AT231181B - Verfahren zur Warmverforming von phosphorhaltigen Zinnbronzen bzw. Zinn-Zink-Bronzen - Google Patents

Verfahren zur Warmverforming von phosphorhaltigen Zinnbronzen bzw. Zinn-Zink-Bronzen

Info

Publication number
AT231181B
AT231181B AT32462A AT32462A AT231181B AT 231181 B AT231181 B AT 231181B AT 32462 A AT32462 A AT 32462A AT 32462 A AT32462 A AT 32462A AT 231181 B AT231181 B AT 231181B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
tin
bronzes
phosphorus
zinc
hot forming
Prior art date
Application number
AT32462A
Other languages
English (en)
Original Assignee
Busch Jaeger Duerener Metall
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Busch Jaeger Duerener Metall filed Critical Busch Jaeger Duerener Metall
Application granted granted Critical
Publication of AT231181B publication Critical patent/AT231181B/de

Links

Landscapes

  • Metal Rolling (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Warmverformung von phosphorhaltigen Zinnbronzen bzw. Zinn-Zink-Bronzen 
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Warmverformung von phosphorhaltigen Zinnbron- zen bzw. Zinn-Zink-Bronzen. 



     Die Verarbeitung von Zinnbronzen zu Blechen   und Bändern geschieht üblicherweise auf kaltem Wege. 



  Dabei sind-ausgehend vom Gussstück bis zum fertigen Halbzeug - viele Arbeitsgänge erforderlich, da sich der Werkstoff durch Kaltverformung stark verfestigt, so dass das Formänderungsvermögen bereits nach geringer Querschnittsverminderung erschöpft ist und durch rekristallisierendes Glühen wieder hergestellt werden muss. Die zahlreichen Arbeitsgänge machen die Herstellung der Walzerzeugmsse aus Bronze umstandlich und teuer. Hinzukommt, dass man auf diese Weise nur verhältnismässig kleine Blockformate verarbeiten kann, um eine Überbeanspruchung der Arbeitsgerüste zu vermeiden. 



   Es hat deshalb nicht an Versuchen gefehlt, die Zahl der Arbeitsgänge dadurch zu verringern, dass man die Verformung der   Gussstücke - ähnlich   wie es bei Kupfer und andern Kupferlegierungen die Regel ist zunächst in der Wärme vornimmt und erst von einer bestimmten Querschnittsverminderung an auf kaltem Wege fortsetzt. Diese Arbeitsweise ist jedoch nach der bisherigen Anschauung gerade bei den technisch wichtigen Walzbronzen mit mehr als   5%   Zinn an bestimmte Beschränkungen gebunden, die ihre allgemeine Anwendung bisher verhindert haben. 



   Beispielsweise wird im Schrifttum angeführt, dass sich phosphorhaltige Zinnbronzen nur bei einem Phosphorgehalt unter 0,   151o   warm verarbeiten lassen und dass man bei der Warmverarbeitung erheblich unter dem Schmelzpunkt von   Cu ! (7070C)   bleiben muss. Eine vorherige Homogenisierung bei Temperaturen um 6200C soll die   Abwalzfähigkeit   steigern. 



   Eine weitere Schrifttumsangabe besagt, dass Zinnbronzen, die bis etwa   70/0   Zinn und bis etwa   0, 1%   Phosphor enthalten, bei Temperaturen unterhalb 7000C warmgewalzt werden können. Dabei wird es für zweckmässig gehalten, die Gussstücke zunächst in dem Temperaturgebiet   600-6500C   vorzuwalzen und dann das Walzgut auf eine höhere Temperatur von etwa 650 bis 7000C für die folgenden Warmwalzstiche zu erhitzen. In der gleichen Veröffentlichung wird betont, dass ein Erhitzen der Gussstücke vor dem Warmwalzen auf eine Temperatur, die höher liegt, als der Warmwalztemperatur entspricht, vermieden werden muss. 



   Aus dem Schrifttum ist also zu entnehmen, dass sich phosphorhaltige Zinnbronzen nur warmwalzen lassen, wenn
1. der Phosphorgehalt sehr gering,   d. h.   kleiner als   0, 15%   ist,
2. das Warmwalzen bei Temperaturen unterhalb 7000C vorgenommen wird,
3. das Erhitzen der Gussblöcke vor dem Walzen ebenfalls bei Temperaturen unterhalb 7000C erfolgt.   Die Beschränkung des Phosphorgehaltes   auf höchstens 0, 15% wirkt sich in mehrfacher Weise ungünstig aus, da einmal die Giesseigenschaften der Bronze durch einen höheren Phosphorgehalt verbessert und zum   andern auch dieFestigkeitseigenschaften   derWalzerzeugnissedurchPhosphor erhöht werden. Die gebräuchlichen Walzbronzen mit mehr als   5%   Zinn enthalten daher üblicherweise etwa 0, 2-0, 3% Phosphor. 



   Warmwalztemperaturen, die unter 7000C liegen, haben den Nachteil, dass die Blöcke durch den Wärmeverlust beim Walzen rasch in ein Gebiet geringerer plastischer Verformbarkeit kommen, das sich 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 


Claims (1)

  1. <Desc/Clms Page number 3>
    3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das. Warmwalzen bei einer Anfangstemperatur von 710 bis 7300C erfolgt.
    4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass Zinnbronzen mit Zinngehalten über 50/0 und einem Phosphorgehalt von höchstens 0, 3% verwendet werden.
    5. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass Zinn-Zink-Bronzen mit Gehalten von etwa 6% Zinn und 6% Zink verwendet werden.
AT32462A 1961-02-23 1962-01-16 Verfahren zur Warmverforming von phosphorhaltigen Zinnbronzen bzw. Zinn-Zink-Bronzen AT231181B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE231181T 1961-02-23

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT231181B true AT231181B (de) 1964-01-10

Family

ID=29721700

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT32462A AT231181B (de) 1961-02-23 1962-01-16 Verfahren zur Warmverforming von phosphorhaltigen Zinnbronzen bzw. Zinn-Zink-Bronzen

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT231181B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2252784C3 (de) Verfahren zur Herstellung eines SiIiciumeisenblechmaterials mit Würfelkantentextur mit einem Gehalt an Silicium von 2 bis 4 %
DE2133103A1 (de) Sich in der Hitze erholende Leigierung
DE2508838B2 (de) Hart- oder halbhartmagnetische legierung
DE1279940B (de) Verfahren zur Waermebehandlung warmaushaertbarer Baender und Bleche aus Aluminiumlegierungen mit einem Kupfergehalt unter 1 Prozent
DE2427653A1 (de) Legierungen auf kupferbasis und verfahren zu deren herstellung
DE1458485A1 (de) Austenitischer Chromnickelstahl
DE2307464A1 (de) Eisenlegierungen und verfahren zu deren herstellung
DE2809561C2 (de) Verwendung einer Kupferlegierung für Halbzeug mit guten elektrischen und mechanischen Eigenschaften
DE2138195A1 (de) Hochfester korrosionsbeständiger Stahl und Verfahren zu dessen Herstellung
AT231181B (de) Verfahren zur Warmverforming von phosphorhaltigen Zinnbronzen bzw. Zinn-Zink-Bronzen
DE2318662B1 (de) Verwendung eines Kupferwerkstoffes
DE1215375B (de) Zinklegierungen und Verfahren zu ihrer Herstellung
DE3417273C2 (de) Kupfer-Nickel-Legierung für elektrisch leitendes Material für integrierte Schaltkreise
DE2330974C3 (de) Verfahren zur Herstellung eines Erzeugnisses mit abwechselnden magnetischen und unmagnetischen Abschnitten
AT220574B (de) Verfahren zur Herstellung von Stabstahl oder von Profilen aus Eisen- oder Stahllegierungen durch Walzen
DE1194156B (de) Verfahren zum Warmwalzen von phosphor-haltigen Zinnbronzen bzw. Zinn-Zink-Bronzen
DE746299C (de) Verfahren zur Herstellung von metallenen Hohlkoerpern, insbesondere Patronen- und Kartuschhuelsen
AT58624B (de) Verfahren zur Überführung in der Kälte spröder Metalle bzw. Legierungen in duktile Modifikation.
DE1533159C (de) Neusilber-Legierung
DE863418C (de) Verformung und Verguetung von Bleibronzelegierungen
AT145183B (de) Zinklegierung mit mindestens 99% Zink.
AT237660B (de) Wärmebehandlungsfähige stahlartige Legierung und Verfahren zu deren Herstellung
DE663171C (de) Blech-, Draht-, Bandkerne und Krarupbewicklungen aus Eisen-Nickel-Kupfer-Legierungen
DE492460C (de) Verguetung von Kupfer-Silizium-Legierungen
DE483981C (de) Verfahren zur Erzielung hoher Permeabilitaet in einem aus einer Nickel und Eisen enthaltenden Legierung bestehenden Belastungsband fuer Signalleiter