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Schwingungsdämpfende Feder für Markiernadeln in Koordinatenwählermaschinen
Die Erfindung betrifft eine schwingungsdämpfende Feder für Markiernadeln in Koordinatenwählermaschinen.
Die Betriebssicherheit der in den Telephonvermittlungen verwendeten Koordinatenwählermaschinen wird durch die Schwingungen der Markiernadeln herabgesetzt. Wie bekannt, werden die Markiernadeln aus Federstahldraht hergestellt, wobei auf einer Seite einige Windungen ausgebildet sind und am an- dern Ende ein langer, gerader Stab vorhanden ist. Die Markiernadel wird mittels der Windungen an einen Gewindezapfen, welcher an die Markierstange angenietet ist, angeschraubt. Nach dem Schalten wird die Markierstange in ihre Ausgangslage zurückgestellt. Die an derselben angeordneten Markiernadeln führen infolge der ruckartigen Schaltbewegungen Schwingungen entlang einer ovalen Bahn aus, wobei die Amplituden derselben auch 10 mm gross werden können. Falls diese Nadelschwingungen nicht gedämpft werden, können gegebenenfalls Schaltbewegungen unterbleiben.
Es sind bereits Lösungen für eine Dämpfung der Schwingungen der Markiernadeln bekannt.
Gemäss der deutschen Patentschrift Nr. 1017213 wird aus einem korrosionsfreien runden Material eine Harfenform ausgebildet und auf der Markierstange befestigt. Die Markiernadel liegt auf diesem Bestandteil etwa in l Höhe wenig vorgespannt auf. Der Nachteil dieses Schwingungsdämpfers besteht in dem Erfordernis, ihn äusserst genau und sorgfältig einstellen zu müssen, wobei er bei Schadhaftwerden lediglich nach dem Ausbauen der Markierstange mit grossem Arbeitsaufwand ausgetauscht werden kann.
Gemäss der deutschen Patentschrift Nr. 962986 wird der Schwingungsdämpfer aus Federstahldraht hergestellt. Das eine Ende des Schwingungsdämpfers ist U-förmig ausgebildet und umschliesst in halber Höhe die Markiernadel, wobei das andere Ende als Zeiger dient, über die Markierstange hinausragt und die Grösse der Schwingung anzeigt. Die Schwingungsdämpferfeder ist auf einen Winkelstück in zwei Punkten derart befestigt, dass ihre Verdrehung nicht gehindert wird, wobei das Winkelstück an der Markierstange befestigt ist. Die Herstellung dieser Vorrichtung ist nicht wirtschaftlich, die Einstellung ist zu umständlich und mit grossem Aufwand verbunden. Bei Schadhaftwerden kann auch dieser Schwingungsdämpfer lediglich nach dem Ausbauen der Markierstange ausgetauscht werden.
Gemäss der schwedischen Patentschrift Nr. 263808 werden aus Federstahl zwei ineinander mit einigen Windungen lose eingepasste Wicklungen verwendet. An einem Ende der Aussenwicklung ist eine Öse ausgebildet und auf die Markiernadel aufgefädelt, derart, dass sich die Öse auf der letzten Windung der Markiernadel befindet. Durch die auf der Markiernadel lose aufliegenden Feder mit doppelten Windungen werden nach der Schaltung die Nadelschwingungen gedämpft. Der Nachteil dieser Lösung besteht ebenfalls in der umständlichen Einstellung und darin, dass der Schwingungsdämpfer während des Betriebes nicht ausgetauscht werden kann.
Die erfindungsgemässe Lösung weicht von den bekannten Ausführungen wesentlich ab. Durch die Anwendung derselben werden bedeutende wirtschaftliche Einsparungen erzielt, der Materialaufwand herabgesetzt und die Herstellung vereinfacht. Die Konstruktion des Koordinatenwählers braucht nicht geändert zu werden, und eine ausreichende Betriebssicherheit ist gewährleistet. Ein weiterer Vorteil der erfindunggemässen Lösung im Vergleich zu den bekannten Ausführungen besteht darin, dass die erfindungsgemässe schwingungsdämpfende Feder bei Schadhaftwerden auch während des Betriebes ausgetauscht werden kann.
Die angeführten Vorteile werden erfindungsgemäss dadurch erzielt, dass die schwingungsdämpfende Feder als eine an mindestens einem Ende in Längsrichtung keilförmig abgewinkelte, mit einem Bogenteil in eine Aussparung an der Markierstange eingepasste Blattfeder ausgebildet ist, wobei der keilförmige Teil der Feder an den am Befestigungsende der Markiernadel ausgebildeten Windungen mit Federdruck aufliegt.
Der Erfindungsgegenstand ist nachstehend an Hand von Zeichnungen näher erläutert. Fig. 1 und 2 zeigen eine beispielsweise Ausführung der Dämpfungsfeder in Vorderansicht bzw. in Seitenansicht. Fig. 3 stellt die in die Markierstange eingebaute Schwingungsdämpfungsfeder nach Fig. l und 2 dar ; in Fig. 4 ist eine H-förmige Aussparung an der Markierstange in Unteransicht dargestellt, Fig. 5 zeigt eine weitere
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Ausführungsform des Erfidungsgegenstandes in Seitenansicht und Fig. 6 stellt eine eingebaute Dämpferfeder nach Fig. 5 dar.
Wie aus Fig. 1 und 2 ersichtlich, sind beide Enden der aus einer Blattfeder gebildeten Dämpferfeder zu einer Keilform 1 gebogen, indem die Seitenteile der Enden zueinander abgewinkelt sind. Der mittlere Teil der Feder ist zu einem Bogen gekrümmt und verbindet die Halsteile 3 bzw. die Ansätze 2 miteinander.
Die Markiernadeln werden, wie erwähnt, im allgemeinen aus Federstahldraht hergestellt. Wie in Fig. 3 und Fig. 6 dargestellt, sind an einem Ende der Nadeln Windungen 6 ausgebildet, die einen Gewindezapfen 7, welcher an die Markierstange 8 genietet ist, umschliessen, wobei sie in das Zapfengewinde eingreifen. Das andere Ende der Markiernadel ist als langer, gerader Stab 5 ausgebildet.
Die Dämpferfeder wird in eine z. B. H-förmige Aussparung 9 (Fig. 4) an der Markierstange von unten eingesetzt, wobei das Herausfallen durch den abgewinkelten Halsteil 3 und den Ansatz 2 verhindert wird.
Die Dämpfungsfeder liegt-in der Aussparung 9 lose angeordnet-mit ihrem keilförmigen Ende 1 auf dem Windungsteil 6 der Nadel auf.
Bei der einseitigen Ausbildung der Dämpferfeder gemäss Fig. 5 verhindert ein Ansatz 4 das Herausfallen aus der Aussparung in der Markierungsstange, wie dies aus der Darstellung in Fig. 6 klar ersichtlich ist.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Schwingungsdämpfende Feder für Markiernadeln in Koordinatenwählermaschinen, dadurch gekennzeichnet, dass die Feder als eine an mindestens einem Ende in Längsrichtung keilförmig abgewinkelte, mit einem Bogenteil in eine Aussparung (9) an der Markierstange eingepasste Blattfeder ausgebildet ist, wobei der keilförmige Teil (1) der Feder an den am Befestigungsende der Markiernadel (6) ausgebildeten Windungen mit Federdruck aufliegt.