AT235820B - Verfahren zur Herstellung von Derivaten aliphatischer Dicarbonsäuren - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Derivaten aliphatischer Dicarbonsäuren

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AT235820B AT428962A AT428962A AT235820B AT 235820 B AT235820 B AT 235820B AT 428962 A AT428962 A AT 428962A AT 428962 A AT428962 A AT 428962A AT 235820 B AT235820 B AT 235820B
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  Verfahren zur Herstellung von Derivaten aliphatischer Dicarbonsäuren 
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Derivaten aliphatischer   Dicarbonsäuren.   insbesondere von Adipodinitril (Adipinsäuredinitril). Derartige Verbindungen, beispielsweise auch a-Cyano- - valeriansäuremethylester (Adipinsäuremonomethylestermononitril),   ct-Methyl-adipinsäurenitril   oder   a, a'-Dimethyl-adipinsäuredinitril,   sind in der Technik als Ausgangsstoffe für die Gewinnung hochmolekularer Verbindungen,   z. B.   zur Nylonherstellung, sehr begehrt. Sie bilden daher Produkte von grosser wirtschaftlicher Bedeutung. 



   In der Technik gewinnt man das oben erwähnte Adipodinitril entweder aus Adipinsäure über das Diamid oder aus einem geradkettigen C Kohlenwasserstoff durch Ersatz geeigneter 1,4-Substituenten durch CN-Gruppen. 



   Ein weiteres Verfahren beruht auf der Anlagerung von Blausäure an   1-Cyanbutadien   mit anschliessender Hydrierung des gebildeten Dicyanbutens. 



   Alle bisher bekannten Verfahren zur Herstellung von Adipodinitril sind jedoch recht aufwendig, so dass zur Zeit die Kosten noch verhältnismässig hoch liegen. 



   Theoretisch war es naheliegend, Adipodinitril durch lineare Dimerisierung von Acrylsäurenitril zu gewinnen. Diese Synthese, die technisch von grosser Bedeutung wäre, ist bisher nur mit sehr schlechten Ausbeuten gelungen. Beispielsweise kann Adipodinitril in   soigner   Ausbeute aus Acrylsäurenitril mit Hilfe von Natriumamalgam erhalten werden (Zeitschrift für Angewandte Chemie 61 [1949], S. 238). Ähnlich und mit gleich geringem Ergebnis erhält man Adipodinitril durch Einwirkung von Magnesiumamalgam auf eine Lösung von Acrylsäurenitril in Benzol/Methanol (USA-Patentschrift Nr. 2,439, 308). 



   Mit wesentlich besseren Ausbeuten - bis zu   62" ! 0,   bezogen auf umgesetztes   Acrylsäurenitril - soll   die lineare Dimerisierung zu Adipodinitril gelingen, wenn man Acrylsäurenitril in piger Salzsäure mit Kaliumamalgam behandelt. Bei dieser Arbeitsweise wird zwar die Polymerisation des Acrylsäurenitrils verhindert ; es lässt sich aber nicht vermeiden, dass durch den grossen Wasserüberschuss einerseits ss,   ss-Di-   cyandiäthyläther gebildet wird und anderseits Kaliumamalgam mit der Salzsäure so schnell reagiert, dass nur etwa   lolo   des gebildeten Wasserstoffes für die Adipodinitril-Synthese verbraucht werden, während die restlichen   90%   unausgenutzt gasförmig entweichen. 



   Gemäss dem Verfahren der Erfindung ist es nunmehr möglich, beispielsweise Adipodinitril auf der Basis von Acrylsäurenitril mit sehr guten Ausbeuten - bezogen sowohl auf verbrauchtes Acrylsäurenitril als auch auf Amalgam - herzustellen, indem man   ss-Halogenpropionitril,   welches zweckmässig durch Anlagerung von Halogenwasserstoff an Acrylsäurenitril gewonnen wird, in Anwesenheit von Acrylsäure- 
 EMI1.1 
 zogen auf insgesamt verbrauchtes Acrylsäurenitril, erzielt. 



   Das eingesetzte Amalgam wird hiebei bis zu   60"   für die Adipodinitril-Synthese ausgenutzt ; der Rest wird für die an sich unerwünschte Bildung von-technisch jedoch   verwertbarem-Propionitril verbraucht ;   

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 auch die manchmal einsetzende Wasserstoffentwicklung sowie die Bildung von in geringerer Menge auftretenden, harzartigen Destillationsrückständen gehen zu Lasten des Amalgam- bzw. Energieverbrauches. 



   Die höchsten Ausbeuten an Adipodinitril, bezogen sowohl auf insgesamt verbrauchtes Acrylsäurenitril als auch auf eingesetztes,   d. h.   verbrauchtes Amalgam werden erzielt, wenn sich das Reaktionsgemisch aus etwa 3 Mol ss-Chlorpropionitril, 2   Mol Acrylsäurenitril, 1 Grammatom Natrium   in Form von   0, 51obigem   flüssigem Natriumamalgam und etwa   0, 5 Gew.-'%   Wasser zusammensetzt. 



   Gemäss einem weiteren Gedanken der Erfindung ist es jedoch überraschenderweise möglich, auch die auf   verbrauchtes Amalgam bezogene Ausbeute an Adipodinitril   erheblich über 60% zu steigern, wenn man - statt wie oben erwähnt vorzugsweise mit einem molaren Überschuss von   ss-Halogenpropionitril über     Acrylsäurenitril - nunmehr   mit einem molaren Überschuss von Acrylsäurenitril über   B -Halogenpropionitril   arbeitet. Dieses umgekehrte Verhältnis schien zunächst weniger günstig, da überschüssiges Acrylsäurenitril leicht polymerisiert. Gemäss der Erfindung kann diese Polymerisation jedoch durch geeignete Inhibitoren, zweckmässig Verbindungen mit einem oder zwei ungepaarten Elektronen, wirksam verhindert werden. 



   Die Erfindung betrifft demnach auch ein Verfahren zur Herstellung von Adipodinitril durch Umsetzung von   6-Halogenpropionitril   in Anwesenheit von Acrylsäurenitril mit einem Alkali- und/oder Erdalkali-Amalgam, wobei man in Gegenwart eines geeigneten Polymerisationsinhibitors für Acrylsäurenitril, beispielsweise Hydrochinon, arbeitet. 



   Als Polymerisationsinhibitor verwendet man bevorzugt mindestens eine Verbindung mit einem oder zwei ungepaarten Elektronen, beispielsweise Stickstoffmonoxyd oder Sauerstoff. Besonders geeignet ist die Verwendung von Stickstoffmonoxyd in inerter Gasatmosphäre, beispielsweise in Mischung mit Wasserstoff oder Stickstoff. 



   Das eingesetzte Reaktionsgemisch soll dann erfindungsgemäss   10 - 80 Mol-% ss-Halogenpropionitril   und 20 - 90 Mol-% Acrylsäurenitril enthalten. Zweckmässig geht man von Mischungen aus 20 - 50 Mol-% 
 EMI2.1 
 



   Als   ss-Halogenpropionitril   ist die Verwendung der Chlorverbindung besonders wirtschaftlich. 



   Für die Herstellung von Adipodinitril aus   ss-Halogenpropionitril   und Acrylsäurenitril ist es günstig, ein flüssiges Alkali- oder Erdalkali-Amalgam, vorzugsweise ein   0, 3-bis 0. 510iges (Gew.-10)   Natriumoder Kalium-Amalgam, wie es aus der   Chloralkali-Elektrolyse   anfällt, zu verwenden und dieses portionsweise zur Reaktionsmischung zutropfen zu lassen. 



   Um eine saubere Abscheidung des Quecksilbers zu erreichen bzw. um zu vermeiden, dass quecksilberhaltige organische Verbindungen entstehen, werden dem Reaktionsgemisch zweckmässig 0, 05 bis 5 Gew.-%, vorzugsweise 0, 5-1 Gew.-%, Wasser zugegeben. 



   Wird die Reaktion wasserfrei bzw. mit einem zu geringen Wassergehalt durchgeführt, so entstehen quecksilberhaltige Rückstände, während eine Wassermenge über 5 Gew.-% zur Folge hat, dass das überschüssige Wasser in einer unerwünschten Nebenreaktion mit dem Amalgam unter Wasserstoffbildung reagiert, das teure Amalgam also schlecht verwertet und der Umsatz zu Adipodinitril geschmälert wird. 



   Zur Erzielung guter Adipodinitril-Ausbeuten setzt man zweckmässig je Grammatom Alkalimetall in Form des Amalgams etwa 3 Mol   B -Halogenpropionitril   und etwa   3 - 9   Mol Acrylsäurenitril ein. 



   Die Reaktion von   ss-Halogenpropionitril   mit Acrylsäurenitril und Amalgam verläuft unter beträchtlicher Wärmeentwicklung, so dass die Reaktionstemperatur durch Dosierung der Amalgamzugabe sowie Kühlung auf 20-100 C, vorzugsweise 35-65 C, konstant gehalten werden muss. 



   Zum besseren Verständnis des erfindungsgemässen Verfahrens zur Herstellung von beispielsweise Adipodinitril sei noch folgendes ausgeführt :
Die Adipodinitril-Synthese lässt sich weder mit reinem Acrylsäurenitril noch mit reinem   ss -Halogen-   propionitril allein verwirklichen, da man es bei dem erfindungsgemässen Verfahren weder mit einer hydrierenden Dimerisierung des Acrylsäurenitrils noch mit einer Wurtz'schen Synthese zu tun hat. 



   Den auf einem Radikalmechanismus beruhenden Reaktionsablauf kann man sich hypothetisch etwa folgendermassen vorstellen : 
 EMI2.2 
 

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 EMI3.1 
 
Pro Grammatom Alkalimetall wird demnach aus 1 Mol   ss-Halogenpropionsäurenitril l Mol   Alkalihalogenid (z. B. NaCl) erhalten. Formal werden die hiebei entstandenen Radikale teils unter Hydrierung zur Adipodinitril cyanäthyliert, teils stabilisieren sie sich unter Wasserstoffabspaltung zu Acrylsäurenitril. 



   Auf diese Weise wird intermediär die für die unter Hydrierung verlaufende Cyanäthylierung benötigte Wasserstoffmenge geliefert. Das bei der Reaktion des   Alkali- bzw. Erdalkali-Amalgams zurückblei-   bende Quecksilber wird kontinuierlich oder portionsweise aus dem Reaktionsgemisch abgezogen und das anfallende Alkalihalcgenid   (z. B. NaCl)   auf bekannte Art,   z. B. durch Zentrifugieren, abgetrennt und   unter Verwendung des zurückgewonnenen Quecksilbers als Kathode elektrolysiert, wobei das für das erfindungsgemässe Verfahren erforderliche Alkaliamalgam sowie der Halogenwasserstoff (aus dem bei der Elektrolyse entstandenen Halogen, z. B. Chlor) wiedergewonnen werden. 



   Für diesen Alkalimetallkreislauf ist somit nur elektrische Energie erforderlich. Das durch den Umsatz mit einer bestimmten Menge Alkaliamalgam erhaltene Adipodinitril ist deshalb ein Mass für die Energieausnutzung. Das Alkalimetall bewirkt gemäss Gleichung   1 - 6   (s. unten) die Bildung von Adipodinitril und Propionitril. Es kann sich aber in Anwesenheit von grösseren Wassermengen auch zu Alkalihydroxyd und Wasserstoff umsetzen und auf diese Art für die Adipodinitril-Synthese verloren gehen. Vom technischen Standpunkt aus gesehen ist die Alkalimetalle Energie) Verwertung ein wichtiger Faktor. In den nachstehenden Beispielen wird daher die Stoffausbeute, bezogen sowohl auf das insgesamt verbrauchte Acrylsäurenitril, als auch auf eingesetztes Alkalimetall berücksichtigt. 



   Das Verfahren gemäss der Erfindung kann voll-oder diskontinuierlich ausgeführt werden. Obwohl das als Ausgangematerial fungierende Acrylsäurenitril nicht in obige Summengleichung 5. eingeht, ist seine Anwesenheit von Anfang an unbedingt erforderlich. Ständiger Begleiter des gewonnenen Adipodinitrils ist das technisch verwertbare Propionitril, welches sogar zum Hauptprodukt wird, wenn man ss-Halogenpropionitril in Abwesenheit bzw. mit einem Unterschuss von Acrylsäurenitril mit einem Alkaliamalgam umsetzt. Das nach Gleichung 1 gebildete Radikal stabilisiert sich dann gemäss 
 EMI3.2 
 
Auf diese Weise entsteht aber   überschüssiges   Acrylsäurenitril, welches insbesondere beim vollkontinuierlichen Verfahren aus der Destillationsanlage von Zeit zu Zeit ausgetragen und mit Chlorwasserstoff wieder zu   ss-Chlorpropionitril   umgesetzt wird.

   Da die Ausgangsstoffe für die Synthese von Adipodinitril somit im Grunde nur Acrylsäurenitril und Chlorwasserstoff sind, - das Alkaliamalgam wird nicht "verbraucht", sondern unter Aufwendung von elektrischer Energie im Kreislauf zurückgewonnen-, ist es insbesondere beim vollkontinuierlichen Verfahren zweckmässig, die (Stoff)-Ausbeute auf das insgesamt, - d. h. teils als solches, teils in Form von   B-Chlorpropionitril-,   verbrauchte Acrylsäurenitril zu beziehen. Beim diskontinuierlichen gelangen ebenso wie beim vollkontinuierlichen Verfahren je Grammatom Alkalimetall (in Form des flüssigen Amalgams) mehrere Mole   ss-Chlorpropionitril   und Acrylsäurenitril zur Anwendung, welche sozusagen nebenbei als Verdünnungsmittel dienen.

   Dieser Überschuss an organischem Ausgangsmaterial wird beim diskoninuierlichen Verfahren jedesmal zurückgewonnen und erneut eingesetzt. 



   Auch beim diskontinuierlichen Verfahren ist es sinnvoll, die Ausbeuten auf das in der geringsten molaren Menge im Reaktionsgemisch vorhandene Amalgam zu beziehen. 



   Das eingesetzte Amalgam kann nunmehr bis zu etwa   75%   für die Adipodinitril-Synthese ausgenutzt werden ; der Rest reagiert in an sich unerwünschter Weise nach Gleichung 6. 



   Bei den genannten Verfahren tritt, wie oben erwähnt, wider Erwarten weder eine hydrierende Dimerisierung des Acrylsäurenitrils noch eine Wurtz'sche Synthese des   ss-Halogenpropionifils   ein, sondern es handelt sich um eine unter Hydrierung verlaufende Radikal-Cyanäthylierung unter Teilnahme beider Reaktionspartner. 

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     Überraschenderweise wurde   nun gemäss der Erfindung zusätzlich gefunden, dass der Radikalreaktion zwischen   ss-Halogenpropionitril und Acrylsäurenitril in Gegenwart   eines Alkali- oder Erdalkali-Amalgams ein allgemeines Prinzip zugrunde liegt und der Reaktion eine viel umfassendere Bedeutung zukommt, als dies von vorherein vorausgesehen werden konnte. Durch Variation der Reaktionskomponenten wird die Herstellung noch einer Reihe anderer interessanter Verbindungen auf dem Gebiet der aliphatischen Dicarbonsäuren möglich. Während nach den bisherigen Ausführungen das durch Halogenabspaltung aus 8-Halogenpropionitril entstandene Radikal mit Acrylsäurenitril unter Hydrierung umgesetzt wird, können an Stelle des   8 -Chlorpropionitrils   auch andere Halogenfettsäurederivate wie z.

   B.   8 -Chlorpropionsäure-   alkylester, ss-Chlorisobuttersäurenitril oder Chloressigsäurealkylester und an Stelle des Acrylsäurenitrils andere ähnliche Vinylverbindungen wie z. B. Methacrylsäurenitril oder Acrylsäurealkylester eingesetzt werden. 



   Von besonderem technischem Interesse ist der nach dem erfindungsgemässen Verfahren leicht erhältliche   6-Cyano-valeriansäuremethylester   für die Nylon-6-Herstellung und der   y-Cyano-vinylessigsäure-   methylester (Glutaconsäuremonomethylestermononitril) als Ausgangssubstanz für das in letzter Zeit entwickelte Nylon-5. 



   Im einzelnen betrifft die Erfindung in ihrer vollen Tragweite somit ein Verfahren zur Herstellung von Derivaten aliphatischer Dicarbonsäuren, der allgemeinen Formel 
 EMI4.1 
 bzw. 
 EMI4.2 
 welches dadurch gekennzeichnet ist, dass man ein Halogenfettsäurederivat der allgemeinen Formel 
 EMI4.3 
 mit einer eine Vinylgruppe enthaltenden Verbindung der allgemeinen Formel 
 EMI4.4 
 in Anwesenheit eines Alkali- oder Erdalkali-Amalgams behandelt, wobei    R     undR unabhängig   vonein- 
 EMI4.5 
 oder   l,   bedeutet. 



   Das eingesetzte Reaktionsgemisch soll als Ausgangsstoff erfindungsgemäss 20 - 90 Mol-% des Halogenfettsäurederivats und 10 - 80 Mol-% der Vinylverbindung enthalten. Zweckmässig geht man von Mischungen aus 50 - 80 Mol-% des   Halogenfettsäurederivats   und 20 - 50 Mol-% der Vinylverbindung aus. 



   Als Halogenfettsäurederivat ist die Verwendung der Chlor-Verbindung besonders wirtschaftlich. 



   Für die Herstellung von Derivaten aliphatischer Dicarbonsäuren aus Halogenfettsäurederivaten und den oben näher charakterisierten Vinylverbindungen ist es günstig, ein flüssiges Alkali- oder ErdalkaliAmalgam, vorzugsweise das technisch leicht zugängliche Natrium-Amalgam, zu verwenden. Im allgemeinen wird man ein Amalgam verwenden, welches   0,     3-0, 5 Gew.-  & Alkali-oder   Erdalkalimetall enthält, z. B. ein Natrium- oder Kalium-Amalgam, wie es aus der Chloralkali-Elektrolyse anfällt, wobei man dieses flüssige Amalgam portionsweise zur Reaktionsmischung zutropfen lässt. 

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   Um eine saubere Abscheidung des Quecksilbers zu erreichen bzw. um zu vermeiden, dass quecksilberhaltige organische Verbindungen entstehen, werden dem Reaktionsgemisch zweckmässig 0, 05 bis 5   Gew.-%,   vorzugsweise 0, 3 bzw.   0,     5 - 1 Gew. -Ufo,   Wasser zugegeben. 



   Wird die Reaktion wasserfrei bzw. mit einem zu geringen Wassergehalt durchgeführt, so entstehen quecksilberhaltige Rückstände, während eine Wassermenge über 5   Gew.-%   zur Folge hat, dass das überschüssige Wasser in einer unerwünschten Nebenreaktion mit dem Amalgam unter Wasserstoffbildung reagiert, das teure Amalgam also schlecht verwertet und der Umsatz zu den   gewünschten Dicarbonsäure-   derivaten geschmälert wird. 



   Die Reaktion der Halogenfettsäurederivate mit den Vinylverbindungen und Amalgam verläuft unter beträchtlicher Wärmeentwicklung, so dass die Reaktionstemperatur durch Dosierung der Amalgamzugabe sowie Kühlung auf   20 - 1000C, vorzugsweise 35 - 650C,   gehalten werden muss. 



   Die Umsetzung von Halogenfettsäurederivaten mit Vinylverbindungen in Anwesenheit eines Alkaliund/oder Erdalkali-Amalgams kann auch in Gegenwart eines Polymerisationsinhibitors für die Vinylverbindung, beispielsweise Hydrochinon, erfolgen. 



   Als Polymerisationsinhibitor verwendet man bevorzugt mindestens eine Verbindung mit einem oder zwei ungepaarten Elektronen, beispielsweise Stickstoffmonoxyd oder Sauerstoff. Besonders geeignet ist die Verwendung von Stickstoffmonoxyd in inerter Gasatmosphäre, beispielsweise in Mischung mit Wasserstoff oder Stickstoff. 



   Bei Anwesenheit eines Polymerisationsinhibitors für die Vinylverbindung soll das eingesetzte Reaktionsgemisch 10-80 Mol-% des Halogenfettsäurederivats und   20 - 90 Mol-Ufo   der Vinylverbindung enthalten. Zweckmässig geht man von Mischungen aus   20-50 Mol-%   des Halogenfettsäurederivats und   50-80     Mol-%   der Vinylverbindung aus. 



   Im allgemeinen setzt man je Grammatom Alkalimetall in Form des Amalgams je etwa 1 - 10, vor- 
 EMI5.1 
 Reaktionskomponenten Chloressigsäuremethylester und Acrylsäurenitril ein. 



   Den auf   einem Radikalmechanismus beruhenden Reaktionsablaufkann   man sich hypothetisch im Falle der beanspruchten Verbindungen folgendermassen vorstellen : 
 EMI5.2 
 

 <Desc/Clms Page number 6> 

 
 EMI6.1 
 
 EMI6.2 
 welche jedoch im Falle einer Reaktion zwischen ss-Halogenpropionitril und Acrylsäurenitril oder zwischen   ss-Chlorisobuttersäurenitril   und Methacrylnitril (Beispiel 14) oder bei sich in analoger Weise entsprechenden Reaktionspartnern gleich der eingesetzten Vinylkomponente 
 EMI6.3 
 ist. Aber auch in allen andern Fällen wird diese neu entstehende Vinylverbindung nicht als unerwünschtes Nebenprodukt betrachtet, welches die Ausbeute an Dicarbonsäurederivat schmälern würde, vielmehr wird die Verbindung 
 EMI6.4 
 destillativ abgetrennt und mit (z.

   B. aus dem Chlor der Alkalichlorid-Elektrolyse herstellbarem) Chlorwasserstoffgas behandelt, so dass im Kreislauf wieder das als Ausgangsstoff nötige Chlorfettsäurederivat 

 <Desc/Clms Page number 7> 

 
 EMI7.1 
 entsteht. 



   Die nach Gleichung 9. entstehende Vinylverbindung 
 EMI7.2 
 kann jedoch auch den eigentlichen Reaktionspartner 
 EMI7.3 
 in Gleichung 8. "vertreten", wobei dann ein Dicarbonsäurederivat der Formel 
 EMI7.4 
 zu erwarten wäre. Tatsächlich entstehen auf diesem Wege gemäss Beispiel 12. Adipinsäuredimethylester und gemäss Beispiel 13. Adipinsäuredinitril, jedoch nur in sehr untergeordneter Menge, weshalb die Reaktionsgeschwindigkeit in diesen Fällen niedrig liegen dürfte. Schliesslich erhält man als Nebenprodukt immer einen harzartigen Destillationsrückstand. 



   Das erfindungsgemässe Verfahren ist nicht allein auf die angeführten Beispiele beschränkt, sondern kann auch durch weitere Kombinationen der verschiedenen Reaktionspartner erheblich variiert werden. 



  Ein interessanter Fall tritt ein, wenn in der allgemeinen Formel des Halogenfettsäurederivats 
 EMI7.5 
 n gleich Null wird. Setzt man demgemäss für 
 EMI7.6 
 einen Chloressigsäureester und   als Vinylkomponente Acrylsäurenitril   ein, so gelten folgende Gleichungen : 

 <Desc/Clms Page number 8> 

 
 EMI8.1 
 R = Alkylrest mit   1 - 4   C-Atomen. 



   Der verglichen mit den Gleichungen 9. und 10. andersartige Verlauf der Gleichungen 14. und 15. rührt daher, dass gemäss Gleichung 14. aus dem Dicarbonsäurederivat-Radikal überraschenderweise kein gesättigtes, sondern ein ungesättigtes Dicarbonsäurederivat, im vorliegenden Fall ein Halbester des Glutaconsäurenitrils, entsteht. Der dabei abgespaltene Wasserstoff hydriert teilweise das nach Gleichung 12. entstandene Radikal 
 EMI8.2 
 zum Essigester, da sich dieses Radikal nicht umgekehrt in Analogie zu Gleichung 9. durch Abspaltung von Wasserstoff zur Vinylverbindung stabilisieren kann. Somit liefert auch die zum Essigsäureester führende Nebenreaktion 15. ein technisch verwertbares Produkt. 



   Die folgenden Beispiele dienen zur näheren Erläuterung des erfindungsgemässen Verfahrens. 



   Allgemeine Verfahrensvorschrift für die aus Tabelle I ersichtlichen Beispiele 1-8 :
In ein zur Konstanthaltung der Temperatur ummanteltes Rührgefäss werden   8-Chlorpropionitril   und/ oder Acrylsäurenitril und gegebenenfalls Wasser vorgelegt und bei der angegebenen Temperatur unter intensivem Rühren Natrium oder Kalium als   0, 51 iges   flüssiges Amalgam portionsweise zugetropft. Nach dem Durchreagieren des Alkalimetalls wird das Quecksilber abgetrennt, ehe frisches Amalgam zufliesst. 



  Die Reaktionsdauer ist verzeichnet. Nach Beendigung der Reaktion wird das Alkalichlorid von der Reaktionsflüssigkeit abzentrifugiert und mit Hilfe des freigewordenen Quecksilbers, welches dabei als Kathode fungiert, nach dem   Quecksilberverfahren   zwecks Rückgewinnung von Amalgam elektrolysiert. Bei der destillativen Aufarbeitung der Ansätze erhält man Adipodinitril, Propionitril und Destillationsrückstand. 



  Ausserdem wird-auch nach den Beispielen 1 und 2 zufolge Gleichung   6 - Acrylsäurenitril   gewonnen, welches zusammen mit Chlorwasserstoff wieder zu   0-Chlorpropionitril   verarbeitet wird. 



   Die Ausbeuten werden folgendermassen berechnet : Man addiert die Mengen der drei Reaktionsprodukte Adipodinitril, Propionitril, und Destillationsrückstand und erhält daraus die Gesamtmenge in Gramm. Die Stoffausbeute jedes der drei Reaktionsprodukte wird in % dieser Gesamtmenge ausgedrückt. Da   ss-Chlorpropionitril   und Acrylsäurenitril sowohl im voll-als auch im diskontinuierlichen Verfahren im Kreislauf geführt werden und die Anlagerung von Chlorwasserstoff an das aus der Destillationsanlage ausgetragene Acrylsäurenitril annähernd quantitativ verläuft, ist es berechtigt, die prozentuale Ausbeute jedes der drei Reaktionsprodukte, die als prozentualer Anteil an der Gesamtmenge der drei Reaktionsprodukte errechnet wurde, nunmehr auf das insgesamt verbrauchte Acrylsäurenitril zu beziehen. 



   Ferner werden zur Kennzeichnung der Ausbeuten die Prozentsätze des Alkalimetalls - beispielsweise des Natriums - angegeben, die jeweils für die Synthese des erhaltenen Adipodinitrils und des Propionitrils reversibel aufzuwenden waren. Der Rest - etwa zwischen 15 und 30% Alkalimetall - werden in nicht näher bekannter Weise bei der Entstehung des   Destillationsrückstandes   und des Wasserstoffes irreversibel verbraucht. 



   Die Beispiele 1 und 2 zeigen, dass ohne   anfängliche Zugabe   von Acrylsäurenitril nur geringe Mengen an Adipodinitril entstehen ; Gleichung 6. wird hier zur Hauptreaktion. Durch Zugabe von Wasser kann die Ausbeute an Adipodinitril jedoch etwas verbessert werden. 

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   Beispiel 3 zeigt vergleichsweise einen Versuch, bei dem nur Acrylsäurenitril als organische Ausgangssubstanz diente. 



   Die Beispiele 4 - 6 zeigen besonders den Einfluss des Wassers. 



   Die Beispiele 7 und 8 beschreiben die erfindungsgemässe Reaktionsführung.   DieMaterialverluste (De-   stillationsrückstand: Polymerisate usw.), bezogen auf das insgesamte verbrauchte Acrylsäurenitril, liegen in der Grössenordnung von   30/0. \  
Ein Vergleich der Beispiele 7 und 8 mit 5 lässt eine deutliche Überlegenheit des billigen Natriums gegenüber Kalium hinsichtlich der Höhe der Adipodinitrilausbeute erkennen. 

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  Tabelle I : 
 EMI10.1 
 
<tb> 
<tb> Stoffausbeute <SEP> bzw. <SEP> auf <SEP> Stoffausbeute <SEP> bzw.
<tb> 



  Ausgangsstoffe <SEP> in <SEP> Gramm <SEP> Reaktions-Reaktionsprodukte <SEP> in <SEP> insgesamt <SEP> verbrauch-auf <SEP> verbrauchtes
<tb> bedingungen <SEP> Gramm <SEP> tes <SEP> Acrylsäurenitril <SEP> Amalgam <SEP> 
<tb> in <SEP> % <SEP> in <SEP> %
<tb> Nr. <SEP> ss-Chlor <SEP> Acryl- <SEP> 0,5% <SEP> flüssi- <SEP> Zugesetzte <SEP> Tempe- <SEP> Zeit <SEP> Adipo- <SEP> Propio- <SEP> Destil- <SEP> Ge- <SEP> Adipo- <SEP> Propio- <SEP> Rück- <SEP> Adipo- <SEP> Propiodes <SEP> propio- <SEP> säure- <SEP> ges <SEP> K- <SEP> bzw.

   <SEP> Menge <SEP> ratur <SEP> dinitril <SEP> nitril <SEP> lations- <SEP> samt- <SEP> dinitril <SEP> nitril <SEP> stand <SEP> dinitril <SEP> nitril
<tb> Bei-nitril <SEP> nitril <SEP> Na-Amal- <SEP> Wasser <SEP> ( C) <SEP> rück- <SEP> menspiels <SEP> gam <SEP> stand <SEP> ge
<tb> 1 <SEP> 448 <SEP> = <SEP> --- <SEP> 19,55 <SEP> K <SEP> --- <SEP> 40-41 <SEP> 4, <SEP> 75 <SEP> h <SEP> 1, <SEP> 5 <SEP> 10, <SEP> 1 <SEP> 0,5 <SEP> 12,1 <SEP> 12,4 <SEP> 83,5 <SEP> 4,1 <SEP> 5, <SEP> 5 <SEP> 73, <SEP> 5 <SEP> 
<tb> 5 <SEP> Mol <SEP> =0, <SEP> 5 <SEP> 
<tb> Grammatom
<tb> 2 <SEP> 268, <SEP> 5=---39, <SEP> 1 <SEP> K <SEP> 1, <SEP> 87 <SEP> = <SEP> 38-42 <SEP> 110 <SEP> min <SEP> 12,5 <SEP> 19,6 <SEP> 1 <SEP> 33,1 <SEP> 37, <SEP> 8 <SEP> 59, <SEP> 2 <SEP> 3, <SEP> 8 <SEP> 23 <SEP> 71
<tb> 3 <SEP> Mol <SEP> = <SEP> 1 <SEP> 0,10 <SEP> Mol
<tb> Grammatom
<tb> 3---20 <SEP> 0,

   <SEP> 89 <SEP> 180 <SEP> g <SEP> 25 <SEP> 1 <SEP> h <SEP> 5 <SEP> 14, <SEP> 5---19, <SEP> 5 <SEP> 26 <SEP> 74---10, <SEP> 5 <SEP> 30, <SEP> 1
<tb> Gramm-20% <SEP> Salzatom <SEP> K <SEP> säure
<tb> 4 <SEP> 268,5 <SEP> 106 <SEP> = <SEP> 39,1 <SEP> K---39-41 <SEP> 2, <SEP> 7 <SEP> h <SEP> 29 <SEP> 1, <SEP> 2 <SEP> 14 <SEP> 44,2 <SEP> 65,6 <SEP> 2,7 <SEP> 31,7 <SEP> 53,5 <SEP> 4,5
<tb> 2 <SEP> Mol <SEP> Grammatom
<tb> 5 <SEP> 268, <SEP> 5 <SEP> 106 <SEP> 39,1 <SEP> K <SEP> 1, <SEP> 87 <SEP> 39-43 <SEP> 54 <SEP> min <SEP> 27 <SEP> 5, <SEP> 3 <SEP> 3, <SEP> 5 <SEP> 35, <SEP> 8 <SEP> 75, <SEP> 4 <SEP> 14, <SEP> 8 <SEP> 9,8 <SEP> 50 <SEP> 19, <SEP> 5 <SEP> 
<tb> 6 <SEP> 716 <SEP> 106 <SEP> 44, <SEP> 4 <SEP> Na <SEP> --- <SEP> 40 <SEP> 75 <SEP> min <SEP> 33 <SEP> 1 <SEP> 7 <SEP> 41 <SEP> 80, <SEP> 5 <SEP> 2, <SEP> 9 <SEP> 17,1 <SEP> 32 <SEP> 1,9
<tb> = <SEP> 1,

   <SEP> 93
<tb> Grammatom
<tb> 7 <SEP> 268, <SEP> 5 <SEP> 106 <SEP> 23 <SEP> Na <SEP> = <SEP> 1, <SEP> 87 <SEP> = <SEP> 38-42 <SEP> 80 <SEP> min <SEP> 30 <SEP> 4 <SEP> 1 <SEP> 35 <SEP> 85, <SEP> 7 <SEP> 11,6 <SEP> 2,9 <SEP> 55,5 <SEP> 14
<tb> 1 <SEP> Gramm-0, <SEP> 5
<tb> atom <SEP> Gew. <SEP> lo <SEP> 
<tb> 8 <SEP> 268, <SEP> 5 <SEP> 106 <SEP> 23 <SEP> Na= <SEP> 1, <SEP> 5= <SEP> 38-42 <SEP> 80 <SEP> min <SEP> 32 <SEP> 2, <SEP> 5 <SEP> 1 <SEP> 35,5 <SEP> 90,2 <SEP> 7,0 <SEP> 2,8 <SEP> 59 <SEP> 9
<tb> 1 <SEP> Gramm-0, <SEP> 4
<tb> atom <SEP> Gel.-%
<tb> 
 *) Bei der Reaktion entwickelten sich   4, 7 1 Wasserstoff ;   der Versuch wurde in einem von aussen gekühlten Dreihalskolben ausgeführt. 

 <Desc/Clms Page number 11> 

 



   Allgemeine Verfahrensvorschrift für die aus Tabelle II ersichtlichen Beispiele 9-11 :
In ein   zurKonstanthaltung derTemperatur ummanteltes Rührgefäss werden ss -Chlorpropionitril,   Acrylsäurenitril und Wasser vorgelegt und bei der angegebenen Temperatur unter intensivem Rühren Natrium als   0, 5%iges flüssiges Amalgam   portionsweise zugetropft. Währenddessen leitet man zirka 15 Blasen Stickstoffmonoxyd pro Minute, entsprechend etwa   0.     4 I   NO/h in die Reaktionsmischung ein ; durch den Gas-   raum wird ein schwacher Stickstoff- oder vorzugsweise Wasserstoffstrom (zirka 2 - 5 I N oder H pro Stunde) geleitet. Nach dem Durchreagieren des Natriums wird das Quecksilber abgetrennt, ehe frisches   Amalgam zufliesst. Die Reaktionsdauer ist verzeichnet.

   Nach Beendigung der Reaktion wird das Natriumchlorid von der Reaktionsflüssigkeit abzentrifugiert und mit Hilfe des freigewordenen Quecksilbers, welches dabei als Kathode fungiert, nach dem Quecksilberverfahren zwecks Rückgewinnung von Amalgam elektrolysiert. Bei der destillativen Aufarbeitung der Ansätze erhält man Adipodinitril, Propionitril und Destillationsrückstand. Ausserdem wird zufolge Gleichung 6 Acrylsäurenitril gewonnen, welches zusammen mit Chlorwasserstoff wieder zu 8-Chlorpropionitril verarbeitet wird. 



   Die Ausbeuten werden ebenso berechnet wie es bereits früher zu den Beispielen gemäss Tabelle I angegeben worden war. 



   Die Beispiele 9-11 zeigen, dass in Gegenwart von Stickstoffmonoxyd mit zunehmendem Gehalt von Acrylsäurenitril im Reaktionsgemisch sowohl die auf Acrylsäurenitril als auch auf Amalgam bezogenen Ausbeuten an Adipodinitril ansteigen. 



   Tabelle II : 
 EMI11.1 
 
<tb> 
<tb> Nr. <SEP> des <SEP> Beispieles <SEP> 9 <SEP> 10 <SEP> 11 <SEP> 
<tb> Ausgangsstoffe <SEP> : <SEP> 
<tb> 13 <SEP> -Chlorpropionitril <SEP> g <SEP> : <SEP> 716 <SEP> 268, <SEP> 5 <SEP> 268, <SEP> 5 <SEP> 
<tb> = <SEP> Mol <SEP> 8 <SEP> 3 <SEP> 3
<tb> Acrylsäurenitril <SEP> g <SEP> : <SEP> 106 <SEP> 159 <SEP> 318
<tb> = <SEP> Mol <SEP> 2 <SEP> 3 <SEP> 6
<tb> Natrium <SEP> als <SEP> 0, <SEP> tiges
<tb> Amalgam <SEP> g <SEP> : <SEP> 23 <SEP> 23 <SEP> 23
<tb> = <SEP> Grammatom <SEP> 1 <SEP> 1 <SEP> 1 <SEP> 
<tb> zugesetztes <SEP> Wasser <SEP> g <SEP> : <SEP> 4, <SEP> 11 <SEP> 2, <SEP> 14 <SEP> 2,93
<tb> = <SEP> Gew,-'yo <SEP> 0, <SEP> 5 <SEP> 0, <SEP> 5 <SEP> 0, <SEP> 5 <SEP> 
<tb> Reaktionsbedingungen <SEP> :

   <SEP> 
<tb> Temperatur <SEP> OC <SEP> 47 <SEP> - <SEP> 52 <SEP> 46 <SEP> - <SEP> 52 <SEP> 47 <SEP> - <SEP> 53 <SEP> 
<tb> Zeit, <SEP> Stunden <SEP> 1, <SEP> 85 <SEP> 1, <SEP> 3 <SEP> 1, <SEP> 67
<tb> Reaktionsprodukte <SEP> in <SEP> g <SEP> : <SEP> 
<tb> Adipodinitril <SEP> 27 <SEP> 34, <SEP> 5 <SEP> 39
<tb> Propionitril <SEP> 11,4 <SEP> 3, <SEP> 9 <SEP> 3, <SEP> 1
<tb> Destillationsrückstand <SEP> 1 <SEP> 2, <SEP> 5 <SEP> 2
<tb> Gesamtmenge <SEP> 39, <SEP> 4 <SEP> 40, <SEP> 9 <SEP> 44,1
<tb> Stoffausbeute, <SEP> bezogen <SEP> insgesamt
<tb> verbrauchtes <SEP> Acrylsäurenitril <SEP> :

   <SEP> 
<tb> % <SEP> Adipodinitril <SEP> 68, <SEP> 5 <SEP> 84, <SEP> 5 <SEP> 88, <SEP> 5 <SEP> 
<tb> % <SEP> Propionitril <SEP> 29 <SEP> 9, <SEP> 5 <SEP> 7
<tb> 0/0 <SEP> Rückstand <SEP> 2, <SEP> 5 <SEP> 6 <SEP> 4, <SEP> 5 <SEP> 
<tb> Stoffausbeute, <SEP> bezogen <SEP> auf
<tb> verbrauchtes <SEP> Amalgam <SEP> : <SEP> 
<tb> % <SEP> Adipodinitril <SEP> 50 <SEP> 64 <SEP> 72
<tb> 0/0 <SEP> Propionitril <SEP> 41, <SEP> 5 <SEP> 14 <SEP> 11, <SEP> 5 <SEP> 
<tb> 
 

 <Desc/Clms Page number 12> 

   B e i s p i e l 12 :

   #-Cyano-valeriansäuremethylester (Adipinsäuremonomethylestermonoitril)  
In ein zur Konstanthaltung der Temperatur ummanteltes   Rührgefäss werden   1225 g (10 Mol)   8-Chlor-   propionsäuremethylester, 530 g (10 Mol) Acrylsäurenitril und 9, 5 ml Wasser vorgelegt und bei   40-50 C   unter intensivem Rühren   9, 25   Grammatome (213 g) Natrium als   0,5%iges   flüssiges Amalgam portionsweise innerhalb von 5 h zugetropft. Nach dem Durchreagieren des Natriums wird das Quecksilber abgetrennt, ehe frisches Amalgam zufliesst.

   Nach Beendigung der Reaktion wird das Natriumchlorid von der Reaktionsflüssigkeit abzentrifugiert und kann mit Hilfe des freigewordenen Quecksilbers, welches dabei als Kathode fungiert, nach dem Quecksilberverfahren zwecks Rückgewinnung von Amalgam und Chlor elektrolysiert werden. Bei der destillativen Aufarbeitung der Ansätze erhält man : 
 EMI12.1 
 
<tb> 
<tb> 398 <SEP> g <SEP> (2, <SEP> 76 <SEP> Mol) <SEP> #-Cyano-valeriansäuremethylester
<tb> 18 <SEP> g <SEP> (0,1 <SEP> Mol) <SEP> Adipinsäuredimethylester
<tb> 38 <SEP> g <SEP> Destillationsrückstand <SEP> (Verluste)
<tb> 
 
Ausserdem werden bei der Destillation der überschüssige ss-Chlorporionsäuremethylester und Acrylnitril zurückerhalten und erneut eingesetzt. Ferner gewinnt man zufqlge Gleichung 9.

   Acrylsäuremethylester, der mit Chlorwasserstoff (aus Wasserstoff und Chlor hergestellt, welches vorzugsweise aus der NaClElektrolyse stammt)   behandelt wieder ss-Chlorpropionsäuremethylester   liefert. Auch das hier beschriebene diskontinuierliche Verfahren berücksichtigt bei Berechnung der Ausbeute den Kreislauf der Ausgangsprodukte. Die einzigen Verluste sind somit der Destillationsrückstand. Die   6-Cyano-valeriansäuremethyl-   ester-Ausbeute, bezogen auf Kohlenstoff (C-Ausbeute, beträgt demnach etwa   88ego,   und, bezogen auf Natrium,   60%.   



   Die Ausbeuten an   #-Cyano-valeriansäuremethylester   verschlechtern sich wesentlich, wenn man für die Reaktion ss-Chlorpropionitril und Acrylsäuremethylester verwendet. In diesem Falle entsteht reichlich Adipodinitril. 



    Beispiel 13 : ct-Methyl-adipodinitril   
Man verfährt wie bei Beispiel 12. 



   Eingesetzt werden : 
 EMI12.2 
 
<tb> 
<tb> 134 <SEP> g <SEP> (2 <SEP> Mol) <SEP> Methacrylsäurenitril
<tb> 268, <SEP> 5 <SEP> g <SEP> (3 <SEP> Mol) <SEP> ss-Chlorpropionitril
<tb> 1, <SEP> 8 <SEP> g <SEP> Wasser
<tb> 
 
Während 2, 1 h tropft 1 Grammatom (23 g) Natrium als 0,   5%iges   Amalgam bei 38-420C zu. Bei der Aufarbeitung des Reaktionsgemisches erhält man : 
 EMI12.3 
 
<tb> 
<tb> 16, <SEP> 0 <SEP> g <SEP> ct-Methyl-adipodinitril
<tb> 1, <SEP> 5 <SEP> g <SEP> Adipodinitril
<tb> 1, <SEP> 0 <SEP> g <SEP> Rückstand <SEP> (Verlust).
<tb> 
 



   Die C-Ausbeute an   2-Methyl-adipodinitril   beträgt 86,5%, die Ausbeute, bezogen auf Natrium, ist 26, 2%. 



    Beispiel 14 : K, a'-Dimethyl-adipodinitril.    



   Man verfährt wie bei Beispiel 12. 



   Eingesetzt werden : 
 EMI12.4 
 
<tb> 
<tb> 134 <SEP> g <SEP> (2 <SEP> Mol) <SEP> Methacrylsäurenitril
<tb> 310, <SEP> 5 <SEP> g <SEP> (3 <SEP> Mol) <SEP> ss-Chlorisobuttersäurenitil
<tb> 2, <SEP> 0 <SEP> g <SEP> Wasser
<tb> 
 
Während   7, 3   h tropft 1 Grammatom (23 g) Natrium als 0, 5%iges Amalgam bei 40-42 C zu. Bei der Aufarbeitung des Reaktionsgemisches erhält man : 
 EMI12.5 
 
<tb> 
<tb> 7, <SEP> 5 <SEP> g <SEP> a, <SEP> a'-Dimethyl-adipodinitril
<tb> 1, <SEP> 8 <SEP> g <SEP> Rückstand. <SEP> 
<tb> 
 
 EMI12.6 
 Man verfährt wie bei Beispiel 12. 



  Eingesetzt werden : 

 <Desc/Clms Page number 13> 

 
 EMI13.1 
 
<tb> 
<tb> 519 <SEP> g <SEP> (5, <SEP> 5 <SEP> Mol) <SEP> Chloressigsäuremethylester
<tb> 292 <SEP> g <SEP> (5, <SEP> 5 <SEP> Mol) <SEP> Acrylsäurenitril
<tb> 4 <SEP> g <SEP> Wasser
<tb> 
 Während 4, 5 h tropfen 4,22 Grammatom (97 g) Natrium als   0, 51oignes   Amalgam bei 40-50 C zu. 



  Bei der üblichen Aufarbeitung des Reaktionsgemisches erhält man : 
 EMI13.2 
 
<tb> 
<tb> 1. <SEP> 74 <SEP> g <SEP> (1 <SEP> Mol) <SEP> Essigsäuremethylester
<tb> 2.207 <SEP> g <SEP> (1, <SEP> 2 <SEP> Mol) <SEP> &gamma;-Cyano-vinylessigsäuremethylester
<tb> 3. <SEP> 44 <SEP> g <SEP> Rückstand <SEP> (Verlust).
<tb> 
 



   Die C-Ausbeute an den verwertbaren Produkten 1 und 2 beträgt 86,   5f1/o,   bezogen auf Kohlenstoff (C-Ausbeute), und   52%,   bezogen auf Natrium. 



    PATENT ANSPRÜCHE :    
1. Verfahren zur Herstellung von Derivaten   aliphatischer Dicarbonsäuren,   der allgemeinen Formel 
 EMI13.3 
 bzw. 
 EMI13.4 
 dadurch gekennzeichnet, dass man ein Halogenfettsäurederivat der allgemeinen Formel : 
 EMI13.5 
 mit einer eine Vinylgruppe enthaltenden Verbindung der allgemeinen Formel 
 EMI13.6 
 in Anwesenheit eines Alkali-oder Erdalkali-Amalgams behandelt, wobei    R1   und R3 unabhängig voneinander eine Nitril-,   Carbonsäureamid- oder   Carbonsäurealkylester-Gruppe, wobei der Alkylrest des Esters 
 EMI13.7 
    - 41 - 6   C-Atomen darstellen können, während n eine ganze Zahl zwischen 0 und 5, vorzugsweise 0 oder 1, bedeutet.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man als Ausgangsstoff ein Gemisch von 20 bis 90 Mol-%, vorzugsweise 50 - 80 Mol-%, des Halogenfettsäurederivats und 10 - 80 Mol-%, vorzugsweise 20 - 50 Mol-%, der Vinylverbindung einsetzt.
    3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass als Halogenfettsäurederivat die Chlorverbindung eingesetzt wird.
    4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass man dem Ausgangsgemisch 0, 05-5 Gew.- h, vorzugsweise 0, 3-1 Gew.-% Wasser zusetzt.
    5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass man die Reaktion zwischen 20 und 100 C, vorzugsweise zwischen 35 und 65 C, durchführt.
    6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass man ein flüssiges Amalgam, vorzugsweise das technisch leicht zugängliche Natrium-Amalgam, verwendet. <Desc/Clms Page number 14>
    7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass man das flüssige Amalgam portionsweise zur Reaktionsmischung zutropfen lässt.
    8. Verfahren nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass man ein Amalgam verwendet, welches 0, 3-0, 5 Gew.-% Alkali-oder Erdalkalimetall enthält.
    9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass man das bei der Reaktion des Amalgams anfallende Quecksilber kontinuierlich oder portionsweise abzieht und das gleichzeitig anfallende Alkali- oder Erdalkalihalogenid auf bekannte Art, z. B. durch Zentrifugieren der Reaktionsflüssigkeit, abtrennt und daraus in an sich bekannter Weise durch Elektrolyse nach dem Quecksilberverfahren die für die Durchführung der Reaktion benötigten Hilfsstoffe, d. s. Amalgam und Halogenwasserstoff, wiedergewinnt.
    10. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass man zur Herstellung von Adipodinitril als Halogenfettsäurederivat 8 -Halogenpropionitril und als Vinylverbindung Acrylsäurenitril einsetzt.
    11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass man als Ausgangsstoff ein Gemisch von 20 bis 90 Mol-Ufo, vorzugsweise 50-80 Mol-%, ss-Halogenpropionitril und 10 - 80 Mol-Ufo, vorzugsweise 20 - 50 Mol-Ufo, Acrylsäurenitril einsetzt. EMI14.1 verbindung eingesetzt wird.
    13. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass man dem Ausgangsgemisch 0, 05 bis 5 Gew. -0/0, vorzugsweise 0, 5-1 grew.-%, Wasser zusetzt.
    14. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass man zur Herstellung des y-Cyano-vinylessigsäuremethylesters als organische Reaktionskomponenten Chloressigsäuremethylester und Acrylsäurenitril einsetzt.
    15. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass man in Gegenwart eines Polymerisationsinhibitors für die Vinylverbindung arbeitet.
    16. Verfahren nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass man als Polymerisationsinhibitor mindestens eine Verbindung mit einem oder zwei ungepaarten Elektronen, beispielsweise Stickstoffmonoxyd oder Sauerstoff, verwendet.
    17. Verfahren nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass man als Polymerisationsinhibitor Stickstoffmonoxyd in inerter Gasatmosphäre, beispielsweise in Mischung mit Wasserstoff oder Stickstoff, anwendet.
    18. Verfahren nach einem der Ansprüche 15 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass man als Ausgangs- EMI14.2
    19. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass man je Grammatom Alkalimetall in Form des Amalgams je etwa 1 - 10, vorzugsweise 1 - 3 Mol, Halogenfettsäurederivat und Vinylkomponente anwendet.
    20. Verfahren nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass man je Grammatom Alkalimetall in Form des Amalgams etwa 3 Mol ss-Halogenpropionitril und etwa 3 - 9 Mol Acrylsäurenitril anwendet.
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