabenstreifen miteinander in Verbindung, damit das Folienblatt als Ganzes erhalten bleibt. 



   Nun wird die Grundplatte, eine Kunststoff-Folie, z. B. aus Polyvinylchlorid, die kräftig, hochglänzend, weich und weiss/halbtransparent bzw. rot/transparent ist, für die Arbeit bereitgelegt. 



   Der Arbeitsvorgang ist folgender : Der Graphiker legt unter diese halbtransparente weisse KunststoffGrundplatte die z. B. auf Papier gezeichnete Zeileneinteilung und streicht die Folie mit den Händen glatt. Nun legt er, entsprechend seiner durchschimmernden Zeichnung, ein Lineal auf und beginnt dann mit dem Setzen der Buchstaben. Diese werden der Reihe nach vom Alphabetbogen abgetrennt, was ohneweiters möglich ist, da die   Fuss- bzw.   Kopflinie bereits durchgestanzt ist. 



   Die einzelnen Buchstaben werden hierauf mit ihrem Fuss an das Lineal gelegt, wodurch eine einwandfreie Schriftlinie gewährleistet ist. Ist die Zeile voll, werden die einzelnen Buchstaben nach den optischen und künstlerischen Grundsätzen verteilt und geordnet. Dies ist ebenfalls ohneweiters möglich, da die beiden glatten Kunststoffe von Lettern und Unterlage aufeinander gleiten. 



   Ist die Schriftzeile völlig in Ordnung, wird das Lineal vorsichtig abgehoben, auf die Schriftzeile gelegt und kurz und kräftig niedergedrückt. Nach Entfernen des Lineals haften die einzelnen Buchstaben durch Adhäsion seitlich unverrückbar fest. Dieselben können jedoch jederzeit und beliebig oft durch Anheben 

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 entfernt, versetzt oder korrigiert werden. Durch erneutes Andrücken mit dem Finger wird der Buchstabe sofort wieder fixiert. Auf diese Weise kann jedes Schriftzeichen in beliebiger Lage, entsprechend der durchschimmernden Skizze, vollkommen frei auf der Grundplatte angebracht werden. 



   Nach Abschluss der Satzarbeit wird eine dünne Transparentfolie, z. B. aus Azetat, über das Ganze gelegt und durch mehrmaliges Überstreichen mit der Hand oder einem trockenen Tuch teils durch elektrostatische Aufladung, teils durch Adhäsion mit der Grundfläche verbunden. Die Buchstaben sind nun zwischen den Folien vollkommen fest und staubfrei eingeschlossen. Dieser Folienpack kann ohneweiters vom Arbeitstisch abgehoben und in die Reproduktionskamera gebracht werden. Das leichte und schmiegsame Material kann ohne jede Schwierigkeit unter Glas gebracht oder auf die Saugplatte einer modernen Kamera gelegt werden. 



   Allfällige Korrekturen oder Überzeichnungen, z. B. Verzierungen der Initialbuchstaben, Schliessen der Zusammenstösse oder der Verbindungsstriche bei Schreibschriften u. dgl., können erfindungsgemäss auf dieser Deckfolie mit entsprechenden Korrekturfarben vorgenommen werden, ohne dass die Folie oder die Buchstaben dadurch in Mitleidenschaft gezogen werden. Nach dem Reproduzieren wird die Korrekturfarbe weggewischt und die nun wieder blanke Folie aufbewahrt, die Buchstaben anschliessend der Reihe nach abgehoben und in einer setzkastenartigen Ablage bis zur Wiederverwendung deponiert. 



   Dieser Vorgang kann beliebig oft wiederholt werden, ohne dass die Haftfähigkeit des Materials oder die Exaktheit der Buchstaben nachlässt. Die Schriftzeichen werden weder beschädigt noch beschmutzt, sie bleiben immer neuwertig und können beliebig oft verwendet, ergänzt und vermehrt werden, ohne dass die Gefahr besteht, dass sich alte Lettern von neuen unterscheiden. Sie sind in diesem Verfahren universell anwendbar. 



   Gemäss einem weiteren Merkmal der Erfindung kann eine halb-oder volltransparente rote   Grundfolie   verwendet werden, wobei die Lettern oder bildlichen Darstellungen in weisser Farbe auf die hochglänzende Kunststoff-Folie aufgebracht sind. Dies bewirkt, dass bei der Reproduktion sofort ohne Umkehrung oder Kopie ein seitenverkehrtes Diapositiv entsteht, das zur Herstellung der Offsetdruckplatten notwendig ist. 



   Da nun in praktisch allen Fällen die Herstellung der Druckträger über die Reproduktion erfolgt, wird der Schriftsatz mit Hilfe dieses Verfahrens reproduktionseinwandfrei auf direktem Wege erhalten. 



   Prinzipiell ist es bei der Reproduktion gleichgültig, ob vergrössert oder verkleinert werden muss. Der Verkleinerung ist jedoch der Vorrang zu geben. Es wird daher genügen, die Alphabetgrössen nur auf ein bis drei Schriftgrade zu standardisieren, was die Herstellung und Lagerhaltung vereinfacht und die Kosten senkt. 



   Ein nicht zu unterschätzender Vorteil ist, dass die einzelnen Buchstaben beliebig mit der Schere beschnitten werden können, was bei Buchdrucklettern nicht möglich ist. Ein solcher Eingriff in den Buchstaben selbst ist dann notwendig, wenn optisch ungünstige Schriftzeichen nebeneinander zu liegen kommen. 



   Die gleichfalls einen Gegenstand der Erfindung bildende Unterlegung der weiss/opaken Grundfolie mit einer blauen Rastereinteilung, z. B. einer Millimetereinteilung, oder durch Bedrucken der Rückseite mit einer solchen bewirkt, dass diese nun blau durchschimmernde Einteilung eine exakte Verteilung der Schrift gestattet, ohne dass bei der Reproduktion dieser Raster aufscheint, da in der Regel mit orthochromatischem Photomaterial gearbeitet wird, wobei blau gleich weiss, also in der Farbe des Hintergrundes erscheint. Die opake Grundfolie ist notwendig, um störende Schatten der Letternränder zu mildern und Retusche zu ersparen. 



   Eine andere Variante der Erfindung bezieht sich auf die Verwendung einer roten Grundfolie. Dabei sind Schattenbildungen und Unterstrahlungen von vornherein ausgeschlossen, weshalb diese auch volltransparent genommen werden kann. Der erfindungsgemäss unten aufgedruckte oder untergelegte weisse oder schwarze Raster tritt in der Aufsicht nur rot bzw. schwarz in Erscheinung und zeigt auf orthochromatischem Aufnahmematerial keinen Unterschied zur Fläche. Die aufgelegten weissen Schriftzeichen, die auf farbloser Transparentfolie stehen, können besonders gut mit der unterliegenden Einteilung verglichen werden. 



   Bei Verwendung dieses Negativsatzes erhält man bei der Reproduktion unmittelbar eine positive, montagefähige, seitenverkehrte Schriftzeile, wie sie für den Offsetdruck und Tiefdruck benötigt wird. 



  Man erspart dadurch eine Positivkopie, bzw. die vermehrte Arbeit eines Umkehrfilmes. 



   Ersparungen ergeben sich auch, wenn mit Prisma aufgenommen wird. Das Resultat ist unmittelbar ein seitenrichtiges Positiv, z. B. für Siebdruck. Will man das Prisma vermeiden, so wird der gleiche Effekt erreicht, wenn die Buchstaben seitenverkehrt aufgelegt werden. 



   Da es bisher nicht möglich war, negative Schriften zu setzen, mussten alle Aufnahmen entweder auf Umkehrfilme nebst erweiterten Arbeitsvorgängen oder aber durch Kopieren des aufgenommenen Negatives erfolgen. 



   Durch Überlegen der weissen Schrift mit einer Transparent-Rasterfolie erscheinen die Buchstaben oder Sätze dem verwendeten Raster entsprechend dekoriert. 



   Wenn in der obigen Schilderung auch nur von Lettern gesprochen wird, erstreckt sich die Erfindung ebenso auf andere Zeichen, wie Ziffern und Zahlen, sowie bildliche Darstellungen. 



   Die Kunststoff-Folien gemäss der Erfindung müssen keineswegs aus den nur beispielsweise genannten Materialien bestehen, sondern es fallen darunter alle andern geeigneten Kunststoffe bzw. kunststoffartigen Massen. 

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   Ausser für den Offset-, Tief- und Siebdruck ist das erfindungsgemässe Verfahren anwendbar für Graphiker, Photographen und das Werbefach. 



    PATENTANSPRÜCHE :   
1. Verfahren zur Herstellung photographierfähiger Schriftsätze und bzw. oder bildlicher Darstellungen, insbesondere für Offset-, Tief- und Siebdruck, dadurch gekennzeichnet, dass über die z. B. auf Papier aufgetragene Zeileneinteilung eine Grundplatte aus   kräftiger,   hochglänzender, weicher, weiss/halbtransparenter bzw. rot transparenter Kunststoff-Folie, z. B. aus Polyvinylchlorid, gelegt wird, auf diese die einzelnen Lettern od. dgl., welche auf hochglänzende Kunststoff-Folien aufgebracht, z. B. aufgedruckt, sind, seitenrichtig oder seitenverkehrt auf die Grundplatte einzeln aufgelegt und satt angedrückt werden, worauf nach Fertigstellung des Schriftbildes bzw. der bildlichen Darstellung über dieses eine dünne, transparente Deckfolie, z. B. eine Acetatfolie, gelegt und niedergedrückt wird.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine halb-oder volltransparente rote Grundfolie verwendet wird und die Lettern oder bildlichen Darstellungen in weisser Farbe auf die hochglänzende Kunststoff-Folie aufgebracht werden.
    3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bei Verwendung einer weiss/opaken Grundfolie diese mit einer blauen Rastereinteilung unterlegt oder mit einer solchen bedruckt wird.
    4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bei Verwendung einer roten Grundfolie diese mit einer weissen oder schwarzen Rastereinteilung unterlegt wird oder mit einer solchen bedruckt ist.
    5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass auf die Deckfolie Verzierungen, Korrekturen (Retusche) usw. mit Farbe aufgebracht werden.
AT180161A 1961-03-06 1961-03-06 Verfahren zur Herstellung photographierfähiger Schriftsätze und bzw. oder bildlicher Darstellungen, insbesondere für Offset-, Tief- und Siebdruck AT230909B (de)

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