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Maschine zum Waschen und Schleudern von Wäsche
Die Erfindung betrifft eine Maschine zum Waschen und Schleudern von Wäsche mit einer elektromotorisch in verschiedenen Drehzahlbereichen antreibbaren, um eine etwa horizontale Achse rotierenden, die Wäsche aufnehmenden Trommel, die mit ihrem Antriebsmotor zu einem Aggregat vereinigt ist, das mit einer aus paarweise zu der durch die Trommeldrehachse bestimmten Vertikalebene symmetrisch an- geordneten, spiralförmig gebogenen Blattfedern, die mit dem einen Ende am Aggregat, mit dem anderen aber am Maschinengehäuse angreifen und vom Gewicht des Aggregates im Sinne einer Verengung der Spiralwindungen belastet sind, bestehenden Aufhängung versehen ist.
Die Entwicklungstendenz bei derartigen meist als Voll- oder Halbautomaten arbeitenden Maschinen geht immer mehr dahin, für Haushaltszwecke Geräte zu schaffen, die die Wäsche waschen und trockenschleudern, ohne dass ein Herausnehmen der Wäsche zwischen den beiden Arbeitsgängen erforderlich ist.
Ferner wird für Haushaltszwecke angestrebt, die Maschinen frei aufstellbar (also nicht mit einem festen Fundament verschraubt) auszubilden. Neben gewissen Schwierigkeiten bei der Auslegung des Antriebes, die aber inzwischen gelöst wurden, besteht die Hauptschwierigkeit beim Bau derartiger Maschinen darin, dass dann, wenn ein Schleudergang mit hoher, eine ausreichende Trocknungswirkung gewährleistender Drehzahl Verwendung findet, beträchtliche Vibrationen zufolge der durch die Wäsche bedingten Unwucht des aus Trommel und darmenthaltenerWäsche bestehendenrotierendenSystemsauftreten, welcheSchwin- gungen nicht nur zu grossen Beanspruchungen der Lager führen, sondern vielfach auch ein Rütteln der gesamten Maschine, das zu einem Wandern und sogar Springen ausarten kann, zur Folge haben.
Um bei freistehenden Maschinen diese unangenehmen Erscheinungen in erträglichen Grenzen zu halten, ist es bisher üblich, das Maschinengehäuse mit einem Ballast zu versehen, wodurch sich aber ein beträchtliches Gesamtgewicht der Maschine ergibt. Ferner wird die Schleuderdrehzahl oft so niedrig gewählt, dass die Schwingungen bei der Anordnung des Ballastes in erträglichen Grenzen gehalten werden können. Zufolge der niedrigen Schleuderdrehzahl (bei einer für 4 kg Trockenwäsche bestimmten Waschmaschine maximal 400 Umdr/min) bleibt wieder die Umfangsgeschwindigkeit der Trommel so niedrig, dassdie der Wäsche anhaftende Flüssigkeit nur unvollkommen entfernt wird und die Wäsche nach der Entnahme aus der Maschine nachgetrocknet werden muss.
Bei einer Maschine der genannten Art wären zur Erzielung eines ausreichenden Trocknungseffektes Drehzahlen in der Grössenordnung von 700 Umdr/min notwendig.
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äusseren Enden aber unten starr mitdem Fundament, also dem Maschinengehäuse verbunden. Bei dieser Art der Federanordnung kommt es zufolge der unterseitigen Befestigung in der beschriebenen Weise dazu, dass auch Seitenkomponenten der Schwingungen auf das Maschinengehäuse übertragen werden. Ferner hat das Aggregat an der Federung keinen ausreichenden Halt und befindet sich stets in einem labilen Gleichgewichtszustand. Noch ungünstigere Betriebsbedingungen ergeben sich, wenn das Aggregat nach einer andern Ausführung über Druckfedern am Maschinengehäuse abgestützt wird.
Dabei ist nämlich die Anordnung einer Vertikalführung zwingend notwendig, die Querbewegungen des Aggregates gegenüber dem Maschinengehäuse zwar abfängt, aber auch auftretende Schwingungen und Stösse auf das Maschinengehäuse überträgt. Bei allen bisher verwendeten Federn muss die Federung genau den jeweiligen Erfordernissen entsprechend ausgelegt werden, wobei sich, da auch gleichartige Federn untereinander geringfü-
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Alle diese Nachteile werden durch die Erfindung beseitigt.
Diese betrifft eine Maschine der eingangs genannten Art und besteht im wesentlichen darin, dass die inneren Windungsenden der Federn jeweils mit einem verdrehbaren und feststellbaren Bolzen od. dgl. am Maschinengehäuse befestigt sind. wogegen die äusseren Windungsenden, von oben her kommend, seitlich am Aggregat angreifen und mit letzterem über durch Ösen der Federenden gesteckte Schwenkachsen verbunden sind. Bei der erfindungsgemässen Anordnung haben die Federn das Bestreben, das Aggregat so festzuhalten, dass sich dessen Rotationsachse nur in einer vertikalen Ebene bewegen kann.
Insbesondere werden nur die vertikalen Komponenten auftretender Schwingungen des Aggregates auf das Maschinengehäuse und damit auf das Fundament übertragen während die übrigen Schwingungskomponenten von der Federung aufgefangen werden, so dass in seitlicher Richtung
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Maschine frei aufzustellen, ohne dass es zu dem sonst im Schleudergang gefürchteten Wandern und Rütteln der Maschine kommt. Wie Versuche bestätigt haben, lassen sich bei einer erfindungsgemässen Aufhängung trotz eines bedeutend verringerten Gewichtes des Maschinengehäuses (z.
B. 80 kg gegenüber bisher 400 kg) bei voller Beschickung der Maschine Umfangsgeschwindigkeiten von 20 m/sec und mehr an der Trommel erzielen, was bei einer für 4 kg Trockenwäsche bestimmten Maschine einer Drehzahl von über
700 Umdr/min entspricht, ohne dass es dabei zu einem Wandern der Maschine bei freistehender Aufstel- lung käme. Durch die Befestigung der Federenden mit verdrehbaren und feststellbaren Bolzen wird eine genaue Einjustierung der Federn untereinander und ferner eine Anpassung gleicher Federn an verschiedene
Maschinentypen möglich wodurch sich die Produktion wesentlich vereinfacht.
Bei der praktischen Ausführung weisen die Federn vorzugsweise zur Ermöglichung dieser Einjustierung innen ein gerade verlaufendes Endstück auf, mit dem sie in einen Längsschlitz des zugehörigen Bolzens einsteckbar und dort mittels einer auf den Bolzen vom geschlitzten Ende her aufschraubbaren Mutter fest- klemmbar sind.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise veranschaulicht. Es zeigen Fig. 1-3 schematisch und nur in den wesentlichsten Teilen eine Maschine zum Waschen und Schleudern von Wä- sche im Schnitt, von der Seite, von vorne und von oben, Fig. 4und S als Einzelheit die Federbefesti- gung am Maschinengehäuse in Ansicht und im Schnitt nach der Linie V-V der Fig. 4.
In einem Maschinengehäuse l ist in einem nur schematisch angedeuteten Tragrahmen 2 ein aus einem Motor 3, dem Keilriementrieb 4 und der Waschtrommel 5 bestehendes Aggregat angebracht. Naturgemäss sind bei der Maschine noch weitere Teile, wie eine Heizeinrichtung, ein dieWaschtrommel5 umschliessen- der Behälter, Laugenpumpen usw. vorgesehen, die aber für die Erklärung der Erfindung unwesentlich sind.
Der Motor 3 kann entweder polumschaltbar ausgebildet sein oder auch die Wäschetrommel 5 über ein umschaltbares Getriebe mit verschiedenen Drehzahlbereichen antreiben. Das Aggregat 2-5 ist beim Ausführungsbeispiel über vier paarweise gegenüberliegend angeordnete Federn 6,7 am Maschinengehäuse aufgehängt, wobei, wie ersichtlich, der Tragrahmen 2 mit allseitigem Spiel im Gehäuse 1 untergebracht ist. Die Federn 6,7 sind jeweils paarweise symmetrisch vorgesehen und als spiralförmig zum Gehäuse gebogene Blattfedern ausgebildet. Das innere Federende 8 ist gerade und greift in einen Längsschlitz 9 eines am Gehäuse l verdrehbar und feststellbar befestigten Bolzens 10 ein, in welchem Längsschlitzdas Federende mit Hilfe einer Mutter 11 festklemmbar ist.
Die Aussenenden der Federn 6,7 sind zu Augen 12 gebogen, in die ein am Rahmen 2 parallel zur Rotationsachse der Trommel befestigter Schwenkbolzen 13 eingreift. Das Gewichtdes Aggregates 2-5 hat somit das Bestreben, die Federn 6,7 im Sinne einer Verengung der Spiralwindungen zusammenzudrücken. Anderseits haben die Federn 6,7 wieder das Bestreben, das Aggregat nach den vertikal nach oben weisenden Resultierenden der Federpaare, welche Resultierenden durch die Rotationsachse der Trommel 5 gehen, nach oben anzuheben.
Beim Ausführungsbeispiel wurden nur zwei Federpaare 6,7 eingezeichnet. Je nach Ausführungsart kann das Aggregat aber mit Hilfe mehrerer auch in verschiedenen Höhenlagen angreifender Federpaare im Maschinengehäuse abgestützt sein, wobei aber vorzugsweise die eingangs gestellten Bedingungen hinsichtlich der Resultierenden der Federpaare eingehalten werden sollen. Die Federkräfte können durch Lockern, Verdrehen und neuerliches Feststellen der Bolzen 10 eingestellt werden.
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