AT231181B - Verfahren zur Warmverforming von phosphorhaltigen Zinnbronzen bzw. Zinn-Zink-Bronzen - Google Patents
Verfahren zur Warmverforming von phosphorhaltigen Zinnbronzen bzw. Zinn-Zink-BronzenInfo
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Description
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Verfahren zur Warmverformung von phosphorhaltigen Zinnbronzen bzw. Zinn-Zink-Bronzen
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Warmverformung von phosphorhaltigen Zinnbron- zen bzw. Zinn-Zink-Bronzen.
Die Verarbeitung von Zinnbronzen zu Blechen und Bändern geschieht üblicherweise auf kaltem Wege.
Dabei sind-ausgehend vom Gussstück bis zum fertigen Halbzeug - viele Arbeitsgänge erforderlich, da sich der Werkstoff durch Kaltverformung stark verfestigt, so dass das Formänderungsvermögen bereits nach geringer Querschnittsverminderung erschöpft ist und durch rekristallisierendes Glühen wieder hergestellt werden muss. Die zahlreichen Arbeitsgänge machen die Herstellung der Walzerzeugmsse aus Bronze umstandlich und teuer. Hinzukommt, dass man auf diese Weise nur verhältnismässig kleine Blockformate verarbeiten kann, um eine Überbeanspruchung der Arbeitsgerüste zu vermeiden.
Es hat deshalb nicht an Versuchen gefehlt, die Zahl der Arbeitsgänge dadurch zu verringern, dass man die Verformung der Gussstücke - ähnlich wie es bei Kupfer und andern Kupferlegierungen die Regel ist zunächst in der Wärme vornimmt und erst von einer bestimmten Querschnittsverminderung an auf kaltem Wege fortsetzt. Diese Arbeitsweise ist jedoch nach der bisherigen Anschauung gerade bei den technisch wichtigen Walzbronzen mit mehr als 5% Zinn an bestimmte Beschränkungen gebunden, die ihre allgemeine Anwendung bisher verhindert haben.
Beispielsweise wird im Schrifttum angeführt, dass sich phosphorhaltige Zinnbronzen nur bei einem Phosphorgehalt unter 0, 151o warm verarbeiten lassen und dass man bei der Warmverarbeitung erheblich unter dem Schmelzpunkt von Cu ! (7070C) bleiben muss. Eine vorherige Homogenisierung bei Temperaturen um 6200C soll die Abwalzfähigkeit steigern.
Eine weitere Schrifttumsangabe besagt, dass Zinnbronzen, die bis etwa 70/0 Zinn und bis etwa 0, 1% Phosphor enthalten, bei Temperaturen unterhalb 7000C warmgewalzt werden können. Dabei wird es für zweckmässig gehalten, die Gussstücke zunächst in dem Temperaturgebiet 600-6500C vorzuwalzen und dann das Walzgut auf eine höhere Temperatur von etwa 650 bis 7000C für die folgenden Warmwalzstiche zu erhitzen. In der gleichen Veröffentlichung wird betont, dass ein Erhitzen der Gussstücke vor dem Warmwalzen auf eine Temperatur, die höher liegt, als der Warmwalztemperatur entspricht, vermieden werden muss.
Aus dem Schrifttum ist also zu entnehmen, dass sich phosphorhaltige Zinnbronzen nur warmwalzen lassen, wenn
1. der Phosphorgehalt sehr gering, d. h. kleiner als 0, 15% ist,
2. das Warmwalzen bei Temperaturen unterhalb 7000C vorgenommen wird,
3. das Erhitzen der Gussblöcke vor dem Walzen ebenfalls bei Temperaturen unterhalb 7000C erfolgt. Die Beschränkung des Phosphorgehaltes auf höchstens 0, 15% wirkt sich in mehrfacher Weise ungünstig aus, da einmal die Giesseigenschaften der Bronze durch einen höheren Phosphorgehalt verbessert und zum andern auch dieFestigkeitseigenschaften derWalzerzeugnissedurchPhosphor erhöht werden. Die gebräuchlichen Walzbronzen mit mehr als 5% Zinn enthalten daher üblicherweise etwa 0, 2-0, 3% Phosphor.
Warmwalztemperaturen, die unter 7000C liegen, haben den Nachteil, dass die Blöcke durch den Wärmeverlust beim Walzen rasch in ein Gebiet geringerer plastischer Verformbarkeit kommen, das sich
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Claims (1)
- <Desc/Clms Page number 3>3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das. Warmwalzen bei einer Anfangstemperatur von 710 bis 7300C erfolgt.4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass Zinnbronzen mit Zinngehalten über 50/0 und einem Phosphorgehalt von höchstens 0, 3% verwendet werden.5. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass Zinn-Zink-Bronzen mit Gehalten von etwa 6% Zinn und 6% Zink verwendet werden.
Applications Claiming Priority (1)
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| AT32462A AT231181B (de) | 1961-02-23 | 1962-01-16 | Verfahren zur Warmverforming von phosphorhaltigen Zinnbronzen bzw. Zinn-Zink-Bronzen |
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1962
- 1962-01-16 AT AT32462A patent/AT231181B/de active
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