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Fliehkraftbetätigtes Schaltglied
EMI1.1
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das Schaltglied also eine stark labile Charakteristik aufweist, schlagen die beiden Schaltgliedhälften in jedem Falle sofort um den vollen Betrag ihrer radialen Verschieblichkeit bis in die völlige Endlage aus.
Dies trifft auch dann zu, wenn infolge ungleicher Einstellung der Kraft der Federn oder ungleicher Aus- führung der Magnete die beiden Schaltgliedhälften beim Auslösen zunächst nur einseitig auseinanderklaf- fen.
Ein Andauern der Unwucht in ausgelenktem Zustande wird somit sicher verhindert. Überdies hat man es in der Hand, durch Wahl einer geeigneten Charakteristik der Federn, deren wesentlichste Aufgabedarin besteht, bei niedrigerenDrehzahlen als die Auslösedrehzahl die Schaltgliedhälften wieder zusammen- zubringen, die Labilität des Schaltgliedes in jeder gewünschten Weise zu beeinflussen.
Die Erfindung ist in der Zeichnung in Ausführungsbeispielen gezeigt und wird an Hand dieser noch näher erläutert. Es zeigen Fig. 1 ein Ausführungsbeispiel mit zwei in gleicher Ebene liegenden Schalt- gliedhälften, Fig. 2 ein anderes Ausführungsbeispiel mit übereinandergreifenden Schaltgliedhälften in
Draufsicht, Fig. 2a einen Schnitt nach der Linie A-A in Fig. 2 und Fig. 3 zwei Schaltgliedhälften ähnlich denen der Fig. 2 und 2a in perspektivischer Darstellung.
In Fig. 1 bezeichnet 1 eine Maschinenwelle und 2 einen Wellenflansch, auf dem die beiden zur Wel- lenachse punktsymmetrischen Schaltgliedhälften 3 und 4 mittels der durch die Langlöcher 6 durchgreifen- denschrauben 5 gehalten sind. Die Langlöcher werden gewählt, um eine begrenzte radiale Verschieblich- keit der beidenSchaltgliedhälften in zueinander entgegengesetzten radialen Richtungen zuzulassen.
Durch die Permanentmagnete 7 und die auf dem Flansch 2 abgestützten Federn 8 werden die beiden Schaltglied- hälften 3 und 4 zusammengehalten, bis bei Erreichen der vorgesehenen Auslösedrehzahl die an den beiden Schaltgliedhälften 3 und 4 angreifende Zentrifugalkraft die magnetische Kraft der Permanentmagnete 7 und die Kraft derFedern 8 überwindet und ein Ausschlagen der beiden Schaltgliedhälften bewirkt.
Infolge der mit dem Quadrat des Abstandes zwischen den Stirnflächen 9 der beiden Schaltgliedhälften 3 und 4 er- folgenden Abnahme der magnetischen Zügkraft der Permanentmagnete werden die beidenSchaltgliedhälf- ten sofort um den vollen Betrag ihrerVerschieblichkeit bis in ihre äussereEndlage verschoben, wobei dann wenigstens die eine der beiden Schaltgliedhälften ein nicht gezeigtes Ventil, einen Schalter od. dgl. be- tätigt.
Im Gegensatz zur magnetischen Zugkraft der Permanentmagnete 7, die mit zunehmendem Abstand zwischen den Stirnflächen 9 der beiden Schaltgliedhälften 3 und 4 abnimmt und bei Erreichen der äusseren Endlage der beiden Schaltgliedhälften 3 und 4 demnach ihren kleinsten Wert hat, nimmt die Kraft der Federn 8 entsprechend der gewählten Federcharakteristik mit zunehmendem Abstand zu und erreicht in der äusseren Endlage der beidenSchaltgliedhälften 3 und 4 ihren grössten Wert. Bei einem Absinken der Maschinendrehzahl unter die Auslösedrehzahl bewirkt daher die Kraft der Federn 8, dass die Schaltglied- hälften 3 und 4 wieder in ihre Ausgangslage zurückgeführt werden, wobei dann die magnetische Zugkraft der Permanentmagnete wieder in zunehmendem Masse wirksam wird.
In den Fig. 2 und 2a sind für die mit der Fig. 1 übereinstimmenden Teile die gleichen Bezugszeichen verwendet. Die beiden Schaltgliedhälften 3 und 4 sind hier als ringförmige Teile ausgebildet, die stufenförmig übereinandergreifen. Die Permanentmagnete 7 sind wieder in der axialen Trennfuge zwischen den beidenSchaltgliedhälften 3 und 4 angeordnet, dagegen sind die Federn 8 nicht gegen den Flansch 2, sondem in radialer Richtung in den beidenSchaltgliedhälften 3 und 4 angeordnet und unmittelbar gegen die Welle 1 abgestützt.
Die radiale Verschieblichkeit der beiden Schaltgliedhälften 3 und 4 in zueinander entgegengesetzten Richtungen ist hier-in gleicher Weise wie in Fig. 1 gezeigt - mittels der Stifte 5 und der Langlöcher 6 begrenzt. Sie könnte aber auch durch entsprechende Wahl des Durchmessers der Bohrungen 10 in den beiden Schaltgliedhälften 3 und 4 im Verhältnis zum Durchmesser der Welle 1 auf ein bestimmtes Mass begrenzt werden. In Verbindung mit den Langlöchern 6 käme dann den Stiften 5 nur die Aufgabe zu, ein axiales Auseinanderrücken der beiden Schaltgliedhälften 3 und 4 zu verhindern. Im übrigen ist die Wirkungsweise die gleiche wie beim Ausführungsbeispiel gemäss Fig. 1.
Zum besseren Verständnis sind in Fig. 3 zwei als geschlossene Ringscheiben ausgebildete Schaltgliedhälften 3 und 4 ähnlich denjenigen der Fig. 2 und 2a in axialer Richtung auseinandergerückt in perspektivischer Darstellung gezeigt. Der grösseren Übersichtlichkeit wegen sind dabei die Federn, Permanentmagnete usw. nicht eingezeichnet. Die Stirnflächen 9 sind hier wieder in einer Achsebene angeordnet. Die Welle 1, auf welcher die Schaltgliedhälften angeordnet sind, ist durch die strichpunktierten Linien angedeutet. Die Bohrungen 10 in den Schaltgliedhälften 3 und 4 sind im Durchmesser um einiges grösser gehalten als der Durchmesser der. Welle 1, so dass eine radiale Verschieblichkeit der beiden Schaltglied- hälften 3 und 4 in zueinander entgegengesetztenRichtungen gewährleistet ist.
Das Mass der radialen Verschieblichkeit kann sowohl durch die Bemessung der Bohrungen 10 im Verhältnis zum Durchmesser der Welle 1 als auch mittels Halte-bzw. Begrenzungsstiften,-schrauben od. dgl. und Langlöchern, ähnlich wie in den Fig. 1, 2 und 2a dargestellt, festgelegt werden.