AT234898B - Verfahren zur Herstellung von Spinnlösungen von ß-Polyamiden - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Spinnlösungen von ß-Polyamiden

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  Verfahren zur Herstellung von Spinnlösungen von ss-Polyamiden 
Die Verarbeitung der bekannten Polyamide zu Fasern oder Fäden ist entweder nach dem Schmelzoder nach dem Nassspinnverfahren möglich. Nimmt bei den Polyamiden die Länge der Kohlenstoffkette zwischen der wiederkehrenden Atomgruppierung CO-NH-bis auf zwei Kettenglieder ab, wie dies bei den 3-Polyamiden der Fall ist, dann tritt infolge der hohen Schmelzpunkte dieser Polymerisate beim i Schmelzspinnen Zersetzung unter Abspaltung von Ammoniak ein. Um die 8-Polyamide, insbesondere   Poly-B -Lactame,   verspinnen zu können, ist man also auf ein geeignetes Lösungsmittel angewiesen. 



  Aggressive und abbauend wirkende Lösungsmittel, wie konzentrierte Schwefelsäure und Dichloressigsäure, sind wenig geeignet, obwohl diese Säuren 8-Polyamide bereits in der Kälte lösen. Ebensowenig geeignet sind inerte Lösungsmittel, wie Nitrobenzol, Dimethylformamid oder Dimethylsulfoxyd, die erst bei Temperaturen oberhalb 1300C lösen ; ausserdem scheiden sich die 8-Polyamide während des Abkühlens dieser Lösungen wieder aus. Es ist bekannt, Superpolyamide in alkoholischen Lösungen von anorganischen Salzen, wie Kaliumchlorid, Calciumnitrat, Magnesiumchlorid und   Magnesiumnitrat   zu lösen, jedoch eignen sich diese Lösungen sehr wenig zur Herstellung haltbarer Spinnlösungen. 



   Es wurde nun gefunden, dass leicht filtrierbare und vor allem beständige Spinnlösungen von   Poly-8-   - Lactamen, insbesondere   Poly-ss-Methyl-ss-butyrolactam   erhalten werden, wenn als Lösungsmittel alko- 
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 tration   20 - 28agio,   vorzugsweise   23-26%,   beträgt. 



   Es war sehr überraschend, dass alkoholische Lösungen von Calciumrhodanid Poly-ss-Lactame in der Kälte leicht lösen, da sich dieses Salz unter den gleichen Bedingungen für Polyamide geradezu als Fällungsmittel erwiesen hat (s. deutsche Patentschrift Nr. 737950, S. 2). Es ist bemerkenswert, dass Natriumrhodanid, Kaliumrhodanid, Ammoniumrhodanid und Cadmiumrhodanid unter den gleichen Bedingungen Poly-ss-Lactame nicht lösen. Auch die als Lösungsmittel für Polyamide mit mehr Gliedern zwischen der CO-NH-Gruppe, wie Polycaprolactam undPolyhexamethylenadipinsäureamid, bekannten alkoholischen Lösungen der Nitrate und Chloride des Calciums und Magnesiums eignen sich nicht zur Herstellung von Spinnlösungen der polymeren   8-Lactame.   



   Erhöht man das Verhältnis Poly-ss-Lactam zu Calciumrhodanid zu Gunsten des Salzes, so erhält man Lösungen, die sich spinntechnisch wegen des zu hohen Salzgehaltes wesentlich ungünstiger verhalten. 
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 -Lactam zuCalciumrhodanidmüssten sie vor der Filtration längere Zeit zentrifugiert werden. Die   Zentrifugenruckstände   derartiger Lösungen sind zwar sehr gering und liegen durchweg unterhalb   0, 20/0   des gelösten Poly-ss-Lactams, jedoch führen bereits geringste Mengen von gallertartigen Teilchen zur Verstopfung der Filter. Derartige zentrifugierte und anschliessend filtrierte Lösungen sind zwar zunächst einwandfrei verspinnbar, sie zeigen aber die unangenehme Eigenschaft eines stetigen Viskositätsanstieges, der schliesslich mit der Koagulation der Lösung endet.

   Durch mechanische Bearbeitung der gealterten Lösungen lässt sich der beschriebene 

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 Kugelfall der filtrierten   1510gen   Lösung beträgt 139 sec bei   250C   (Durchmesser der Kugel 3 mm), nach der Verdünnung auf   14%   Poly-ss-Lactam noch 70 sec, nach 5 Tagen Stehzeit wird ein Kugelfall von 72 sec gemessen. Die Lösung ist also praktisch viskositätsstabil. Verdünnt man auf   13je,   dann sinkt der Kugelfall auf 40 sec und nach einem schnellen Viskositätsanstieg koaguliert die Lösung nach 5 Tagen. 



   Beispiel 3 : In einem Glaskolben vermischt man 34, 1 g Poly-ss-Methyl-ss-butyrolactam und 71, 4 g Calciumrhodanid mit 1, 95 Mol Wasser, entsprechend   58, 4 g Calciumrhodanid wasserfrei,   und lässt hierauf 122 g Methylalkohol zulaufen. Nach 2 h filtriert man die Lösung durch ein Druckfilter wie im Beispiel 2. Der Kugelfall beträgt 140 sec, nach 5 Tagen 143 sec bei   250C   (Durchmesser der Kugel 0, 3 mm). 



    PATENTANSPRÜCHE :    
1. Verfahren zur Herstellung von leicht filtrierbaren und beständigen Spinnlösungen von Poly-ss-Lactamen, insbesondere von   Poly-ss-Methyl-ss-butyrolactam,   oder Mischpolymerisaten von ss-Lactamen, 
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Claims (1)

  1. 3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass zur Herstellung der Spinnlösungen Methylalkohol verwendet wird.
    4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass man Hydrate des Calciumrhodanids mit bis zu 6,5 Mol Wasser verwendet.
AT442662A 1961-06-02 1962-05-30 Verfahren zur Herstellung von Spinnlösungen von ß-Polyamiden AT234898B (de)

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