<Desc/Clms Page number 1>
Spritzkopf für Spritzgussmaschinen
Die Erfindung betrifft einen Spritzkopf für Spritzgussmaschinen mit eingesetzten Leitkörpern zur Er- zielung eines hohen Gleichförmigkeitsgrades des Werkstoffes und dessen inniger Vermischung mit zuge- setzten Farbstoffen. Bei den bekannten Vorrichtungen dieser Art wird durch die eingesetzten Leitkörper die auszupressende Masse in eine Vielzahl von parallel zueinander ausgerichteten Strängen aufgeteilt und das Innere der Masse gut erwärmt. Eine gute und gleichmässige Durchmischung des zugesetzten Farbstof- fes mit der auszupressenden Masse ist jedoch bei diesen Vorrichtungen nicht möglich, weil die Leitkörper keine entsprechende Ausbildung aufweisen.
Auch bei andern bekannten Vorrichtungen ist wegen der stromlinienförmigen Ausgestaltung der für den Durchgang des Werkstoffes bestimmten Teile keine zufriedenstellende Vermischung des Materials mit eventuell zugesetzten Farbstoffen möglich.
Durch die Erfindung werden die Nachteile der bekannten Vorrichtungen vermieden. Die Erfindung besteht darin, dass im Mundstück des Spritzkopfes drei in der Bewegungsrichtung des Werkstoffes unmittelbar aufeinanderfolgende Leitkörper vorgesehen sind, deren erster aus einer an sich bekannten Lochplatte mit mindestens in einer Ringzone angeordneten Löchern besteht, deren zweiter eine Scheibe mit einem kegelstumpfförmigen Ansatz ist, dessen kleinere Basisfläche auf dem Mittelteil der Lochplatte aufliegt und kreisbogenförmig in die benachbarte Fläche der Scheibe übergeht, wobei an ihrem Umfang rechteckige Rippen mit gegen die Ausspritzdüse zu abnehmendem Querschnitt vorgesehen sind, die zwischen sich schräg zur Scheibenachse verlaufende Kanäle belassen und schliesslich deren dritter durch einen in der Mitte gelochten Ablenkkörper gebildet ist,
der auf der der Scheibe zugewendeten Seite eine ringförmige Vertiefung mit etwa halbkreisförmigem Querschnitt aufweist und mit der dem Ausspritzende zugewendeten Seite einen den Rest des Mundstückes ausfüllenden Ausdehnungsraum nach einer Seite begrenzt und dass die Querschnittsflächensumme der Löcher wesentlich grösser als die Querschnittsfläche jeder der Öffnungen in der Scheibe und im Ablenkkörper ist. Durch die erfindungsgemässe Ausbildung des Spritzkopfes wird eine intensive und gleichmässige Durchmischung des auszupressenden Materials mit dem Farbstoff erreicht, so dass beim Endprodukt keine in der Farbe ungleichen Stellen vorhanden sind.
Zur näheren Erläuterung der Erfindung wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die Zeichnung ein Ausführungsbeispiel der Vorrichtung beschrieben, welche in der einzigen Figur im Längsschnitt dargestellt ist.
Wie aus der Zeichnung hervorgeht, weist die erfindungsgemässe Vorrichtung eine Platte 1 auf, die mit einer Mehrzahl von Löchern f versehen ist, welche eine Ringzone dieser Platte einnehmen. Um die Druckverluste. welche durch die Platte hervorgerufen werden, möglichst klein zu halten, genügt es, den Gesamtquerschnitt der Löcher f grösser als den engsten Querschnitt, dem der Werkstoff bei seiner Fortbewegung begegnet, zu halten. An sich sind jedoch der Durchmesser und die Anzahl der Löcher f keine kritischen Faktoren. Die Aufgabe der Platte 1 ist es, vor dem scheibenförmigen Körper 2 einen Raum zu begrenzen, in welchem das aus den verschiedenen Löchern f austretende aufgeteilte 1íaterial einer ersten Mischung unterworfen wird.
Der Körper 2 besitzt einen Ansatz 2'von im allgemeinen kegel stumpfförmiger Gestalt und einen mittleren Zapfen 2", mit welchem er in ein entsprechendes mittleres Loch der Platte 1 gesteckt ist. Am Umfang ist der Körper 2 mit einer Anzahl Kanälen C versehen,
<Desc/Clms Page number 2>
die rechteckige Rippen mit in Fliessrichtung des Werkstoffes abnehmendem Querschnitt bilden. Die Kanäle C sind in bezug auf die Achse des Körpers 2 geneigt.
Der Körper 2 besitzt eine zweifache Aufgabe. Einerseits begünstigt er zusammen mit der Platte 1 die Vorwärtsbewegung des Werkstoffes in den Umfangsschichten, wodurch die durch die hohe Viskosität des Werkstoffes bedingte bevorzugte Vorwärtsbewegung in der Mitte ausgeglichen wird. Anderseits bewirkt er die Einführung des Werkstoffes in den folgenden Hohlraum H mit erhöhter Geschwindigkeit und mit einer schraubenlinienförmigen Bewegung, wodurch die Wirbelbewegungen begünstigt werden, und eine gute homogene Vermischung des Werkstoffes erzielt wird.
Schliesslich weist die Vorrichtung einen Ablenkkörper 3 auf, der in der Mitte eine Austrittsöffnung K besitzt und dessen Rückseite eine gegen die Fliessrichtung des Werkstoffes gerichtete ringförmige Vertiefung H mit etwa halbkreisförmigem Querschnitt bildet.
Es hat sich bei praktischen Versuchen gezeigt, dass der Durchmesser der Öffnung K des Körpers 3 am günstigsten zwischen 0,5 mm und 1, 4 mm zu halten ist, doch sind diese Werte in keiner Weise als einschränkend aufzufassen. Die Vorrichtung besitzt nach dem Ablenkkörper 3 noch einen Ausdehnungsraum E für den Werkstoff, welcher im Mundstück 5 der Spritzgusseinrichtung ausgenommen ist.
Das Mundstück 5 ist am Zylinder 4 der Einrichtung beispielsweise durch Aufschrauben befestigt und nimmt sämtliche Teile der beschriebenen erfindungsgemässen Vorrichtung auf und hält sie in ihren richtigen Lagen fest. Es versteht sich, dass der Teil des Mundstückes 5, der den scheibenförmigen Körper 2 aufnimmt, gleich schräge Innenwände besitzt wie die Rippen des Körpers 2, welche in Fliessrichtung des Werkstoffes abnehmende Querschnitte besitzen.
Bei Verwendung der beschriebenen Vorrichtung in einer Spritzgussmaschine erreicht man eine ausgezeichnet homogene Vermischung des Kunststoffes mit dem Pigment oder Farbstoff unmittelbar bevor der Werkstoff in die Form eingespritzt wird, was bisher nach dem bekannten Stand der Technik nicht verwik- lichbar war.