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Stromrichtererregeranordnung für Synchronmaschinen
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Als Energiequelle kann dabei der Energieinhalt des Generatorhauptfeldes dienen, zu dessen Ausnut- zung die Dauererregungseinrichtung an eine mit den Generatorklemmen verbundene Stützschaltung an- geschlossen wird. Als Energiequelle kann aber auch eine aus insbesondere nichtlinearen Elementen auf- gebaute Wechselrichterschaltung dienen, die vom Polradkreis des Generators gespeist ist und die Dauer- erregungseinrichtung der Einanodengefässe mit Energie beliefert. Dies kommt allerdings nur für aus Ein- anodengefässen aufgebaute Stromrichtereinfachschaltungen in Betracht, wenn die Synchronmaschine nicht in untererregtem Bereich betrieben wird.
Weiterhin besteht die Möglichkeit, zur Speisung der Dauererregungseinrichtung mit der Synchronma- schine eine Hilfssynchronmaschine starr zu kuppeln. Dabei kann die Hilfssynchronmaschine als Permanent- polmaschine oder auch als Konstantspannungsmaschine ausgebildet sein.
In der Fig. l ist ein Ausführungsbeispiel des Gegenstandes der Erfindung gezeigt, worin der zu erre- gende Generator eine Speiseleitung L speist. Die Erregung des Generators G wird durch eine Stromrich- teranordnung in sechspulsiger Saugdrosselschaltung vorgenommen, die aus den beiden Stromrichtergrup- pen Stl und St2 mit je sechs Einanodengefässen besteht, von denen der Stromrichter Stl als Hauptstrom- richter fungiert und der Stromrichter St2 für die Gegenerregung dient. Im Anodenkreis jedes Einanoden- gefässes ist jeweils ein Anodenstromwandler in an sich bekannter Weise angeordnet und die Anodenstrom- wandler beider Stromrichtergruppen sind gemeinsam auf eine Regeleinrichtung R geschaltet, die jeweils einen Steuersatz Sl und S2 für die Gitter der Einanodengefässe beeinflusst.
Der Steuersatz Sl für den Strom- richter Stl steht ausserdem in Abhängigkeit von einer Handsteuerung H.
Die Regeleinrichtung R ist weiterhin in an sich bekannter Weise über einen Sollwerteinsteller SE und ein bekanntes Messkreiszusatzgerät Z an die Leitung angeschlossen. Die Anodenseite des Hauptstromrich- ters Stl und die Kathodenseite des Gegenstromrichters St2 sind in an sich bekannter Weise an die Sekun- därwicklung des Stromrichtertransformators T angeschlossen, die im Erregerkreis des Generators liegt. Die
Primärwicklung des Stromrichtertransformators ist an ein Drehstromnetz N gelegt, das bei normalem Be- trieb als Speisespannungsquelle dient.
Die Zündstifte der einzelnen Gefässe sind jeweils an eine Gefäss- dauererregungseinrichtung 4 angeschlossen, die auch während des Umschaltvorganges des Stromrichter- transformators vom Drehstromnetz N auf ein nicht dargestelltes Hilfsnetz als Hilfsspeisespannungsquelle ständig versorgt wird, weil ihre Speisung nicht vom Drehstromnetz N, sondern unter Ausnutzung des Energieinhaltes des Maschinensatzes über die Generatorklemmen erfolgt. Im vorliegenden Fall wird hiezu die Dauererregungseinrichtung 4 von einem Spannungskonstanthalter 3 gespeist, der über einen Spannungtransformator 1 und einen als Luftspalttransformator ausgeführten Stromtransformator 2 in Stützschaltung an die Generatorklemmen angeschlossen ist. Der Spannungskonstanthalter kann hiebei aus im wesentli- chen nichtlinearen Gliedern bestehen.
In Fig. 2 ist eine Schaltungsvariante der Stützschaltung gezeigt. Hiebei ist im wesentlichen nur der Spannungstransformator 1 in Fig. l in Fortfall gekommen. Diese Anordnung eignet sich besonders für Niederspannungsgeneratoren.
Bei der Gegenparallelschaltung dient der Hauptstromrichter zur positiven Erregung des Generators, während der Stromrichter für die Gegenerregung zur schnellen Aberregung und Entregung dient. Ausserdem lässt diese Schaltung eine Umkehrung der Stromrichtung des Polradstromes zu. Ein Umschalten im Polradkreis selbst ist dabei nicht notwendig, so dass eine Unterbrechung der Generatorerregung, wie sie durch Fehlauslösung eines Schalters sonst vorkommen könnte, in diesem Fall sicher unterbunden wird. Die Stromrichteranordnung wird so ausgesteuert, dass auch bei starken Spannungseinbrüchen im Eigenbedatfsnetz eine einwandfreie Regelung der Generatorspannung erzielt wird.
Bei Absinken der Speisespannung für den Stromrichtertransformator T unter einen zulässigen Wert wird die Stromrichteranlage auf ein unabhängig gespeistes Hilfsnetz schnell umgeschaltet. Durch die erfinderische Ausgestaltung der Schaltung wird dabei sichergestellt, dass die Dauererregungseinrichtung unterbrechungslos mit Energie versorgt wird, so dass alle Gefässe weiter erregt bleiben.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Stromrichtererregeranordnung für Synchronmaschinen mit Einanoden-Stromrichter in mehrpulsiger Schaltung, die gemeinsam über einen Stromrichtertransformator im Erregerkreis der Synchronmaschine angeordnet und von einer Speisespannungsquelle auf eine unabhängige Hilfsspeisespannungsquelle umschaltbar sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Dauererregungseinrichtung der Einanodengefässe ständig von einer vom Betriebszustand der Synchronmaschine abhängigen Energiequelle gespeist ist.