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Die Erfindung betrifft einen Böschungsstein.
Böschungssteine werden zur Verkleidung der Oberflächen von Böschungen verwendet, um das Erdreich der Böschung gegen Abrutschen zu sichern und damit eine dauerhafte Bepflanzung/Begrünung der Böschung zu ermöglichen. Derartige Böschungssteine weisen in der Regel die Form eines rechteckigen Rahmens auf, in welchen zunächst Erdreich eingebracht und in dieses besagte Bepflanzung eingesetzt wird.
Bisher bekannte Böschungssteine sind aus Schwerbeton hergestellt, haben dadurch ein relativ grosses Gewicht und sind demzufolge schwierig handzuhaben. Als weiterer Nachteil erweist sich die oft grobporige Oberfläche derartiger Schwerbeton-Böschungssteine, weil diese Möglichkeiten zum Ansetzen von Moosen geben, was zu einem unästhetischen Erscheinungsbild der Ansichtsflächen des Böschungssteins führt. Daneben kann in grobporige Oberflächen Feuchtigkeit eindringen, was bei tiefen Umgebungstemperaturen zur Zerstörung des Böschungssteines führen kann.
Es ist daher Aufgabe der Erfindung, einen Böschungsstein anzugeben, welcher besonders geringes Gewicht, dabei aber trotzdem hohe Festigkeit und feinporige Oberflächen aufweist.
Erfindungsgemäss wird dies dadurch erreicht, dass dieser aus Leichtbeton gefertigt ist und dass seine Oberfläche zumindest bereichsweise mit feinporigem Vorsatzbeton beschichtet ist.
Damit kann ein gegenüber dem Stand der Technik deutlich geringeres Gewicht erreicht werden. Die geringe Festigkeit des Leichtbetons wird durch die relativ dünn ausbildbare und damit das Gewicht des Böschungsteines nicht nennenswert hinaufsetzende Vorsatzbeton-Schicht wirkungsvoll gesteigert.
Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung kann vorgesehen sein, dass der Vorsatzbeton an der Ansichtsseite und an der Oberseite des Böschungssteines angeordnet ist.
Ansichts- und Oberseite sind jene Seiten, die bei einer fertig versetzten Böschungsstein-Wand nicht von Erdreich bedeckt und somit den Umwelteinflüssen am stärksten ausgesetzt sind. Die Bedeckung gerade dieser Seiten verhindert damit bereits die eingangs erläuterten Probleme von in Oberflächenporen eindringenden Moosen bzw. Wasser und bringt weiters eine ausreichende Festigkeitssteigerung mit sich. Die Beschichtung sämtlicher anderer Steinseiten kann unterbleiben, wodurch ein damit verbundener höherer Herstellungsaufwand sowie Gewichtssteigerung vermieden werden kann.
In Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass der Vorsatzbeton eine Stärke von 0, 5 bis 3, 5cm aufweist.
In diesen Schichtstärke-Bereichen ist das Verhältnis von durch den Vorsatzbeton verursachtem zusätzlichem Gewicht zur erreichten Festigkeitssteigerung besonders günstig.
Ein weiteres Merkmal der Erfindung kann sein, dass der Betonzuschlag des Vorsatzbetones Quarzsand aufweist, da hiermit besonders hohen Festigkeiten erzielbar sind.
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In diesem Zusammenhang kann in weiterer Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen sein, dass der Quarzsand eine Korngrösse von 0-2mm aufweist.
Damit ergeben sich besonders feinporige, nahezu keine Ansatzpunkte für Wasser und Moose bietende Böschungsstein-Oberflächen.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass der Betonzuschlag weiters ein Metalloxid, wie beispielsweise Eisenoxid oder Chromoxid aufweist.
Durch Zugabe dieses Materials kann der Vorsatzbeton in einfacher Weise in verschiedensten Farbtönen eingefärbt werden, sodass das äussere Erscheinungsbild des Böschungssteines beeinflusst werden kann.
Schliesslich kann ein weiteres Merkmal der Erfindung darin gelegen sein, dass der Zement des Vorsatzbetones durch PZ375-Zement gebildet ist.
Die Verwendung von Zement dieses Typs, insbesondere in Kombination mit Quarzsand führt zu besonders hohe Festigkeiten aufweisenden Vorsatzbeton-Schichten.
Die Erfindung wird nachstehend unter Bezugnahme auf die beigeschlossenen Zeichnungen näher erläutert. Die Zeichnungen geben lediglich eine mögliche Ausführungform der Erfindung wieder, was die Erfindung jedoch in keiner Weise einschränken soll.
Es zeigt :
Fig. la-c eine Böschungsstein in Auf-, Grund-und Seitenriss ;
Fig. 2 den Böschungsstein nach Fig. la-c im Schrägriss und
Fig. 3a, b jeweils einen Ausschnitt einer mit Böschungssteinen nach den Fig. l u.
2 versehenen Böschung im Schrägriss.
Böschungssteine, in ihrer Gesamtheit in sämtlichen Zeichnungsfiguren mit 1 bezeichnet, weisen, wie aus den Fig. la-c und Fig. 2 hervorgeht, rahmenförmige Gestalt auf.
Nach einer bevorzugten Ausgestaltungsweise ist in der im Erdreich der Böschung verlaufenden Rückwand 4 eine sich über die gesamte Höhe des Steines erstreckende Ausnehmung 5 eingelassen. Weiters sind in den Seitenwänden 6,7 bodenseitige Ausnehmungen 8,9 vorgesehen, welche beim Versetzen als Griffhilfen dienen und im versetzten Zustand zusammen mit der Ausnehmung 5 in der Rückwand 4 und dem durch die rahmenartige Gestaltung bedingten offenen Boden eine besonders gute Verwurzelung der in das im Böschungsstein 1 befindliche Erdreich eingesetzen Pflanzen ermöglichen.
Erfindungsgemäss ist der Böschungsstein 1 aus Leichtbeton, als Leichtzuschlagsstoff beispielsweise Blähton umfassend, hergestellt. Die Oberfläche dieses Hinterbetones, die aufgrund der Verwendung von Leichtzuschlagsstoffen besonders grobporig ist, ist mit einem feinporigen, vorzugsweise in einer Stärke zwischen 0, 5 und 3, 5cm aufgebrachten Vorsatzbeton 10 beschichtet, welche Beschichtung vollflächig erfolgen kann, vorzugsweise jedoch auf die Ansichtsseite 2 und die Oberseite 3 des Böschungssteines 1 beschränkt ist.
Diese Beschränkung lässt sich wie folgt erklären :
Wie aus Fig. 3 hervorgeht, werden Böschungssteine 1 in mehreren Reihen, in denen sie jeweils dicht an dicht (Fig. 3a) bzw. mit gegenseitigem Abstand (Fig. 3b) nebeneinanderliegen, angeordnet. Jede Reihe ist dabei gegenüber der unter ihr liegenden Reihe zurückversetzt angeordnet. Somit verbleiben als frei zugängliche und damit den oben
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erwähnten Umwelteinflüssen ausgesetzte Oberflächenabschnitte die Ansichtsseite 2 sowie der an diese Ansichtsseite 2 angrenzende Abschnitt 30 der Oberseite 3 des Böschungssteines 1.
Zur Vermeidung von Beschädigungen des Böschungssteines 1 durch besagte Umwelteinflüsse würde es daher ausreichen, diese beiden exponierten Oberflächenabschnitte, also die gesamte Ansichtsseite 2 und den freien Abschnitt 30 der Oberseite 3 mit dem feinporigen Vorsatzbeton 10 zu beschichten. Um dem Böschungsstein 1 eine ausreichende Festigkeit zu verleihen, ist es aber günstig, den Vorsatzbeton 10 entlang der gesamten Oberseite 3 anzuordnen.
Zur Erläuterung der bevorzugten Zusammensetzung des Vorsatzbetones 10 wird zunächst festgehalten, dass unter der Bezeichnung "Beton" gemäss DIN 1045 (7/1988) ein künstlicher Stein, der aus einem Gemisch von Zement, Betonzuschlag und Wasser entsteht, verstanden wird.
Besonders gute Ergebnisse hinsichtlich der Böschungssteinfestigkeit bzw. hinsichtlich der Feinporigkeit der Oberfläche wurden erzielt, wenn zur Herstellung des Vorsatzbetones 10 als Betonzuschlag Quarzsand, vorzugsweise mit einer Körnung von 0-2mm und als Zement ein PZ375-Zement verwendet wurde.
Neben den bereits erläuterten technischen Effekten Festigkeitssteigerung und feinporige, gegen Witterungseinflüsse resistente Oberfläche kann mit der Vorsatzbetonschicht auch das Aussehen des Böschungssteines 1 positiv beeinflusst werden. Dazu wird zusätzlich zum Quarzsand ein Metalloxid als Betonzuschlag eingesetzt, wodurch dem Vorsatzbeton je nach Art des Metalloxides verschiedene Farbtöne verliehen werden können. Insbesondere kommen in diesem Zusammenhang Eisenoxide, welche den Vorsatzbeton gelb, braun und rot färben, sowie Chromoxide, die zu grünen und blauen Farbtönen führen, zum Einsatz.
Der Böschungsstein 1 kann damit seiner Umgebung, beispielsweise einem in seiner Umgebung verlegten Bodenpflaster, angepasst werden kann.