AT235190B - Verfahren zur Herstellung eines säurefesten Gassilikates - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines säurefesten Gassilikates

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AT235190B
AT235190B AT87562A AT87562A AT235190B AT 235190 B AT235190 B AT 235190B AT 87562 A AT87562 A AT 87562A AT 87562 A AT87562 A AT 87562A AT 235190 B AT235190 B AT 235190B
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acid
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gas silicate
silicate
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Bedrich Dr Cibulka
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Bedrich Dr Cibulka
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    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B28/00Compositions of mortars, concrete or artificial stone, containing inorganic binders or the reaction product of an inorganic and an organic binder, e.g. polycarboxylate cements
    • C04B28/24Compositions of mortars, concrete or artificial stone, containing inorganic binders or the reaction product of an inorganic and an organic binder, e.g. polycarboxylate cements containing alkyl, ammonium or metal silicates; containing silica sols
    • C04B28/26Silicates of the alkali metals
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Description


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  Verfahren zur Herstellung eines säurefesten Gassilikates 
 EMI1.1 
 

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 EMI2.1 
 setzt (in allen Fällen bezogen auf das Gewicht des Feinanteils). 



   Die Zugabe von verschiedenen Zusätzen auf der Basis von Acrylpolymeren zum Beton, Cipserzeugnissen od. dgl. ist gut bekannt. Diese Zusätze erhöhen entweder die mechanischen Festigkeiten oder setzen die Wasseraufnahme der Masse herab. Gegenüber den oben angegebenen Anwendungsverfahren handelt es sich erfindungsgemäss um ein   Natriummethylmethacrylatmischpolymerisat   mit   Polymethyl-Meth-   acrylat, das bis jetzt im Bereich der Bau-oder Isolierungsstoffe nicht   verwendet wurde, abgesehen d !. von,   dass durch seinen Zusatz zu der Masse ein ganz anderes Ziel verfolgt wird,   d. h.   das Regeln von Poren   grössenstruktur   beim Gassilikat, das auf der Basis von Wasserglas hergestellt wird.

   Durch den Zusatz von andern organischen Stoffen ähnlichen Typs kann dieser Effekt nicht erzielt werden. 



   In der österr. Patentschrift Nr. 151985 sind zwar unter verschiedenen Kitten, welche zum Binden von Mineralwolle verwendbar sind, auch Wasserglas mit Erstarrungsbeschleunigern und der Zusatz von   HO   zu der Mischung vorgeschlagen worden, doch ist ausdrücklich von der Bearbeitung faseriger anorganischer Materialien die Rede. Die Verwendung solcher faseriger Stoffe als inerte Füllungen in Gassilikaten auf Basis von Wasserglas und Erstarrungsbeschleunigern, erleichtert durch   HO, kommt   in der Praxis nicht in Erwägung.

   Die gewonnenen Erzeugnisse haben infolge der übermässigen Schrumpfung nach dem Trocknen und Härten eine stark deformierte Form anstatt eines ausgebildeten regelmässigen   Würfels.   Gemäss der   Er-   findung wurde unerwarteterweise festgestellt, dass einzig bei Verwendung von pulverförmigen Füllstoffen die erwähnte Deformation beim Trocknen eines Gassilikates, welches mittels H2O2 erleichtert ist, verhindert werden kann. 



   Wesentlich ist auch, dass gemäss der Erfindung der Erstarrungsbeschleuniger in   einen pulverförmigen   Füllstoff eingebracht wird. Auf diese Weise wird erzielt, dass die Masse bis zu einer geeigneten Zeit und gleichmässig in der ganzen Masse erstarrt und dies auch ohne Zutritt von Luft. 



   Auch gemäss der deutschen Patentschrift Nr. 9663 werden die Acrylharze ausschliesslich zum Kitten verwendet. 



   Das im Mehl fein zerteilte Eisen wirkt katalytisch auf die Auslösung von Sauerstoff aus dem Wasserstoffsuperoxyd, das-wie bekannt ist-schon selbst im alkalischen Medium instabil ist. 



   Durch das Anmischen von Pulvermaterial mit der vorgeschriebenen Wasserglaslösung, die Wasserstoffsuperoxyd und Mischpolymerisat enthält, entsteht ein Brei, der in bekannter Weise in Formen oder Schalung eingegossen wird, wo eine Volumenvergrösserung um   1000/0   und mehr eintritt, und nach einer kurzen Zeit, die von der Temperatur des Mediums abhängig ist, erfolgt ein Selbstaushärten des Materials in der ganzen Masse, u. zw. auch unter Luftabschluss. Bei der Temperatur von   20 C   erfolgt das Abbinden nach etwa 30 min und nach 2-3 h kann die Entformung vorgenommen werden. 



   Nach der Menge des   zugesetzten Wasserstoffsuperoxydes   kann das Raumgewicht des hergestellten Gassilikates durch die Menge des Mischpolymerisates sowie auch seine Struktur vorgesehen werden. Beide Zusätze beeinflussen mechanische Festigkeiten und Wärmeisolierungseigenschaften der Masse.

   Das Raum- 
 EMI2.2 
 
Bei einem Raumgewicht von 350   kg/m3   beträgt die Druckfestigkeit des säurebeständigen Gassilikates wenigstens 6   kg/cm2   und der Wärmeleitfähigkeitskoeffizient bei 6000C ist   0, 118 kcal/m/hrc.   bei einem Raumgewicht von 700   kg/m3   beträgt die Druckfestigkeit 35   kg/cm2   und der   Wärrneleitfähigkeits-   koeffizient bei 6000C ist dann   0. 143 kcal/m/h {JC.   In beiden Fällen handelt es sich um Gassilikate mit einer ausgesprochen   mikroporösen   Struktur. 



   Auch bei einem minimalen Raumgewicht und entsprechenden mechanischen Eigenschaften können Bauteile aus säurebeständigem Gassilikat normalerweise ohne Gefahr der Beschädigung transportiert werden. 



   Vom technisch-ökonomischen Standpunkt liegt der Vorteil des säurebeständigen Gassilikates einer-   seits   in erniedrigten Herstellungskosten pro 1 m3 der Masse gegenüber den Wärmeisolierungsmaterialien, welche durch das Brennen in Öfen hergestellt werden, anderseits in einfacher Bearbeitung und weniger mühsamer Arbeit beim eigenen Zusammenbau. Ein weiterer Vorteil ist die Möglichkeit des Giessens direkt an der Baustelle, u. zw. in verschiedene Formen, wobei das Raumgewicht des hergestellten säurebeständigen Wärmeisolierungsmaterials vorher genau bestimmt werden kann. Dadurch wird die Möglichkeit gegeben, die Herstellung eines Isolierungsstoffes mit verlangtem   Wärmeleitfähigkeitskoeffizienten   vorzunehmen. 

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   Beispiel : Mischung im Pulverzustand (I), bestehend aus   94   Gew.-Teilen Andesitmehl, welches   0,   05-0, 5% des fein zerteilten Elementareisens und   4     - 6 Gew. -Teile Natriumsilicofluorid   enthält, wird vorbereitet, u. zw. durch eine gute Homogenisierung. Die Feuchtigkeit der Mischung darf max. 1% betragen. 



   Den 38 - 40 l einer Natronwasserglaslösung, welche eine Dichtigkeit von 38 bis 390 Be und ein Ver- 
 EMI3.1 
 =2, 840% igen Natrium-Methacrylat-Mischpolymerisates mit Polymethylmethacrylat zugesetzt und gut vermischt (II). 



   100 kg Pulvermischung (I) werden beim ständigen Mischen der Wasserglaslösung angemischt, welche die Zusätze (II) enthält, und der entstandene Brei wird sofort in Formen oder Schalung eingegossen, gegebenenfalls auf eine andere Weise verarbeitet. Infolge der Tatsache, dass sogleich eine Volumenvergrö- sserung von 100% und mehr eintritt, nach der Menge des zugesetzten Superoxyds, ist es unbedingt notwendig, die Formen nur bis zur Hälfte zu füllen. Wenn man   z. B.   bei einer höheren Temperatur als   200C   arbeitet, kann die Entformung nach   1 - 2   h vorgenommen werden, nachdem das überflüssige Material abgeschnitten wurde. 



    PATENTANSPRÜCHE :    
1. Verfahren zur Herstellung eines säurefesten Gassilikates auf der Basis von Wasserglaslösung als Bindemittel und Wasserstoffsuperoxyd als Sauerstoffauslösungsmittel, dadurch gekennzeichnet, dass die   \1inersslpulvermischung,   enthaltend einen Zusatz, welcher das Aushärten der Mischung beeinflusst, mit den   ahdern   Bestandteilen der Masse vermischt wird, wobei Natriummethacryl-Mischpolymerisat mit Po-   Lymethylmethacrylat   einen der Bestandteile der Masse darstellt und der entstandene Brei in Formen oder in eine Schalung eingegossen wird.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Pulvermischung 0, 05-0, 5% ele- nentares Eisen in fein verteilter Form zum Beschleunigen der Sauerstoffentwicklung aus dem Wasserstoff- uperoxyd enthält.
AT87562A 1961-02-09 1962-02-02 Verfahren zur Herstellung eines säurefesten Gassilikates AT235190B (de)

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